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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.06.2020

Für fast alle Lebenslagen

Das Worst-Case-Szenario Survival-Handbuch
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Trotz der über 250 Seiten hat man dieses Buch in kürzester Zeit verschlungen. Jedes Kapitel widmet sich bestimmten Fällen, zum Beispiel der Gefahr durch Tiere („Zähne und Krallen“), Kampftechniken („Die ...

Trotz der über 250 Seiten hat man dieses Buch in kürzester Zeit verschlungen. Jedes Kapitel widmet sich bestimmten Fällen, zum Beispiel der Gefahr durch Tiere („Zähne und Krallen“), Kampftechniken („Die beste Verteidigung“) oder auch Naturkatastrophen im Kapitel „Notfälle“.
Die Autoren haben sich für die Zusammenstellung der Szenarien und deren Bewältigung Tipps und Tricks von Experten geholt.

Wer diese Experten sind, bleibt im Dunkeln.

Die entsprechenden Hinweise sind allerdings nachvollziehbar und, jedenfalls in der geschützten häuslichen Umgebung, für jeden durchführbar.

Nach der Lektüre ist man also für alle Ausnahmesituationen des Lebens gewappnet. Der durchschnittliche Mensch wird allerdings kaum in eine solche Situation kommen. Das wäre ja auch nicht wünschenswert!

Falls es doch der Fall sein sollte, dann wird man sich wohl nicht an die genauen Instruktionen in diesem Buch erinnern. Allerdings verpacken die Autoren grundlegende Verhaltensweisen so geschickt in die Fülle der Eventualitäten, dass vielleicht wenigstens die Grundlagen (Hilfe holen, Ruhe bewahren, Überblick verschaffen…) in einer Notsituation angewandt werden könnten.

Und auch wenn man nichts gelernt hat, so hat man doch zumindest ein kurzweiliges, interessantes Buch gelesen.

Außerdem: Man kann ja nie wissen...

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Veröffentlicht am 05.06.2020

Bewaffnet bis auf die Zähne

Lasst Knochen sprechen
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Der dritte Fall verspricht wieder Spannung.

Die junge Emily Anne Toussaint findet den Tot. Auf offener Straße wird sie von zwei Kugeln getroffen. Die Polizei ist schnell fertig mit den Ermittlungen. Ein ...

Der dritte Fall verspricht wieder Spannung.

Die junge Emily Anne Toussaint findet den Tot. Auf offener Straße wird sie von zwei Kugeln getroffen. Die Polizei ist schnell fertig mit den Ermittlungen. Ein Kollateralschaden in einem rivalisierenden Bandenkrieg.

Als der Leichnam auch Tempes Tisch in der Forensik landet, kann sie im Gegensatz zur Polizei nicht einfach damit abschließen. Sie beschließt, sich die Schuldigen vorzunehmen.

Die rivalisierenden Motoradgangs sind berühmt für ihre Brutalität und das bekommt natürlich auch Tempe ausreichend zu spüren.

Die Heathens und die Vipers, gut organisiert, machen es Tempe nicht leicht, den Killer der kleinen Emiliy Toussaint aufzuspüren.

Gerade als Tempe zum entscheidenden Zug ausholt, taucht ihr Neffe Kit in der Gangszene auf.

Plötzlich muss sich Tempe die Frage stellen, ob ein weiteres Eingreifen und Ermitteln Gefahr für ihre Familie bedeutet.

Fazit:

Wieder ein Fall, der den Leser atemlos durch die Ermittlungen hetzen lässt. Ich mach Kathy Reichs Humor und muss sagen, dass die bisherigen deutschen Übersetzungen gut gelungen sind.

Mit Dialogen wie: „Sie waren unbewaffnet!“ „Ich war bewaffnet mit gerechtem Zorn“ muss ich gestehen, ist es um mich geschehen. Ich mag gute Dialoge und abgründigen Sarkasmus und Kathy Reichs bietet hier eine wahre Fundgrube davon an.

Die Buchreihe steht nur teilweise der Serienverfilmung als Vorlage zur Verfügung. Was mich sonst an Buch- und ausgeführter Verfilmung stört, zeigt sich hier als äußerst gelungener Schachzug!

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Veröffentlicht am 01.06.2020

Gold regiert die Welt....

Kriegsgold
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Wir starten ganz harmlos mit mehreren Leichenteilen, die sich in diversen Fischereusen, Netzen und Strandmüll verfangen haben. Moment mal, harmlos? Genau! Das war erst der Anfang!

Die Mordkommission und ...

Wir starten ganz harmlos mit mehreren Leichenteilen, die sich in diversen Fischereusen, Netzen und Strandmüll verfangen haben. Moment mal, harmlos? Genau! Das war erst der Anfang!

Die Mordkommission und ihr Hauptkommissar Hinnerk sammeln fleißig Leichenteile an der Küste zwischen Kiel und Eckernförde. Die Spur führt zur Bundeswehr und dort zu einem äußerst beliebten und respektierten Offizier.

Auf der Suche nach dessen Angehörigen stolpert Hinnerk auf den toten Sohn und kurze Zeit später auf die gerade noch so lebende schwer drogenabhängige Tochter.

Als Hinnerks Chef sich mit weiteren Dienststellen kurzschließt, taucht ein ungeklärter Mord an einem Marinesoldaten mit ähnlicher Vorgehensweise auf. Aber wie hängt der ungeklärte Mord mit den beiden Toten in Kiel zusammen?

Die Ermittler arbeiten rund um die Uhr und stoßen auf eine alte mysteriöse Kriegsgeschichte.

Parallel zu den in der Gegenwart spielenden Ermittlungen führt uns Rönnau an Bord der U796.

Das Minen-Uboot, 1945 kurz vor Kriegsende und vollbeladen mit Goldbarren der SS, soll zu einem geheimen Versteck gebracht werden. Kapitän Johann von Stackeldorf, der mit der SS an Bord hadert, fühlt sich hintergangen. Die unterwegs stattfindende Planänderung des SS Befehlshabers Stramm macht ihn stutzig. Er beschließt, diese Aktion nicht so einfach auf sich sitzen zu lassen und gerät kurz darauf in einen Hinterhalt.

Er flieht schwer verletzt und übersteht die Jahre dank eines neuen Decknamens und seiner Verschwiegenheit. Doch die Last des Goldes wiegt schwer im Leben des alten Seemanns.

Immer wieder tauchen alte Nazischergen auf und sind auf der Suche nach dem vermeintlich noch existierenden Goldschatz.

Als Hinnerk und sein Team aus vielen losen und teils haarsträubenden Geschichten Einheimischer sich ihren Fall zusammenbasteln, gerät so einiges ins Rutschen.

Es wird scharf geschossen, hart gekämpft und lange Totgeglaubte tauchen aus der Versenkung auf.

Fazit:

Mit Jörg Rönnau begeben wir uns als Leser auf eine abenteuerliche Schatzsuche nach dem verschollenen Gold. Wir steigen herab in ein U-Boot, während Kiel gerade von den Engländern beschossen wird und hoffen inständig, dass der Kapitän trotz mysteriöser Soldaten an Bord, die richtige Entscheidung treffen wird.

Nichtsahnend landen wir in die Kieler Unterwelt, flüchten mit Hinnerk und Zeugen vor schießwütigen Killern und landen dann in einem alten ziemlich heruntergekommenen Weltkriegsbunker. Rönnau hinterlässt eine Spur aus Leichen, deren Gier nach dem Gold nach und nach die traurige Vergangenheit lüftet.

Spannung pur!

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Veröffentlicht am 24.05.2020

Totale Integration

Der Hodscha und die Piepenkötter
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Die amtierende Oberbürgermeisterin Ursel Piepenkötter liebt ihren Job. Sie genießt es, sich zu inszenieren, sich von ihren Bürgerinnen und Bürgern feiern zu lassen. Ganz die Politiklady beherrscht sie ...

Die amtierende Oberbürgermeisterin Ursel Piepenkötter liebt ihren Job. Sie genießt es, sich zu inszenieren, sich von ihren Bürgerinnen und Bürgern feiern zu lassen. Ganz die Politiklady beherrscht sie natürlich die Basics. Sie trickst, täuscht und kämpft mit allen mehr oder weniger legalen Mitteln um ihre Ziele zu erreichen. Die Wiederwahl steht an!

Wäre da nicht ausgerechnet dieser neue türkische Geistliche. Nuri Hodscha, frisch aus der Türkei, kündigt den Bau einer prächtigen Moschee an. Er hat jedoch die Rechnung ohne Ursel Piepenkötter gemacht.

Für die amtierende Bürgermeisterin kommt so ein Bauantrag natürlich wie gerufen. Jedoch hat sie die Rechnung ohne Nuri Hodscha gemacht.

So unscheinbar der neue Geistliche sich zeigt, ist er nicht. Er entpuppt sich als wahrer Gegenspieler. Es geht zu wie auf einem türkischen Bazar. Die beiden kämpfen mit allen nur erdenklichen Mitteln, um ihre Ziele zu erreichen und die Zeit rennt.

Noch 42 Tage bis zur entscheidenden Wahl. Die Uhr tickt….

Nichtsahnend, dass sich Ursel Piepenkötters Sohn Patrick mittlerweile in Nuri Hodschas Tochter Hülya verknallt hat, werden schon die nächsten Ränke geschmiedet.

Doch diese Pläne haben die beiden Kampfhähne ohne Patrick und Hülya gemacht.

Eine kleine ausgebrannte Stadt und ein Wahlkampf, der seinesgleichen sucht. Jeder, der in der Ortspolitik auskennt, findet sich hierin wieder. Hier gilt das Motto: Nach der Wahl ist vor der Wahl.

Birand Bingül lässt diesen Wettstreit nicht einzig auf einen Kampf zwischen Mann und Frau hinauslaufen. Mit im Sack kauft man hier Allah, pubertierende Kinder und zwei Menschen, die ihr wahres Ziel aus den Augen verloren haben. Religion und Integration treten völlig in den Hintergrund.

Feiner Sarkasmus, sehr witzige Dialoge und ein guter Schuss Ortskolorit.

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Veröffentlicht am 24.05.2020

Escape-Krimi mit Seiten zum Aufschneiden

Escape Room. Der Schatten des Raben
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Eigentlich wollten wir mit Freunden schon vor ewiger Zeit mal an einem Samstagabend einen Escape-Room testen, sind aber bisher leider nicht dazu gekommen.

Umso mehr habe ich mich daher über „Der Schatten ...

Eigentlich wollten wir mit Freunden schon vor ewiger Zeit mal an einem Samstagabend einen Escape-Room testen, sind aber bisher leider nicht dazu gekommen.

Umso mehr habe ich mich daher über „Der Schatten des Raben“ gefreut.

Ein Escape Krimi ist folgendermaßen aufgebaut. Man liest sich in die Story ein, und löst Rätsel für Rätsel. Zum nächsten Kapitel kommt man nur, wenn man aus den drei Auswahlmöglichkeiten die richtigen Schlüsse gezogen hat und ein kleiner Bildausschnitt führt einen dann zum nächsten Rätsel.

Lissas Abiturtreffen nach langen zwanzig Jahren wird zu einem Albtraum. Während einer Führung gerät die alte Clique in einen Hinterhalt und wird in der Schule im Keller eingesperrt.

Dass diese Clique etwas zu verbergen hatte, hat Lissa schon immer gespürt. Doch jetzt wird es ernst und ihr aller Leben hängt davon ab.

Im ersten Raum angekommen gilt es ab jetzt gemeinsam ein Rätsel nach dem anderen zu lösen. Immer in der Hoffnung, dass das nächste Rätsel alle gesund und glücklich zum Ausgang bringt.

Doch Lissa hat sich im wahrsten Sinne verrechnet. Die Clique stellt sich als korrupte, zwielichtige und überaus neidischer Trupp heraus, der es Lissa schwer macht, die Vergangenheit zu verstehen.

Einst führte Paula diese Clique an, bis diese unter mysteriösen Umständen ausgerechnet in diesem Keller zu Tode kam.

Wer hat also Paula ermordet und wie kommt Lissa wieder heil aus diesem Keller?

Fazit:

Mit Eva Eich gehen wir auf Mörderjagt. Klassisch nach einem Who-Done-It aufgebaut beschäftigt man sich mit der Suche nach dem Täter und löst dabei die ein oder andere knifflige Rätselaufgabe.

Da sich der Keller in einer alten Schule befindet, sollte man die alten Schulfächer schon noch beherrschen. Ob Erdkunde, Sprachen oder das Periodensystem, alle relevanten Fächer kommen zum Einsatz. Knifflige Matherätsel ergänzen den mysteriösen Spuk.

Mit so einigen Rätseln habe ich mich schwer getan. Wenn man jedoch mal die Richtung verstanden hat und die Kapitel sehr aufmerksam liest, kommt man den Mörder schnell auf die Spur.

Eine tolle Abwechslung! Es wird nicht mein letzter Escape-Krimi gewesen sein!

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