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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.06.2019

Von A wie Apfel

Einmachen - einfach und originell
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Passend zur Einmachsaison fiel mir das Kochbuch von Piers Warren in die Hände. Gerne probiere ich hier auch mal außergewöhnliche Rezepte, Chutneys und Einkochmethoden aus und war gespannt.

Mit dem Slogan ...

Passend zur Einmachsaison fiel mir das Kochbuch von Piers Warren in die Hände. Gerne probiere ich hier auch mal außergewöhnliche Rezepte, Chutneys und Einkochmethoden aus und war gespannt.

Mit dem Slogan „Für Selbstversorger und kreative Feinschmecker“ wird großzügig auf dem Cover geworben.

Nach einer kurzen und sehr knappen Einführung geht es dann über die klassischen Einmachmethoden direkt zum Gemüse und dem Obst.

Vom klassischen Apfel bis zur Zwiebel findet man hier sich hier quer im Garten wieder.

Wer hier kreative Rezepte sucht, wird nicht fündig. Man findet hier klassische Marmeladen, Gelees und auch die gängigen Chutneys wieder. Jedoch ist die Bebilderung ausgerechnet bei dem Methoden so dürftig, das ein Einsteiger hier seine liebe Mühe mit den benutzen Gegenständen und Geräten haben wird.

Insgesamt vermisse ich hier Bilder und kleine Tipps und Tricks, die einem das Einkochen und Haltbarmachen ein wenig einfacher gestalten.

Das man aus fast jedem Ernteerzeugnis auch Wein machen kann, scheint die große Stärke von Piers Warren zu sein. Aber mal ganz ehrlich, wer will Wein aus Roter Bete?

Veröffentlicht am 09.06.2019

Endlich Freiheit?

Cari Mora
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Downtown Miami. Hier liegt das Geld bekanntlich im Boden. Noble Häuser, reiche Nachbarschaft und alles nicht ganz so legal, wie es sein sollte.

Cari Mora ist Haussitterin. Sie betreut das riesige Objekt ...

Downtown Miami. Hier liegt das Geld bekanntlich im Boden. Noble Häuser, reiche Nachbarschaft und alles nicht ganz so legal, wie es sein sollte.

Cari Mora ist Haussitterin. Sie betreut das riesige Objekt des ermordeten Kartellbosses, nichtsahnend, das sich im verborgenen Keller unter dem Pool ein riesiger Tresor voller Gold befindet.

Hans Peter Schneider beobachtet wie auch andere Kriminelle seit Jahren diese Goldgrube, um im richtigen Moment zuzuschlagen. Er mietet das Haus als Filmproduzent und zieht mit seinen bewaffneten Truppen ein. Cari wird schnell klar, dass es sich bei den neuen Mietern keineswegs um dubiose Filmproduzenten handelt.

Schneider ist hin und hergerissen. Cari verdreht ihm gehörig den Kopf und er beschließt, sie auf seine Liste zu setzten. Als ausgezeichnete Ware bietet er Cari auf dem Weltmarkt als Gewaltfantasie seinen Kunden an, die sich zahlreich überbieten.

Der Einzug von Schneider bleibt natürlich nicht unbemerkt. Die Kartellnachfolge überwacht mit getarnten Gärtnern und vorbeifahrenden Fischkuttern das Haus und auch die von Schneider beauftragte Ausgrabung.

Es kommt zum Aufstand und Schneider, wie auch das Kartell geht über Leichen. Mittendrin Cari, die endlich ihr wahres Gesicht zeigt. Die Vergangenheit als ausgebildete Kämpferin im kolumbianischen Drogenkrieg zeigt sich mehrfach nützlich.

Caris oberstes Ziel, ein ganz normales Leben zu führen, wird mehrfach durchkreuzt. Ihren nächsten Auftrag, das zahlreiche Gold zu bergen wird ein abenteuerliches Geduldsspiel, bei dem sie natürlich wieder alles auf eine Karte setzt.

Die kommende Zeit sieht für Cari rosig aus, alles läuft nach Plan. Bis eines Tages Hans Peter Schneider, der nunmehr weltweit gejagte Serienkiller, seinen nächsten Feldzug startet.

Mit Thomas Harris begibt man sich in eine Welt, die nur aus Drogen, Geld und Erbarmungslosigkeit besteht. Atemlos verfolgt man die Geschichte Caris und hofft inständig, dass diese junge Frau endlich zur Ruhe kommt und ihre eigenen Ziele verwirklichen kann.

Während Hans Peter Schneider das Übel der ganzen Menschheit ins sich trägt, verzeiht man Cari rasch ihre Vergangenheit. Man fühlt sich hingezogen zur Treue Caris und beschließt, wenn auch nur für einen kurzen Moment, dass es auf der Welt auch zwischen Dieben noch ein gesundes Maß an Ehre herrscht. Spannung pur!

Atemlos gelesen von Achim Buch, der es schafft, bis zur letzten Szene im innersten Herzen mit Cari um ein neues Leben zu kämpfen.

Veröffentlicht am 09.06.2019

Akte X neu aufgelegt

Das Fossil
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Akte X neu aufgelegt
Einer Theorie nach lebten schon lange vor unserer Zeit Menschen auf der Erde. Dan Jackson, ein Wissenschaftler, der dieser Theorie nachgeht, findet 2018 tatsächlich in der Antarktis ...

Akte X neu aufgelegt
Einer Theorie nach lebten schon lange vor unserer Zeit Menschen auf der Erde. Dan Jackson, ein Wissenschaftler, der dieser Theorie nachgeht, findet 2018 tatsächlich in der Antarktis Hinweise auf die Erbauer, dieser früheren Menschheit. Allerdings verschwindet er spurlos.
25 Jahre später kehren die ersten Menschen von einer Mars-Mission zurück.
Leider verläuft die Rückkehr nicht reibungslos und nur eine Astronautin überlebt das Unglück. Alle Proben sind mit dem Raumschiff im Meer versunken und Filio Amorosa kann sich an viele Details auf dem Mars nicht mehr erinnern.
Sie setzt alles daran, die Proben zu finden, in der Hoffnung damit ihre Erinnerungslücken zu stopfen und sich somit für die zweite Mars-Mission zu qualifizieren. Kurz danach stirbt die Ehefrau Dan Jacksons auf mysteriöse Weise und zwei Ermittler werden auf ihren Tod angesetzt: Agatha Devenworth und Pano Hofer.
Der Mörder hat so gut wie keine Spuren hinterlassen und doch scheint der Tod etwas mit dem Verschwinden ihres Mannes vor langer Zeit zu tun zu haben. Diese beiden sehr ungleichen Agenten erinnern mich doch sehr stark an das Ermittlerduo aus meiner Lieblingsserie Akte X aus den 90er Jahren, auch wenn es hier keinen „gläubigen“ Mulder oder die „wissenschaftliche“ Scully gibt.
Die Story, die Josha Tree in dem ersten Band „Das Fossil“ strickt, könnte allerdings ein Akte X Fall sein. Hier werden wissenschaftliche Entdeckungen mit dem Glauben an Außerirdische und den verschiedenen Religionen geschickt verknüpft.
Verschiedene Institutionen, Firmen, (terroristische) Organisationen haben unterschiedliche Interessen an dem Fall und unterstützen die Ermittlungen oder setzen alles daran, sie zu behindern oder zu vertuschen.
So entwickelt sich eine sehr fesselnde Story, die mit einer wohl durchdachten Handlung punkten kann. Die Hauptpersonen sind in sich stimmig angelegt und man findet schnell eine Person mit der man sich identifizieren kann.
Joshua Tree ist mit „Das Fossil“ wieder ein Science-Fiction-Thriller gelungen, der hungrig auf den zweiten Teil macht!

Veröffentlicht am 07.06.2019

Whisky oder Gin?

Whisky für den Mörder
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Was passt besser in einen GIN-Haushalt als ein Krimi über Whisky? Die Frage war nicht schwer zu beantworten, es ist ja immerhin ein Krimi!

Abigail Logan kehrt zurück in ihre beschauliche Heimat in den ...

Was passt besser in einen GIN-Haushalt als ein Krimi über Whisky? Die Frage war nicht schwer zu beantworten, es ist ja immerhin ein Krimi!

Abigail Logan kehrt zurück in ihre beschauliche Heimat in den Highlands. Hier gelten noch andere Regeln. Hier vertraut man sich, hier kennt man sich. Abigail Logan kehrt zurück in ihre beschauliche Heimat in den Highlands. Hier gelten noch andere Regeln. Hier vertraut man sich, hier kennt man sich.
Abigail, die vor kurzem die dort ansässige alte und erfolgreiche Whiskydestille geerbt hat, bot den Dorfbewohnern ausreichend Abwechslung und gleich einen Mordfall.

Ausgerechnet jetzt, wo sie sich von ihrem letzten Fotoprojekt in ihrem Heim erholen will, stolpert ihr Hund Liam über Knochen. Genug der Aufregung? Fehlanzeige. Ihr Teenieidol Rory, der Frontsänger der Rockband, ist ebenfalls zurückgekehrt.

Der beauftragt sie, seine Benefiz-Veranstaltung zu fotografieren und zieht Abigail prompt hinein in eine Reihe mysteriöser Diebstähle und Angriffe auf seine ehemaligen Bandkollegen.

Doch dem Tod entkommt niemand! Am Festivalabend kommt es zu einem weiteren Unglück.

Abigail ist hin und hergerissen. Es funkt gewaltig zwischen Grant, dem Brenner der Destille und auch für Rory stehen die Sterne nicht schlecht. Wäre da jedoch nicht Rorys Tochter Summer, die allen Männern gehörig den Kopf verdreht.

Der neue Pfarrer entdeckt gleichzeitig mehrere Geheimgänge und findet dank Abigails Gespür lang verschollene Unterlagen, die die alten Geschichten gehörig durcheinanderrütteln.

Mit Melinda Mullet reist man in die zauberhaften Highlands und zu deren alten Traditionen. Whisky als Verbindung zwischen Mord, Liebe und Leidenschaft zu schaffen, gelingt Mullet spielend.

Mit Abigail schafft sie außerdem eine äußerst sympathische Protagonistin, die kein Abenteuer und keine alte Tradition scheut. Samt Schaaf Oscar und dem neurotischen Knochenjäger Liam kommt man nicht umhin, sich anstatt einem guten Gin dann lieber eines torfigen Whisky zu besinnen.

Ein gelungener Schottland-Krimi, der die Schlacht von Culloden, die ehrwürdigen Clans und das Nationalgetränk würdigt. Mit Witz und einer guten Portion Crime hat mich Melinda Mullet überzeugt, mir auch den ersten Teil der Krimireihe rund um Abigail Logan zu besorgen.

Veröffentlicht am 04.06.2019

Was wäre man ohne J. K. Rowling?

Hogwarts-Schulbücher: Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind
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Newt Scamander berichtet uns hier exklusiv von seiner Arbeit als Tierforscher jetztseits der menschlichen Vorstellungskraft.
Wir alle kennen die kleinen pelzigen, bissigen und magischen Tiere aus den ...

Newt Scamander berichtet uns hier exklusiv von seiner Arbeit als Tierforscher jetztseits der menschlichen Vorstellungskraft.
Wir alle kennen die kleinen pelzigen, bissigen und magischen Tiere aus den Harry-Potter-Büchern. Jetzt jedoch lernen wir sie von der Pike auf kennen.
Von A wie Acromantula bis Z wie Zentaur führt uns das kleine Lexikon von Newt Scamander erneut in magische und abenteuerliche Welten jenseits eines gewöhnlichen Muggeldaseins.
Was wäre Hogwarts ohne Hauselfen? Diese Frage hat sich sicherlich ein Harry-Potter Fan schon oft gefragt und sich Hermine in ihrem Protest gegen die Ausbeutung dieser kleinen haarigen Wesen ausgesprochen.
Mit „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ hat J. K. Rowling erneut ein magisches Händchen bewiesen. Witzig, einfallsreich und dank kleiner Bebilderung kann man sich jetzt endlich mehr unter diesen magischen Tierwesen vorstellen und kennt deren Nach- und Vorteile.
Wert legt J. K. Rowling auf ihre Stiftungen Lumos und Comic Relief. Alle Einnahmen bezüglich der Bände von Newt Scamander fließen in diese Stiftungen.
Für alle Harry Potter Fans natürlich ein Muss! Und mal ganz ehrlich, was wären wir ohne die magischen sieben Bände? Um viel Fantasie ärmer!