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Veröffentlicht am 28.04.2018

Hinweg in die endgültige Freiheit!

Äquator
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Pete Ferguson flieht mit seinem kleinen Bruder Oliver als Deserteur quer durch Amerika, bis seine Vergangenheit ihn einholt. Die Flucht, sein scheinbar einzig wahrer Lebensunterhalt, gelingt ihm ein ums ...

Pete Ferguson flieht mit seinem kleinen Bruder Oliver als Deserteur quer durch Amerika, bis seine Vergangenheit ihn einholt. Die Flucht, sein scheinbar einzig wahrer Lebensunterhalt, gelingt ihm ein ums andere Mal.

In Nebraska verflucht er die neuen Siedler und findet Anschluss an einen Bisonjägertrupp um auch hier erneut für seine Überzeugung einstehen zu müssen. Sein erbitterter Gerechtigkeitssinn macht ihn erneut zum Mörder und treibt ihn weiter in den Süden, gejagt von den Weißen, gehasst von den Indianern, bis nach Guatemala.

Als Spielball eines Schriftstellers und dessen Versuch, dieses geschundene Land zu retten, trifft er auf eine Verbündete. Maria, die Xinca-Indio-Frau, die zu gleichen Teilen wie Pete den Hass in sich trägt, schließt sich ihm an. Mit einer verwunschenen Vorstellung treten die beiden gemeinsam Petes letzte Reise an. Dem Ziel, die Mitte von Petes Tätowierung, am Äquator angekommen, scheint die Flucht aber auch das Leben ein Ende gefunden zu haben.

Antonin Varenne hat mit Pete Ferguson einen Mann der Gerechtigkeit erschaffen, der in der heutigen Zeit nur schwer zu finden ist.

Mit unstillbarem Hass, ausgeprägtem Gerechtigkeitssinn und einer Barmherzigkeit schließt man Pete und auch Maria in sein Herz und hofft inständig, dass Beide ihre Erlösung finden werden, auch wenn man den Verlauf der „wahren“ Geschichte kennt.

Mit wunderbaren Sätzen wie „mein Herz gehört zur Hälfte ihm. Jeder zweite Schlag habe er für ihn aufgespart“ und „Es ist schwer, ihn Schönheit zu Sterben“ fliegt man mit Pete und seinem Mustang Reunion über die Prärie hinweg in die endgültige Freiheit.




Veröffentlicht am 19.04.2018

Verstehen Sie Amerika?

Die Amerikafalle
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Wir lieben sie, wir hassen sie. Nichts spaltet einen Menschen so sehr wie die USA. Ich kann mich Martin Amanshauser nur anschließen und stelle mir bei meinen Besuchen dort vor, das Barak Obama immer noch ...

Wir lieben sie, wir hassen sie. Nichts spaltet einen Menschen so sehr wie die USA. Ich kann mich Martin Amanshauser nur anschließen und stelle mir bei meinen Besuchen dort vor, das Barak Obama immer noch der Präsident dieser ach so großen Nation ist.

Mit „Die Amerikafalle“ hat Martin Amanshauser eine wunderbare Lektüre geschaffen, die sich nicht als Reiseführer, sondern als „Amerika-Versteher“ versteht.

Wie ticken die Amerikaner und wie gelingt es ihnen in den wirklich schwierigsten und abwegigsten Situationen immer freundlich zu bleiben? Warum herrschen dort In- und Outdoor so derart unterschiedliche Temperaturen und was um Gottes Namen will uns Trump eigentlich vormachen?

Mit einer Engelsgeduld und feiner gezielter Aufmüpfigkeit macht sich Amanshauser auf in die dunkle und unverkennbare Welt des großen Amerikas, durch Touristenmagnete, fernab von Highways und auf einen Unicampus, für den es sicherlich mehr Verhaltensregeln gibt, als unsere Gesetzbücher Paragraphen hat.

Mit viel Freude habe ich mich in diesem Buch wiedergefunden. Dank eines Trips quer durch Florida, den Rentner- und Touristenstaat Amerika haben wir uns nach Kalifornien gewagt. Auch hier quer durch den Staat lernt man die scheinbare Leichtigkeit des Lebens, wie nett und höflich andere Menschen sein können und wo man stets den besten Burger bekommt.

Zurück in Good old Germany packt einen kurz nach der Landung die Sehnsucht nach den unendlichen Weiten und dem Übermaß an Freiheit bis einen die ersten Tweets des amtierenden Präsidenten wieder in die Realität zurückholen.

Veröffentlicht am 18.04.2018

Eine wunderbare Romanze und eine bezaubernde Geschichte

Der nie abgeschickte Liebesbrief an Harold Fry
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Was wäre das Leben ohne die Erinnerung und einen kleinen Funken Hoffnung? Queenie Hennessy verbringt ihre letzten Tage in einem kleinen beschaulichen Hospiz im Norden Englands.

Sie betrachtet ihr Leben ...

Was wäre das Leben ohne die Erinnerung und einen kleinen Funken Hoffnung? Queenie Hennessy verbringt ihre letzten Tage in einem kleinen beschaulichen Hospiz im Norden Englands.

Sie betrachtet ihr Leben und beschließt, ihrer einzig wahren Liebe noch einen offenen und ehrlichen Brief zu schreiben, nichtsahnend, dass der sich gleich zu Fuß von der Südspitze Englands auf die Wanderschaft zu ihr macht.

Unterwegs verschickt er Postkarten und hält somit die kleine Bewohnergruppe sowie das Hospizpersonal, welches vorwiegend aus Nonnen besteht, ganz schön auf Trapp.

In Etappen erfahren wir vom Leben Queenies, ihren scheinbaren Fehlern und unbedachten Entscheidungen, die alle in Verbindung mit ihrer einzigen Liebe zu Harold Fry bestehen.

Aus einer Bürofreundschaft zwischen Harold und Queenie entsteht eine kleine knisternde Liebschaft, die sich die beiden bis zum letzten Tag ihrer Zusammenarbeit nicht eingestehen wollen.

Doch der Tod David, Harolds Sohn verändert schlagartig alles.

Das Hörbuch, gelesen von Andrea Sawatzki lässt den Hörer selbst bestimmen, ob man die Entscheidungen Queenies und natürlich auch die von Harolds bis zum Schluss teilen kann und will.

Eine wunderbare Romanze und eine bezaubernde Geschichte über zwei Liebende, deren Hoffnung bis zum letzten Atemzug keimt.

Veröffentlicht am 13.04.2018

Wo führt uns die Zukunft noch hin?

Unser täglich Gift
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Als Allergiker wie ich, schaut man wahrscheinlich ein wenig mehr auf Lebensmittel und auf die Umwelt. Wer mit offenen Augen durch die Natur geht, stellt in letzter Zeit doch vermehrt fest, dass es immer ...

Als Allergiker wie ich, schaut man wahrscheinlich ein wenig mehr auf Lebensmittel und auf die Umwelt. Wer mit offenen Augen durch die Natur geht, stellt in letzter Zeit doch vermehrt fest, dass es immer weniger Randstreifen auf unseren Feldern gibt, kaum noch Fasane den Weg queren und das gehäuft große landwirtschaftliche Traktoren ihre Felder und Weinberge bespritzen. Wo sind die vielen Vögel und Tiere hin und brauchen unsere Lebensmittel wirklich alle diese Spritzmittel?

Johann G. Zaller hat mit seinem Sachbuch „Unser täglich Gift“ einen für die Menschheit bedauernswerten Zustandsbericht über unser Verhalten gegenüber der Biodiversität und gegenüber unserer Gesundheit abgeliefert.

Betrachtet werden die Pestizide im Alltag, die weltweiten Folgen die daraus entstehen und natürlich die erstklassige Lobbyarbeit der mittlerweile nur noch aus sechs großen Chemiekonzernen bestehenden Herstellern.

Wir erleben tagtäglich die Szenen über Dürre, verhungernde Menschen und über die traurigen Berichte der WHO über den Hunger der Welt und sind trotz moderner Technik scheinbar nicht in der Lage, diesem entgegenzuwirken. Oder wollen wir vielleicht gar nicht?

Zaller beleuchtet kurz und knapp alle Arten an Spritzmitteln, deren scheinbare Wirksamkeit und deren angebliche Verträglichkeit. Berichtet von Studien neutraler Institute und von noch viel besseren hauseigenen Studien der mächtigen Chemiekonzerne. Erschrocken war ich über die Art und Weise, wie heute in der dieser Industrie Lobbyarbeit geleistet wird. Sind wir schon so weit gekommen?

Dieses Buch soll die Menschen aufrütteln und natürlich gleichzeitig dafür sorgen, dass man sich über seine täglich verzehrten Lebensmittel mehr Gedanken macht, unser Wegwerfverhalten durch ein neues Einkaufsverhalten verbessert und über den Sinn von Biodiversität und dem dadurch verringerten Einsatz von Pestiziden macht.

Mein Garten hat schon immer Bioqualität. Gegen Blattläuse hilft ein fester Wasserstrahl aus dem Gartenschlauch und gegen nervige Insekten meine treuen Gartenvögel. Umso mehr hoffe ich, dass in Zukunft unsere Nachkommen für einen Fasan, eine Feldmaus oder gar ein Rebhuhn nicht in den Zoo müssen.

Veröffentlicht am 03.04.2018

Ein Meeresabenteuer

Findet Nemo
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Nemo hat seinen ersten Schultag und sein Vater, der Clownfisch Marlin ist sich sicher, dass sein kleiner Junge damit sein Todesurteil unterschrieben hat. Doch Nemo freut sich auf das neue Abenteuer. Marlin ...

Nemo hat seinen ersten Schultag und sein Vater, der Clownfisch Marlin ist sich sicher, dass sein kleiner Junge damit sein Todesurteil unterschrieben hat. Doch Nemo freut sich auf das neue Abenteuer. Marlin traut der ganzen Sache nicht und muss bestürzt feststellen, dass seine Angst sich bewahrheitet. Nemo wird von einem Taucher eingefangen und fristet nunmehr sein Dasein in einer australischen Zahnarztpraxis als Aquariumsfisch.

Marlin kann jetzt nur noch an die Rettung seines Sohnes denken und macht sich auf in die selbst ihm unbekannte Welt des Meeres. Dort trifft er auf Dorie, die ihm durch die Irrwege des Meeres begleitet, sich allerdings so gar nichts merken kann. Beide fliehen vor scheinbar vegetarischen Haien, hüpfen durch ein Quallenheer und landen final in einem riesigen Blauwalmaul, während Nemo und seine Aquariumsfreunde schon an einem neuen Ausbruchplan schmieden.

Ein witziges Meeresabenteuer über den Clownfischvater Marlin, der scheinbar alles bis auf seine Hoffnung verloren hat und den mutigen Sohn Nemo, der für seine Freiheit kämpft.