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Veröffentlicht am 02.08.2021

Ein tolles Setting!

Speed Me Up
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Von Sarah Saxx habe ich ja mittlerweile so einige Bücher gelesen, weshalb ich auch auf Speed Me Up sehr neugierig war.

Generell hat mich das ganze Setting rund um den Sport total begeistert. Supercross ...

Von Sarah Saxx habe ich ja mittlerweile so einige Bücher gelesen, weshalb ich auch auf Speed Me Up sehr neugierig war.

Generell hat mich das ganze Setting rund um den Sport total begeistert. Supercross ist definitiv ein unbekannteres Thema bei den Liebesromanen. Die Leidenschaft von Brooke zu ihrem Bike hat Sarah Saxx ganz wunderbar in den Vordergrund gestellt. Und ich habe beim Lesen deutlich gemerkt, dass die Autorin sich scheinbar ausführlich mit dem ganzen Drumherum beschäftigt hat.

Supercross wird nicht einfach nur angeschnitten, so von wegen, die Protagonistin hat da ein Hobby. Sondern sie geht sehr viel ins Details und es wirkt authentisch und verständlich. Das hat mir total gut gefallen.

Auch Matt mochte ich als Protagonisten total gerne. Ein sehr lieber und leidenschaftlicher Typ, der zu sich steht. Die Chemie zwischen ihm und Brooke stimmt einfach.

An einigen Stellen war Brooke mir mit ihrer Art, alle um sich herum wegzustoßen, zu anstrengend. Das hat sich so häufig wiederholt, dass ich teilweise wirklich an einem glücklichen Ende in Speed Me Up für sie gezweifelt habe. Außerdem hat es für ein paar Längen beim Lesen gesorgt. Brooke ist mutig, sie ist dickköpfig, sie hat Angst. Angst vor einer Veränderung der Beziehung zu ihrem besten Freund. Aber sie ist Anfang 20 und manchmal erschien sie mir eher noch viel älter…

Ich mochte die Geschichte rund um Matt und Brooke und wie gesagt, auch das ganze Setting war wunderbar aufgebaut. Speed Me Up sticht thematisch auf jeden Fall aus der aktuellen Auswahl an Liebesromanen auf dem Markt heraus. Insgesamt war das Buch eine sehr schöne Sommergeschichte, die mich trotz kleiner Längen dennoch überzeugt hat.

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Veröffentlicht am 26.07.2021

Sehr romantisch und traurig!

Ein letzter erster Augenblick
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Ich wurde tatsächlich durch das schöne, verspielte Cover auf Ein letzter erster Augenblick von Holly Miller aufmerksam. Das versprach eine Liebesgeschichte, die mir gefallen könnte.

Callie und Joel haben ...

Ich wurde tatsächlich durch das schöne, verspielte Cover auf Ein letzter erster Augenblick von Holly Miller aufmerksam. Das versprach eine Liebesgeschichte, die mir gefallen könnte.

Callie und Joel haben sich sehr schnell in mein Herz geschlichen. Dadurch, dass man in abwechselnden Kapiteln beide Charaktere kennenlernt, kamen sie mir beide nahe. Ich konnte die Handlungen beider Protagonisten nachvollziehen und mich in ihre Gefühlswelten hineinversetzen.

Ihre bedingungslose und wahrhaftige Liebe und Wertschätzung füreinander ist einfach nur wundervoll. Nicht kitschig, oder zu viel, einfach schön. Da war mein Herz selbst als Leserin voller Liebe.

Tatsächlich fand ich aber, dass der Klappentext fast schon etwas zu viel verrät. Und die Geschichte so ab der Hälfte, oder im letzten Drittel, sehr rasant erzählt wird. Da fehlte mir teilweise dann doch die Verbindung zu den Figuren. Ich wollte immer wissen, wie es endet, aber an einigen Stellen hätte ich gerne mal auf die Bremse getreten.

Ich will nicht spoilern, oder euch zu viel verraten. Deshalb halte ich das mal wirklich so ganz bewusst offen. Wenn ihr das Buch gelesen habt, dann werdet ihr wahrscheinlich wissen, was ich meine.

Tatsächlich habe ich nicht damit gerechnet, dass mir Ein letzter erster Augenblick von Holy Miller so viel abverlangen würde. Dass ich das Buch mit so einem dicken Kloß im Hals zuklappen wurde. Ich empfehle euch dieses Buch von Herzen, wenn ihr gerne romantische, traurige und wunderschöne Liebesgeschichten lest, bei denen ihr definitiv Taschentücher brauchen werdet.

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Veröffentlicht am 19.07.2021

Definitiv keine Feel-Good-Geschichte!

Du kriegst ihn nicht
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Es war die Kurzbeschreibung, durch die ich auf Du kriegst ihn nicht von Aylin Hoffmann neugierig wurde.

Zu Beginn ein Hinweis: Wenn die Themen Selbstverletzung, oder Depression Trigger für euch sind, ...

Es war die Kurzbeschreibung, durch die ich auf Du kriegst ihn nicht von Aylin Hoffmann neugierig wurde.

Zu Beginn ein Hinweis: Wenn die Themen Selbstverletzung, oder Depression Trigger für euch sind, dann seid auf jeden Fall achtsam beim Lesen.

Zu Beginn empfand ich die Erzählstimme der Handlung als sehr distanziert. Ich erfuhr eigentlich kaum etwas über die Protagonistin und ihren Freund. Also keine Namen, nichts Persönliches abseits vom zentralen Konflikt. Es liest sich eher wie etwas, was euch eine Freundin erzählt. Eine Art emotionaler Bericht, wo ihr aber schon in das Leben einer Person integriert seid.

Diese Distanz wurde für mich beim Lesen aufrechterhalten, aber ich konnte mich einfühlen. Irgendwie habe ich dennoch eine Verbindung zur Protagonistin aufbauen könne, auch wenn ich sie eigentlich kaum kennengelernt habe. Ihre Geschichte ist so intensiv und voller Spannung, dass ich immer wissen wollte, wie es weitergeht.

Ich muss gestehen, so einiges in der Handlung hat mich zur Weißglut gebracht. Betroffen gemacht. Also Aylin Hoffmann hat mit ihrer Geschichte recht starke Emotionen bei mir erzeugt.

Dafür, dass Du kriegst ihn nicht nur so wenige Seiten hat, ist das wirklich eine Leistung! Allerdings hätte ich mir, obwohl die Kürze insgesamt ihren Reiz hatte, doch an einigen Stellen ein paar Sätze mehr gewünscht. Ein wenig mehr „Futter“.

Die Autorin hat hier definitiv keine Feel-Good-Geschichte geschrieben. Es ist eher eine kurzweilige Mischung aus Drama und Thriller. Du kriegst ihn nicht von Aylin Hoffmann ist ein spannender und mitunter drastischer Einblick in eine sehr turbulente Beziehung.

Veröffentlicht am 12.07.2021

Authentisches Gefühlschaos

Bucket List – Nur wer fällt, kann fliegen lernen
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Das Thema Brustkrebs ist kein leichtes Thema für ein Buch. Ich gehöre zum Glück nicht zu den Betroffenen, das kurz als Erklärung meiner Perspektive auf die Geschichte.

Lacey ist quasi so alt wie ich. ...

Das Thema Brustkrebs ist kein leichtes Thema für ein Buch. Ich gehöre zum Glück nicht zu den Betroffenen, das kurz als Erklärung meiner Perspektive auf die Geschichte.

Lacey ist quasi so alt wie ich. Das hat mir die gesamte Geschichte gefühlsmäßig gleich sehr nah gebracht.

Ich kam sehr schnell in der Geschichte von Georgia Clark an und hab die ersten Kapitel von Bucket List. Nur wer fällt kann fliegen lernen auch förmlich verschlungen. Ich muss aber sagen, dass mir Lacey nicht immer sympathisch war. Sie durchlebt wahnsinnig viele Tiefen und Höhen und geht dabei nicht immer fair mit ihren Mitmenschen um. Natürlich ist das auch sehr echt, denn welcher Mensch schafft das schon im wirklichen Leben? Aber Lacey hat ein gutes Netz um sich herum, sieht das aber ganz oft nicht. Oder ignoriert und verletzt die Menschen um sich herum.

Die Liste mit Dingen, die es abzuarbeiten gilt, ist, wie soll ich es sagen, recht körperlich. Aber Brüste sind ja auch ein Teil des Körpers. Daher war das für mich total nachvollziehbar, dass Lacey auch einige sexuelle Dinge auf ihrer Liste hat. Wer explizite Szenen nicht so prickelnd findet, wird wahrscheinlich die zweite Hälfte des Buches recht abenteuerlich finden. Mich hat das aber nicht gestört. Laceys Brüste und ihr gesamter Körper, ihr körperliches Empfinden, stehen hier einfach stark im Fokus.

Liebe, Trauer, Wut, Verzweiflung, Angst, Scham, Mut – es sind so viele Gefühle zwischen diesen Seiten. Ich hatte das Gefühl, Lacey wirklich bei ihrer Entwicklung zu begleiten. Ihrer Suche nach der Frage, wie es weitergehen soll.

Insgesamt ist Bucket List. Nur wer fällt kann fliegen lernen von Georgia Clark für mich eine Überraschung gewesen. Ich hätte nicht mit dieser authentischen Ladung an Gefühlen gerechnet. Wenn ihr nach einem sehr intensiven Buch sucht und das Thema Brustkrebs für euch kein schlimmer Trigger ist, dann kann ich euch dieses Buch nur empfehlen.

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Veröffentlicht am 05.07.2021

Dieses Buch hat mich schon beim Lesen viel Kraft gekostet!

One Way Or Another
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Wer kennt es nicht? Dieses überwältigende Gefühl, dass man beim Wählen der einen Möglichkeit etwas anderes verpasst…

So geht es der Protagonistin Paige aus One Way Or Another von Kara McDowell ständig. ...

Wer kennt es nicht? Dieses überwältigende Gefühl, dass man beim Wählen der einen Möglichkeit etwas anderes verpasst…

So geht es der Protagonistin Paige aus One Way Or Another von Kara McDowell ständig. Immer hat sie Angst, etwas zu verpassen. Sie hat Angst vor den schier unendlichen Möglichkeiten, die sich ihr bieten. Sie traut sich nicht, sich festzulegen und mahlt sich in Gedanken ständig die größten Katastrophen aus, die ihre Entscheidungen dann letztlich nach sich ziehen könnten.

Es ist ein stetiger Kampf gegen den eigenen Kopf.

Ehrlich gesagt hat mich dieser Kampf als Leserin sehr mitgenommen. Ich weiß, wie sich eine Panikattacke anfühlt. Ich konnte mich da absolut in Paige hineinversetzen. Und ich finde es super, dass One Way Or Another die Angst so in den Fokus stellt. Psychische Erkrankungen sind immer noch viel zu sehr ein Tabu. Da ist es wunderbar, wenn in großen Verlagen Bücher erscheinen, in denen sie thematisiert werden. Denn so bekommen gerade auch junge Leserinnen etwas, an dem sie sich orientieren können. Eine Geschichte, durch die sie vielleicht merken: Du bist nicht allein!

Wie gesagt, schon nur beim Lesen hat mich das Buch stellenweise viel Kraft gekostet. Und ich denke, daran könnt ihr gut festmachen, wie authentisch das Buch geschrieben ist. Ja, manchmal habe ich auch mit Paige gehadert. Nicht alles versteht man als Außenstehende
r. Manchmal möchte man sie einfach behutsam an die Hand nehmen und ihr die Angst vor all den Entscheidungen etwas erleichtern.

Aber Paige muss in ihrer Geschichte vieles lernen. Und als Leserin ging ich mit ihr durch diesen Prozess. Das war nicht immer einfach.

Ich finde es sehr gut, dass eine Protagonistin mit Angststörung in One Way Or Another von Kara McDowell im Fokus steht. Gerade jugendliche Leser*innen werden sich hier entweder gut identifizieren können, oder einiges mitnehmen.

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