Platzhalter für Profilbild

knetbert

Lesejury Star
offline

knetbert ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit knetbert über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

Spielplatz-Beobachtungen

Eltern, die auf Schaukeln starren
0

Bei dem Satz „Spielplätze sind längst nicht mehr nur Orte für die lieben Kleinen – nein, sie sind eine sandige Bühne, auf der Väter und Mütter ihre neue Rolle als Eltern öffentlich erproben.“ musste ich ...

Bei dem Satz „Spielplätze sind längst nicht mehr nur Orte für die lieben Kleinen – nein, sie sind eine sandige Bühne, auf der Väter und Mütter ihre neue Rolle als Eltern öffentlich erproben.“ musste ich schon das erste Mal schmunzeln.
Da ist was Wahres dran...

Insofern ist „Eltern, die auf Schaukeln starren“ eigentlich ein Porträt der heutigen Elterngeneration, die man als solche schon mal ganz unvoreingenommen lesen sollte.

Vielleicht ertappt man sich ja dabei, dass man sich ein kleines bißchen wieder erkennt – auch wenn die meisten Kategorien schon recht „überspitzt“ scheinen, aber das ist wohl auch genauso beabsichtigt, denn sonst würde das Buch kaum im Genre „Humor“ angesiedelt..!

Felix und Silke Denk nehmen uns also mit in die Welt von „ Von Bio-Mamas, iPhone-Papis
und anderen Spielplatz-Profis“ und das schon wirklich unterhaltsam.

Unterteilt ist das Buch quasi in einzelne Tage einer Woche sowie verschiedene Elterntypen wie z. Bsp. u.a.:

- die mode- und markenfixierte Bloggermum
- der allwissende und unüberhörbare Experte
- die Helikoptermutter, die von einer Panikattacke in die
nächste jagt
- der Neodad, der alles macht, was man von ihm verlangt
- die dauerstillende Forenmutti
- der Kumpelpapa, der beste Buddy der Kleinen
- die dauermissgelaunte Guantánamo-Mutter

Allein schon diese Unterteilung brachte mich zum Schmunzeln, denn irgendwie haben wir diese Eltern doch alle schon mal beobachtet, während unsere Kleinen seelenruhig im Sandkasten neue Freundschaften zwischen Förmchen und Schäufelchen geschlossen haben.

Sehr sympathisch fand ich, dass die Autoren das Buch offensichtlch ihren beiden Söhnen gewidmet haben, ohne die sie schließlich nie auf einem Spielplatz gelandet wären...

Ganz so ernst zu nehmen ist das Buch wohl nicht gemeint, aber wenn man es mit einem Augenzwinkern liest, dann macht es echt viel Spass.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Mörderische Wahrheiten

Mörderische Wahrheiten
0

Den ersten Band um Carlotta Fiore, Kaufhausdetektivin und gescheiterte Opernsängerin, „Wiener Totenlieder“, habe ich nicht gelesen; insofern ging ich ganz „unbelastet“ an „Mörderische Wahrheiten“ heran.

Ich ...

Den ersten Band um Carlotta Fiore, Kaufhausdetektivin und gescheiterte Opernsängerin, „Wiener Totenlieder“, habe ich nicht gelesen; insofern ging ich ganz „unbelastet“ an „Mörderische Wahrheiten“ heran.

Ich fand mich auch rasch zurecht und denke, man muss den ersten Band auch nicht zwingend gelesen haben, da einem Carlotta auch im zweiten gut nahe gebracht wird und man alles gut nachvollziehen kann.

Vom Stil her gefällt mir das Buch recht gut, es liest sich eingängig und flüssig.

Nur die Personen sind ein wenig gewöhnungsbedürftig, allen voran die Protagonistin. Aber das gibt dem Buch auch irgendwie den „Pfiff“, der es von anderen Krimis ein wenig abhebt, von daher durchaus gut gemacht, liebe Theresa Prammer.

Kurz noch zum Inhalt:
In Wien wütet ein Serienmörder, der es auf Teenager abgesehen hat. Alle werden in gelben T-Shirts und mit rosa lackierten Fingernägeln aufgefunden. Eine äußerst merkwürdige Inszenierung... Was bezweckt der Täter denn bitte damit..??
Das Tatmuster erinnert an eine alte Mordserie zwanzig Jahre zuvor, doch der verurteilte Mörder ist gerade im Gefängnis gestorben... War er etwa unschuldig? Carlotta Fiore, Kaufhausdetektivin und gescheiterte Opernsängerin, ermittelt. Sie kennt die Familie des Mörders, der drei Kinder hat. Eine Art Hassliebe verbindet die Geschwister.
Carlotta wünscht sich, ihr alter Partner Konrad Fürst könnte ihr helfen, Licht ins Dunkel des verstrickten Familiengeflechts zu bringen. Er hat damals die Ermittlungen geleitet.
Doch Konrad ist gerade erst aus dem Koma erwacht und erinnert sich an nichts. Nicht mal an sie. Dann gerät Carlotta ins Visier des Mörders.
Werden Konrads Erinnerungen zurückkehren, bevor es zu spät ist?

Spannend fand ich auch den Aspekt mit Konrad´s Koma. Man fiebert immer mit, ob er es noch rechtzeitig schafft, sich zu erinnern, bevor es zu spät ist und das gibt dem Krimi nochmal ordentlich „Fahrt“, das hat mir auch sehr gut gefallen.

Alles in allem fand ich „Mörderische Wahrheiten“ gut durchdacht, spannend präsentiert und sehr lesenswert, daher vergebe ich vier von fünf Sternen.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Überzeugend

Fuchskind
0


„Kaninchenherz“ fand ich schon nicht schlecht – das ist man natürlich total gespannt, wenn ein neues Buch der Autorin mit derselben Protagonistin herauskommt.
Und auch in „Fuchskind“ bestach mich Annette ...


„Kaninchenherz“ fand ich schon nicht schlecht – das ist man natürlich total gespannt, wenn ein neues Buch der Autorin mit derselben Protagonistin herauskommt.
Und auch in „Fuchskind“ bestach mich Annette Wieners durch ihren zwar „leisen“ und eher ruhigen, aber dennoch durchaus spannenden Schreibstil.
Gesine Cordes ist mit ihrem Job als Friedhofsgärtnerin nun keine alltägliche/gewöhnliche Hauptfigur und hat auch schon Einiges mitgemacht. All das macht sie aber auch interessant und ich mag solche Figuren mit „Kanten“, die es im Leben nicht leicht haben, sofern die Autoren die Hintergründe nicht übertreiben, aber hier hält sich das wunderbar die Waage.
Es ist Herbst und Gesine findet einen Säugling hinter einem Grab.
Dieser Fund erinnert sie sehr an ihre unglückliche Vergangenheit: sie verlor ihren kleinen Sohn zehn Jahre zuvor.
Als wäre das nicht genug, wird auch noch eine Frauenleiche gefunden.
Und Gesines Exmann steht plötzlich vor ihr.
Hat er etwas mit der Toten zu tun?
Gesine kommt der Wahrheit näher, als ihr lieb ist …

Ich freue mich schon auf Band 3 über Gesine, der hoffentlich nicht allzu lange auf sich warten lässt.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Toter geht´s nun wirklich nicht mehr...

Toter geht´s nicht
0

Auf einer Faschingsparty als Tod verkleidet umgekommen - der Autor hat wirklich Humor !

Diese Leseprobe war ein absolutes Highlight - selten sowas Witziges gelesen ! Dietrich Faber ist ein Name, den ...

Auf einer Faschingsparty als Tod verkleidet umgekommen - der Autor hat wirklich Humor !

Diese Leseprobe war ein absolutes Highlight - selten sowas Witziges gelesen ! Dietrich Faber ist ein Name, den ich mir merken werde, denn sein Schreibstil ist einfach genial: schlicht und einfach im Grunde genommen, aber trotzdem absolut fesselnd, vielleicht gerade deswegen...

Die Geschichte um den Kommissar Henning Bröhmann, der mit einem Mal ohne Frau mit seinen zwei nervigen Kindern und Hund Berlusconi (super Name übrigens !) da sitzt, mehr hilflos als alles andere, weiß gar nicht, worauf er sich zuerst konzentrieren soll. Mord ist wichtig, muss aufgeklärt werden, aber auch "Kind und Kegel" wollen beachtet werden...

________________________________________________________________________________

Was die Leseprobe versprach, hielt das ganze Buch mehr als gehaltvoll ! Ich hatte selten ein Buch so schnell durch wie dieses. Zugegebenermaßen ist das Buch mit 285,5 Seiten auch nicht wirklich dick – genau das ist auch mein einziger Kritikpunkt: das Buch ist viel zu kurz !! Kaum hat man sich an den verpeilten Henning gewöhnt, ist er schon wieder weg..!

Dietrich Faber schreibt äußerst witzig – hat mir gut gefallen, dass bei seinem Krimi der Humor im Vordergrund steht; mal was Anderes. Man merkt, dass der Mann jede Menge Humor hat – er sollte in dem Stil weiterschreiben. Mir war Bröhmann von Anfang an sympathisch – fast hätte ich mit ihm mitgelitten teilweise, auch wenn er sich noch so dösig anstellte. Männer erkennen sich da wohl zu einem Teil wieder... Aber auch Frauen sollten dieses witzige Buch lesen, mit dem ich coole Stunden hatte.

Wer Krimis mag und einen Sinn für ironischen, flapsigen Humor hat, wird dieses Buch lieben ! Alle Daumen hoch für Herrn Faber !!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Mysteriöse Funde im Wald

Dead Beautiful - Deine Seele in mir
0

"Dead Beautiful" von Yvonne Woon hat mir so ganz gut gefallen, auch wenn es mir teilweise einfach zu sehr und übertrieben auf jugendlich getrimmt vorkam.

Dass Renee ihre toten Eltern in einem Wald findet, ...

"Dead Beautiful" von Yvonne Woon hat mir so ganz gut gefallen, auch wenn es mir teilweise einfach zu sehr und übertrieben auf jugendlich getrimmt vorkam.

Dass Renee ihre toten Eltern in einem Wald findet, in dem sich jeder andere rettungslos verlaufen hätte, und dann auch noch einen Jungen kennenlernt, der anscheinend eben diese Gabe hat, nachdem ihr Grossvater sie auf ein Elite-Internat geschickt hat, kam mir einfach zu hanebüchen vor, sorry.

Aber das Buch hat auch gute Momente und diese waren auch durchaus spannend geschrieben, da kann man nicht meckern. Aber aufgrund des Stils und der für mich leider recht blutleeren, platten Charaktere (alle Schema F: natürlich alle hochgradig hübsch und begabt) kann ich hier nicht mehr als zwei Sterne, sprich ein "Ganz okay" vergeben, so leid es mir tut.

Das Buch stach für mich einfach nicht aus den ganzen Jugendbuch-Serien heraus, mit denen der Markt derzeit ja geradezu überschwemmt wird. Schade eigentlich, denn die Geschichte war so schlecht nicht. Aber gut gemeint ist leider nicht immer auch gut gemacht...