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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.04.2018

Spreewald-Krimi um eine alte Fehde!

Spreewaldrache (Ein-Fall-für-Klaudia-Wagner 3)
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Auf einer kleinen Insel im Spreewald wird ein junger Mann schwer verletzt aufgefunden. Angeblich kann er sich an nichts mehr erinnern. aber das nimmt ihm Kriminalobermeisterin Klaudia Wagner nicht so ganz ...

Auf einer kleinen Insel im Spreewald wird ein junger Mann schwer verletzt aufgefunden. Angeblich kann er sich an nichts mehr erinnern. aber das nimmt ihm Kriminalobermeisterin Klaudia Wagner nicht so ganz ab. Wenig später wird in der Nähe ein ermordeter Obdachloser aufgefunden. Obwohl die beiden sich nicht kannten, hängen die beiden Fälle doch eng zusammen.

Bereits vor 20 Jahren gab es einen ungeklärten Todesfall, der auf eine alte Fehde zwischen zwei Kahnführer-Familien zurück zu führen ist. Dieser alte Streit bekommt neue Nahrung durch die Rückkehr eines damals Beteiligten, der vor 20 Jahren ins Ausland ging. Liebe und Eifersucht flammen wieder auf, Neid und Hass werden übermächtig.

Dies ist der dritte Band der Spreewald-Reihe um Klaudia Wagner, der Ermittlerin in dieser Serie. Die schöne Gegend des Spreewaldes ist genau und sehr bildhaft beschrieben. Klaudia und ihre Kollegen haben alle an ihren privaten Schwierigkeiten zu kauen, stürzen sich aber dennoch voll Eifer in dieses verworrene Familien-Chaos. Die komplizierten Familien- und Verwandtschafts-Verhältnisse erfordern volle Konzentration. Da ich die beiden Vorgänger-Bände nicht kenne, hätte ich mir mehr Infos über Klaudias Vorgeschichte gewünscht, da war mir manches unklar. Der Schreibstil dieses spannenden Krimis hat mir sehr gut gefallen, die Spannung blieb bis zum Ende ziemlich hoch.

Veröffentlicht am 21.04.2018

Sylter Glücksroman!

Sylt oder solo
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Die 43-jährige Nina sollte einfach nur glücklich und zufrieden sein: sie lebt auf Sylt in einem Luxus-Wohnwagen mit einem jüngeren, gut aussehenden Mann zusammen. Die beiden führen eine gut gehende Surfschule ...

Die 43-jährige Nina sollte einfach nur glücklich und zufrieden sein: sie lebt auf Sylt in einem Luxus-Wohnwagen mit einem jüngeren, gut aussehenden Mann zusammen. Die beiden führen eine gut gehende Surfschule mit Strandbistro, zudem hat sie nach einer größeren Erbschaft keine Geldsorgen. Aber nach zwei Jahren mit ihrem Traummann hat sich der Alltag eingeschlichen. Das alte Lied: er räumt nichts auf, ist nicht mehr aufmerksam und zärtlich, nur noch müde. Als er nach Berlin zieht, um sein Studium wieder aufzunehmen, ist erst einmal Pause.

Nina besinnt sich auf ihre Familie und besucht ihre Mutter auf Gomera, lernt nette Menschen kennen und einige Weisheiten über die Liebe. Am Ende gibt es natürlich ein Happy End.

Dieser Glücksroman ist locker und leicht geschrieben und lässt sich sehr gut lesen - eine ideale Urlaubslektüre für alle, die sich eine heitere und leichte Unterhaltung wünschen. Was mich etwas störte war das pubertäre Verhalten einer erwachsenen Frau. Ninas Ansichten und Vorstellungen waren teils schon kindisch. Sylt oder Solo ist der Nachfolgeband zu Sylt oder Selters, den ich nicht kenne, was aber beim Lesen kein Problem war, da es entsprechende Erklärungen dazu gab,

Veröffentlicht am 18.04.2018

Ein Krimi-Manuskript wird tödliche Wahrheit!

Krokodilwächter
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Im Haus von Esther, einer pensionierten Professorin, wird die tote Studentin Julie aufgefunden, das Gesicht grausam entstellt. Das Ermittlerteam Jeppe und Anette der Kopenhagener Polizei beginnt mit seinen ...

Im Haus von Esther, einer pensionierten Professorin, wird die tote Studentin Julie aufgefunden, das Gesicht grausam entstellt. Das Ermittlerteam Jeppe und Anette der Kopenhagener Polizei beginnt mit seinen Recherchen. Warum sollte jemand ein junges Mädchen umbringen und dann noch so mit Schnitten zeichnen? Esther übergibt der Polizei das Manuskript zum Kriminalroman, an dem sie gerade schreibt. Darin wird ein Mord genauso geschildert wie der an Julie. Wer hatte Zugang zu der Romanvorlage und hat sie so grausam umgesetzt?

Bei dem Buch Krokodilwächter handelt es sich um den ersten Band einer neuen Kopenhagen-Thriller-Serie um das Ermittler-Team Jeppe und Anette. Über Anette erfahren wir nicht allzuviel, dafür umso mehr über den schlechten psychischen und physischen Zustand von Jeppe, der stark unter der Trennung von seiner Frau leidet, wodurch eine dunkle, düstere Stimmung vorherrscht. Dieser spannende Thriller ist in anspruchsvollem Schreibstil verfasst und lässt sich sehr gut lesen. Zwischen den einzelnen Kapiteln, die abwechselnd aus Esthers und aus Jeppes Sicht geschrieben sind, finden sich Auszüge aus dem Roman-Manuskript. Das Buch selbst besticht durch sein edles Design, im Schutzumschlag sind Schnitte eingearbeitet, wodurch das rote Buch sichtbar wird.

Veröffentlicht am 15.04.2018

Auch der 10. Band der Reihe bietet wieder beste Unterhaltung!

Am Abgrund lässt man gern den Vortritt
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Kommissar Jennerwein nimmt eine Auszeit und ist auf dem Weg nach Schweden. Am Bahnsteig trifft er auf Kommissar Kluftinger aus dem Allgäu, die beiden kennen sich von früher. Beinahe, aber nur beinahe erfahren ...

Kommissar Jennerwein nimmt eine Auszeit und ist auf dem Weg nach Schweden. Am Bahnsteig trifft er auf Kommissar Kluftinger aus dem Allgäu, die beiden kennen sich von früher. Beinahe, aber nur beinahe erfahren wir den Vornamen von Klufti (ein gut gehütetes Geheimnis!). Da erreicht Jennerwein ein verzweifelter Anruf von Ursel Grasegger aus dem Kurort, die ihren Mann Ignaz vermisst und die eine Drohung erhalten hat. Der Kommissar verschiebt seine Reise und ermittelt privat, da er sich ja im Urlaub befindet und mit Hilfe von Ursel. Anscheinend wurde ihr Mann entführt und die Mafia hat ihre Finger im Spiel.

Ich habe mich wieder bestens unterhalten gefühlt mit diesem 10. Band der Reihe - ich habe alle Bände gelesen und wieder viele alte Bekannte getroffen. Jörg Maurer hat eine unvergleichliche Art zu schreiben, genau die richtige Mischung aus schwarzem Humor, Spannung und interessanten Charakteren. Es gibt allerhand wissenswertes zur Zahl 10 zu erfahren, jeweils am Anfang jedes 10. Kapitels - in diesem Buch gibt es nur 10. Kapitel! Im Nachspiel wird schon mal Appetit auf den nächsten Fall gemacht, der hoffentlich wieder ein ebenso spannender Alpenkrimi wird!

Veröffentlicht am 12.04.2018

Interessante Ermittlungen auf Juist!

Bis auf den Grund
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Anton Wieneke ist unglücklich. Nach seinem Schlaganfall ist er auf Hilfe angewiesen und seine nette polnische Pflegerin Zofia befindet sich im Moment noch auf Heimaturlaub. Die Vertretung von ihr kommandiert ...

Anton Wieneke ist unglücklich. Nach seinem Schlaganfall ist er auf Hilfe angewiesen und seine nette polnische Pflegerin Zofia befindet sich im Moment noch auf Heimaturlaub. Die Vertretung von ihr kommandiert ihn nur herum und serviert jeden Tag das gleiche ungeniessbare Essen. Doch zum Glück kommt Zofia wieder und erklärt, dass sie ihrer Freundin versprochen hat, nach deren verschwundenen Bruder zu suchen. Dieser arbeitet als Musiker auf der Insel Juist und so beschließt Anton, dass sie dort ein wenig Urlaub machen könnten. Sie finden den vermissten Janek zwar nicht, aber dafür eine weibliche Leiche. Und schon stecken beide in den Ermittlungen zu diesem Mordfall drin.

Mir hat dieser interessante Krimi sehr gut gefallen. Anton und seine Pflegerin Zofia sind ein tolles Team und obwohl er körperlich eingeschränkt ist, findet er doch einiges heraus. Dieser Krimi kommt ohne große Action aus, ist aber dennoch spannend und humorvoll geschrieben. Das Inselfeeling samt stürmischem Wetter kommt auch gut rüber. Im Anhang gibt es noch die Übersetzung zu den polnischen Wörtern, die im Buch vorkommen.