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Veröffentlicht am 16.08.2020

Freiheit für alle Tiere!

Tiger im Gepäck
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Schon das schön gestaltete Buchcover lenkt die Blicke auf sich - der Tiger Tucker und seine kleine Freundin Mika. Mikas Eltern besitzen einen kleinen Zoo in der Stadt. Darin leben Flamingos, Zebras und ...

Schon das schön gestaltete Buchcover lenkt die Blicke auf sich - der Tiger Tucker und seine kleine Freundin Mika. Mikas Eltern besitzen einen kleinen Zoo in der Stadt. Darin leben Flamingos, Zebras und Bisons, einen kleinen Kiosk mit Süßigkeiten und Zitronenlimo gibt es dort auch. Mika liebt die Tiere und den Zoo sehr. Doch als in der Stadt ein großes Einkaufszentrum öffnet, kommen nicht mehr so viele Besucher in den Zoo. Also muss eine neue Attraktion her - eine große Kiste mit einem Tiger darin wird geliefert. Doch der Tiger ist sehr scheu und kommt nicht aus seiner Kiste heraus. Weil Mikas Eltern so viel zu tun haben, läuft Mika weg und der Tiger folgt ihr. Unterwegs schließen sich ihnen noch verschiedene Tiere an und alle wollen dem Tiger Tucker nach Indien folgen.

Dieses wunderschön illustrierte Kinderbuch, das sich ideal zum Vorlesen eignet, enthält eine ansprechende Geschichte über Freundschaft und der Sehnsucht nach einer Heimat. Die Kapitel haben eine angenehme Länge, der Schreibstil ist kindgerecht, spannend und humorvoll. Dazu gibt es viele ansprechende Zeichnungen, die uns sehr gut gefallen haben.

"Wenn man echte Freunde hat, ist alles möglich - dann kann Indien überall sein!"

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Veröffentlicht am 16.08.2020

Gierige Immobilienhaie, die über Leichen gehen!

Die Schlange
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Die Journalistin Susanne Mikula hat große psychische Probleme. Nach einem traumatischen Ereignis mit ihrem früheren Chef leidet sie unter einer posttraumatischen Belastungsstörung, was noch dazu zu erheblichen ...

Die Journalistin Susanne Mikula hat große psychische Probleme. Nach einem traumatischen Ereignis mit ihrem früheren Chef leidet sie unter einer posttraumatischen Belastungsstörung, was noch dazu zu erheblichen Schulden bei ihr geführt hat. Nun muss sie unbedingt wieder Geld verdienen, um ihr Haus nicht zu verlieren. Daher reist sie nach Hamburg, um sich bei einer Zeitung zu bewerben. Daraus wird nichts, stattdessen nimmt sie einen Rechercheauftrag an, um undercover im Auftrag eines reichen Mannes die unlauteren Methoden in seiner großen Immobilienfirma aufzudecken. In dieser Branche schreckt man vor nichts zurück - hier wird buchstäblich über Leichen gegangen, um die unerwünschten Altmieter aus ihren Wohnungen zu bekommen, die dann luxussaniert werden können. Hier stürzt sich nun Susanne in die Ermittlungen - mit ziemlicher Naivität, wie ich finde!

Dieser überaus spannend geschriebene Kriminalroman ist der zweite Teil einer Reihe um die Journalistin Susanne. Ich kenne den ersten Teil leider nicht, aber das bereitete mir eigentlich keine Probleme. Es war erschreckend zu lesen, mit welchen unlauteren Mitteln agiert wird, um möglichst hohen Profit zu erlangen. Das wird hier sehr gut erläutert und eindrücklich geschildert. Es gibt einige unerwartete Wendungen und die Spannung bleibt bis zur letzten Seite. Allerdings finde ich es sehr leichtsinnig, wie die Hauptperson Susanne ihre Aufgabe angeht und immer wieder nur mit knapper Not ihrem sicheren Ende entkommt. Parallel zu ihrer Geschichte sind immer wieder Kapitel aus der Sicht des sogenannten Straßenlotsen eingefügt, eines ganz besonderen Auftragskillers, der von seinen aktuellen Aufgaben berichtet. Mir hat dieses Buch gut gefallen und ich fand die Thematik sehr interessant.

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Veröffentlicht am 13.08.2020

Todbringendes Klavierspiel!

Lady Arrington und die tödliche Melodie
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Die Krimi-Autorin Lady Arrington weilt wieder auf dem Kreuzfahrtschiff Queen Anne, um auf einer Reise zu den norwegischen Fjorden ihr aktuelles Buch zu vollenden. Doch schon beim Eröffnungskonzert gibt ...

Die Krimi-Autorin Lady Arrington weilt wieder auf dem Kreuzfahrtschiff Queen Anne, um auf einer Reise zu den norwegischen Fjorden ihr aktuelles Buch zu vollenden. Doch schon beim Eröffnungskonzert gibt es Misstöne durch den Pianisten, der urplötzlich eine fremde Melodie spielt und damit die Opern-Diva übertönt. Dies bezahlt er kurz darauf mit seinem Leben, denn er wird erstochen an seinem Klavier aufgefunden. Der unsympathische Schiffsarzt Dr. Germer verbietet Mary jegliche Nachforschungen und droht ihr und dem Kapitän mit schwerwiegenden Konsequenzen. Offenbar hatte Mary im ersten Band dieser Reihe schon so ihre Differenzen mit dem Herrn Doktor. Aber davon lässt sich eine Lady Arrington natürlich nicht im Geringsten beeindrucken und sie beginnt mit Hilfe von Sandra, dem Zimmermädchen und deren Freund Antonio ihre Ermittlungen.

Dieser Cosy-Krimi ist der zweite Band aus der Kreuzfahrt-Krimi-Reihe um die Schriftstellerin Mary Arrington, die mir hier zu blass und unpersönlich blieb. Einige Personen wurden sehr überspitzt und teils unglaubwürdig und besonders unsympathisch beschrieben. Das Buch lässt sich dennoch gut lesen und ist witzig geschrieben - besonders die wortgewaltigen Duelle mit dem Schiffsarzt sind lesenswert. Die Ermittlungen laufen anfangs eher ruhig dahin, zum Schluss wird es spannender mit einer unerwarteten Wende. Gerne hätte mehr über die norwegischen Orte, die besucht wurden, enthalten sein können.

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Veröffentlicht am 13.08.2020

Russische Musiker auf Abwegen!

Der halbe Russ
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Daisy Dollinger, seit kurzem verheiratet mit einem Amerikaner, ist Sekretärin bei der Staatsanwaltschaft in München und Tochter des großen Kriminalhauptkommissars Blochner, der schon länger im Ruhestand ...

Daisy Dollinger, seit kurzem verheiratet mit einem Amerikaner, ist Sekretärin bei der Staatsanwaltschaft in München und Tochter des großen Kriminalhauptkommissars Blochner, der schon länger im Ruhestand ist. Ein russischer Straßenmusiker wurde ermordet vor dem Hofbräuhaus aufgefunden und da die Polizei in dieser Szene nicht weiter kommt, wird Daisy gebeten, undercover dort zu ermitteln - denn sie kann Akkordeon spielen und macht im Dirndl eine gute Figur! Mit von der Partie ist auch der Dackel Wastl und so lernt Daisy den Musikanten Igor und seine Schwester Palina kennen und erhält auch einen Hinweis von ihm. Doch kurz darauf ist auch Igor ermordet und seine Schwester wird verdächtigt. Daisy nimmt nun die Ermittlungen selbst in die Hand ...

Dieser lustig geschriebene Heimat-Krimi mit vielen skurrilen Personen und Namen hat mir sehr gut gefallen. Der Schreibstil war leicht und angenehm, die Hauptperson Daisy war mir gleich sehr sympathisch. Der Fall war anfangs etwas undurchsichtig, lange wusste man nicht, wer oder was hinter den Morden steckt und dass es einen Bezug zur Vergangenheit gibt. Aber das klärt sich dann am Ende ja alles auf und ich hoffe auf eine baldige Fortsetzung dieser amüsanten und unterhaltsamen Reihe.

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Veröffentlicht am 10.08.2020

Wer ist der echte Karl Valentin?

Der falsche Karl Valentin
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München im Jahre 1926: Karl Valentin und Liesl Karlstadt feiern große Erfolge auf den Bühnen Münchens. Auch aus den fernen USA kommt ein lukratives Angebot für zwei Jahre Bühne und Film. Wenn nur die weite ...

München im Jahre 1926: Karl Valentin und Liesl Karlstadt feiern große Erfolge auf den Bühnen Münchens. Auch aus den fernen USA kommt ein lukratives Angebot für zwei Jahre Bühne und Film. Wenn nur die weite Reise über den großen Atlantik nicht wäre, denn Karl Valentin leidet beim Reisen unter großen Ängsten, schon Zugfahren findet er hochgefährlich. Auch Essen könnte sich bös auswirken, er fürchtet stets, vergiftet zu werden. Dazu kommt noch sein Asthma, welches bestätigt ist - ansonsten ist er nämlich recht hypochondrisch veranlagt. Da taucht aus heiterem Himmel aus Amerika ein frecher Betrüger auf, der Karl Valentin kopiert und als sein Doppelgänger auftritt. Er macht sich sogar noch an Liesl Karlstadt ran. Wie wird Karl Valentin mit dieser Gefahr umgehen? Kann er ihn stoppen?

Dieser interessante Roman über den bekannten und erfolgreichen Komiker ist in der Sprache der damaligen Zeit geschrieben, was besonders authentisch wirkt, dennoch aber erst einmal recht gewöhnungsbedürftig ist. Karl Valentin war ein Mann mit vielen Ängsten und Sorgen, was hier gut beschrieben wird. Seine Partnerin Liesl Karlstadt hatte es mit ihm auch nicht leicht, denn er war sehr eifersüchtig. Sie schaffte es dennoch, sich als Frau durchzusetzen und zu emanzipieren. Im Roman werden Tatsachen und Fiktion geschickt miteinander verknüpft, dazu gibt es reichlich Münchener Lokalkolorit. Ein lesenswertes Buch!

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