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Veröffentlicht am 28.07.2022

Etwas wenig, aber vielversprechend

Vergissmeinnicht - Was man bei Licht nicht sehen kann
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Auftakt der neuen magischen Trilogie von Kerstin Gier

Inhalt
Nach einem seltsamen Zwischenfall auf dem 18. Geburtstag seines besten Freundes trägt der beliebte Quinn schwere Verletzungen davon. Außerdem ...

Auftakt der neuen magischen Trilogie von Kerstin Gier

Inhalt
Nach einem seltsamen Zwischenfall auf dem 18. Geburtstag seines besten Freundes trägt der beliebte Quinn schwere Verletzungen davon. Außerdem sieht er plötzlich Dinge, die nicht real sein können. Wird er nun auch noch verrückt? Ausgerechnet seine bisher verhasste Nachbarin Matilda entwickelt sich zu Quinns Vertrauensperson. Gemeinsam werden sie in eine magische Welt hineingezogen und auch im realen Leben entwickeln sich bisher unmöglich scheinende Gefühle zwischen den beiden…

Mein Eindruck
Wie schön kann bitte ein Cover sein?! Allein dadurch wurde ich auf das Buch aufmerksam und so wurde es zu meiner ersten aber bestimmt nicht letzten Geschichte von Kerstin Gier.

Vergiss mein nicht wird abwechselnd aus den Perspektiven der Protagonisten Quinn und Matilda erzählt. Anfangs lernt man Quinn als den coolen, etwas überheblichen Mädchenschwarm kennen. Im Laufe der Geschichte macht er jedoch eine tolle Entwicklung durch und gewinnt stets an Sympathie. Genau wie er möchte man auch selbst immer mehr über die magische Welt erfahren und fiebert daher mit seinen Erlebnissen mit. Matilda aus der streng religiösen Nachbarsfamilie ist eher noch kindlicher und etwas naiv, überzeugt aber durch ihren Humor.

Insgesamt sind die Figuren alle sehr unterschiedlich, was für Spannung und Abwechslung sorgt. Manche kommen allerdings jünger rüber, als sie tatsächlich sind (oder vielleicht bin ich auch schon zu alt :D) und vor allem Leopolds Verhalten war mir ein bisschen too much. Insgesamt hat Kerstin Gier aber einen tollen Lebensweltbezug zu ihren jugendlichen Leser:innen geschaffen.

Die Geschichte nimmt immer mehr Fahrt auf und man kann toll miträtseln, da man selbst auch nicht mehr weiß, als die Protagonisten. Allerdings zieht es sich dann doch auch etwas, da lange Zeit nicht wirklich etwas actionreiches passiert und man insgesamt auch noch nicht allzu viel erfährt. Da hätte ruhig schon etwas mehr aufgelöst werden können, um als Leser:in noch mehr in die Geschichte reinzukommen.

Fazit
Im Endeffekt merkt man, dass es sich hier um einen Reihenauftakt handelt: Es werden einige Personen und „Ansätze“ eingeführt, aber vieles bleibt noch recht oberflächlich. Deshalb konnte zumindest ich noch nicht hundertprozentig in die magische Welt eintauchen und auch die große Action ist für mich ausgeblieben. Ich hoffe, dass es in Band 2 dann so richtig losgeht!

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Veröffentlicht am 06.04.2022

Tolle, aber schwächere Fortsetzung

The Reason of Love
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Teil 2/3 der St. Clair Campus Reihe von Yvy Kazi

Inhalt
Die Medizinstudentin Haley Bales war schon immer die etwas verrückte Einzelgängerin. Doch am St. Clair College findet sie endlich Anschluss und ...

Teil 2/3 der St. Clair Campus Reihe von Yvy Kazi

Inhalt
Die Medizinstudentin Haley Bales war schon immer die etwas verrückte Einzelgängerin. Doch am St. Clair College findet sie endlich Anschluss und kann unter ihren Freunden ganz sie selbst sein. Sie lässt sich sogar dazu überreden, einem der bekanntesten Studenten des Campus Nachhilfe zu geben: Dem beliebten Footballspieler und berüchtigten Frauenheld Mateo Ortega. Was kann bei dieser rein geschäftlichen Beziehung schon passieren? Auf jemanden wie Mateo würde sich Haley sowieso niemals einlassen. Doch sie hat nicht mit den versteckten Seiten gerechnet, die ihr Mateo bei ihren Treffen immer mehr zeigt. Wie lange kann sie seiner Anziehungskraft standhalten? Kann jemand wie er überhaupt ernsthafte Gefühle entwickeln?

Mein Eindruck
Zurück am St. Clair war ich sofort wieder gefangen in dem footballgeprägten Collegesetting, das ich schon in Band 1 geliebt habe Die ersten beiden Kapitel sind quasi ein Intro mit Rückblick auf das Kennenlernen von Haley und Bo. Anschließend wird direkt an das Ende von TDOU angeknüpft, es ist also sinnvoll, zuerst Band 1 zu lesen.

Durch Haleys etwas spezielle und nerdige Art konnte ich mich persönlich weniger mit ihr identifizieren, als damals mit July. Ihre Gefühle und Gedanken ggü. Mateo sind anfangs zwar vollkommen nachvollziehbar, doch mit der Zeit wurde es etwas verwirrend/unlogisch: Einerseits begehrt sie Mateo, flirtet und lockt ihn und lässt auch gewisse Dinge zu. Andererseits kauft sie ihm dann wieder nicht ab, dass er es ernst mit ihr meinen könnte und wundert sich über sein ehrliches Verhalten, obwohl sie ja genau das will. Also was soll das Ganze dann? Klar ist sie aufgrund seines Rufs unsicher, aber da ich ein Fan von „ganz oder gar nicht“ bin hat mich das einfach gestört :D

Auch hätte ich mir noch ein bisschen mehr Romantik und Ernsthaftigkeit gewünscht. Ich feiere zwar Haleys Sarkasmus und dass sie und Mateo so schlagfertig sind, denn das sorgt für lustige Momente und unterhaltsame Gespräche. Trotzdem waren mir vor allem die ironischen sexuellen Anspielungen stellenweise etwas zu viel und die Situation wurde dadurch zerstört.

Mateo selbst konnte mich mit der Zeit immer mehr von sich überzeugen. Gemeinsam mit Haley entdeckt man ungeahnte Seiten an ihm und es ist spannend, hinter seine Fassade zu blicken. Er kam mir jedoch mehr wie ein Kumpel statt wie ein Boyfriend vor.

Meine liebste Nebenfigur war eindeutig Josh, dessen Entwicklung mich sehr berührt hat. Als sie das Wochenende bei seinen Eltern verbringen, kamen endlich mal ein bisschen mehr Action und andere Emotionen ins Spiel. Leider erst sehr spät im Buch.

Es werden allgemein wieder einige Themen angesprochen, die unsere Gesellschaft aktuell beschäftigen, wie z.B. der Umgang mit Homosexualität, die negativen Seiten von Social Media oder auch Nachhaltigkeit. Das finde ich richtig und wichtig. Manchmal kam es mir aber auch etwas konstruiert vor und als ob die Leser:innen dadurch irgendwie belehrt werden sollen.

Fazit
Im Vergleich zu Band 1 weniger Action und Spannung, weniger „Drumherum“ an Nebencharakteren/-handlungen, weniger Romantik. Nicht unbedingt enttäuschend, aber für mich schwächer. Trotzdem mag ich die Figuren sehr und liebe einfach das Feeling beim Lesen, ich wäre gern Teil der Clique 😉

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Veröffentlicht am 05.03.2022

Blieb hinter meinen Erwartungen zurück

Wie die Stille vor dem Fall. Zweites Buch
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Buch 2/2 des zweiten Teils der Chances-Reihe von Brittainy C. Cherry

Inhalt
Am Ende des ersten Buches zog Landon nach Kalifornien, wo er nun an seiner Schauspielkarriere und auch seiner mentalen Gesundheit ...

Buch 2/2 des zweiten Teils der Chances-Reihe von Brittainy C. Cherry

Inhalt
Am Ende des ersten Buches zog Landon nach Kalifornien, wo er nun an seiner Schauspielkarriere und auch seiner mentalen Gesundheit arbeitet. Shay versucht sich währenddessen als Drehbuchautorin und wartet wie versprochen auf Landons Rückkehr, sobald es ihm besser geht. Zunächst können sie ihre Liebe über die Entfernung aufrechterhalten, doch nach einem Vorfall in Landons Familie zieht er sich immer mehr vor ihr zurück. In Hollywood wird er zum Star, doch Shay weiß, dass sein Image nur eine Fassade ist. Nur sie kennt den wahren Landon und womit er zu kämpfen hat. Über die Jahre versuchen beide, ohneeinander klarzukommen. Doch als sie sich wieder begegnen, flammen sofort die alten Gefühle wieder auf…

Mein Eindruck
Durch einige Zeitsprünge fiel es mir vor allem in der ersten Hälfte des Buches leider schwer, in der Geschichte anzukommen. Landon und Shay sehen sich nur selten und dann lange gar nicht mehr, wodurch alles recht oberflächlich bleibt und nicht wirklich etwas passiert. Weite Teile der Story werden mehr von Gedanken anstatt von Ereignissen bestimmt. Ab und zu gibt es bei beiden zwar kurze Szenen mit bekannten Personen aus Buch 1, doch diese haben alles eher unnötig in die Länge gezogen. Allgemein fand ich die Nebencharaktere diesmal nicht wirklich gut eingebunden und viele waren im Endeffekt überflüssig.

Auch als Landon und Shay sich später wieder öfter sehen, passiert zwischen den beiden zunächst kaum etwas, das tiefer geht und mich hätte mitreissen können. Eigentlich hatte ich mich darauf gefreut, dass die Protagonisten nun mehr in meinem eigenen Alter sind, aber beide kamen mir jetzt fast fremd vor, da sie sich ja auch selbst voneinander entfernt haben. Vor allem bei Shay fand ich es schade, wie sie lange Zeit alles abtut, was die beiden hatten. Von dem tiefgreifenden emotionalen Feeling in Buch 1 wollte bei mir daher leider nichts mehr aufkommen.

Erst gegen Ende, als Shay einen neuen Job bekommt, kommt wieder mehr Action in die Story und man ist endlich wieder mehr „live dabei“. Allerdings wirkt das wiederum so, als ob kurz vor Schluss unbedingt nochmal ein Drama eingebaut werden sollte.

Fazit
Dieses letzte Buch der Chances-Reihe konnte mich von allen am wenigsten berühren. Vielleicht lag es auch an mir, aber ich habe diesmal nicht wirklich einen Zugang gefunden und es war leider nicht das, was ich mir erhofft hatte. Im Vergleich zu Buch 1 hatte es für mich zu wenig Tiefgang und die Beziehung zu wenig Ernsthaftigkeit und es war in die Länge gezogen. Die Protagonisten waren größtenteils kaum wiederzuerkennen und die Atmosphäre war ganz anders. Konnte mich nicht wirklich abholen, schade!

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Veröffentlicht am 16.01.2022

Zauberhafte Fortsetzung mit mehr Tiefgang

Der Auftrag des Ältesten
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Band 2 der Eragon-Tetralogie von Christopher Paolini

Inhalt
Nach der erfolgreichen ersten Schlacht gegen das Imperium machen sich Eragon und Saphira auf den Weg zu den Elfen, wo sie ihre Ausbildung als ...

Band 2 der Eragon-Tetralogie von Christopher Paolini

Inhalt
Nach der erfolgreichen ersten Schlacht gegen das Imperium machen sich Eragon und Saphira auf den Weg zu den Elfen, wo sie ihre Ausbildung als Drache und Reiter beenden sollen. Ein mächtiger Lehrmeister führt sie in die uralten Geheimnisse ein und große Hoffnungen liegen auf den beiden. Doch die Kräuterhexe Angela hat einen Verräter aus Eragons eigener Familie prophezeit… Es kommt nur sein Cousin Roran in Frage, der inzwischen zum Anführer der Dorfbewohner aus Carvahall geworden ist und deren Schicksal in die Hand nimmt…

Mein Eindruck
Der Auftrag des Ältesten setzt direkt nach den Geschehnissen von Band 1 ein. Von Anfang an ist die Stimmung nun jedoch ernster und Eragon wirkt erwachsener nach seinen bisherigen Erlebnissen.

Es werden jetzt auch Kapitel aus Rorans Sicht erzählt, welche das Schicksal der Dorfbewohner verfolgen. Ihre Flucht aus Carvahall ist ebenfalls spannend, aber ich habe viel mehr mit Eragon mitgefiebert. Seine Abenteuer waren für mich einfach viel interessanter und bedeutungsvoller: Während seiner Ausbildung lernt er sehr viel über die Geschichte Alagaesias, die Vergangenheit der Drachenreiter, die verschiedenen Völker und die Bedeutung der Magie. Das lies mich wieder komplett in die fantastische Welt eintauchen und ich wollte ständig weiterlesen, um noch mehr zu erfahren. Durch die bildhaften Formulierungen konnte ich mir alles wieder sehr gut vorstellen. Vor allem die Heimat und das Leben der Elfen sind dabei sehr beeindruckend. Die Zwerge spielen jedoch (noch) keine sehr große Rolle.

Neben den Herausforderungen seiner Ausbildung hat Eragon auch mit ganz normalen, menschlichen Problemen des Erwachsenwerdens zu kämpfen, was ihn umso sympathischer und authentischer macht. Saphira und er wachsen dabei noch stärker zusammen und auch sie selbst entwickelt sich weiter. Mit Arya bin ich leider (noch) nicht so ganz warm geworden, sie ist schwer einzuschätzen, taut aber immer mehr auf.

Ab der Hälfte des Buches lesen wir dann vereinzelt auch aus Nasuadas Sicht, sodass wir auch die Varden nicht aus den Augen verlieren, bis am Ende des Buches schließlich alles zusammenläuft. Wieder gibt es ein spannendes Finale, welches definitiv zum Weiterlesen motiviert.

Fazit
Auch der zweite Teil hat mich wieder komplett in seinen Bann gezogen und ich konnte das Buch an vielen Stellen kaum aus der Hand legen. Die Story hält einige Überraschungen bereit und es passiert allgemein sehr viel, was auch durch die verschiedenen Erzählperspektiven verstärkt wird. So wird es wirklich nie langweilig, obwohl sich dieser Band hauptsächlich auf Eragons Ausbildung und viel Hintergrundwissen konzentriert und die „große Action“ erst ganz zum Schluss kommt. Obwohl ich die Bücher schon damals bei ihrer Erscheinung gelesen habe, war ich mir nicht mehr bewusst, wie facettenreich und durchdacht das ganze Eragon-Universum ist.

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Veröffentlicht am 07.12.2021

Fesselnd und clever gemacht mit kleinen Schwächen

Das Nebelhaus
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Inhalt
Vier ehemalige Studienfreunde treffen sich für eine Reunion auf Hiddensee. Sie verbringen das Wochenende im Nebelhaus, wo Philipp inzwischen mit Frau und Kind wohnt. Das gemütliche Wiedersehen mit ...

Inhalt
Vier ehemalige Studienfreunde treffen sich für eine Reunion auf Hiddensee. Sie verbringen das Wochenende im Nebelhaus, wo Philipp inzwischen mit Frau und Kind wohnt. Das gemütliche Wiedersehen mit Leonie, Yasmin und Timo endet jedoch in der grausamen „Blutnacht von Hiddensee“, bei der 3 Menschen getötet werden und eine weitere Person schwer verletzt ins Koma fällt. Die Umstände dieses Verbrechens wurden nie vollständig aufgeklärt, bis 2 Jahre später die Journalistin Doro Kagel dem Fall erneut nachgeht und der erschreckenden Wahrheit Stück für Stück näherkommt…

Mein Eindruck
Anfangs hatte ich etwas Startschwierigkeiten mit dem Buch, und zwar aufgrund des Schreib- bzw. Erzählstils: Die Kapitel wechseln zwischen der Gegenwart im September 2012 (als Doro Kagel den Fall der Hiddensee-Morde neu aufrollt) und den Geschehnissen im September 2010 (als die Freunde das Wochenende bei Philipp verbringen). Das fand ich gut gelöst, denn so erfährt man alles nicht nur „aus zweiter Hand“ durch die Nachforschungen von Doro, sondern ist auch im Nebelhaus „live“ dabei. Allerdings wechselt die Perspektive innerhalb der Kapitel sehr oft zwischen den Personen und man muss aufpassen, welche Innensicht man gerade liest. Aber nach einer Weile gewöhnt man sich daran.

Im Laufe der Geschichte lernt man die recht unterschiedlichen Charaktere immer besser kennen und erfährt immer mehr über den unerwarteten Verlauf des Wochenendes. Die Sache scheint zunächst recht klar zu sein, doch irgendwann kommt man an den Punkt, an dem man mehr oder weniger jedem Beteiligten den Amoklauf zutrauen würde. Die Spannung wird dadurch dauerhaft hoch gehalten und erst ganz am Schluss kommt die überraschende Auflösung über Täter, Opfer und Verlauf der Blutnacht.

Nur bei der ganzen Sache mit den Nachbarn hat mich etwas gestört: Beitrag zur Spannung ok, aber im Hinblick auf die Auflösung naja…

Fazit
Die vielen sehr speziellen Figuren erlauben nicht wirklich eine tiefere Verbindung, sind aber interessant gestaltet. Die Handlung ist nur vermeintlich vorhersehbar und aufgrund ständiger Wendungen rätselt man bis zum Schluss mit. Im Endeffekt zwar außergewöhnlich, aber nicht ganz so mitreißend/überzeugend wie erwartet.

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