Ein Spiel mit Höhen und Tiefen
Game on - Mein Herz will dich Band 1 von 4 der „Game on“ - Reihe von Kristen Callihan
Inhalt
Das letzte Semester am College und noch keine Zukunftspläne für danach – da kann Studentin Anna Jones wirklich keine Ablenkung brauchen. ...
Band 1 von 4 der „Game on“ - Reihe von Kristen Callihan
Inhalt
Das letzte Semester am College und noch keine Zukunftspläne für danach – da kann Studentin Anna Jones wirklich keine Ablenkung brauchen. Schon gar nicht durch Drew Baylor, den heißen Star-Quarterback des Footballteams. Trotzdem kann sie seinen heftigen Flirtversuchen nicht widerstehen und landet nach einer Party mit ihm im Bett. Für Anna ganz klar eine einmalige Sache. Doch Drew ist ein Kämpfer und will Anna für sich gewinnen. Schon bald kann auch sie die Anziehungskraft zwischen ihnen nicht mehr ignorieren und ihr Plan, Gefühle außen vor zu lassen, gerät immer mehr ins Wanken…
Mein Eindruck
Zu Beginn geht alles relativ schnell: Die Protagonisten begegnen sich und beginnen eine „Freundschaft Plus“, ohne dass man als Leser:in zuvor wirklich viel über wenigstens einen der beiden erfährt. Daher fiel es mir zunächst schwer, einen Zugang zu finden.
Vor allem Anna war für mich aufgrund ihrer sarkastischen Art manchmal etwas zu sehr „over the top“, während Drew allgemein einen authentischeren Eindruck hinterließ. In ihm steckt mehr als nur der typische College-Sportstar.
Das Verhältnis zwischen Anna und Drew ist (zumindest von ihr so gewollt) lange Zeit nur oberflächlich und somit leider auch die Story. Es geht mit der Zeit tiefer, aber zum Großteil ist es ein ständiges Hin und Her: Anna will eigentlich keine Beziehung, lässt aber schnelle Nummern zu. Dabei merkt sie immer mehr, wie sehr sie Drew tatsächlich will und braucht, hat dann aber wieder ein schlechtes Gewissen. Klar, dass da eine Konfrontation unvermeidbar ist und erst ab dann hat mich die weitere Entwicklung der Charaktere richtig gefesselt.
Die Story ist sehr auf die beiden Protagonisten fokussiert. Nebenfiguren und -handlungen nehmen nicht allzu viel Raum ein, weshalb sie teilweise unnötig erscheinen. Ich hätte es schön gefunden, wenn die Geschichte anstatt der vielen erotischen Szenen dadurch etwas mehr bereichert gewesen wäre.
Fazit
Nach anfänglichen Startschwierigkeiten konnte ich das Buch dann doch kaum aus der Hand legen. Der Perspektivwechsel zwischen Anna und Drew hat mir sehr gut gefallen und vor allem zum Ende hin wurde es nochmal richtig emotional. Ich bin großer American Football Fan und hatte unter Anderem wohl deshalb einen besseren Draht zur männlichen Hauptperson als zur weiblichen, was auch einmal spannend war. Außerdem ist es hier zur Abwechslung mal nicht das typische „sich-langsam-näher-kommen“ der Protagonisten.
Im Großen und Ganzen bleibt das Buch für mich aufgrund seines sparsamen Tiefgangs jedoch nicht mehr als das, worauf die Story aufbaut: Eine schnelle Nummer für Zwischendurch
Zum Schluss noch mein Lieblingszitat: „Das, was die Leute sehen, das ist nur der Glanz. Aber, Anna, du bringst mich zum Leuchten. Drew. Nicht den Spieler. Du wusstest nicht, wie du in meinem Licht leben sollst? Es gibt kein Licht, wenn du nicht bei mir bist.“