Atmosphärischer Thriller mit spannenden Perspektiven und rasantem Showdown
Die Housesitterin – Ein Traum von einem Job. Oder?Cecilia ist Housesitterin und darf auf ein luxuriöses Strandhaus auf einer abgelegenen Insel aufpassen. Als sie abends Geräusche hört, lädt sie ihre Freunde ein und freut sich auf ein entspanntes Wochenende. ...
Cecilia ist Housesitterin und darf auf ein luxuriöses Strandhaus auf einer abgelegenen Insel aufpassen. Als sie abends Geräusche hört, lädt sie ihre Freunde ein und freut sich auf ein entspanntes Wochenende. Doch es kommt anders, denn es gibt Pläne für dieses Wochenende, mit denen keiner gerechnet hat...
"Die Housesitterin" ist mein erstes Buch von Emily Rudolf. Der Schreibstil gefällt mir gut, er ist flüssig und die Dialoge sind nahbar. Am Anfang lernen wir Cecilia kennen, die es momentan etwas schwieriger hat und versucht, sich mit dem Aufpassen auf Häuser über Wasser zu halten. Mir war sie nicht sympathisch, aber ihre Sicht auf die Dinge war interessant und ihre Perspektive führt einen durch den ersten Teil des Buches. Dann lernen wir die Perspektiven von Johannes (ihrem festen Freund) und Nick (ihrem besten Freund) kennen, die ebenfalls nicht sympathisch aber genauso interessant sind. Die Perspektiven wechseln sich im Laufe des Buches ab und tragen definitiv zur Spannung bei. Als Leser*in kann man gespannt den verschiedenen Absichten folgen, kann immer mehr Puzzleteile zusammen setzen und sich weiterhin fragen, wer eigentlich was im Schilde führt.
Das Setting ist perfekt, denn das luxuriöse große Haus auf einer Insel mit nahendem Sturm bietet sich definitiv an für herumschleichende Gestalten, komische Geräusche und ausharrendes Abwarten. Die Story findet auf der Insel statt, jedoch gibt es aus den verschiedenen Perspektiven auch Einblicke in die Zeit vor dem Showdown, sodass man immer schneller lesen möchte, um endlich die ganze Wahrheit zu erfahren. Es gibt ein paar Plottwists und genug Möglichkeiten für eigene Spekulation. Am Ende sind mit ein paar kleinere Ungereimtheiten oder offene Fragen geblieben (deshalb nur 4-5 Sterne statt 5), die aber der Spannung zum Glück nichts nehmen und über die man auch hinwegsehen kann.
Alles in allem ist "Die Housesitterin" eine solide Abendunterhaltung, die ich mir auch sehr gut als Verfilmung vorstellen kann. Eine Empfehlung für alle, die gerne intrigante Spielchen verfolgen und zwischenmenschliche Abgründe erkunden :)