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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.07.2026

Gute Idee, nicht so gute Umsetzung

Bachelorette Party
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Das Buch dreht sich um einen Junggesellinnenabschied auf einer einsamen Schäreninsel. Dort, wo vor einem Jahrzehnt schon einmal 4 Frauen verschwunden sind. Wir folgen der Protagonistin Tessa, die an dem ...

Das Buch dreht sich um einen Junggesellinnenabschied auf einer einsamen Schäreninsel. Dort, wo vor einem Jahrzehnt schon einmal 4 Frauen verschwunden sind. Wir folgen der Protagonistin Tessa, die an dem JGA nur teilnimmt, weil sie herausfinden möchte, was damals wirklich passiert ist. Sie merkt schnell, dass auch dieses Mal etwas nicht stimmt und sie alle in Gefahr sind...

Den Schreibstil von Camilla Sten fand ich gut, ich könnte recht gut in die Story reinfinden und Tessa irgendwie kennenlernen. Auch das Setting fand ich sehr gelungen, eine einsame Insel und ein begrenzter Personenkreis eignen sich hervorragend für Spannung und Angst. Das Setting wurde gut beschrieben und man konnte sich die Location und die Atmosphäre gut vorstellen. Zusätzlich wird zwischen zwei Perspektiven geswitcht: vor 10 Jahren und aktuell. Schritt für Schritt lernt man mehr über die jeweiligen Frauengruppen und die Abläufe.

Weniger überzeugend fand ich die Charaktere und den Plot. Tessa ist keine Sympathieträgerin und fühlt sich wegen einem beruflichen Fehltritt schuldig. Gerade am Anfang wird man damit angefixt, dann aber sehr lange hingehalten, was mich irgendwann genervt hat. Generell ist lange nicht viel passiert und während die Atmosphäre davon gut untermalt wurde, kam beim Lesen dann doch irgendwann leichte Langeweile auf. Die restlichen Charaktere sind blass und so wenig lebendig, dass man sie leicht verwechseln kann. Ich habe für die Gruppe kein wirkliches Gefühl bekommen. Auch bei der Geschichte vor 10 Jahren kam bei mir kein richtiges Gefühl für die Frauengruppe an. Die Charaktere der aktuellen Erzählung haben sich meiner Meinung nach alle seltsam verhalten und auch irgendwie klischeehaft oder eben wenig durchdacht...

Die Handlung war am Anfang zu seicht und am Ende irgendwie etwas übertrieben. Ich hab mir auch generell spannender Motive vorgestellt und einen logischeren Showdown gewünscht.

Alles in allem eine super Idee, die Umsetzung war aber leider blass und am Ende etwas platt. Ich nach dem Lesen etwas enttäuscht vom Plot, dabei ist das Buch noch Recht spannend gestartet.

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Veröffentlicht am 01.07.2026

Heimweh, Fernweh, Trauer, Heilung und Neuanfänge. Fantastisch geschrieben!

Das Blau auf der anderen Seite
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"Das Blau auf der anderen Seite" ist für mich definitiv ein Highlight. Es ist wunderbar geschrieben, berührend und behandelt wichtige Themen, ohne dabei gezwungen zu wirken. In der Geschichte treffen wir ...

"Das Blau auf der anderen Seite" ist für mich definitiv ein Highlight. Es ist wunderbar geschrieben, berührend und behandelt wichtige Themen, ohne dabei gezwungen zu wirken. In der Geschichte treffen wir auf Karla und Marge. Marge musste als Kind im zweiten Weltkrieg aus Deutschland fliehen und ist mit ihrer Familie in Neuseeland gelandet. Karla hat vor Kurzem ihren Freund verloren und macht wich voller Trauer auf die Reise nach Neuseeland, die sie eigentlich gemeinsam als Hochzeitsreise antreten wollte. Die beiden Frauen lernen sich kennen der Start ihrer Bekanntschaft ist etwas holprig.

Wir folgen Karla auf ihrer Reise nach Neuseeland und ihren Umgang mit der Trauer. Und wir folgen der Familie von Marge, die in Tagebucheinträgen und Briefen von ihrer Fluchterfahrung und dem Start in das neue Leben berichtet. Schicksalsschläge lassen Marge verbittern und als sie mit 97 Karla kennenlernt, ist sie nicht besonders froh über ihre Bekanntschaft. Doch nach und nach baut sich eine ganz besondere Beziehung zwischen den beiden auf.

Den Schreibstil finde ich angenehm, die wechselnden Perspektiven fand ich auch sehr spannend. Die Geschichte ist sehr berührend und ich konnte mit beiden Charakteren sehr gut mitfühlen. Es werden wichtige Themen wie Trauer, Heimweh, Flucht, Mut und Hoffnung. Mein einziger "Verbesserungswunsch" wäre das Cover, das für mich zwar Sehnsucht und Tiefgründigkeit ausdrückt, aber mich in seiner Gesamtheit auch nicht wirklich umhaut.

Alles in allem eine absolute Empfehlung für alle, die tiefgründige Geschichten, zwischenmenschliche Entwicklungen, ernste Themen und Neuseeland lieben! Mir hat der Roman wirklich sehr gut gefallen!

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Veröffentlicht am 15.04.2026

Viel Hintergrundwissen, gute Tipps und Rezepte

Dein Ernährungsratgeber bei Migräne
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Der Ernährungsratgeber von Anne Goldhammer-Michl ist eine sehr gute Mischung aus Hintergrundwissen zu Migräne und den passendem Rezepten, um das Gelernte gleich auszuprobieren.

Das Buch ist in 3 größere ...

Der Ernährungsratgeber von Anne Goldhammer-Michl ist eine sehr gute Mischung aus Hintergrundwissen zu Migräne und den passendem Rezepten, um das Gelernte gleich auszuprobieren.

Das Buch ist in 3 größere Abschnitte mit weiteren Unterkapitel gegliedert. Im ersten Teil geht es um Migräne an sich und hilft, die Erkrankung und den aktuellen Wissensstand dazu besser zu verstehen. Im zweiten Teil geht es speziell um Blutzucker-stabilisierende Ernährung: Stoffwechsel, Ernährungsformen und Nahrungsergänzungsmittel. Der dritte Teil liefert dann 50 Anti-Migräne-Rezepte, eingeteilt in die Theorien dahinter, einen Wochenplan und die Rezepte. Die Rezepte sind wiederum unterteilt in Frühstück, herzhaft & kalt, herzhaft & warm, basics & Snacks und Süßes.

Die Theorieteile finde ich total spannend und hilfreich, um die Krankheit Migräne besser zu verstehen. Die Textabschnitte sind nicht zu lang und sinnvoll mit Zwischenüberschriften aufgelockert. Es gibt Tabellen, Stichpunktlisten und Beispiele. Auch das Thema Hormone fand ich gut, da ja sehr viele Frauen von Migräne betroffen sind. Einige Infos waren mir schon bekannt (zum Beispiel wie wichtig guter Schlaf ist und wie man das unterstützen kann), aber es war trotzdem gut zu lesen, dass man schon ein paar Sachen intuitiv richtig gemacht hat. Die Infos zum Blutzucker fand ich sehr spannend. Der Schreibstil ist auch gut, sodass man sich die Texte gut durchlesen kann. Es gibt viele hilfreiche Tipps und Infotabellen. Besonders gut war auch die Liste mit schnelle-hilfe-snacks.

Die 50 Rezepte fand ich größtenteils ansprechend. Ein paar waren dabei, die ich vielleicht etwas abändern würde. Ich hätte mir auch gewünscht, dass alle Rezepte ein Bild haben, da ich mich oft visuell inspirieren lasse. Die Frühstücksrezepte haben mir alle gefallen. Auch die herzhaften Rezepte sehen lecker aus. Wenn ich eine Zutat nicht mag (Sellerie zum Beispiel), dann kann ich sie ja ersetzen. Die Snacks und Süßes finde ich auch gut umsetzbar. Insgesamt sind ein paar außergewöhnliche Rezepte dabei, zum Beispiel Kohlrabi Porridge und gegrillte Nektarine, aber man kann ja auch mal Neues ausprobieren und sich überraschen lassen.

Insgesamt finde ich den Ratgeber sehr gelungen, mit winzig kleinen Verbesserungswünschen (Seitenzahlen unten und Bilder für alle Rezepte). Eine Empfehlung für alle Migränepatient:innen, die mehr über ihre Erkrankung lernen und den Attacken entgegen wirken wollen.

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Veröffentlicht am 15.04.2026

Wunderschön illustriert, Ende etwas gewöhnungsbedürftig

Warten ist nicht schwer, sagt der Ameisenbär
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Ich gebe 3-4 Sterne.

Das Buch ist sehr hochwertig und wunderschön gestaltet. Die Illustrationen sind liebevolle und bunt und laden zum Staunen und Entdecken ein. Die Bilder sind farblich sehr harmonisch ...

Ich gebe 3-4 Sterne.

Das Buch ist sehr hochwertig und wunderschön gestaltet. Die Illustrationen sind liebevolle und bunt und laden zum Staunen und Entdecken ein. Die Bilder sind farblich sehr harmonisch und die Zeichnungen der Tiere charakterstark und lebendig.

Auch die Wahl der Tiere ist gelungen, da es mal Tier sind, die nicht die großen Stars im Zoo sind: Ameisenbär, Tapir, Panther, Tukan, Gürteltier! Aber auch bekannte Lieblinge sind mit dem Faultier, dem Affen und dem Papageien dabei.

Die Geschichte folgt dem Ameisenbären, der gerne Muffins vom Faultier hätte, weil sie so fantastisch riechen. Er hat zuerst davon erfahren, aber irgendwie schaffen es alle anderen Tiere, sich vor ihm einzureihen. Er bleibt geduldig. Am Ende passiert ein kleines Malheur und er ist doch wieder der erste, seine Geduld zahlt sich aus. Soweit, so gut. Die Letzte Seite der Geschichte ist jedoch etwas ernüchternd, denn der Ameisenbär frisst alle Muffins auf und teilt nicht. Das sollte man vor dem Vorlesen wissen, da das meiner Meinung nach nicht den allergrößten pädagogischen Wert hat und man dann vielleicht besprechen sollte, ob es da nicht eine bessere Lösung für alle Tiere geben sollte.

Alles in allem muss man hier selbst entscheiden, ob man ein Buch mit pädagogischem Wert lesen möchte oder auch ein Buch mit eher frecheren Charakteren und ungewöhnlichem Ende vorlesen mag. Kinder könnten das Ende auch durchaus witzig finden.

Die tollen Bilder sind definitiv eine 5/5, die Geschichte ist eher einer 3/5.

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Veröffentlicht am 15.04.2026

Schön illustriert und spannende Fakten!

Stacheln, Schleim & spitze Zähne! Mein Bestiarium der außergewöhnlichen Tiere
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Das Buch "Stacheln, Schleim & spitze Zähne" stellt 26 spannende Tiere vor, die sonst in Tierbuchbänden meistens keinen Platz finden. Das Buch wirkt sehr hochwertig und liegt gut in der Hand. Eingeteilt ...

Das Buch "Stacheln, Schleim & spitze Zähne" stellt 26 spannende Tiere vor, die sonst in Tierbuchbänden meistens keinen Platz finden. Das Buch wirkt sehr hochwertig und liegt gut in der Hand. Eingeteilt sind die Tiere nach den Regionen, in denen man sie findet: Europa, Afrika, Asien, Nordamerika, Mittel- und Südamerika, Australien und die Tiefsee. Von Insekt bis Säugetier ist alles dabei. es gibt eine kleine Einleitung und dann geht es auch schon los mit dem ersten Tier. Jedes Tier wird auf einer Doppelseite vorgestellt und ist von Laura Tschorn liebevolle illustriert. Außerdem wird die Seite mit weiteren Zeichnungen und Fun Facts geschmückt. Zu jedem Tier gibt es eine Besonderheit, die vorgestellt wird, und die das Tier einzigartig macht.

Am Ende stellt die Autorin sich vor und es gibt ein Glossar mit wichtigen Begrifflichkeiten, die Kinder vielleicht noch nicht kennen. So müssen Eltern nicht krampfhaft selbst die Definition von "implodieren" kennen! Das einzige, was mir ein bisschen gefehlt hat, sind kurze Steckbriefe zu den Tieren. Mich interessiert dann nämlich schon, wie groß oder wie schwer ein Tier ist und was es gerne frisst.

Alles in allem ein tolles Buch für große und kleine Abenteurer, die nicht vor skurrilen Tieren zurück schrecken und gerne neugierig sind!

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