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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.05.2026

schöne Alltags-Auszeit mit diesem Roman

Brombeerblaue Tage
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Der farblich, passend in Brombeertönen gestaltete Buchumschlag mit Blick auf ein Gutshaus mit Reetdach hat bereits ein bisschen was von gedanklicher Auszeit - ein stückweit beruhigend, sehr stimmig, ein ...

Der farblich, passend in Brombeertönen gestaltete Buchumschlag mit Blick auf ein Gutshaus mit Reetdach hat bereits ein bisschen was von gedanklicher Auszeit - ein stückweit beruhigend, sehr stimmig, ein bisschen minimalistisch wirkend, aber mit dem Wichtigsten ausgestaltet, zieht es den Blick des Lesers an sich. Mir gefällt es sehr gut.
Elisa, deren Alltag von Hektik, Termindruck und engen Taktungen geprägt ist, könnte gefühlt durchaus einmal eine Pause gebrauchen. Wie das Leben so spielt, muss sie ihr "Leben auf der Überholspur" unterbrechen und das Gutshaus ihres Vaters auf Rügen für ein paar Tage hüten. Doch dort angekommen erlebt sie ihr "blaues Wunder" - nichts ist wie sie gedacht hatte. Beim "klar Schiff machen" im Garten und drum herum, lernt sie zu entschleunigen und ihre Liebe zu Pflanzen und zur Natur erlebt ein Revival.
Mir hat es unheimlich viel Freude gemacht Elisa hierbei begleiten zu dürfen. Ich bin nicht der Typ Hobbygärtner, aber ich fand die Geschichte und das Drum herum sehr interessant. Auch die Pflanzenporträts, die sich an der ein oder anderen Stelle finden, haben mich zuerst überrascht (weil ich nicht damit gerechnet habe), dann aber auch ein bisschen spannend und rätselnd nach vorne blicken lassen mit der Frage: wie viele und was wird denn noch vorgestellt werden?
Der gefühlvolle, sehr liebevolle und detaillierte Schreibstil ist meines Erachtens sehr gelungen und mehr als passend für diese Geschichte. Dabei geht es auch nicht nur um Elisa sondern auch um die Beziehung zu ihrem Vater. Auch ich als Leser habe Parallelen von Elias ursprünglichem durchgetakteten Leben und meinem erkannt und der Roman bot Denkanstöße für die Frage: weiter so oder ein bisschen anders.

Fazit: sehr gelungener, tiefgründiger Roman

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Veröffentlicht am 17.05.2026

kriminalistische Zeitreise

Mord in der Pension Möwennest
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Die ehemalige Nonne Nora Breen reist in die Kleinstadt Gore-on-Sea und quartiert sich dort in der Pension Möwennest ein um sich auf die Spurensuche nach der einstigen Novizin Frieda zu machen. Die Briefe ...

Die ehemalige Nonne Nora Breen reist in die Kleinstadt Gore-on-Sea und quartiert sich dort in der Pension Möwennest ein um sich auf die Spurensuche nach der einstigen Novizin Frieda zu machen. Die Briefe von ihr aus der Pension sind plötzlich und unerklärlich verebbt und Nora glaubt, dass hier etwas unheilvolles Geschehen ist. Quasi Undercover versucht sie sich am ermitteln. Gleichzeitig muss sie sich im Leben außerhalb der Klostermauern zurechtfinden. Als plötzlich ein Mitbewohner totaufgefunden wird und ein weiterer spurlos verschwunden ist, spitzt sich die Lage und v.a. auch die Stimmung in der Pension zu.
In der Geschichte wird der Leser mitgenommen in die Zeit nach dem zweiten Weltkrieg und konfrontiert mit den Herausforderungen und Umständen dieser Zeit. Der Erzählstil und die Beschreibungen haben maßgeblich dazu beigetragen, dass ich mich zurückversetzt fühlte in eine andere Zeit - eine Zeit von Entbehrungen, Schicksalsschlägen und Kriegsverletzungen. In dieser Zeitphase bewegt sich Nora als Hauptperson. Selbst mit einem großen Geheimnis aus der Vergangenheit im Gepäck und den Zweifeln und Überlegungen hierseits und jenseits des Klosters, versucht sie sich im Alltag zurechtzufinden und ihre Freundin aufzuspüren. Der von der Autorin wirklich "bunt" zusammengewürfelte Pensionsgäste und -wirte sowie Bedienstete-Haufen wirkt trotz der großen Unterschiede zwischen den Personen stimmig. Von Harmonie kann keine Rede sein, das Unbehagen und die Ängste und Gedanken der einzelnen Personen lässt die Autorin den Leser sehr gut spüren. Dass sie an Noras Seite einen Inspektor stellt, ein wirklich gelungener Zug. Schade nur, dass sich zum Schluss nur erahnen lässt ob die beiden ein Stück des Weges künftig vielleicht gemeinsam gehen.

Fazit: atmosphärischer, sehr gelungener Krimi

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Veröffentlicht am 17.05.2026

spannende und lustige Detektivgeschichte

Die Nordseedetektive (Band 14) – Ehrliche Gangster
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Emma und Lukas sind keine Unbekannten, die beiden Kids sind die Nordseedetektive und stellen mit ihrer Berühmtheit u.a. ihren Vater, der Schriftsteller ist in den Schatten. In ihrem 14. Fall haben die ...

Emma und Lukas sind keine Unbekannten, die beiden Kids sind die Nordseedetektive und stellen mit ihrer Berühmtheit u.a. ihren Vater, der Schriftsteller ist in den Schatten. In ihrem 14. Fall haben die beiden es mit den beiden bekannten Gaunern Lang und Finger zu tun, die wollen plötzlich ehrlich werden. Das passt deren Boss so gar nicht in den Kram und er versucht die beiden auf die dunkle Seite zu ziehen. Klar, dass Emma und Lukas gefragt sind.
Wir kannten die Nordseedetektive bisher nicht, konnten aber problemlos in den 14. Fall einsteigen. Sehr gut geholfen dabei hat uns die bildliche Vorstellung der Familie Janssen, d.h. Emma und Lukas, ihre Eltern und die wichtigsten Detektivutensilien. Generell sind die in der Geschichte immer wiederkehrenden Illustrationen richtig klasse. Sie bereichern die tolle und spannend erzählte Geschichte. Die Kapitellänge und die Schriftart und -größe haben uns sehr gut gefallen, weil die junge Zielgruppe damit sehr gut zurecht kam und an dem Buch viel Freude hatte. Als Erwachsener fanden wir gut, dass auch die Ängste von Emma und Lukas Mama thematisiert wurde, als die Kinder bei den beiden Gaunern Lang und Finger bleiben wollten.

Fazit: für uns der erste, aber mit Sicherheit nicht der letzte Fall

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Veröffentlicht am 10.05.2026

Urlaubsfeeling gepaart mit spannenden Ermittlungen

Tödliche Begegnung
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Commissaria Giovanna wird - kaum dass die leckere Pasta auf dem Tisch steht - zu einem Todesfall gerufen. Der vor Ort über die Tote gebeugte Mann ist angeblich der Liebhaber. Komisch nur, dass er nicht ...

Commissaria Giovanna wird - kaum dass die leckere Pasta auf dem Tisch steht - zu einem Todesfall gerufen. Der vor Ort über die Tote gebeugte Mann ist angeblich der Liebhaber. Komisch nur, dass er nicht geflohen ist und kein einziges Wort mit der Commissaria spricht. Ist er wirklich der Mörder? Giovanna glaubt nicht daran, zumal der Verhaftete der Exmann einer Kollegin ist und diese ihn - trotz Trennung - ganz anders beschreibt. Irgendwas stimmt hier nicht, die Frage ist nur was. Auf der Suche nach Motiv und Mörder stoßen die beiden Frauen auf eine Menge Ungereimtheiten.
Das Ganze mündet dann in einer für mich sehr zügigen, fast schon zu flotten Aufklärung am Ende der Geschichte. Bis zu dem Zeitpunkt war es eine mehr oder weniger temporeiche aber sehr unterhaltsame mit viel Italienfeeling gespickte Geschichte, die eine kurze gedankliche Auszeit vom Alltag beschert hat. Das Buchcover mit dem wunderschönen Blick auf den Comer See gefällt mir richtig gut. Giovanna als Ermittlerin, aber v.a. auch als Person ist mir sehr sympathisch. Ich kenne den Vorgängerband nicht, konnte aber sehr schnell in die Geschichte einsteigen und mich v.a. bei den Personen gut zurechtfinden.

Fazit: super schönes Urlaubsfeeling mit Krimiunterhaltung

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  • Spannung
Veröffentlicht am 10.05.2026

mörderische und zugleich humorvolle Ermittlungen

Blind Date im Heu
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In Marienschlag geht es turbulent zu. Als wäre es nicht schon genug, dass "Blind Date im Heu" mit einer Liveserie zu Gast ist, da gibt es auch noch Tote. Richtig gelesen, bei einem Toten bleibt es nicht. ...

In Marienschlag geht es turbulent zu. Als wäre es nicht schon genug, dass "Blind Date im Heu" mit einer Liveserie zu Gast ist, da gibt es auch noch Tote. Richtig gelesen, bei einem Toten bleibt es nicht. Marie Unterholzer muss ermitteln - zwischen Fernseh-/Stadtmenschen und der ländlichen Bevölkerung, zwischen "the show must go on" und "wie kann ich mir das LKA vom Hals halten"? Kein einfaches Unterfangen. Und da gibt es dann u.a. noch Bärli, der Marie immer noch für begehrenswert hält. Mord und Liebe - eine wirklich interessante Mischung.

Begeistert hat mich der Einfallsreichtum des Autors sowie seine humorvolle und zugleich spannende Geschichte. Mit österreichischen Dialekteinwürfen, die im Glossar zum Schluss des Buches gelistet sind, wird dem Leser noch mehr das Gefühl vermittelt vor Ort live in dem Dörfchen dabei zu sein. Ich habe den Vorgängerband nicht gelesen, hätte mir daher v.a. zu Beginn der Geschichte ein Personenverzeichnis gewünscht, hab mich dann aber relativ zügig zurechtgefunden. Die Auflösung der Morde war für mich schlüssig und in Summe eine stimmige Geschichte.

Fazit: humorvolle und zugleich spannende Leseunterhaltung

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