Platzhalter für Profilbild

leseeinhorn

Lesejury Star
offline

leseeinhorn ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit leseeinhorn über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.06.2026

spannend und kurzweilig

Bakterien – die heimlichen Helden
0

Ich war nie der große Fan des Faches Biologie in der Schule und Lebewesen, die man mit dem menschlichen Auge ohne Hilfsmittel nicht erkennen konnte, konnten nicht mein Interesse wecken.
Peter Wohlleben ...

Ich war nie der große Fan des Faches Biologie in der Schule und Lebewesen, die man mit dem menschlichen Auge ohne Hilfsmittel nicht erkennen konnte, konnten nicht mein Interesse wecken.
Peter Wohlleben schafft es mit seinem Werk "Bakterien die heimlichen Helden" mein Interesse zu wecken und während des gesamten Buches hoch zu halten. Dies liegt daran, dass es ihm gelingt Laien in die Welt der Bakterien mitzunehmen und die Fakten nachvollziehbar, prägnant und verständlich zu präsentieren sowie jede Menge "lebenspraktische" Beispiele und Bezüge zu bringen (wie z.B. bessere Mundhygiene reduziert bestimmte Herzkrankheiten oder wie man seine Bakterien sportlicher macht oder was man zur Waschmaschine wissen sollte). Überrascht hat mich die gesamte Vielfalt der Bakterien, ihre positiven aber auch negativen Seiten. Peter Wohlleben bringt ein großes Potpourri zum Themenfeld "Bakterien" dem Leser näher.
Sein schöner und sehr angenehm zu lesender Schreibstil sowie die aus meiner Sicht passende Länge der Kapitel haben für mich zum Leseerlebnis beigetragen. Er beweist, dass Sachbuch nicht "trocken und langweilig" sondern "spannend, interessant und kurzweilig" sein kann, auch für Leser wie mich.
Der Buchtitel "Bakterien die heimlichen Helden" samt seinem Untertitel treffen den Inhalt des Buches genau "wie die Faust aufs Auge". Abgebildet auf einem dunkelgrünen Buchcover und mit Lesebändchen versehen ein wirklich schönes und inhaltlich gehaltvolles Buch.

Fazit: absolut lesenswert, nicht nur was für Freunde der Biologie

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.06.2026

tolles Buch für kleine und große Entdecker

WAS IST WAS Kids Supertiere. Rekordhalter an Land, in der Luft und im Wasser
0

Das "WAS IST WAS Kids" zu den Supertieren erklärt den Kleinen und Großen durch tolle Illustrationen und einer Vielzahl an Klappen die Superkräfte von Tieren wie z.B. dem Wal und dem Strauß. Aber auch die ...

Das "WAS IST WAS Kids" zu den Supertieren erklärt den Kleinen und Großen durch tolle Illustrationen und einer Vielzahl an Klappen die Superkräfte von Tieren wie z.B. dem Wal und dem Strauß. Aber auch die heimischen Tiere wie Hase, Katze und Hund finden ihren Platz, so dass es für die Kleinen gefühlt "greifbarer" wird, weil sie diese Haustiere schon "live" erlebt haben.
Es geht um Supersinne, wie Hören, Riechen, Sehen und vieles mehr. Die Texte sind kompakt, prägnant und in kindgerechter Sprache geschrieben. V.a. die großformatigen Abbildungen und die Robustheit des Buches/ der Seiten gefällt uns neben den vielen Klappmöglichkeiten. Dahinter gibt es immer wieder etwas neues zu entdecken und zu erleben und das macht es so richtig spannend. Beim reinen Zuhören und Schauen wäre die Aufmerksamkeit der Zielgruppe schnell dahin und so ist es durch das "aktiv sein dürfen" sichergestellt, dass keine Langeweile aufkommt, weil die kleinen Entdecker es kaum erwarten konnten, das nächste Klappfeld zu öffnen. Überrascht waren wir von der Kurzweiligkeit des Buches: wie schon die letzte Seite erreicht? Das ruft nach einem weiteren Band.

Fazit: total geniales Kinderbuch, an dem auch die Erwachsenen Ihre Freude hatten

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.06.2026

witzig, hintergründig, gelungen

00-Laschet
0

Müsste ich mit drei Worten David Safiers neuestes Werk "00-Laschet" beschreiben, wäre es diese drei Worte. Der Autor nimmt den Leser mit zum Amtsantritt von Armin Laschet als Bundespräsident und damit ...

Müsste ich mit drei Worten David Safiers neuestes Werk "00-Laschet" beschreiben, wäre es diese drei Worte. Der Autor nimmt den Leser mit zum Amtsantritt von Armin Laschet als Bundespräsident und damit als Chef des geheimsten Geheimdienstes der Welt und damit fangen all seine Probleme an. Dabei hatte er sich alles so schön als vermeintlich erster Mann im Staat ausgemalt. Dass er nicht der Chef ist, sondern "nur" Mittel um für den Geheimdienst an bedeutende Orte und Veranstaltungen zu gelangen merkt er sehr schnell. Seine Reise führt ihn quer über den Planeten, vom Windsor über Südfrankreich, nach Grönland und in den Vatikan. Die Leser erleben eine turbulente und rasante Reise, die gespickt ist mit allerhand Herausforderungen. An der Seite von Laschet u.a. Kimmi, die junge Topagentin, die alle Hände voll zu tun hat sie aus brenzligen Situationen zu retten. Dabei kommt ihr unverhofft manchmal "Onkel Laschi" wie sie ihn liebevoll nennt zu Hilfe. Die beiden bilden aus meiner Sicht ein geniales Team.
Es war eine witzige, komische aber auch tiefsinnige Reise um die Aufgabe die Menschheit zu retten, zu erfüllen. David Safier hat die Geschichte in dem ihm gewohnten angenehm, aber auch zügig zu lesenden Schreibstil und v.a. mit einer ganzen Menge an Bezügen zum aktuellen Welt- und Politikgeschehen geschrieben. Trotz der zum Teil ernsthaften Hintergründe, kommt die Komik bei ihm nicht zu kurz. Und genau das mag ich so an seinen Geschichten: der Mix aus aktuellen Bezug, ernsthaften, hintergründigen Inhalten verpackt mit Witz an der richtigen Stelle.
Das Buchcover reiht sich perfekt farblich in die bisherigen "Safier-Bücher" ein: auf dem gelb-orangen Cover findet sich die Hauptfigur, hier Laschet zusammen mit Mausi.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.05.2026

schöne Alltags-Auszeit mit diesem Roman

Brombeerblaue Tage
0

Der farblich, passend in Brombeertönen gestaltete Buchumschlag mit Blick auf ein Gutshaus mit Reetdach hat bereits ein bisschen was von gedanklicher Auszeit - ein stückweit beruhigend, sehr stimmig, ein ...

Der farblich, passend in Brombeertönen gestaltete Buchumschlag mit Blick auf ein Gutshaus mit Reetdach hat bereits ein bisschen was von gedanklicher Auszeit - ein stückweit beruhigend, sehr stimmig, ein bisschen minimalistisch wirkend, aber mit dem Wichtigsten ausgestaltet, zieht es den Blick des Lesers an sich. Mir gefällt es sehr gut.
Elisa, deren Alltag von Hektik, Termindruck und engen Taktungen geprägt ist, könnte gefühlt durchaus einmal eine Pause gebrauchen. Wie das Leben so spielt, muss sie ihr "Leben auf der Überholspur" unterbrechen und das Gutshaus ihres Vaters auf Rügen für ein paar Tage hüten. Doch dort angekommen erlebt sie ihr "blaues Wunder" - nichts ist wie sie gedacht hatte. Beim "klar Schiff machen" im Garten und drum herum, lernt sie zu entschleunigen und ihre Liebe zu Pflanzen und zur Natur erlebt ein Revival.
Mir hat es unheimlich viel Freude gemacht Elisa hierbei begleiten zu dürfen. Ich bin nicht der Typ Hobbygärtner, aber ich fand die Geschichte und das Drum herum sehr interessant. Auch die Pflanzenporträts, die sich an der ein oder anderen Stelle finden, haben mich zuerst überrascht (weil ich nicht damit gerechnet habe), dann aber auch ein bisschen spannend und rätselnd nach vorne blicken lassen mit der Frage: wie viele und was wird denn noch vorgestellt werden?
Der gefühlvolle, sehr liebevolle und detaillierte Schreibstil ist meines Erachtens sehr gelungen und mehr als passend für diese Geschichte. Dabei geht es auch nicht nur um Elisa sondern auch um die Beziehung zu ihrem Vater. Auch ich als Leser habe Parallelen von Elias ursprünglichem durchgetakteten Leben und meinem erkannt und der Roman bot Denkanstöße für die Frage: weiter so oder ein bisschen anders.

Fazit: sehr gelungener, tiefgründiger Roman

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.05.2026

kriminalistische Zeitreise

Mord in der Pension Möwennest
0

Die ehemalige Nonne Nora Breen reist in die Kleinstadt Gore-on-Sea und quartiert sich dort in der Pension Möwennest ein um sich auf die Spurensuche nach der einstigen Novizin Frieda zu machen. Die Briefe ...

Die ehemalige Nonne Nora Breen reist in die Kleinstadt Gore-on-Sea und quartiert sich dort in der Pension Möwennest ein um sich auf die Spurensuche nach der einstigen Novizin Frieda zu machen. Die Briefe von ihr aus der Pension sind plötzlich und unerklärlich verebbt und Nora glaubt, dass hier etwas unheilvolles Geschehen ist. Quasi Undercover versucht sie sich am ermitteln. Gleichzeitig muss sie sich im Leben außerhalb der Klostermauern zurechtfinden. Als plötzlich ein Mitbewohner totaufgefunden wird und ein weiterer spurlos verschwunden ist, spitzt sich die Lage und v.a. auch die Stimmung in der Pension zu.
In der Geschichte wird der Leser mitgenommen in die Zeit nach dem zweiten Weltkrieg und konfrontiert mit den Herausforderungen und Umständen dieser Zeit. Der Erzählstil und die Beschreibungen haben maßgeblich dazu beigetragen, dass ich mich zurückversetzt fühlte in eine andere Zeit - eine Zeit von Entbehrungen, Schicksalsschlägen und Kriegsverletzungen. In dieser Zeitphase bewegt sich Nora als Hauptperson. Selbst mit einem großen Geheimnis aus der Vergangenheit im Gepäck und den Zweifeln und Überlegungen hierseits und jenseits des Klosters, versucht sie sich im Alltag zurechtzufinden und ihre Freundin aufzuspüren. Der von der Autorin wirklich "bunt" zusammengewürfelte Pensionsgäste und -wirte sowie Bedienstete-Haufen wirkt trotz der großen Unterschiede zwischen den Personen stimmig. Von Harmonie kann keine Rede sein, das Unbehagen und die Ängste und Gedanken der einzelnen Personen lässt die Autorin den Leser sehr gut spüren. Dass sie an Noras Seite einen Inspektor stellt, ein wirklich gelungener Zug. Schade nur, dass sich zum Schluss nur erahnen lässt ob die beiden ein Stück des Weges künftig vielleicht gemeinsam gehen.

Fazit: atmosphärischer, sehr gelungener Krimi

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere