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Veröffentlicht am 09.02.2026

leider enttäuschend

Berchtesgaden
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Was habe ich mich auf den großen Gesellschaftsroman zum 80jährigen Jubiläum des Kriegsendes „Berchtesgaden“ von der Autorin Carolin Otto gefreut.
Nun bin ich sehr enttäuscht. Für mich waren es zu viele ...

Was habe ich mich auf den großen Gesellschaftsroman zum 80jährigen Jubiläum des Kriegsendes „Berchtesgaden“ von der Autorin Carolin Otto gefreut.
Nun bin ich sehr enttäuscht. Für mich waren es zu viele Charaktere, die ersten Kapitel völlig zusammenhanglos, die Geschichte nicht zu Ende erzählt und in Gesamtheit betrachtet, konnte mich der Roman leider nicht berühren.
1945 der Krieg ist zu Ende, in Berchtesgaden beginnt der Run auf den Berghof und Obersalzberg. Franzosen und Amerikaner möchten des Führer-Hauptquartier als erster vereinnahmen. Gräueltaten der Deutschen kommen ans Licht, ranghohe Nazis begehen Selbstmord.
Leider fügen sich für mich die Teile aber nicht zusammen. Die Autorin berichtet über zu viele verschiedene Szenarien. Historisch gut recherchiert, keine Frage, aber mir fehlt „der rote Faden“. Da haben wir zum einen Sophie und Magda. Max, Sophies Bruder, der sich vor den Nazis versteckt hält. Neubürgermeister Rudolf Kriss, der einst von den Nazis zum Tode verurteilt wurde. Sam, ein GI, der auf Grund seiner Hautfarbe nie auf ein Siegerfoto darf. Ali, die Schauspielerin, die mit einem Nazi einen Sohn hat. Frank, der bayrische Amerikaner und die Fotografin Meg… Die Handlungsstränge laufen parallel ohne wirklichen Bezug zueinander. Der Roman liest sich auch nicht flüssig. Ist man in Lesefluss gekommen, wird er schnell wieder unterbrochen, weil ein neues Thema oder eine Wiederholung einfließt. Das Thema hätte so viel Potenzial. Weniger wäre hier mehr gewesen. Mir hätten einige Charaktere weniger besser gefallen, dafür aber ihre Geschichte zu Ende erzählt.

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Veröffentlicht am 31.01.2026

Lebenslinien

Niemands Töchter
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Judith Hoersch kannte ich bisher nur als Schauspielerin, bisher war mir nicht bekannt, dass sie auch als Autorin unterwegs ist.
Zitat: „Niemands Töchter: Alma ist Niemands Tochter. Sie wächst in den Achtzigerjahren ...

Judith Hoersch kannte ich bisher nur als Schauspielerin, bisher war mir nicht bekannt, dass sie auch als Autorin unterwegs ist.
Zitat: „Niemands Töchter: Alma ist Niemands Tochter. Sie wächst in den Achtzigerjahren in der Eifel auf, doch das kluge und neugierige Mädchen fühlt sich fremd in seiner Familie. Denn um seine Herkunft wird geschwiegen.
Zu einer anderen Zeit, an einem anderen Ort vermisst noch eine Frau ihre Mutter schmerzlich – Isabell, die 2019 in Berlin lebt. Diese Leerstelle hat ihre Vergangenheit geprägt und beeinflusst noch immer ihre Gegenwart, ihr Fühlen und Denken und ihr eigenes Familienleben.
Als sich Almas und Isabells Wege auf schicksalshafte Weise kreuzen, entfaltet sich zwischen Polaroids und verlorenen Träumen eine Geschichte, die die beiden Frauen über Generationen hinweg verbindet.
Ihr Leben lang waren Niemands Töchter auf der Suche nach ihrem Platz im Leben, und gemeinsam finden sie ihn, wo sie ihn am wenigsten erwartet haben. Ein berührendes Hörbuch über das, was wir verlieren, das, was bleibt – und die Kraft, die man daraus schöpft, das eigene Glück zu suchen.
Judith Hoersch erforscht in ihrem Debüt zeitlose Fragen wie Identität, die Suche nach der eigenen Herkunft und den Einfluss von Familienwunden. Sie erzählt von dem Schweigen, das uns prägt, und von der Wahrheit, die uns befreit.“
Das Buch konnte man gut lesen, ich konnte gute Einblicke in die Gedankenwelt verschiedener Frauen mit ihren Gefühlen, Lebensgewohnheiten und Altersstrukturen erlagen. Aber es konnte mich auch nicht vollends überzeugen, hätte mir verschiedene angeschnittene Themen mehr beachtet gewünscht. Daher von mir nur 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 29.01.2026

Davenger Reihe Teil 1

DAVENGER
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Der Roman „Davanger - Die gekaufte Braut“ hat mich nach London ins Jahr 1804 geführt. Carly ist, wie der Titel bereits vermuten lässt, eine gekaufte Braut. Die Ehe wurde von ihrem Bruder arrangiert und ...

Der Roman „Davanger - Die gekaufte Braut“ hat mich nach London ins Jahr 1804 geführt. Carly ist, wie der Titel bereits vermuten lässt, eine gekaufte Braut. Die Ehe wurde von ihrem Bruder arrangiert und sie musste sich ihrem Schicksal fügen. All ihre Träume und Pläne sind mit einem Schlag nichtig. Ihr Leben erhält eine Wendung…
Ich konnte mich gut in die Story einfinden. Der Schreibstil ist klar und flüssig, neuen Charakteren ich konnte gut folgen. Ich fand den Roman authentisch, eine bildhafte Darstellung machte es mir leicht und das Lesen zu einem Vergnügen. Die Charaktere interessant und dennoch sympathisch. Man darf nicht aus den Augen verlieren, wir sind einem anderen Jahrhundert. Die Ansichten und Denkweisen der Menschen immer noch eine andere.
Der Roman ist sehr kurzweilig, es baute sich immer eine gewisse Spannung auf und ich hatte den Drang weiterlesen zu müssen. Eine gute Mischung aus Emotion, Spannung und Liebesgeflüster. Ich hatte in keinem Absatz das Empfinden, es wird kitschig. Diese Art Romane können leicht einmal kippen, dieser hier für mich nicht. Ich spüre wieviel Herzblut Monique Moore in diesen Roman gelegt hat. Ich bin auf jeden Fall auf den Fortgang der Story gespannt.
Ein schöner Roman für Winterabende oder sich dahin träumen.

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Veröffentlicht am 21.01.2026

sollte man gelesen haben

Lisa Heynrichs: Die Mauern um uns
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Nun hat Lisa Heynrichs bereits den zweiten Fall gelöst, mit Bravour würde ich sagen.
Ich konnte sofort wieder in die Story abtauchen, der zweite Band schloss nahtlos an. Aber selbst wer den ersten Band ...

Nun hat Lisa Heynrichs bereits den zweiten Fall gelöst, mit Bravour würde ich sagen.
Ich konnte sofort wieder in die Story abtauchen, der zweite Band schloss nahtlos an. Aber selbst wer den ersten Band verpasst haben sollte (bitte unbedingt nachholen, es lohnt sich!), kann sich gut in den Fall einfinden.
Lisa Heynrichs wurde zum Kriminaldauerdienst strafversetzt. Dennoch bekommt sie einen Fall nicht aus dem Kopf, in dem die Kollegen der Mordkommission ermitteln. Ein schweres Attentat überschattet ein Pop-Konzert. Mehrere Menschen kommen zu Tode und Lisa sieht eine Verbindung zu anderen Taten, die in letzter Zeit stattfanden.
"Die Mauern um uns" ist ein spannender Kriminalroman. Der leichte, flüssige und bildhafte Schreibstil der Autorin machen das Lesen zum Vergnügen. Anke Schläger baut dabei einen Spannungsbogen auf, der mich von der ersten bis zur letzten Seite fesselt. Eine clever aufgebaute Geschichte, die sogar bis in die Vergangenheit der DDR reicht. Die Charaktere haben sich weiterentwickelt und ich fand den Roman auch sehr authentisch und ich kann mich sehr gut in die Schauplätze einfühlen. Die Verknüpfung zur jüngeren Historie gefällt mir zudem sehr gut.
Für mich ein sehr lesenswerter zweiter Band und ich freue mich jetzt schon auf den dritten Teil.

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Veröffentlicht am 19.01.2026

nicht meins

Verbrenn das Negativ
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Leider wird dies meine erste nicht ganz positive Rezension.
Die Leseprobe fand ich durchaus ansprechend, aber das Buch konnte mich am Ende nicht so wirklich überzeugen.

Im Buch „Verbrenn das Negativ“ ...

Leider wird dies meine erste nicht ganz positive Rezension.
Die Leseprobe fand ich durchaus ansprechend, aber das Buch konnte mich am Ende nicht so wirklich überzeugen.

Im Buch „Verbrenn das Negativ“ greift Josh Winning typische Horrorfilm-Elemente auf und vereint sie zu einem Thriller mit Film-Feeling. Diese Idee fand ich gut und es spricht mich im Prinzip auch an.
Zitat Klapptext: Die Journalistin Laura Warren kommt nach L.A., um über das Remake eines Horrorfilms zu berichten - eines verfluchten Films, in dem sie vor dreißig Jahren die Hauptrolle spielte: ein kleines Mädchen mit der schrecklichen Gabe, den Leuten ihren Tod vorhersagen zu können. Als damals tatsächlich acht Mitglieder der Besetzung und der Crew auf unheimliche Weise starben, beendete die traumatisierte Laura ihre Filmkarriere und änderte ihre gesamte Identität. Doch jetzt, auf dem Weg zum Filmset, springt ein Mann von einer Brücke und schlägt direkt hinter ihrem Wagen auf. Es hat wieder angefangen, denkt sie. Diesmal ist Laura entschlossen, den Fluch ein für alle Mal zu brechen. Wenn er sie nicht vorher einholt...

Der Thriller war gut zu lesen, aber er zog sich auch. Teils Wiederholungen, vieles erscheint mir unlogisch und das nahm mir die Spannung. Hat mich leider nicht abgeholt. Ich würde das Buch nicht weiterempfehlen, hat meine Erwartungen nicht erfüllt.

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