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Veröffentlicht am 16.03.2020

Das Buch ließ mich sprachlos zurück

Opferkind
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Opferkind ist ein Tatsachenbericht. Geschrieben wurde dieser von einer Frau, die eine Hölle erlebte. Niemand kann nachvollziehen oder auch nur ansatzweise ermessen, was sie durchmachte. Sie beschreibt ...

Opferkind ist ein Tatsachenbericht. Geschrieben wurde dieser von einer Frau, die eine Hölle erlebte. Niemand kann nachvollziehen oder auch nur ansatzweise ermessen, was sie durchmachte. Sie beschreibt die Misshandlungen durch ihren Vater und viele weitere Menschen. Die Mutter war zu schwach und konnte ihr nicht helfen. Einzig die Gespräche mit einem Schäfer helfen ihr dabei, dass sie dem Todeswunsch nicht nachkommt. Das Kindheitstraumata über Jahrzehnte verdrängt werden können, das weiß ich aus eigener Erfahrung.

Ich habe das Buch voller Grauen und mit etlichen Tränen in den Augen gelesen. Es ist an Schmerz nicht zu überbieten und ich bin Gott dankbar, dass ich solche Dinge nicht durchleiden musste. Frau Dauster bewundere ich für ihren Mut, dass sie dieses Buch veröffentlichte. Es wird sicherlich allen Frauen helfen, die Ähnliches erlebten oder noch immer erleiden müssen. Gleichzeitig freue ich mich, dass sie den Weg zurück ins Leben schaffte. Dass dabei die „Unterhaltungen“ mit dem Schäfer so wichtig waren, kann ich sehr gut nachvollziehen. In höchster Not gelingt es nur einer höheren Macht, den Betroffenen zu umarmen und ihm beizustehen.

Die Erlebnisse von Astrid Dauster werden durch Kommentare des Psychotherapeuten Dr. Walter Meili ergänzt und durch fachliche Ausführungen untermauert. Nein, das sind keine Phantasien, die hier niedergeschrieben wurden. Bei der Beschreibung der Misshandlungen spürte ich häufig das Grauen und den Schmerz des Kindes. Und das aus der Ferne und nur ansatzweise. Alleine für ihren Mut hat die Autorin fünf Sterne verdient. Das Buch ist aber nichts für Menschen, die sich in einer schwierigen Lebensphase befinden.

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Veröffentlicht am 14.03.2020

Literarisch ein Genuss

Der Bananentourist
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Der Bananentourist ist ein weiterer Band rund um die Hauptperson Oscar Donadieu. Er lässt sich aber sehr gut ohne Kenntnisse des ersten Buches lesen. Der junge Mann ist 25 Jahre alt, schüchtern und äußerst ...

Der Bananentourist ist ein weiterer Band rund um die Hauptperson Oscar Donadieu. Er lässt sich aber sehr gut ohne Kenntnisse des ersten Buches lesen. Der junge Mann ist 25 Jahre alt, schüchtern und äußerst Menschenscheu. Das liegt wohl mit an der Vergangenheit seiner Familie. Sein Vater war ein reicher Reeder und nichts war für Oscar schon immer wichtiger als Geld durch seiner Hände Arbeit zu verdienen.

Oscar hat genug vom Leben und seiner Umwelt. Er steigt auf ein Schiff und reist in Richtung Tahiti. Dort möchte er leben, weitab von der Zivilisation und ganz für sich alleine. Auf dem Schiff geschieht ein Mord und der Täter reist mit auf die Insel. Oscars Vorhaben bleibt keine Idee, er setzt sie tatsächlich um.

Bananentouristen ist ein Spitzname für gewisse Leute, die nicht zu den Einheimischen Tahitis gehören. Der Autor Simenon reiste damals sehr viel und das merkte ich sehr gut bei seinen Ausführungen über das Leben auf Tahiti. Wie die Menschen leben, womit sie ihr Geld verdienen und dass sie kaum anders sind als die Europäer zum Beispiel. Ja es stimmt, das Buch ist aktuell und für mich kaum zu glauben, dass es bereits vor so vielen Jahren geschrieben wurde.

Thomas Bockelmann schrieb einen ausführlichen Anhang. Es ist eine Nacherzählung des Buches und klärt so manche Frage auf, die ich nach dem Lesen des Hauptteils hatte. Die Sprache lässt sich gut lesen und für mich war sie ein Genuss. Die vier Sterne gebe ich sehr gerne und eine Leseempfehlung für Leute, die anspruchsvolle Literatur mögen. Einen Stern zog ich ab, weil mir die Handlung nicht immer realistisch vorkam.

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Veröffentlicht am 12.03.2020

Spannend vom Anfang bis zum Ende

Beute
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Er heißt Johnson-Johnson, ist 34 Jahre alt und ein Berater für Personenschutz. Bei einer Fahrt mit dem Zug von Kapstadt nach Johannesburg wird er vermisst und kommt nie am Bestimmungsort an. Beging er ...

Er heißt Johnson-Johnson, ist 34 Jahre alt und ein Berater für Personenschutz. Bei einer Fahrt mit dem Zug von Kapstadt nach Johannesburg wird er vermisst und kommt nie am Bestimmungsort an. Beging er Selbstmord oder wurde er gar ermordet? Und war um wurde der Fall an die Seite gelegt? Zwei Ermittler, Cupido und Griessel, sollen nachhaken und merken sehr schnell, dass es ein schwieriger Fall wird. Der Thriller mit dem Titel Beute hat es in sich. Er ist zwar Teil einer Reihe, lässt sich aber ohne Verständnisschwierigkeiten auch alleine lesen.

Die Story wechselt zwischen Bordeaux und Südafrika. Beide Positionen sind miteinander verknüpft und für die Ermittler gilt, dass sie ohne Rücksicht auf das Ansehen von hohen Persönlichkeiten, Morde aufzuklären haben. Der Thriller hat diese Bezeichnung auf jeden Fall verdient. Er ist locker und angenehm geschrieben. Ich konnte leicht folgen, obwohl viele Personen eine Rolle spielen. Was mir auch gefiel, das war die Beschreibung der Historie von Bordeaux. Aber auch Südafrika mit seinen Eigenheiten kommt nicht zu kurz. Ja und dann die Spannung. Direkt von der ersten Seite bis zum Schluss konnte ich keine Aktion vorausahnen. Was ich nicht so toll fand, das waren die ausführlichen Erklärungen zum privaten Umfeld der Ermittler.

Südafrika liegt weit weg und man sollte meinen, dass wir Europäer nichts damit zu tun haben. Dass aber auch die dortige Politik bis zu uns greifen kann haben wir spätestens seit der Flüchtlingskrise zu spüren bekommen. Ich las das Buch sehr gerne und freue mich, dass ich den Autor Deon Meyer, der aus jenem Land stammt, kennenlernen durfte. Wer sonst ist in der Lage, mir dieses Land wahrhaftig zu beschreiben. Ich gebe fünf Sterne und eine Leseempfehlung für alle Liebhaber spannender Bücher.

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Veröffentlicht am 10.03.2020

Viel mehr als ein Ratgeber

Die Reenergize-Formel
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DieReenergizeFormel beginnt mit einer Erklärung der Autoren. Sie schreiben, warum sie dieses Buch veröffentlichten und was den aufmerksamen Leser erwartet. So sehe ich persönlich zum Beispiel auch einen ...

DieReenergizeFormel beginnt mit einer Erklärung der Autoren. Sie schreiben, warum sie dieses Buch veröffentlichten und was den aufmerksamen Leser erwartet. So sehe ich persönlich zum Beispiel auch einen Bezug zum momentan herrschenden Chaos, welches durch einen Virus verursacht wird. Denn die Autoren sehen einen Zusammenhang zwischen häufig auftretenden Zivilisationskrankheiten und unserem Lebenswandel.

Das Wunder der Geburt wird hier noch einmal sehr ausführlich beschrieben. Von der Wanderung vieler Spermien bis zum „Andocken“ an die Eizelle. Und danach die Entwicklung bis zum „fertigen“ Menschen. Wussten Sie, dass die Entstehung des Lebens, also der Zellen über 3,8 Milliarden Jahre her ist? Und dass das Erbgut aller heute lebender Menschen zu 99,9 % übereinstimmt? Also, wer darf sich über einen anderen erheben, nur weil er eine andere Sprache spricht und/oder eine andere Hautfarbe hat? Niemand.

Nach der Theorie folgen auch viele praktische Tipps, wie wir unsere Energie so einteilen, dass sie uns gut durchs Leben bringt. Und, ganz wichtig sind Pausen. Kurzum, das Buch hat mich zum Nach- und Umdenken angeregt. Nein, es ist kein „Schmöker“, sondern ein Ratgeber, der immer mal wieder zur Hand genommen werden sollte.

NetGalleyDE

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Veröffentlicht am 09.03.2020

Diese Sucht, die Leben heißt

Die Königin von Berlin
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Das Buch beginnt im Jahr 1979 in einem kleinen Ort namens Weyer. Der Liegt in der Nähe von Edenkoben im Landkreis Südlichen Weinstraße. Hier lebt und arbeitet Annette Weyer. Sie pflegt ihre Mutter und ...

Das Buch beginnt im Jahr 1979 in einem kleinen Ort namens Weyer. Der Liegt in der Nähe von Edenkoben im Landkreis Südlichen Weinstraße. Hier lebt und arbeitet Annette Weyer. Sie pflegt ihre Mutter und geht dem Beruf der Bibliothekarin nach. Gleichzeitig ist sie für das kleine Museum der Stadt verantwortlich.

Der andere Erzählstrang beginnt im Jahr 1920. Die junge Karoline Neher fühlte sich in ihrem Zuhause nicht mehr wohl und flüchtete vor ihrer strengen Mutter nach Baden-Baden. Sie wollte endlich ihren Traum leben und als Schauspielerin berühmt werden. Dass das nicht einfach wird, das dachte sie sich. Wie schwer sie allerdings arbeiten musste und welche Hürden zu überwinden waren, dessen war sie sich nicht bewusst. Da sie aber sehr ehrgeizig und von ihrem Können überzeugt war, schaffte sie dann doch, dass sie ihr Ziel erreichte.

Und wieder las ich ein Buch, welches aus der Feder Charlotte Roths stammt. Die Autorin hat mich bereits mit ihren vorherigen Romanen überzeugt. Ihre lebendige Sprache und die akribische Recherche ist bemerkenswert. Auch mit dem Buch „Die Königin von Berlin“ begab ich mich auf eine Reise, die mich von München, über Berlin bis nach Davos führte. Ich lernte die private Seite des Dramatikers Bertolt Brecht kennen und hätte nie gedacht, dass er ein Frauenschwarm war. Von Klabund, alias Alfred Georg Hermann Henschke wusste ich vorher noch nichts.

„Die Königin von Berlin“ ist erfüllt von der Liebe zum Theater, welches Frau Roth erfüllt und ihr durch den Vater vermittelt wurde. Es ist nicht zu überlesen, dass sie die Thematik kennt und sich in der Materie sehr wohl fühlt. Das vermittelt sie auch dem interessierten Leser. Ich gebe für das Buch volle fünf Sterne und eine ausdrückliche Empfehlung für alle, die sich in der Welt des Theaters zuhause fühlen.

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