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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.09.2022

Spannend und überraschend

Stille blutet
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Die Moderatorin Nadine Just liest vom Teleprompter ihre eigene Todesnachricht ab und nur ein paar Stunden später liegt sie tot in ihrem eigenen Blut. Nadine war in der Redaktion sehr unbeliebt und galt ...

Die Moderatorin Nadine Just liest vom Teleprompter ihre eigene Todesnachricht ab und nur ein paar Stunden später liegt sie tot in ihrem eigenen Blut. Nadine war in der Redaktion sehr unbeliebt und galt als Biest. Ihr Exfreund Tibor Glaser will sich selbst ein Bild davon machen und fährt zum Studio. Es gibt zwar viele, die Nadine nicht gerade freundschaftlich gesinnt waren, aber ein Motiv haben sie nicht. Schon wenig später tauchen online weitere Nachrichten von einer bekannten Persönlichkeit auf, der auf die gleiche Art seinen Tod voraussagt. Brisant daran ist, dass, obwohl Tibor diesen Mann nicht kannte, Spuren von ihm am Tatort zu finden sind. Die Wiener Ermittler sind sich schnell einig, es kann nur einen Täter geben. Doch Tibor lässt das nicht auf sich sitzen und ermittelt nun auf eigene Faust. Doch jeder seiner Schritte werden beobachtet und schon bald beginnt ein Katz und Mausspiel



Die Autorin Ursula Poznanski versteht es meisterlich den Leser in ihren Bann zu ziehen. In ihrem neuen Thriller beschreibt sie, wie schnell ein Mensch zu einem Verdächtigen werden kann und wie schnell alles aus den Fugen gerät. Der Verdächtige Tibor, der zwar sehr naiv, aber trotzdem sehr sympathisch erscheint kämpft mit allen Mitteln um seine Freiheit. Doch genauso schnell muss er auch erfahren, will schnell sich Leute davon beeinflussen lassen und ihm seine Unschuld nicht mehr abkaufen. Mir hat der Schreibstil und die Thematik sehr gut gefallen und man war versucht, ständig weiterzulesen. Die Charaktere waren sehr glaubhaft und authentisch dargestellt. Das Cover passt sehr gut zu dem Thema. Trotz einiger Kleinigkeiten, die mir nicht ganz so gut gefallen haben, vergebe ich sehr gerne 4 Sterne und empfehle das Buch allen Thrillerfans.

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Veröffentlicht am 01.09.2022

Unschuldige Jugend?

Die Vergessene
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Andrea Oliver hat es endlich geschafft. Die Ausbildung als US- Marshal hat sie in der Tasche und sie ist bereit für neue Aufgaben. Bei ihrem ersten Einsatz soll sie eine Richterin beschützen, die seit ...

Andrea Oliver hat es endlich geschafft. Die Ausbildung als US- Marshal hat sie in der Tasche und sie ist bereit für neue Aufgaben. Bei ihrem ersten Einsatz soll sie eine Richterin beschützen, die seit einiger Zeit immer wieder Morddrohungen erhält. Brisant an der Sache ist, dass Andrea Bezug zu Longbill Beach hat. Hier kam es vor 40 Jahren zu einem bis dahin ungeklärtem Mordfall. Emily Vaughn, ein fast 18 jähriges Mädchen, deren Leben sich um Familie und Schule dreht. Die meiste Zeit aber verbringt sie mit ihrer Clique, auch wenn sie sich dort manchmal nicht ganz dazugehörig fühlt. Ihr heimlicher Schwarm Clay beachtet sie nicht wirklich so wie sie sich das wünscht. Doch die unbeschwerte Zeit wird sowieso bald zu Ende gehen, da sich, durch das Studium bedingt, die Wege bald trennen werden. Doch so weit wird es nicht kommen, Emily`s Geheimnis wird das bis dahin beschauliche Leben ganz schön durcheinander wirbeln. Doch es gibt eine Person, die anderes im Sinn hat und kein Interesse daran, dass Emily weiterlebt.



Schon lange bin ich Fan der Autorin Karin Slaughter und auch im 2. Band rund um Andrea Oliver wurde ich nicht enttäuscht. Sie versteht es meisterlich, den Leser auf die falsche Fährte zu schicken. Die Spannung wird von Anfang an sehr hochgehalten und wechselt gut nachvollziehbar zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Die Charaktere sind authentisch beschrieben. Es ist erschreckend, wie schnell man durch einen einzigen Fehler ins Abseits rutschen kann und plötzlich mehr oder minder alleine dasteht. Das Thema wurde sehr gut umgesetzt. Das Cover passt gut zu dem Buch, auch wenn es etwas spektakulärer sein könnte. Mir hat es wieder sehr gut gefallen und ich vergebe gerne 5 Sterne

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Veröffentlicht am 28.08.2022

Jobwechsel

Fräulein vom Amt – Die Nachricht des Mörders
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Alma Täuber und ihre Freundin Emmi Blume, die von ihren Freunden nur Blümchen gerufen wird, führen für die damalige Zeit in Baden-Baden ein recht selbstbestimmtes Leben, das von verschiedenen Vergnüglichkeiten ...

Alma Täuber und ihre Freundin Emmi Blume, die von ihren Freunden nur Blümchen gerufen wird, führen für die damalige Zeit in Baden-Baden ein recht selbstbestimmtes Leben, das von verschiedenen Vergnüglichkeiten geprägt wird. Mit ihrem Gehalt können sie sich eine kleine Wohnung leisten. Blümchen arbeitet in einem Blumenhandel und Alma verbindet als Fräulein vom Amt Telefongespräche. In die Gespräche hineinzuhören ist streng untersagt und die Aufsicht, von allen nur der Drache genannt, achtet peinlich genau darauf, dass das nicht geschieht. Nur durch einen Zufall wird Alma doch Zeuge von Bruchteilen eines Gespräches, doch genau diese Sätze lassen in ihr alle Alarmglocken schrillen. Nachdem sie einige Nachforschungen angestellt hat, erfährt sie, dass genau an der im Telefongespräch beschriebenen Stelle eine junge Frau grausam ermordet wurde. Nun ist Almas Ermittlerinstinkt erwacht und zusammen mit Blümchen schlägt sie einen nicht ganz ungefährlichen Weg ein.



Als Krimifan hat mir diese etwas andere Art der Kriminalistik sehr gut gefallen. Die Charaktere sind absolut identisch dargestellt. Ganz besonders erfrischend fand ich Blümchen, die lebensbejahend und mit Schalk im Nacken durchs Leben geht. Aber auch über die gestrenge Vermieterin Witwe Meier, die auf Männerbesuch wie der Teufel auf das Weihwasser reagiert, musste ich öfters schmunzeln. Der Schreibstil ist sehr flüssig und gut einprägsam zu lesen. Das Cover gefällt mir sehr gut und sieht mit seiner goldenen Schrift sehr edel aus. Von dem Autorenduo, das unter dem Pseudonym Charlotte Blum recht erfolgreich ist, konnte ich schon einige vergnügliche Lesestunden erleben. Ich freue mich schon jetzt auf ein Wiederlesen der zwei sympathischen Fräuleins

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Veröffentlicht am 28.08.2022

Blutige Rache

Blutige Stufen (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 12)
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Melissa Hawthorne wollte eigentlich nur einen vergnüglichen Abend auf der Party ihrer Freundin erleben. Erst in den frühen Morgenstunden lässt sie sich von einem Taxi nach Hause bringen. Dem Alkohol hat ...

Melissa Hawthorne wollte eigentlich nur einen vergnüglichen Abend auf der Party ihrer Freundin erleben. Erst in den frühen Morgenstunden lässt sie sich von einem Taxi nach Hause bringen. Dem Alkohol hat sie mehr als reichlich zugesprochen. Diesen Morgen wird ihre Halbschwester wohl aber nie mehr vergessen, denn sie findet die entsetzlich zugerichtete Leiche ihrer Schwester. Selbst Detective Hunter und sein Kollege Garcia, die für besonders abscheuliche Verbrechen hinzugezogen werden, haben solch eine Grausamkeit in ihren langen Berufsjahren noch nicht erlebt. Doch alle Ermittlungen laufen zunächst ins Leere. Ein Tatverdächtiger, den Melissa auf der Party kennengelernt hat, bleibt unauffindbar. Kaum wurden die Tatortspuren ausgewertet, erreicht die Detectives schon den nächsten Telefonanruf. Wieder wurde eine unmenschlich zugerichtete Leiche aufgefunden. Hunter und Garcia erkennen, dass für sie ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.



Wer ein Buch von Chris Carter in die Hand nimmt, weiß auf was er sich einlässt. Seine Szenarien sind regelrecht mit Blut durchtränkt. Für eingefleischte Thrillerfreunde ist Chris Carter der Geheimtipp schlechthin. Wer es blutig und gut durchdacht mag, ist hier genau richtig. Immer wieder fragte ich mich, wie man auf solch abartige Ideen kommt. Der tolle Schreibstil und die von der ersten Seite an hochgehaltene Spannung lassen das Thrillerherz höher schlagen. Dieses Mal hat mich ganz besonders der grandiose Abschluss des Buches fasziniert, mit dem man so nie und nimmer gerechnet hätte. Einfach nur Top. Auch das Cover ist für diese Hunter und Garcia- Reihe wieder typisch. Meine Freude auf Band 13 ist jetzt schon riesig. Hier vergebe ich sehr gerne 5 Sterne und spreche eine uneingeschränkte Leseempfehlung aus.

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Veröffentlicht am 15.07.2022

Eisige Höhen

Der Aufstieg – In eisiger Höhe wartet der Tod
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Cecily steht vor der Chance ihres Lebens. Der mittlerweile zu Weltruhm erlangte Bergsteiger Charles McVeigh gewährt ihr eines seiner seltenen Interviews. Allerdings ist es mit einer Bedingung verknüpft, ...

Cecily steht vor der Chance ihres Lebens. Der mittlerweile zu Weltruhm erlangte Bergsteiger Charles McVeigh gewährt ihr eines seiner seltenen Interviews. Allerdings ist es mit einer Bedingung verknüpft, sie muss mit auf den Berg. Er will in einem Jahr alle 8000er Gipfel besteigen und nun steht der letzte an, der berühmt- berüchtigte Manaslu. Obwohl sie schon einmal eine dramatische Entwicklung auf einem Berg erlebt hat, willigt sie ein. Doch was da auf sie zukommt ist kein Zuckerschlecken, nicht nur der Sauerstoffmangel in der Todeszone ist ein Problem. Immer wieder kommt es zu unerklärlichen Zwischenfällen, die Cecily zweifeln lassen. Vollends aufgeschreckt wird sie, als sie die Warnung erhält "" Ein Mörder ist am Berg, bring dich in Sicherheit"". Nun muss sie sich der Frage stellen - bleib ich hier oder steige ich ab in die Sicherheit.



Mir hat das Buch Der Aufstieg eigentlich ganz gut gefallen, der Spannungsaufbau war sehr gut umgesetzt und auch der flüssige Schreibstil verführt zum Weiterlesen. Ich hatte die ganze Szenerie vor meinem Auge und konnte mich gut in die authentischen Charaktere hineinversetzen, nur die Kälte konnte ich bei sommerlichen 32 Grad nicht wirklich spüren. Allerdings ging mir die Autorin, die selbst schon auf dem Manaslu war, zu sehr in bergsteigerische Detail. Auch gab es einige Szenen, die ich schlichtweg für unglaubwürdig halte. Aber der künstlerischen Fantasie sind ja bekanntlich keine Grenzen gesetzt. Wenn man über diese kleinen Dinge hinwegsehen kann, ist es ein unterhaltsames Buch mit dem man einige schöne Stunden verleben kann. Eine 5 Sterne-Empfehlung kann ich leider nicht abgeben, aber für 4 Sterne reicht es doch.

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