Gier und Hass übertrifft alles
Die RosenschlachtIhre gemeinsame Liebe zu Antiquitäten führt Jonathan und Barbara zusammen. Sie lernen sich auf einer Auktion kennen, heiraten, bekommen zwei Kinder und leben in einem wunderschönen Haus, das sie mit wertvollen ...
Ihre gemeinsame Liebe zu Antiquitäten führt Jonathan und Barbara zusammen. Sie lernen sich auf einer Auktion kennen, heiraten, bekommen zwei Kinder und leben in einem wunderschönen Haus, das sie mit wertvollen Antiquitäten einrichten. Auch beruflich sind sie sehr erfolgreich: Jonathan ist Anwalt und Barbara ist, nachdem sie die letzten Jahre bei den Kindern zuhause war, dabei sich ein Catering Service aufzubauen.
Jonathan wir eines Tages mit Verdacht auf einen Herzinfarkt ins Krankenhaus geliefert. Barbara kommt nicht, wie von Jonathan erhofft zu ihm ins Krankenhaus sondern überrumpelt ihn nach seiner Entlassung auch noch mit der Forderung zur Scheidung.
Beide sind jedoch nicht gewillt das Haus aufzugeben und so beginnt ein unglaublich brutaler Kampf um das Haus.
Ich habe das Lesen des Buches wirklich sehr genossen. Man hat die Geschichte aus mehreren Sichten erfahren: Jonathan, Barbara und dem AuPair.
Von den drei Personen war mir Jonathan am sympathischsten, denn ich konnte mich in seine Situation am besten hineinversetzen. Je weiter die Schlacht jedoch fortschritt, desto unsympathischer wurde auch er mir. Man konnte die Handlungen einfach nicht mehr verstehen und sie waren nur noch besessen davon den anderen zu besiegen und selbst zu "gewinnen".
Barbaras plötzlichen Sinneswandel und Hass auf Jonathan konnte ich nicht ganz nachvollziehen. Sie will sie scheiden lassen, da sie das Leben das sie gemeinsam führen hasst und behauptet endlich ihr Leben so leben zu können, wie sie es will. Diese Argumentation konnte ich nicht verstehen, denn im Buch kam eigentlich nie rüber, dass Jonathan sie irgendwie unterdrückt hätte und ihr nicht erlaubt hätte, das Studium fertig zu machen oder selbst berufstätig zu sein.
Und so kommt es zu einem Schlagabtausch nach dem anderen. Barbara und Jonathan versuchen sich gegenseitig immer mehr Schmerz zuzufügen, damit einer endlich aufgibt und dem jeweils anderen das Haus überlässt. Sie geraden komplett außer Kontrolle.
Dieses ständige hin und her wurde mir zwischendurch ein bisschen zu langweilig. Ein Schlagabtausch weniger hätte meiner Meinung nach auch gereicht.
Im Laufe des beschriebenen Geschehens kann man gar nicht glauben zu was die beiden alles fähig sind. Die Vernichtungsideen der beiden werden immer ausgeklügelter und schrecklicher. Sie verlieren komplett die Kontrolle über ihre Leben und haben nur noch das Ziel den anderen zu vernichten. Sie vergessen dabei sogar die eigenen Kinder. Da sieht man zu was die Gier und der Hass alles verleiten.
Ich konnte das Buch fast nicht weglegen, da ich einfach immer weiterlesen musste, um zu erfahren, was sie sich noch alles antun und wie genau es am Ende dann ausgehen wird.
Auf jeden Fall eine Leseempfehlung von mir.