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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.04.2023

Annie, die neue Frau

Die Radfahrerin
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Das Buchcover mit einer jungen Frau auf einem Fahrrad und einem asiatischen Haus im Hintergrund, soll Annie Londonderry auf Welttournee darstellen und gefällt mir sehr gut.
Die junge verheiratete Jüdin ...

Das Buchcover mit einer jungen Frau auf einem Fahrrad und einem asiatischen Haus im Hintergrund, soll Annie Londonderry auf Welttournee darstellen und gefällt mir sehr gut.
Die junge verheiratete Jüdin Anna, Mutter von drei Kindern lebt in sehr ärmlichen Verhältnissen. Ihr Ehemann ist ein gläubiger Versager, so dass Anna immer wieder gezwungen ist, abends noch Zeitungsannoncen (Werbungen) zu verkaufen, um so zum Lebensunterhalt ihrer Familie mit beitragen zu können. Per Zufall erfährt sie, dass eine junge Frau gesucht wird, die mit dem Fahrrad in 15 Monaten um die Welt fahren will. Sie bewirbt sich, ändert ihren Namen und lernt erst einmal Fahrrad fahren. Am 25. Juni 1894 beginnt die Radtour vor dem State House.
Ich hatte zwar etwas Startschwierigkeiten und tat mir anfänglich schwer in die Geschichte zu kommen, dies hat sich jedoch nach dem dritten Kapitel (Seite 38) gelegt. Prinzipiell haben die einzelnen Kapiteln eine angenehme Länge.
Ich konnte mir die Hauptfiguren Annie, ihre Familie, die Dowes und die Bostoner Wettbeteiligten bildlich sehr gut vorstellen. Die Motivation von Annie finde ich schlüssig und sehr gut nachvollziehbar.
Im Nachwort erläutert die Autorin Susanna Leonard, welche Quellen sie verwendet hat, welche Personen erfunden sind und anhand einer kurz skizzierten Zeittafel erfährt der Leser das wahre Leben von Anna Cohen Kopchovsky. Mir hat auch das Glossar mit Erläuterungen sehr gut gefallen.

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Veröffentlicht am 30.03.2023

Packender Roman

Die Bibliothek der Hoffnung
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Die Handlungen um die beiden sehr unterschiedlichen Freundinnen Clara und Ruby, die die unterirdische Bücherei in der Bethnal Green Station betreiben, sind zwar fiktiv, diese Bücherei gab es aber während ...

Die Handlungen um die beiden sehr unterschiedlichen Freundinnen Clara und Ruby, die die unterirdische Bücherei in der Bethnal Green Station betreiben, sind zwar fiktiv, diese Bücherei gab es aber während des zweiten Weltkrieges tatsächlich. Clara und Ruby bieten den Menschen in ihrer Bücherei eine neue Heimat, spenden Trost und Hoffnung und finden auch ihr privates Glück.
Der Schreibstil ist sehr flüssig zu lesen. Der Spannungsbogen wird anhand der ständig wechselnden Handlungsstränge, die einmal aus der Sicht der Witwe Clara und einmal aus der Sicht der traumatisierten Ruby erzählt werden, sowie aufgrund der Thematik aufrecht erhalten. Die Protagonistinnen Clara und Ruby sowie Billy wirken aufgrund ihrer Hilfsbereitschaft sehr sympathisch. Der Protagonist Victor, Rubys Stiefvater, der Rubys Mutter Netty immer wieder in Suff schlägt, ist sehr unsympathisch und man wünscht sich, dass es Netty schafft, sich von Victor zu trennen. Alle Protagonisten wirken authentisch.
Besonders gut hat mir der Anhang mit der wahren Geschichte um die Bethnal Green Library und den Kampf zu ihrer Rettung sowie die beigefügten Fotos gefallen.
Fazit:
Es ist ein packendes Buch, das ich schwer aus der Hand legen konnte.

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Veröffentlicht am 26.03.2023

Jeder bekommt das, was er verdient

Die Legende der Reliquie
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Dieser historische Roman spielt in der Zeit kurz vor und um das Konstanzer Konzil, in der gläubige Menschen an die Macht der Reliquien glaubten und diese Tatsache von findigen Reliquienhändler ausgenutzt ...

Dieser historische Roman spielt in der Zeit kurz vor und um das Konstanzer Konzil, in der gläubige Menschen an die Macht der Reliquien glaubten und diese Tatsache von findigen Reliquienhändler ausgenutzt wurde. Eine Liebesgeschichte darf hier natürlich auch nicht fehlen.
Ich bin sofort sehr gut in die Geschichte gekommen und war von diesem Buch bis zum Schluss total begeistert. Dies lag nicht nur an dem herrlichen, flüssigen Schreibstil von Bettina Lausen, sondern auch an der Struktur des Buches.
Anhand der sympathischen Hauptprotagonisten Leopold und Allet, werden die zwei Welten der Bevölkerung lebendig beschrieben. Einerseits das harte ländliche Leben mit den ganzen Entbehrungen, vorallem der Frauen, die weniger als ein Tier wert waren und andererseits das freie Leben der herumziehenden (Reliquien-)händler. Ich konnte mir alle Protagonisten richtig gut vorstellen.
Ich finde auch die historischen Informationen, die von der Autorin sehr geschickt in die Handlungen eingeflochten wurden, sehr interessant. Besonders gut hat mir auch das Glossar und das Nachwort gefallen. So konnte man die einzelnen Szenen (was ist real, was ist fiktiv) sehr gut einordnen.
Fazit:
Das Buch bot mir nicht nur sehr interessante historische Fakten, sie hat mich außerdem auch sehr gut unterhalten. Ich spreche hier eine uneingeschränkte Kauf- und Leseempfehlung aus.

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Veröffentlicht am 16.03.2023

Die musikalische Jeanne d'Arc aus Bonn

Die rebellische Pianistin. Das Leben von Johanna Kinkel
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Ich hatte vorher noch nichts von der damals berühmten Komponistin und Konzertpianistin Johanna Kinkel gehört, die mit den Mendelssohn-Geschwistern befreundet war und sogar Kontakte zur Prinzessin Augusta ...

Ich hatte vorher noch nichts von der damals berühmten Komponistin und Konzertpianistin Johanna Kinkel gehört, die mit den Mendelssohn-Geschwistern befreundet war und sogar Kontakte zur Prinzessin Augusta von Preußen hatte. In der damaligen Zeit galt sie als hochbegabt und hatte wie der junge Beethoven den gleichen Klavierlehrer Franz Ries. Ihr Vater förderte sie auch literarisch und so wurde sie eine hochgebildete starke Persönlichkeit, die für ihre Ziele und Meinungen auch kämpfte. So auch um ihre große Liebe Gottfried Kinkel.
Ich bin sofort sehr gut in die Geschichte gekommen und war von diesem Buch bis zum Schluss total begeistert. Dies lag nicht nur an dem herrlichen, flüssigen Schreibstil von Verena Maatman, sondern auch an der Struktur des Buches. Auch die historischen Informationen über die Biedermeier-Zeit und die Märzrevolution 1848/1849 wurden sehr geschickt in die Handlung eingeflochten.
Fazit:
Dies ist eine leicht und flüssig lesbare historische Romanbiographie aus einer Zeit, in der Frauen eine untergeordnete Rolle spielen und es selbstverständlich war, wenn diese benachteiligt wurden.
Im Nachwort erläutert die Autorin Verena Maatman, dass sie sich vor allem an die Romanbiographie von der Autorin Monica Klaus gehalten hat. Welche Personen erfunden sind und welche Situationen aus dramaturgischer Sicht zu einem anderen Zeitpunkt stattfanden, sind ebenfalls erläutert.
Ich spreche hier eine uneingeschränkte Kauf- und Leseempfehlung aus.

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Veröffentlicht am 04.03.2023

Tolles bebildertes Sachbuch

Wieso? Weshalb? Warum? junior. Tiere der Welt
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Ich suchte für meinen 3 jährigen Neffen ein Geburtstagsgeschenk und als ich dieses informative Kinderbilderbuch in der Buchhandlung in der Hand hielt, war ich sofort begeistert und habe es gekauft.
Inhalt ...

Ich suchte für meinen 3 jährigen Neffen ein Geburtstagsgeschenk und als ich dieses informative Kinderbilderbuch in der Buchhandlung in der Hand hielt, war ich sofort begeistert und habe es gekauft.
Inhalt und Material:
Die Illustrationen sind wunderschön, die Texte sind kindgerecht und die Klappen bergen einige Überaschungen. Besonders gut hat mir die Doppelseite „wer tummelt sich im Meer“ mit den beiden Klappen des Albatros und des Weißen Hais gefallen. Wie für diese Sachbuch-Reihe üblich, gibt es hinten noch ein Suchspiel, das mir auch sehr gut gefallen hat. Dies lag auch daran, dass die Kleinen lernen, ihre Kombinationsgabe zu schulen.
Das Buch an sich fühlt sich sehr stabil an. Auch die Klappen scheinen einiges aushalten zu können.
Fazit:
Ein tolles Buch, an dem die Kleinen lange Freude haben werden. Absolute Kaufempfehlung!

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