Ein Mörder unter Aussteigern?
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Wilma Steingruber führt in 5. Generation einen idyllischen Bio-Bauernhof. Dort finden die unterschiedlichsten Menschen Zuflucht und ein augenscheinlich sicheres Zuhause. Alle leben familiär zusammen und unterstützen sich gegenseitig bei den anfallenden Arbeiten im Selbstversorger-Alltag. Nur Wilmas Tochter Eva hat es nicht auf dem Hof gehalten. Sie lebt schon seit vielen Jahren als erfolgreiche Anwältin in München und pflegt keinen Kontakt zu ihrer Mutter. Eines Tages bekommt sie einen Anruf vom Hof- eine Frauenleiche wurde auf dem Grundstück gefunden. Dabei handelt es sich um eine Journalistin, die Eva beruflich kennt und die die Gemeinschaft am Vortag bedrängt hat. Nun benötigen sie anwaltlichen Beistand und Eva reist nach vielen Jahren zum ersten Mal wieder zurück in ihre alte Heimat. Dort wird sie mit viel Skepsis und Misstrauen begrüßt. Offensichtlich haben die Bewohner Geheimnisse vor ihr und Eva will so schnell wie möglich wieder abreisen. Doch dann geschehen weitere Verbrechen- und alles sieht danach aus, dass der Übeltäter einer "von ihnen" ist...
Gleich auf der ersten Seite habe mich von der Schriftart gestört gefühlt. Die Schriftgröße ist in meinen Augen zu klein und noch dazu sehr blass. Ich habe das Buch tatsächlich aufgeschlagen neben andere Bücher gelegt und einen deutlichen Unterschied gemerkt. Außerdem ist die Schriftart ungünstig, denn wenn ein Wort mit "f" aufhört, verbindet es sich mit dem nächsten Wort. Nach einer Weile gewöhnt man sich schon dran, aber gelungen finde ich das nicht.
Der Sprachstil ist flüssig und ich habe gerne im Buch gelesen. Allerdings kann ich nicht behaupten, dass es wirklich spannend war. Erst in der zweiten Hälfte nimmt das Geschehen langsam Fahrt auf und am Ende gibt es noch ein paar Twists, von denen ich aber zumindest ein paar vorhergeahnt habe. Erzählt wird aus der Perspektive von unterschiedlichen Personen, das war vor allem an Anfang etwas herausfordernd, weil auch einfach so viele unterschiedliche Menschen auf dem Hof leben und alle "auf einmal" da waren. Zu Beginn des Buches gibt es eine Zusammenfassung aller Personen und das war wirklich hilfreich, ich musste mehrere Male zurückblättern und nachlesen. Die Charakterzüge der Einzelnen finde ich aber schön gezeichnet.
Zuletzt sind mir noch sprachliche Fehler aufgefallen:
- S. 180: "auchstark" anstelle von "auch stark"
- S. 276: "also ob" anstelle von "als ob"
- Irinas Mann heißt manchmal "Ralf" und manchmal "Ralph"