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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.03.2026

Kleine Detektive auf großer Verbrecherjagd

Die Großstadtdetektive - Wo ist Annabelle?
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In dem Buch geht es um das Mädchen Irina, das in den Ferien die ältere Dame Annabelle in einem Park beim Schachspielen kennenlernt. Seltsamerweise ist Annabelle plötzlich verschwunden, als Irina wegen ...

In dem Buch geht es um das Mädchen Irina, das in den Ferien die ältere Dame Annabelle in einem Park beim Schachspielen kennenlernt. Seltsamerweise ist Annabelle plötzlich verschwunden, als Irina wegen ihrer Hündin kurz abgelenkt ist. Es häufen sich die Hinweise, dass Annabelle entführt wurde. Glücklicherweise kommen nach und nach die Freunde von Irina aus den Ferien zurück und gemeinsam versuchen sie, Annabelle zu finden. Dabei beweisen sie Mut, Zusammenhalt, Neugierde und Cleverness. Tatsächlich kommen sie einem großen Verbrechen auf die Spur...

Was mir in dem Buch besonders gefällt ist der Umgang der Freunde miteinander. Sie arbeiten im Team zusammen, schmieden gemeinsam Pläne, ärgern sich gegenseitig und lachen viel miteinander. Sie können sich immer aufeinander verlassen und demonstrieren dabei wunderschön, wie wahre Freundschaft aussehen sollte. Und dabei spielt der kulturelle Hintergrund der Freunde keine Rolle. Sie haben unterschiedliche Religionen, sprechen verschiedene Sprachen und doch gehen sie durch dick und dünn. Damit zeigen sie, wie ein multikulturelles Zusammenleben in der Großstadt aussehen kann.

Zudem ist das Buch spannend geschrieben und lädt große und kleine Leser zum Miträtseln ein.

Angereichert ist das Buch mit einem jiddischen Gedicht, das auch vertont als Download zur Verfügung steht. Außerdem gibt es ein Glossar, das russische Wörter, die im Buch fallen, übersetzt.

Empfehlen würde ich, zuerst das erste Band der Reihe zu lesen. Gerade für die jungen Leser ist dadurch wahrscheinlich ein einfacherer Einstieg in das Buch möglich, weil es zwar nicht direkt auf den ersten Teil aufbaut, aber doch immer wieder darauf verweist.

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Veröffentlicht am 21.03.2026

Überraschendes Ende, aber die Handlung nicht immer ganz schlüssig

Die ewigen Toten
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Mir hat dieser Band wieder besser gefallen als der vorherige, von dem ich etwas enttäuscht war.



Dieses Mal spielt die Handlung in einem ehemaligen, verlassenen Krankenhaus in London. Dort werden an ...

Mir hat dieser Band wieder besser gefallen als der vorherige, von dem ich etwas enttäuscht war.



Dieses Mal spielt die Handlung in einem ehemaligen, verlassenen Krankenhaus in London. Dort werden an unterschiedlichen Stellen insgesamt 4 Leichen gefunden, bei denen es teilweise nach Folter aussieht. Bei der Suche nach dem Mörder und der identifizierung der Leichen scheint die Polizei kaum voranzukommen. Darum hetzt ein Anwalt die Öffentlichkeit auf die Polizei und kritisiert deren wenig überzeugende Ermittlungsarbeit und Kommunikation. Gleichzeitig macht der Abrissunternehmer Druck, der endlich das verlassene Krankenhaus vernichten will.

Dann gibt es noch eine ältere Dame, die Hunter einige Male besucht. Schnell gerät deren bettlägeriger Sohn ins Visier der Polizei.

Und zuletzt erscheint wieder Grace auf dem Radar, die Hunter in einem vorherigen Band fast umgebracht hat.

Die Story gefällt mir ganz gut. Zwischendurch passiert leider relativ wenig, weil die Polizei kapitellang nach weiteren Leichen sucht. Bei dem Einsatz des Leichenspürhunds glaube ich, dass das nicht ganz korrekt geschildert wird. Ich mache selbst mit unserem Hund gerade eine Ausbildung zum Trümmersuchhund. Dabei sucht der Hund zwar lebende Menschen, dennoch müssen Grundsätze beachtet werden, die vermutlich auch für Leichenhunde gelten. Zum einen gibt es bei Trümmersuchhunden den Grundsatz "von unten nach oben". Das heißt, man fängt im Keller an zu suchen und arbeitet sich nach oben durch. In dem Buch ist es aber genau umgekehrt, da wird oben angefangen, obwohl das Gebäude ja teilweise schon eingestürzt ist, folglich handelt es sich um ein Trümmergelände. Außerdem kommt es mir so vor, als würde der Leichenhund den ganzen Tag tagelang in dem Gebäude zum Einsatz kommen. Beckett schreibt sogar, dass der Hund schon gar keine Lust mehr hat auf seine Belohnung, den Tennisball. Kein Wunder, das ist Schwerstarbeit und kein Hund würde so lange durchhalten. Ich wünschte, Beckett hätte hier etwas gründlicher recherchiert. Zuletzt vermisse ich Rettungshunde bei der Suche nach der verschütteten Kommissarin. Nicht nur aufgrund ihrer Schwangerschaft ist es wichtig, sie so schnell wie möglich aus den Trümmern zu bergen. In der Realität würden hier sofort Rettungshunde angefordert werden, weil die einfach viel schneller und effektiver suchen. In dem Buch hört man erstaunlicherweise metertiefes Klopfen der Verschütteten. Nun ja.

Abgesehen davon fand ich manche Handlungen nicht schlüssig. Warum besucht Hunter mehrere Male die ältere Dame, obwohl sie so barsch ist? Warum hilft Hunter dem unsympathischen und überforderten Taphonomen und leistet noch nicht mal Widerrede, wenn dieser die Realität verdreht und ihn schlecht dastehen lässt? Warum sagt Hunter einem umstrittenen Treffen mit dem Anwalt zu und wartet nicht den Abschluss der Ermittlungen ab? Warum vereinbart Hunter einen Termin in seiner Wohnung mit einem aufdringlichen Journalisten, den er nicht kennt und dessen Ambitionen er nicht kennt?



Entschädigt wird man mit einem überraschenden Ende. Ich hätte es toll gefunden, wenn sich die Spannung nicht im Schlussteil potenziert, sondern auch in den Hauptteil eingeflossen wäre.

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Veröffentlicht am 21.03.2026

Keine Anleitung für mein Leben

Anleitung für dein Leben
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Dr. Soph geht in ihrem umfangreichen Werk auf verschiedene Themen ein, die sie auch in Therapiesitzungen bespricht. Es geht beispielsweise um Panikattacken, Dating-Probleme oder Perfektionismus.

Sich ...

Dr. Soph geht in ihrem umfangreichen Werk auf verschiedene Themen ein, die sie auch in Therapiesitzungen bespricht. Es geht beispielsweise um Panikattacken, Dating-Probleme oder Perfektionismus.

Sich mit sich selbst zu befassen erfordert Geduld. Daher wiederholt die Autorin, beim Lesen Pausen einzulegen, um das Gelesene verarbeiten zu können. Lässt man sich Zeit, kann man einiges über sich selbst erfahren und lernen, mit schwierigen Situationen besser umzugehen.

Mir persönlich ist das Buch jedoch zu umfangreich und es werden viele Themen angesprochen, die für mein Leben nicht relevant sind. Der Stoff könnte auch Input eines ganzen Uni-Moduls sein.

Wer offen ist, über den Tellerrand hinaus zu blicken und ein psychologisches Nachschlagewerk haben möchte, wird Freude an diesem Buch haben. Wenn man es eher als Therapie an sich selbst nutzen will, sollte man irrelevante Bereiche überspringen oder am besten gleich ein Buch kaufen, das stärker die Themen abdeckt, die für einen selbst wichtig sind.

Den Titel finde ich nicht sehr gut gewählt. Ich jedenfalls habe keine wirkliche Anleitung für mein Leben bekommen.

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Veröffentlicht am 21.03.2026

Einblick in die Welt eines Menschen mit Behinderung

Bennis Weg zur Inklusion / Mord kann nicht jeder. Ein Kriminalfall mit Handicap aus Tutzing
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In dem kurzweiligen Buch geht es um den beeinträchtigten Benni und eine vermissten Frau. Benni unterstützt im Rahmen seiner Möglichkeiten die Polizei mit Leibeskräften bei der Suche, obwohl er selbst verdächtigt ...

In dem kurzweiligen Buch geht es um den beeinträchtigten Benni und eine vermissten Frau. Benni unterstützt im Rahmen seiner Möglichkeiten die Polizei mit Leibeskräften bei der Suche, obwohl er selbst verdächtigt wird.

Ich finde es schön, in die besondere Welt von Benni einzutauchen. Durch die recht einfache Sprache und die vielen Grammatikfehler von Benni, aber auch wegen des bayerischen Dialekts mancher Personen findet man schnell Zugang zu den Charakteren. Das Buch bewegt sich dabei gekonnt zwischen der Spannung eines Kriminalromans und dem Leben mit Behinderung.

Ich hätte es mir an der ein oder anderen Stelle nachvollziehbarer und realistischer gewünscht. Ein paar Geschehnisse waren mir zu weit hergeholt.

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Veröffentlicht am 21.03.2026

Spannend von der ersten bis zur letzten Seite

Grabesstille
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Das Buch, erst mein zweites dieser Reihe, habe ich vor vielen Jahren schon einmal gelesen, nun ist es mir wieder in die Hände gefallen und ich habe es verschlungen! Ich fand es von der ersten bis zur letzten ...

Das Buch, erst mein zweites dieser Reihe, habe ich vor vielen Jahren schon einmal gelesen, nun ist es mir wieder in die Hände gefallen und ich habe es verschlungen! Ich fand es von der ersten bis zur letzten Seite sehr spannend und habe die ganze Zeit mitgefiebert.

In dem Buch wird ein vor vielen Jahren begangener und aufgeklärter Amoklauf in einem Restaurant in Chinatown neu aufgerollt, weil auf dem Dach des leerstehenden Gebäudes eine tote Frau mit abgehakter Hand gefunden wird und mysteriöse Briefe an die Hinterbliebenen der Opfer des Amoklaufs versendet wurden, in denen behauptet wird, dass der damalige Täter ein ganz anderer war.

Besonders ist an dem Buch das Eintauchen in die chinesische Kampfkunst und Legenden. Obwohl ich kein Fan von Mythologie bin, fand ich es sehr interessant, mehr darüber zu erfahren. Es geht beispielsweise um ein antikes chinesisches Ritualschwert, mit dem in dem Buch Morde begangen werden und darum, wie Menschen im Rahmen des Kampfsports die besonderen Eigenschaften von Tieren nachahmen, um diese so natürlich wie möglich darzustellen. Die Mythen und die Story sind Hand in Hand gegangen und haben sich optimal ergänzt. Durch die Legenden konnte ich die Gedankengänge und Handlungen bestimmter Personen besser nachvollziehen. Trotzdem nimmt die Mythologie nicht überhand, sondern der Fokus liegt klar auf der Ermittlungsarbeit. Dabei nimmt die Rechtsmedizinerin Maura Isles eher eine Nebenrolle ein. Dafür betritt ein neuer Ermittler die Bühne, Tam, der mir sehr sympathisch ist.

Die Geschehnisse handeln zum Großteil in Chinatown. Dabei wird unter anderem auf die Schwierigkeiten insbesondere der illegal eingewanderten Bevölkerung eingegangen, die ohne Aufenthaltserlaubnis ihr täglich Brot verdienen müssen und bei Problemen aus Angst vor Abschiebung nicht zur Polizei können. Die Schilderungen fand ich sehr glaubwürdig, zumal die Autorin selbst Tochter chinesischer Einwanderer ist.

Die gesamte Story ist schlüssig und am Ende gibt es noch die ein oder andere Überraschung.

Auch die Übersetzung ins Deutsche finde ich sehr gelungen.

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