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Veröffentlicht am 20.02.2018

Aller Anfang ist schwer

Tempting Love - Hände weg vom Trauzeugen
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Jennifer L. Armentrout oder auch wie in diesem Fall unter ihrem Pseudonym J Lynn tätig ist einer meiner liebsten Autorinnen und ich habe große Bewunderung für sie, da sie gleich in mehreren Genres sehr ...

Jennifer L. Armentrout oder auch wie in diesem Fall unter ihrem Pseudonym J Lynn tätig ist einer meiner liebsten Autorinnen und ich habe große Bewunderung für sie, da sie gleich in mehreren Genres sehr erfolgreich ist! Die „Tempting-Love“-Reihe gehört zu ihren ältesten Büchern und ist als ihr erster Ausflug ins Liebesromangenre ohne jegliche Fantasysanteile zu sehen. Auch wenn die Bücher schon wieder ein halbes Jahrzehnt alt sind, wollte ich sie mir nicht entgehen lassen und habe mich auf diese Reihe um die Gamble-Brüder eingelassen.
Was zunächst auffällt ist, dass der Roman sehr kurzweilig ist. Ich hatte ihn dementsprechend in weniger als 24 Stunden gelesen und fand das auch gar nicht so schlecht, weil dennoch eine gut durchdachte Geschichte mit einigen Auf und Abs geboten wurde. Ausklammern muss ich das Ende, da dort die Konflikte nicht mehr aufgelöst wurden und unvermittelt das Happy End parat fand. Das war mit trotz aller Liebe zur Kurzweiligkeit zu kurz.
Probleme hatte ich auch definitiv mit der Protagonistin Madison, da ihr auf den wenigen Seiten nur wenig Raum gegeben wurde, um ihre Persönlichkeit wirklich zu entfalten. Dass sie erfolgreich in ihrem Job ist, wird immer nur so nebenbei erwähnt, da es sonst eigentlich nur darum geht, wie sie ständig an Chase denkt, sich nach ihm verzehrt und keinen anderen klaren Gedanken mehr fassen kann. Das war mir viel zu eintönig, zumal es in Zeiten des Feminismus ihr gar nicht gut steht. Natürlich denkt auch eben dieser Chase nicht viel anders und dennoch hat er wesentlich mehr Tiefe bekommen und auch in interessanten Gesprächen geht er seinem Wesen auf den Grund. Da war bei den Protagonisten schon ein großes Maß an Ungleichgewicht zu erkennen.
Ihre Geschichte aber war süß und wie schon erwähnt in einem guten Rahmen erzählt. Dennoch, wenn man die „Wait for you“-Reihe kennt, bleibt dieses Buch in allem ein Stückchen zurück. Wie erwähnt können sich die Figuren nicht so recht entfalten und auch diese Tiefe, das tolle Drama, das Armentrout immer entfalten kann, die bleiben mindestens drei Stufen unter ihrem normalen Niveau. Daher ist „Tempting Love 01“ eine nette Unterhaltung mit einigen prickelnden Momenten, aber keine Erzählung, die einen noch lange beschäftigen wird.
Fazit: Armentrout-Fans werden es sicherlich ganz spannend finden, wie sich die Autorin so vor ihren großen Erfolgen geschlagen hat. Aber zurecht zählt der Auftaktband der „Tempting Love“-Reihe nicht zu ihren großen Erfolgen, da es über eine nette Unterhaltung nicht hinausgeht.

Veröffentlicht am 18.02.2018

Schwächen werden gnadenlos vergessen gemacht

Fire & Frost, Band 1: Vom Eis berührt
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„Fire & Blood“ hat mein Interesse ganz klar über das Cover geweckt (das auch von Angesicht zu Angesicht viel hermacht), denn Fantasyliteratur ist bei mir nicht an der Tagesordnung. In einem zweiten Schritt ...

„Fire & Blood“ hat mein Interesse ganz klar über das Cover geweckt (das auch von Angesicht zu Angesicht viel hermacht), denn Fantasyliteratur ist bei mir nicht an der Tagesordnung. In einem zweiten Schritt war es dann die Leseprobe, die mich direkt in die Erzählwelt kapitulierte und mich mit Ruby mitfühlen ließ. Da Elly Blake auf dem deutschen Buchmarkt auch noch ein unbescholtenes Blatt ist, habe ich mich gänzlich ohne Vormeinungen oder ähnliches in dieses fantastische Abenteuer gestürzt.
Der Einstieg in das Buch gefällt mir gut. Die Verbindung zur Protagonistin Ruby wird schnell geknüpft, da gleich zu Beginn einige emotionale Momente geboten werden, in denen ihre Gefühle wunderbar dargestellt sind. Doch spätestens im zweiten großen Handlungsabschnitt ändert sich die Atmosphäre etwas. Auf einmal zieht das Erzähltempo unheimlich an und zusätzlich sind wir einer höchst hitzköpfigen Ruby ausgesetzt, die alle paar Minuten ihre Meinung ändert. Natürlich passt diese Launenhaftigkeit gut zum temperamentvollen Feuer, das sie ja repräsentiert, aber dennoch erschien sie mir in diesem Leseabschnitt schwer zu ertragen.
Im selben Leseabschnitt lernen wir auch die zweite Hauptfigur, Arcus, näher kennen. Er ist ein toller männlicher Protagonist, der den guten Gegenpol zu Ruby bildet. Doch manches Mal fand ich es sehr schade, dass wir ihm nicht auch hinter die Birne gucken konnte, denn vielleicht wäre seine Perspektive in diesem Moment wesentlich interessanter und erträglicher gewesen, als es das bei Ruby der Fall war. Etwas schade fand ich auch, dass Ruby ihre Fähigkeiten in diesem Abschnitt so schnell kennengelernt und verbessert hat. Aber es passte eben zu dem schnellen Erzähltempo, daher schließt sich das an die Kritik vorher an.
Im darauffolgenden Handlungsabschnitt wandelt sich das Bild wieder etwas. Das große Ziel dieses Bandes wird langsam immer klarer, die Spannung steigt immer mehr und das Tempo passt nun perfekt zur Handlung. Zuletzt habe ich zwei Fantasybücher gelesen, in denen typische epischen Szenen eher nebenbei abgehandelt wurden, dies kann man „Fire & Frost“ keinesfalls vorwerfen, denn gleich dreimal gibt es dramatische drei Höhepunkte, die wirklich in allen Einzelheiten beschrieben wurden. Im zweiten Kampf war ich einmal kurz an dem Punkt, ob ich es wohl weiter ertragen kann, aber diese Kämpfe waren für die Gesamthandlung wichtig und daher als Meisterwerk anzuerkennen.
Das große Finale bietet noch einige überraschende Momente auf, die Spannung ist kaum noch zu ertragen und vor allem Ruby ist spätestens da wieder genau die Protagonistin, die ein großartiges Fantasysbuch braucht. Sie ist selbstlos, sie ist mutig und gütig und damit am Ende ein wahrer Gewinn. Zudem gefällt mir gut, dass die Handlung des Buches abgeschlossen wirkt. Fürs erste scheinen alle Fragen beantwortet, so dass man merkt, dass die Autorin ein stringentes Konzept hatte, das voll aufgeht. Dennoch wird der zweite Band schon aufgebaut und mit dieser starken Leistung im ersten Band ist die Vorfreude auf den Nachfolger groß.
Fazit: „Fire & Frost“ ist sich in der ersten Hälfte selbst im Weg, da die Autorin offenbar zu viel will und dadurch vor allem der Eindruck der Protagonistin zunächst leidet. Der Hauptteil der Geschichte aber entfaltet dann eine gut durchdachte Fantasywelt, ganz viel Spannung, epische Szenen, Überraschungsmomente und eine starke Protagonistin. Auf diesen Leistungen kann man in einem zweiten Band sicherlich gut aufbauen!

Veröffentlicht am 15.02.2018

Rückkehr nach Schottland misslingt

Play On - Dunkles Spiel
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Mit Samantha Young hat für mich das Liebesgenre mit höherem Erotikanteil ja erst an Bedeutung gewonnen, daher ist für mich jedes Young-Buch ein Must-Have. Ich war etwas enttäuscht, dass sie aktuell nicht ...

Mit Samantha Young hat für mich das Liebesgenre mit höherem Erotikanteil ja erst an Bedeutung gewonnen, daher ist für mich jedes Young-Buch ein Must-Have. Ich war etwas enttäuscht, dass sie aktuell nicht an ihrer Hartwell-Reihe weiterarbeitet. Aber „Play on“ führt ihre treuen Leser zurück nach Schottland, die Gegend also, wo Youngs Erfolg erst richtig begann.
Der Einstieg in „Play On“ ist mir überhaupt nicht gut gelungen. Normalerweise kenne ich es, dass ich ruckzuck im Sog bin und gar nicht mehr aufhören kann zu lesen. Hier passierte genau das Gegenteil. Zunächst wird ja die Liebesgeschichte erzählt, die gar nicht das Kernstück dieses Buches ausmacht und das hat man dem Schreibstil der Autorin deutlich angemerkt. Etwas lieblos erzählt, stellenweise überhastet und dadurch entstand eben nicht das Gefühl, da muss ich jetzt weiterlesen. Auch die erste Zeit in Schottland ist sehr langatmig erzählt, gepaart dann eben mit Frust, weil die Erkenntnis reift, dass Jim nicht der Mann ist, als den man ihn kennengelernt hat. Auch die erste Begegnung mit Aiden läuft eher unter dem Radar und auch die vielen kleinen Momente danach wirken häufig sehr angespannt.
Erst ab der Mitte des Romans wandelt sich das Bild. Nora und Aiden finden einen Rhythmus, der von Ehrlichkeit, Vertrauen, Neckereien und Prickeln geprägt ist und der mich richtig warm mit dem Pärchen hat werden lassen. Vor allem Aiden wurde mein Fels in der Brandung, der nie lockergelassen hat, mit sich eins war und dementsprechend authentisch gehandelt hat. Dennoch haben mir manches Mal die ruhigen Momente ihrer Beziehung gefehlt. Die Ruhe, die sich Young vor allem am Anfang des Romans genommen hat, fehlt bei dem Paar, wo es wirklich drauf ankommt, weitestgehend, da ein dramatisches Ereignis das nächste jagt.
Das zweite Problem ist dann noch, dass ich zwar die Grundgeschichte hinter Noras Entwicklung lobenswert fand (auch weil ich mich selbst wiedererkennen konnte), diese aber irgendwann nur noch vollkommen überzogen dargestellt wurde. Wie oft ich Nora gerne an die Wand geklatscht hätte, kann ich schon nicht mehr an zwei Händen abzählen. Meist ärgert man sich in diesem Genre über den Mann, der nicht zu seinen Gefühlen stehen kann, aber hier war es diesmal die weibliche Figur, die Frustpotenzial pur bot.
Damit ergibt sich für mich die fast vollkommen neue Erfahrung, dass ich aus einem Samantha-Young-Roman sehr enttäuscht gehe. Zwar kehrt sie wieder an den Spielort ihrer Anfänge zurück, aber dieses wunderbare, prickelnde Miteinander der einzelnen Paare bekommt sie überhaupt nicht transportiert. An Aiden liegt es ganz sicher nicht, da er ein Platz in meinem Herzen erobert hat. Aber Nora ist eine große Enttäuschung und über sie können die durchaus zahlreichen schönen Paarmomente nicht hinwegtäuschen.
Fazit: „Play On“ sollte zu den schottischen Wurzeln zurückkehren, hat aber vor allem bei den Basics, die Young normalerweise spielerisch parat hat, geschlampt. Der Anfang des Romans ist schon schwer zum Reinkommen und später liegt es vor allem an der weiblichen Protagonistin, das man nur frustriert ist und sich fragt, wie kann das sein? Das ist bitterschade, denn einzelne Momente wären ein großartiges Drumherum allemal wert gewesen!

Veröffentlicht am 08.02.2018

Hochinteressantes Thema, das teilweise übers Ziel hinausschießt

AchtNacht
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Ich kann mich bisher wirklich nur als Fitzek-Frischling bezeichnen, da ich mit „Das Paket“ erst einen Psychothriller von ihm gelesen habe. „AchtNacht“ fiel mir jetzt praktisch in die Hände und der sehr ...

Ich kann mich bisher wirklich nur als Fitzek-Frischling bezeichnen, da ich mit „Das Paket“ erst einen Psychothriller von ihm gelesen habe. „AchtNacht“ fiel mir jetzt praktisch in die Hände und der sehr spannende Klappentext, der eine erschreckende Zukunftsvision malt, reizte mich sehr. Daher folgt nun meine Einschätzung zu meinem zweiten Fitzek-Thriller.
Für mich ist Chris Carter der Maßstab für alle spannenden Psychothriller. Natürlich spielt bei ihm vor allem die Brutalität eine große Rolle, aber er ist eben auch der Meister der kurzen und superspannenden Kapitel, die zahlreiche Wendungen bereithalten. Genau dieses Cartersche Highlight setzt Fitzek in „AchtNacht“ ebenfalls großartig um. Die Kapitel gehen rasend schnell voran, die Wendungen sind überraschend und zusätzlich gibt es mehrere Figurenperspektiven, die das Geschehen im genau richtigen Maß komplexer machen. Thriller, die durchgehend für eine atemraubende Unterhaltung sorgen, sind eher ein Produkt der Marke Seltenheit, daher habe ich diese Stärke sehr genossen.
Ein weiteres Highlight ist ganz klar die Grundidee. Auch ich gehe oft schwanger mit „Was wäre wenn…?“-Fragestellungen, daher hat mich hier diese Grundidee, wie die Gesellschaft reagiert, wenn Bürger für 24 Stunden für vogelfrei erklärt werden, sehr fasziniert. Denn diese Richtung gibt diesem Thriller eben das Psychologische, das auch nicht jeder Autor überzeugend liefern kann. Aber hier merkte man gleich, dass Fitzek über ein fundiertes Grundwissen verfügt, das diesen psychologischen Anteil sehr überzeugend und mitreißend wirken lässt.
Dennoch habe ich einen größeren Kritikpunkt, der in meiner Bewertung einen ganzen Stern ausmacht. Fitzek ist dafür berühmt, dass man am Ende des Romans den Mund vor Verblüffung offenstehen hat. Und diese Stärke scheint er so gerne auszuspielen, dass er vielleicht an manchen Stellen übers Ziel hinausschießt. In „AchtNacht“ gab es nämlich so viele Wendungen, dass ich eher schon die Tendenz hatte, die Augen zu verdrehen, wenn wieder ein überraschendes Moment geboten wurde. Es gibt immer ein gesundes Maß, in diesem Psychothriller wird dieses aber überschritten. Aber ich möchte dennoch betonen, dass das Kritik auf allerhöchstem Niveau ist.
Fazit: Auch meine zweite Begegnung mit Fitzek durch „AchtNacht“ beweist mir, dass der Autor das Handwerk des Psychothrillers im besonderen Maße beherrscht. Sowohl der psychologische Anteil, als auch der Thriller-Anteil sind durchgehend auf hohem Niveau gestaltet. Gerade gegen Ende hin scheint der Autor zu viel zu wollen, da es dann noch so viele Überraschungsmomente gibt, dass ich mich eher überfordert fühlte. Dieses „too much“ hatte „AchtNacht“ nun wahrlich nicht nötig.

Veröffentlicht am 02.02.2018

Funktioniert auch in einem anderen Setting

Königreich der Schatten - Rückkehr des Lichts
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Der erste Band der „Königreich der Schatten“-Dilogie von Sophie Jordan wusste schon durch ungewöhnliche Umstände und kurzweilige Unterhaltung zu überzeugen. Daher habe ich beim zweiten Band und damit auch ...

Der erste Band der „Königreich der Schatten“-Dilogie von Sophie Jordan wusste schon durch ungewöhnliche Umstände und kurzweilige Unterhaltung zu überzeugen. Daher habe ich beim zweiten Band und damit auch schon dem Abschlussband „Rückkehr des Lichts“ (das ein tolles Cover aufweist!) sofort zugeschlagen.
Der zweite Band setzt nahtlos am ersten Band an. Entweder man hat das Geschehen noch so gut auf dem Schirm oder man verlässt sich darauf, dass die einzelnen Kernaspekte noch einmal grob aufgegriffen werden. Ich musste mich jedenfalls kurz orientieren, habe aber schnell wieder ins Geschehen hineingefunden, weil der erste Band schon etwas Besonderes hatte und damit eben auch einen gewissen Wiedererkennungseffekt.
Dem gelungenen Einstieg in das Buch kommt auch zugute, dass die Handlung direkt wieder actionreich und spannungsgeladen vorangetrieben wird. Eigentlich das gesamte Buch über wird dem Leser kaum mal eine Atempause gelassen Dabei wirkt die Handlung auch nie abstrus, sondern man kann sich immer zufrieden sagen: ja, das passt jetzt so. Neben dieser spannenden Handlung wissen auch weiterhin die beiden Hauptfiguren zu überzeugen. Fowler gerät zwar für längere Zeit – den Umständen geschuldet – etwas in den Hintergrund, aber Luna hat genug Ausstrahlungskraft und Mut um ihn alleine gut vertreten zu können. Mit den beiden wurden einfach zwei sehr spannende Figuren geschaffen, die sich durchzukämpfen wissen und für gewisse moralische Werte einstehen. Auch ihre Liebesgeschichte wird nicht im übertriebenen Maße ausgeschlachtet, sondern behutsam, stellenweise auch intensiv, aber nie zu viel Lesezeit einnehmend, erzählt.
Ich fand ebenfalls sehr interessant, dass der zweite Band schon ein kräftiges Settingwechsel erfordert. Während wir uns im ersten Band mit Fowler und Luna durch die Wildnis schlagen, geht es diesmal an einen königlichen Hof, der jede Menge neue Figuren mit sich bringt. Aber dieser Wechsel gelingt einwandfrei, auch weil er neue Herausforderungen mit sich bringt und natürlich den Fortgang der Geschichte entscheidend mitbeeinflusst.
Kritisch sehe ich dagegen, dass ich lange Zeit über kaum glauben konnte, dass es nun nach diesem Buch schon wieder mit dieser Fantasy-Welt vorbei sein soll. Denn das Erzählmuster wirkte viel weiter ausgeholt, so dass ich überzeugt war, dass noch mindestens ein dritter Band gebraucht wird. Dieser Eindruck wird aber mit den letzten 50 Seiten widerlegt, wo ausnahmslos alles aufgelöst und erklärt wurde, was einen die ganze Zeit über so begleitet hat. Zwar bleiben keine Fragen offen, aber dennoch wirkte das Ende stellenweise auch überhastet erzählt. Der vermeintliche Endgegner hat eigentlich nur einen kurzen Auftritt und auch noch weitere Überraschungen werden geboten. Aber ich bin froh, dass mich diese Eile nur minimal enttäuscht zurückgelassen hat.
Fazit: „Rückkehr des Lichts“ setzt nahtlos am Auftaktband an und weiß erneut durch actionreiche und spannende Handlung und durch mutige, selbstbewusste Figuren zu überzeugen. Ein mutiger Settingwechsel zahlt sich aus, da die Geschichte noch einmal eine neue Dimension erhält. Einen Wehmutstropfen bildet aber, dass das Ende überhastet erzählt wird und man so um einen sicherlich ebenso spannenden dritten Teil gebracht wird.