Familienbande
Das unglaubliche Talent der Bailey DoweryZum Inhalt:
Mendol, Oklahoma, 1954. Die junge Bailey arbeitet als Couturière in dem Mode- und Brautgeschäft von Miss Jackson.
Gesegnet mit einer Gabe, kann sie in die Vergangenheit und die Gefühle der ...
Zum Inhalt:
Mendol, Oklahoma, 1954. Die junge Bailey arbeitet als Couturière in dem Mode- und Brautgeschäft von Miss Jackson.
Gesegnet mit einer Gabe, kann sie in die Vergangenheit und die Gefühle der Menschen sehen, die sie berührt. Normalerweise verliert sie kein Wort über das, was sie bei den Frauen sieht, die wegen eines Brautkleides ins Geschäft kommen, bis sie eines Tages nicht an sich halten kann. Auch Elsa Grimes hört von Baileys Gabe und fleht sie an, ihr zu helfen. Was Bailey bei der Berührung sieht, verwirrt und schockiert sie. Doch wie kann sie Elsa helfen? Ahnungslos gerät sie in einen Strudel aus Geheimnissen, die in ihre Familie zurückreichen und nicht mit dem Tod eines Mannes enden.
Meine Meinung:
Ruhig und anschaulich beschreibt die Autorin Trisha Thomas eine interessante Geschichte. Dabei zeigt sie mit ihrem flüssigen Schreibstil ein realistisches Bild der damaligen Gesellschaft.
Auf der einen Seite der Stadt, die mächtigen, weißen Familien, auf der anderen Seite die PoC, die als Untergebene arbeiten. Aus der Sichtweise von vier unterschiedlichen Frauen erlebe ich die eingefahrenen Strukturen und das gesellschaftliche Korsett sowie die Zwänge der einstigen Zeit. Die Hauptprotagonistin Bailey war mir von Anfang an sympathisch in ihrem steten Bemühen, zu helfen, während Elsa mir manches Mal mit ihrem eigensinnigen Verhalten etwas verwöhnt vorkam. Baileys Tante, Charlene, konnte mich mit ihrer sarkastischen Art gewinnen, während Elsas Mutter Ingrid mich in einen Zwiespalt stürzte. Alle vier Frauen haben ein bewegtes Leben und finden so langsam ihr Selbstbewusstsein. Leider bin ich keinem so richtig nahgekommen. Ernste Themen werden aufgegriffen und mit der Geschichte verwoben, jedoch nicht tiefergehend behandelt. Zum Ende hin wurde es noch etwas dramatisch und spannend. Letztendlich siegen Freundschaft und Familie über Gesellschaftsschichten und Rassismus.
Fazit:
Trotz der Ernsthaftigkeit der Themen ein unterhaltsamer Roman, der mit einem flüssigen Schreibstil für kurzweilige Lesestunden sorgt.