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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.11.2025

Emanzipation durch Erkenntnis

Ein Herz aus Papier und Sternen
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"Ein Herz aus Papier und Sternen" von Cecelia Ahern ist ein berührender Roman, in dessen Zentrum die Emanzipation einer jungen Frau steht.

Pip hatte zwar stets große Träume, aber außer die damit verbundenen ...

"Ein Herz aus Papier und Sternen" von Cecelia Ahern ist ein berührender Roman, in dessen Zentrum die Emanzipation einer jungen Frau steht.

Pip hatte zwar stets große Träume, aber außer die damit verbundenen Emotionen in Origami-Kunstwerken abzubilden, lebt sie diese nie aus. Der Roman behandelt Pips Leben und damit die problematische Situation, in der sie jahrelang gefangen ist und aus der sie scheinbar auch nicht ausbrechen möchte. Stück für Stück lernt sie dann aber doch, sich selbst zu behaupten. Dies ist für mich die große Stärke des Romans: eine Frau, die buchstäblich ihren Horizont erweitert und sich ihrer selbst ermächtigt.

Insgesamt ein sehr guter, berührender Roman, der neben den Themen Unmündigkeit und Emanzipation auch der Problematik Umweltzerstörung und -verschmutzung Raum gibt, ohne dass die Geschichte überladen wird. Ein Roman, den ich nicht nur Fans von Cecelia Ahern ans Herz legen kann, sondern allen, die ein Buch lesen möchten, das Mut macht, das eigene Leben in die Hand zu nehmen.

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Veröffentlicht am 19.10.2025

Toller Ansatz, der mich nicht überzeugen konnte

Das Buch der verlorenen Stunden
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"Das Buch der verlorenen Stunden" ist der Debütroman von Hayley Gelfuso. Die Autorin versucht, in dem Roman die Themen Zeit, Raum, menschliche Verbindungen sowie die Bedeutung von Erinnerung und zeitgeschichtlichen ...

"Das Buch der verlorenen Stunden" ist der Debütroman von Hayley Gelfuso. Die Autorin versucht, in dem Roman die Themen Zeit, Raum, menschliche Verbindungen sowie die Bedeutung von Erinnerung und zeitgeschichtlichen Ereignissen miteinander zu verweben. Ich schreibe bewusst "versucht", weil mich das Buch nicht so ganz überzeugen konnte.

Der Ansatz der Geschichte ist gut und macht neugierig auf die weitere Handlung. Der Roman lässt sich zudem flüssig lesen, was das Vorankommen im Geschehen leicht ermöglicht. Die beiden Hauptfiguren, Lisavet und Amelia, sind interessante Figuren, bei denen mir persönlich aber etwas die Tiefe gefehlt hat. Dementsprechend konnte ich mich nicht besonders gut in die beiden jungen Frauen hineinversetzen.

Die gewählten Zeitebenen im Roman (neben dem zeitlosen Raum) sind mit 1938 und 1965 gut gewählt. Daraus lässt sich zeitgeschichtlich Vieles in die Geschichte mit einbauen. Mir waren die Bezüge auf die Zeitgeschichte irgendwann jedoch ein wenig zu viel. Ich hatte eher auf eine Fantasiewelt abseits der Realität gehofft (als Zuflucht vor allem Negativen) und bin dann doch eher mit einer moralischen Geschichte in den Händen dagesessen. Folglich hat das Buch leider nicht meine Erwartungen erfüllen können. Wer gerne einen Fantasyroman mit starken Bezügen zur Realität lesen möchte, dürfte bei Hayley Gelfuso gut aufgehoben sein. Mich konnte sie leider nicht als Fan gewinnen.

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Veröffentlicht am 17.10.2025

Britischer Cozy Crime vom Feinsten

Der Tote im Kamin
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"Der Tote im Kamin" von Denzil Meyrick ist ein rundum gelungener britischer Kriminalroman, der alles erfüllt, was ich von Cozy Crime erwarte. Ich kannte den Autor vor der Lektüre nicht und bin deshalb ...

"Der Tote im Kamin" von Denzil Meyrick ist ein rundum gelungener britischer Kriminalroman, der alles erfüllt, was ich von Cozy Crime erwarte. Ich kannte den Autor vor der Lektüre nicht und bin deshalb hellauf begeistert, ihn entdeckt zu haben.

Der Roman spielt in den 1950er Jahren in Yorkshire und bietet neben einer speziellen Hauptfigur nicht wenige spezielle Nebencharaktere, die dem Buch seinen besonderen Charme verleihen. Dazu kommt ein kniffeliger Kriminalfall, bei dem die Spannung bis zum Schluss gewahrt bleibt. Gepaart wird das Ganze mit einem angenehmen Schreibstil (bzw. dessen deutscher Übersetzung).

Insgesamt ein Buch, das ich allen Fans von Cozy Crime und/oder britischen Kriminalromanen, die mit einem Augenzwinkern daherkommen, empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 06.10.2025

Faszinierende Geschichte

Fabula Rasa oder Die Königin des Grand Hotels
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"Fabula Rasa oder die Königin des Grand Hotels": Solch ein Titel musste mich neugierig machen und so entdeckte ich Vea Kaiser. Eine sehr talentierte Literatin aus Österreich, die mich die letzten Tage ...

"Fabula Rasa oder die Königin des Grand Hotels": Solch ein Titel musste mich neugierig machen und so entdeckte ich Vea Kaiser. Eine sehr talentierte Literatin aus Österreich, die mich die letzten Tage mit ihrem 556 Seiten starken Buch unterhielt.

Die Handlung des Romans dreht sich um Angelika Moser; eine Person, die mehr vom Leben will und es sich im Zweifel auch nimmt. Wie auf einer Achterbahn verläuft ihr Leben und so fühlte es sich auch an, dieses Buch zu lesen. Ständig neue Herausforderungen und Probleme, die erst mal gelöst werden müssen. Das Ganze unterhaltsam und flüssig erzählt. Angelikas Gedankenwelt wird hervorragend beschrieben und ich konnte ihre Entscheidungen meist nachvollziehen. Ein Lesevergnügen, das für mich nur im letzten Drittel etwas schwächelte; da waren mir ein paar Längen zu viel.

Insgesamt aber ein unterhaltsamer, spielerischer und leichter Roman für alle Freundinnen und Freunde des kurzweiligen Lesegenusses. Und Menschen, die Fan von Vea Kaiser werden möchten.

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Veröffentlicht am 21.09.2025

Spannend und mit tiefen Einblicken in die menschliche Seele

Lügennebel
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"Lügennebel" ist erst das zweite Buch von Viveca Sten, das ich gelesen habe. Das liegt auch mit daran, dass mich "Tief im Schatten", der zweite Fall für Hanna Ahlander, nicht so recht überzeugen konnte. ...

"Lügennebel" ist erst das zweite Buch von Viveca Sten, das ich gelesen habe. Das liegt auch mit daran, dass mich "Tief im Schatten", der zweite Fall für Hanna Ahlander, nicht so recht überzeugen konnte. Bei "Lügennebel" fand ich die Leseprobe schon sehr gut. Nachdem ich mit der Lektüre durch bin, kann ich konstatieren: Der gesamte Krimi hat mich vollends überzeugt.

Der Krimi ist sehr gut geschrieben (respektive übersetzt) und schafft es, die Spannung bis zum Schluss aufrechtzuerhalten. Die Region wird gut beschrieben und ihre Atmosphäre perfekt wiedergegeben. Viveca Sten arbeitet die zwischenmenschlichen Beziehungen im Roman gut heraus, was dem Buch eine gewisse Tiefe verleiht und die schillernden Facetten des Lügens für meinen Geschmack sehr gut offenbart. Was ich ebenfalls gut fand, war, dass dem Privatleben der ermittelnden Personen nicht zu viel Raum eingeräumt wurde. Sowas stört mich zuweilen bei nicht wenigen Krimis, weil dann leicht der rote Faden verloren gehen kann. Bei "Lügennebel" war dies, meiner Meinung nach, nicht so.

Insgesamt ein wirklich guter skandinavischer Krimi, den ich allen ans Herz legen kann, die gerne (Kriminal-)Romane aus dem hohen Norden lesen.

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