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metamorphose

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.03.2024

Wortgewaltig und beeindruckend

Rückkehr der Hornhechte
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Ich bin kein Kenner von Lyrik sondern lese jedes Wort mit offenen Herzen. Beim Lesen der Verse habe ich eine Atemlosigkeit in mir wahrgenommen, die ich auf die emotionale Intensität der Verse zurückführe ...

Ich bin kein Kenner von Lyrik sondern lese jedes Wort mit offenen Herzen. Beim Lesen der Verse habe ich eine Atemlosigkeit in mir wahrgenommen, die ich auf die emotionale Intensität der Verse zurückführe aber auch auf die besondere Schreibweise, die keine Pausen durch Interpunktion zulässt. Die Worte fließen dahin, wie ein Musikstück, was aus vielen Instrumenten und Noten besteht. Mal plätschert das Stück dahin und im nächsten Moment wird man ergriffen von der Lautstärke der Instrumente. Tiefe Gefühle und tiefgründige Einblicke werden vermittelt und lassen den Leser für einen kurzen Moment mit der Welt der Autorin verschmelzen. Hier wird Unaussprechliches so verpackt, dass man etwas versteht, ohne dass der Verstand hierfür eine Rolle spielt. Das Zusammenspiel zwischen Worten und dem Ungesagten ist so komplex verwoben, dass der Leser wie in einem Netz darin gefangen wird.

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Veröffentlicht am 09.03.2024

Sprachliche Rückentwicklung

wir sind pioniere
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Es mag sein, dass der Autor sich als Pionier sieht und er Preise dafür erhält, dass er sich über Regeln der Orthographie hinwegsetzt - ich konnte mich persönlich weder mit dem Stil noch mit dem Inhalt ...

Es mag sein, dass der Autor sich als Pionier sieht und er Preise dafür erhält, dass er sich über Regeln der Orthographie hinwegsetzt - ich konnte mich persönlich weder mit dem Stil noch mit dem Inhalt des Buches anfreunden. Sprache ist nicht die Aneinanderreihung von Wörtern so wie auch ein Musikstück nicht ohne entsprechende Regeln für Rhythmik und Dynamik auskommt. Irgendwo zwischen vulgären Ausdrücken und Fäkalsprache scheint sich eine Geschichte zu entfalten, deren Verlauf sich meinem Interesse irgendwann entzogen hat. Ich fühlte mich beim Lesen in eine degenerierte Gedankenwelt hineingezogen, die mir - wie beim Verdauen einer schlechten Mahlzeit - irgendwann übel aufstößt. Die Idee der Geschichte, dass sich die zwei Protagonisten physisch aufeinander zubewegen, während eine emotional Distanz kaum zu überwinden ist, fand ich durchaus reizvoll. Deswegen auch zwei statt nur einen Stern.

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Veröffentlicht am 03.03.2024

Märchen für Groß & Klein

Märchen für mehr Gelassenheit
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Bei dem Buch kommen tatsächlich alle Altersgruppen in den Genuss von Weisheiten und liebevollen Impulsen für das eigene Leben. Ich könnte mir vorstellen, dass es gerade für Eltern mit Kindern oder Jugendlichen ...

Bei dem Buch kommen tatsächlich alle Altersgruppen in den Genuss von Weisheiten und liebevollen Impulsen für das eigene Leben. Ich könnte mir vorstellen, dass es gerade für Eltern mit Kindern oder Jugendlichen eine hervorragende Gesprächsgrundlage bietet, wenn die Geschichten gemeinsam gelesen und besprochen werden. Jeder Leser wird hier sicherlich seine eigenen Erkenntnisse und Interpretationen herausziehen und so könnte man die unterschiedlichen Sichtweisen für anregende Gespräche nutzen. Durch die fantasievolle, metaphernreiche Welt der Autorin lässt sie die Schwächen und Herausforderungen der Menschen in einem neuen Licht erscheinen. Durch ein solch "neues Gewand" erhält der Leser neue Blickwinkel, die für mehr Gelassenheit und liebevolle Annahme des Lebens dienen können.

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Veröffentlicht am 28.02.2024

Ein schwacher Start

In einem Land nach unserer Zeit 1: Die Erwachte
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Der Titel ist definitiv sehr gut gewählt und zeigt auch die Stärke der Autorin, unkonventionell und fantasievoll Ideen zu vermitteln. Bei dem Untertitel hatte ich dagegen auf die Zweideutigkeit des Wortes ...

Der Titel ist definitiv sehr gut gewählt und zeigt auch die Stärke der Autorin, unkonventionell und fantasievoll Ideen zu vermitteln. Bei dem Untertitel hatte ich dagegen auf die Zweideutigkeit des Wortes gehofft, und hier einen Reifeprozess bei der Protagonisten erwartet. Im Buch ist -nach meinem Verständnis - als zweite Bedeutung nur die Rückkehr der Erinnerung gemeint, was ich als bedauerlich empfunden habe. Der Gedanke einer zerstörten Erde, die nach einer Eiszeit wieder Natur und einige Menschen beherbergt, ist als mögliche Perspektive durchaus nachvollziehbar. Ich konnte mich allerdings überhaupt nicht mit dem Hauptcharakter anfreunden oder identifizieren, was es mir erschwert hat, richtig in die Geschichte hineinzufinden. Da es zu dieser Geschichte noch weitere Episoden gibt, kann ich mir vorstellen, das dieser erste Teil, einfach ein schwacher Start war und es beim nächsten Mal viel spannender und unterhaltsamer weitergeht. Das Potenzial dazu ist ohne Zweifel vorhanden.

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Veröffentlicht am 25.02.2024

Meisterhaft

Mutternichts
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Ein Buch, welches auf den ersten Eindruck des Titels, Covers und der Inhaltsbeschreibung unspektakulär und vielleicht sogar trivial wirkt. Beginnt man allerdings zu lesen, wird man schon von der ersten ...

Ein Buch, welches auf den ersten Eindruck des Titels, Covers und der Inhaltsbeschreibung unspektakulär und vielleicht sogar trivial wirkt. Beginnt man allerdings zu lesen, wird man schon von der ersten Zeile an, in eine Welt transportiert, die so tief unter der oberflächlichen, trivialen Beobachtung liegt, dass man nicht anders kann, als die eigene Seele und die der Autorin zu spüren. Man spürt die Wellen an überfordernden Leids über sich hinweg rollen und damit das "Nicht Verstehen" und das Unvermögen, Dinge aus der Vergangenheit wiedergutzumachen oder zu ändern. Im besonderen Maße hat mich die Kunstfertigkeit der Autorin beeindruckt und bei mir für Gänsehautmomente gesorgt, da sie es schafft, selbst die subtilsten Empfindungen wiederzugeben, und zwar in einer Art und Weise, die mich in Staunen und Bewunderung versetzt hat. Hätte ich mehr Sterne, würde ich diese geben. Am liebsten so viele Sterne wie am Himmel, um sie auf das vierjährige Kind - wie bei Sterntaler - regnen zu lassen.

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