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Veröffentlicht am 01.06.2025

Ich bin wütend. Ich bin verliebt. Ich bin lesesüchtig.

Ashen Throne
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Also erstmal: Ich liebe Cassim. Punkt. Dieser Mann ist Chaos auf zwei Beinen. Yessa allerdings? Mhhh. Wir hatten da so die ein oder anderen Differenzen in diesem Band.

Wo im ersten Teil noch eine kontrollierte ...

Also erstmal: Ich liebe Cassim. Punkt. Dieser Mann ist Chaos auf zwei Beinen. Yessa allerdings? Mhhh. Wir hatten da so die ein oder anderen Differenzen in diesem Band.

Wo im ersten Teil noch eine kontrollierte Captain mit mir durch die Seiten marschiert ist, kriegen wir jetzt eine Drama-Queen mit Trotz-Abo. Ja, ich versteh sie. Verletzt und verraten. Trotzdem! Mein Geduldsfaden war mehrfach kurz vorm Zerreißen. Muss sie gleich jedes zweite Gespräch wie ein Pulverfass behandeln und sich in jedes Chaos stürzen wie ein Drache auf Beute!?

Dennoch konnte ich nicht aufhören zu lesen. Die Dynamik der beiden ist einfach explosiv. Vom "Ich töte für dich" zum "Ich töte dich vielleicht selbst" war alles dabei. Das Worldbuilding hätte gern noch mehr sein dürfen, aber man merkt: Hier geht’s vor allem um die zwei und ihre Entwicklung.

Ich bin emotional verwüstet. Ich habe geflucht, gegrinst, die Seiten gefressen, als wäre ich ein hungriger Bücherdrache. Das Buch hat mich erst wütend gemacht, dann traurig, dann so sehr hoffen lassen ... nur um mir am Ende das Herz rauszureißen und mit einem fiesen Cliffhanger drauf herumzutrampeln. Danke dafür, Marie Niehoff …

Leseempfehlung? Lautes, emotionales JA. Fangt bei Band 1 an!
Ich lieb die zwei zusammen, auch wenn sie mich manchmal wahnsinnig machen.

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Veröffentlicht am 29.05.2025

Wenn der Steinboden länger bleibt als die Götter

The Book of Azrael - Götter und Monster 1
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Wait, what? Das war erstmal wie ein Schlag ins Gesicht. Der Einstieg hat mich komplett überrollt. Ich musste das Buch zwei Tage lang weglegen, damit sich das Chaos in meinem Kopf überhaupt mal sortiert, ...

Wait, what? Das war erstmal wie ein Schlag ins Gesicht. Der Einstieg hat mich komplett überrollt. Ich musste das Buch zwei Tage lang weglegen, damit sich das Chaos in meinem Kopf überhaupt mal sortiert, damit die Welt dort entstehen kann. Da nur Infos über Infos, aber keiner, der einem sagt, was zur Hölle eigentlich passiert. Und dann kam … so viel Leeraum dazwischen. Leider

Dabei steckt da so viel Potenzial! Die Welt ist düster, magisch und voller Möglichkeiten.
Dianna fand ich großartig. Stark und kompromisslos. Ich liebte ihre Kampfszenen. Sie waren intensiv und haben sich wie ein Film im Kopf abgespielt. Mit Liam hatte ich es schwerer. Zu Beginn war er für mich eher fraglich. Doch je weiter die Geschichte ging, desto mehr mochte ich ihn. Die Entwicklung war schön zu beobachten und die Gespräche zwischen ihm und Dianna hatten oft genau das richtige Maß aus Ernst und bissigem Humor.

Was mir dann am meisten wehgetan hat, waren die ... Längen. Ich finde die Welt super spannend, aber manchmal dachte ich nur noch: Okay, ich hab’s verstanden. Der Steinboden ist alt, kalt und rissig. Und das seit drei Kapiteln. Klar, manchmal braucht eine Geschichte einfach Raum, um sich zu entfalten. Man merkt, es war zu viel, wenn selbst der Boden Charakter bekommt. Das Buch wirkt von außen harmlos - gar nicht mal so dick - doch innen ist es ein echter Zeitfresser. Ich dachte nicht, dass ich mal so lange brauchen würde, ein Buch zu beenden.

Puuuh - erstmal den Schweiß aus der Stirn wischen. Also ja: starke Idee, starke Hauptfiguren, leider zäh erzählt.
Ich habe mich durchgekämpft - ein bisschen wie Dianna. Dennoch ich weiß auch, wann ich nicht bereit bin, einen Kampf weiterzuführen - das ist hier der Fall.

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Veröffentlicht am 04.05.2025

Tretet mit Vorsicht ein. Und mit Wörterbuch.

Kings & Thieves (Band 1) - Die Letzte der Sturmkrallen
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Dieses Buch verlockt mit Magie, Messern und Mythologie und stielt manchmal deine Orientierung - zumindest wenn du nicht gerade fließend Koranisch sprichst. Die Flut an Namen, Begriffe und Orte ... hui. ...

Dieses Buch verlockt mit Magie, Messern und Mythologie und stielt manchmal deine Orientierung - zumindest wenn du nicht gerade fließend Koranisch sprichst. Die Flut an Namen, Begriffe und Orte ... hui. Ehrlich: ich habe zu Beginn Leute mit Städtenamen verwechselt. Oder umgekehrt. Upsiii.

Ich sah Klingen tanzen, fühlte Regen auf Haut, hörte das Knurren uralter Götter und dazwischen sind zwei Herzen im Katz-und-Maus-Spiel. Linas Entwicklung war spannend - aber ob ich ihr die abgebrühte Assassinin wirklich abkaufe? Hmmm, nicht immer. Manchmal fühlte sich ihr Schmerz echt an, manchmal war er mehr Kulisse. Rui ist manchmal Gott, manchmal Schatten, manchmal fast ... menschlich. Ich wusste nie, woran ich bei ihm bin. Er bleibt genauso rätselhaft wie die Hälfte der Begriffe.

Der Stil ist bildgewaltig, fast poetisch. Du liest nicht, du träumst und manchmal … da stolperst du. Es ist nicht perfekt, aber es hat Herz. Manchmal reicht das schon und manchmal bleibt manchmal mit viel manchmal, denn vertrau diesem Buch nicht zu schnell. Es schlägt zu, wenn du’s am wenigsten erwartest. Der Plottwist kam dreckig und direkt - so sehr, dass man, ganz in Lina-Sprache, nur noch denkt: Ach du ..., Mannomann.

Empfehlenswert!? Ja, manchmal.
Aber sei gewarnt - Betreten auf eigene Gefahr.

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Veröffentlicht am 25.04.2025

Diese Geschichte hat mich geschlagen - und ich habs geliebt

I Am Fury
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I Am Fury ist kein stilles Buch. Es brüllt, faucht, zittert vor Zorn. Es brennt. Es ist der Inbegriff von Female Rage Revenge. Ich liebe es, wenn mich ein Buch so erwischt.

364 Tage im Gefängnis. 364 ...

I Am Fury ist kein stilles Buch. Es brüllt, faucht, zittert vor Zorn. Es brennt. Es ist der Inbegriff von Female Rage Revenge. Ich liebe es, wenn mich ein Buch so erwischt.

364 Tage im Gefängnis. 364 Tage voller Wut, Schmerz, Gedanken, die nur eine Richtung kannten: Rache. Sie ist gerechtfertigt und ich hab sie mit jedem Satz gespürt. Dania ist keine Frau großer Worte ist, sondern ihre Art der Kommunikation der Schwertkampf. Sie ist rasend vor Zorn, blind vor Wut. Ich hab diese Frau einfach gefühlt. So viel Schmerz, dass man am liebsten selbst losziehen würde, um Gerechtigkeit zu fordern.

Und DIESE Wendungen kann man einfach nicht vorhersehen. Es sind Kapitel, nach denen du einfach nur starrst. Ich hätte das Buch fast in die Luft geschleudert, aber aus Liebe. Dieses Ende passt. Es ist abgeschlossen und so wunderschön unerwartet, dass es mir kurz den Atem genommen hat.

Ein einziger Wunsch war jedoch da: Mehr Dschinn, mehr Magie, mehr von diesem geheimnisvollen Glanz, der nur angekratzt wurde. Sie war mir zu leise im Vergleich zum tosenden Lärm der Wut.

Leseempfehlung?
OOOH JAA. Definitiv!

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Veröffentlicht am 17.04.2025

Zaubersüß - bitter wie das Ende

How to Seduce a Sorcerer
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Regina Meißner hat sich was getraut. Nicht den klassischen Fantasywalzer, sondern eine bittersüße Geschichte über Mut, Liebe, Schmerz und Selbstfindung. Es ist magisch und melancholisch. Süß und still. ...

Regina Meißner hat sich was getraut. Nicht den klassischen Fantasywalzer, sondern eine bittersüße Geschichte über Mut, Liebe, Schmerz und Selbstfindung. Es ist magisch und melancholisch. Süß und still. Slice-of-Magic, könnte man sagen. Und obwohl wenig passiert, passiert ganz viel.

Ja, das Buch ist dünn. Vielleicht zu schnelllebig. Die Welt - wunderschön gedacht - bleibt ein bisschen wage und zart angerissen. Aber trotzdem: Ich konnt’s nicht weglegen. Nicht mal für Schokolade.
Zwischen Fabelwesen, Visionen und einem Zauberer, der mehr Mauer ist als Mann, entfaltet sich eine Liebesgeschichte, die... ja, NAWWWW - die so richtig NAAAAAAW-süß ist.

ABER - und das ist ein großes ABER: das Ende.
What the Spell?! Ein erzwungenes Happy-End im Schnellzauberverfahren? Das passte nicht. Gar nicht. Und tut der Geschichte, die bis dahin so besonders war, leider weh.

Also ... How to Seduce a Sorcerer war für mich wie heiße Zartbitter-Schokolade: ein bisschen herb, ein bisschen süß - nicht perfekt, aber verzaubernd.

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