Wunder- und hoffnungsvoll
Das schöne Lächeln von RiambelIn einem Fischerdorf namens Riambel im Süden von Mauritius lebt die fünfzehnjährige Noemi zusammen mit ihrer Mutter in einer Barackensiedlung. Bald ist sie gezwungen, ihrer Mutter zur Hand zu gehen, indem ...
In einem Fischerdorf namens Riambel im Süden von Mauritius lebt die fünfzehnjährige Noemi zusammen mit ihrer Mutter in einer Barackensiedlung. Bald ist sie gezwungen, ihrer Mutter zur Hand zu gehen, indem sie im Haushalt der reichen Familie De Grandbourg mithilft, statt zur Schule zu gehen.
»Wir leben in einer Cité, oder Kan Kreol (so nennen sie hier unsere Elendsviertel). Es ist auch unter dem Namen Africa Town bekannt - ein Slum, wo die Armen und Unerwünschten in hastig errichteten Baracken zusammengepfercht leben. Wie dicht aneinandergereihte Sardinenbüchsen.« (Seite 16)
Alle Menschen sind gleich, manche aber ein bisschen gleicher. Mit Hin- und Verweisen auf die Geschichte Mauritius sowie die mit der Sklavenhaltung verbundene Kolonialzeit folgen wir Noemi, deren Lebensweg förmlich vorgezeichnet zu sein scheint, wie bereits bei ihrer Schwester, Mutter, Großmutter und all den Frauen davor. Die Armut und der Rassismus, schlecht versteckt oder ganz offen nach außen getragen, sind allgegenwärtig und ein Entkommen nicht in Sicht. Da ein Wunsch, dort etwas Hoffnung, ein Funke Glück, und schon schwirren Träume umher, die nach und nach platzen und aufzeigen, dass es Wunder nicht gibt. Ein leises Buch, das umso lauter schreit. Ein großartiges Debüt, das nachhallt. Lesen!