Cover-Bild Luzifers Burnout
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29,90
inkl. MwSt
  • Verlag: Th. Gut Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: Humor
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 300
  • Ersterscheinung: 06.08.2025
  • ISBN: 9783907698006
Alex Flach

Luzifers Burnout

Luzifer reicht’s – die Menschen sind verdorben genug, ganz ohne seine Hilfe. Also nimmt er sich ein Sabbatical auf der Erde. Ohne Macht, ohne Handy, nur er und das Chaos des menschlichen Lebens. Kaum ist er verschwunden, sorgt sein Rückzug im Himmel für Aufsehen. Was passiert, wenn der Teufel ausfällt? Eine temporeiche, clevere Geschichte über Erschöpfung, das Gute und das Schlechte, die Liebe und die Frage: Wer ist hier eigentlich der Böse? Witzig, tiefgründig und voller überraschender Wendungen. Ideal für Leser, die smarte Unterhaltung mit einem Schuss Philosophie lieben.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.03.2026

Gesellschaftssatire mit viel schwarzem Humor!

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. Bist du auf der Suche nach einem Buch, das weit mehr zwischen seinen Seiten verbirgt, als sein Titel zunächst erahnen lässt?
Nach einer Geschichte, die dich unvorbereitet trifft mit überwältigenden Emotionen, ...

. Bist du auf der Suche nach einem Buch, das weit mehr zwischen seinen Seiten verbirgt, als sein Titel zunächst erahnen lässt?
Nach einer Geschichte, die dich unvorbereitet trifft mit überwältigenden Emotionen, rabenschwarzem Humor in seiner reinsten Form und einer schonungslosen, scharfzüngigen Gesellschaftskritik?
Dann wage den Blick in „Luzifers Burnout“!Ein Werk, das überrascht, erschüttert und zugleich auf verstörend schöne Weise unterhält. 5/5 ⭐️

. Aber was erwartet dich genau…
Luzifer;
Sinnbild des Bösen, Fürst der Finsternis und Meister der Versuchung, erkennt eines Tages mit beinahe nüchterner Ernüchterung, dass die Menschen des Teufels Beistand längst nicht mehr bedürfen, um Grausamkeit und Abgründe hervorzubringen. Und während die Welt sich auch ohne sein Zutun erstaunlich zuverlässig ins Verderben stürzt, spürt er selbst eine seltsame Müdigkeit in sich wachsen. Die Jahrhunderte der Verführung, die Ewigkeiten der Folter und des höllischen Pflichtprogramms haben ihre Spuren hinterlassen.
So reift in ihm ein unerhörter Gedanke:
Vielleicht ist es an der Zeit sich mal eine Auszeit zu gönnen…

. In Luzifers Burnout folgen wir Luzifer durch die Wirrnisse dieser Geschichte und doch ist er nicht der einzige Erzähler, der uns begegnet. Es gibt Stimmen in diesem Roman, die man nicht nur kennenlernt, sondern ins Herz schließt. Welche das sind, lasse ich mit einem vielsagenden Lächeln im Raum stehen. 😎
Flachs Figuren sind mit bemerkenswerter Sorgfalt ausgearbeitet, vielschichtig, widersprüchlich, lebendig. Besonders die Protagonisten bestechen durch Tiefe und Kontur. Frauen wie Männer erhalten Raum, Ecken und Kanten, Schwächen und Stärke…
sie wirken nicht erdacht, sondern gelebt!


. Die Handlung entfaltet sich erfrischend, mitreißend und von einer Leichtigkeit getragen, die trügerisch ist,
denn unter dem funkelnden, rabenschwarzen Humor brodelt eine kluge, fein gesponnene Gesellschaftskritik.
Es ist eine Satire, die nicht laut verkünden muss, dass sie eine ist!
Sie flüstert und trifft dabei umso präziser.
. Durch Flachs eindringliche Darstellung von Dämonen und Engeln erscheinen diese erstaunlich menschlich. Ihre Konflikte, ihre Zweifel, ihre Erschöpfung lassen sich mühelos in unsere Wirklichkeit übertragen. Die Geschichte von Identitätskrise, Burnout, Depression und unerbittlichen Erwartungshaltungen könnte ebenso gut in den Fluren eines internationalen Konzerns spielen, wie in den Sphären des Jenseits.
. Gleichzeitig wagt der Roman eine kritische Auseinandersetzung mit Religion! Scharf, aber nie respektlos, hinterfragend, doch nicht blasphemisch.
. Und über allem schwebt die eine, alles entscheidende Frage:
Was ist gut? Was ist böse?
Gibt es eine klare Grenze oder verläuft sie vielleicht mitten durch uns selbst?
Auch lange nach der letzten Seite hallt diese Frage nach. Man ertappt sich dabei, Antworten zu suchen und vielleicht die Perspektive zu wechseln.
. Würde ich nach dieser Lektüre die Seiten tauschen?
Vielleicht.
Und womöglich wäre ich gar keine so schlechte Dämonin… 😎
. Vor allem bei diesem fulminanten, von mir sehnsüchtig erwarteten Ende.
. Alles in allem ist dieser Roman eine leise, aber treffsichere Gesellschaftssatire, klug komponiert und voller Biss. Eine Geschichte, die ich dir wärmstens ans Herz lege, vorausgesetzt, du bist bereit, dich zumindest gedanklich auf die „böse“ Seite zu schlagen. 😘

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Veröffentlicht am 22.08.2025

Teuflisch böse

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Luzifer ist deprimiert, die Hölle ist nicht mehr das, was sie mal war, sein Verhältnis zu Gott ist zerrüttet und der den Menschen vorbehaltene Trübsinn ergreift auch von ihm Besitz. Die Menschen sind böse, ...

Luzifer ist deprimiert, die Hölle ist nicht mehr das, was sie mal war, sein Verhältnis zu Gott ist zerrüttet und der den Menschen vorbehaltene Trübsinn ergreift auch von ihm Besitz. Die Menschen sind böse, und zwar ganz ohne sein Zutun, davon ist Luzifer überzeugt. Eine Auszeit muss her, ein Sabbatical auf der Erde ohne seine Fähigkeiten, ohne Macht und ohne Handy. Ob das wohl gutgehen kann?

»Das Management entschied, dass die Hölle dem Mittelalter entrissen, modernisiert und künftig laufend dem Stand der Zeit angepasst werden muss. Ein modernes Jenseits für eine moderne Welt. Eines, in dem die Verdammten die mühseligen Seiten eines erwachsenen Alltags weiterleben. Bis in alle Ewigkeit und ohne Aussicht auf Erlösung.« (Seite 9)

Nicht ganz ernst gemeint, aber doch mit genügend eingeflochtener Realität nähert sich der Autor der Frage, was passiert, wenn der Teufel streikt. Und das tut er so meisterlich, dass es eine große Freude ist, ihm dabei über die Schulter zu schauen. Mit Witz und Ironie sowie einem riesigen Einfallsreichtum kreiert er ein Szenario, das mir regelmäßig die Lachtränen in die Augen treibt. Dabei wechselt er gerne die Perspektive, sodass ich mehrere Seiten zu sehen bekomme, unter anderem die meines absoluten Lieblingscharakters Samael, dessen frühere Unternehmungen mich wunderbar unterhalten. Gerne empfehle ich diese humorvolle Gesellschaftssatire weiter und hoffe auf eine Fortsetzung!

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Veröffentlicht am 08.07.2025

Höllisch gut

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Luzifer hat die Schnauze voll – nicht von der Menschheit, sondern vom eigenen Job. In Luzifers Burnout von Alex Flach schmeißt der Teufel höchstpersönlich hin, weil er merkt: Die Menschen kriegen das mit ...

Luzifer hat die Schnauze voll – nicht von der Menschheit, sondern vom eigenen Job. In Luzifers Burnout von Alex Flach schmeißt der Teufel höchstpersönlich hin, weil er merkt: Die Menschen kriegen das mit dem Bösesein auch ganz gut ohne ihn hin. Sabbatical statt Seelenqual.

Was klingt wie ein Satire-Slapstick mit Teufelshörnchen, entpuppt sich als cleverer Roman über Burnout, Machtspiele und moralische Grauzonen. Luzifer, müde vom Menschheitswahnsinn, stolpert durch eine Welt, die so durchgedreht ist, dass selbst er sich fragt, ob er überhaupt noch gebraucht wird. Statt Apokalypse gibt’s Chili bei Lillith und existenzielle Sinnfragen.

Flach rechnet mit allem ab, was uns lieb und scheinheilig ist: Gott als CEO mit PR-Strategie, der Himmel als Konzern mit Imagepflege, die Hölle als überraschend sympathische Behörde mit Herz. Und mittendrin ein Luzifer, der mehr Menschlichkeit zeigt als so mancher Heilige. Hier ist nichts schwarz oder weiß, gut oder böse – alles ist Grauzone, und das verdammt unterhaltsam.

Der Humor? Trocken, bissig, nie drüber. Die Gesellschaftskritik? Punktgenau, aber unaufdringlich. Die Fragen? Groß: Was bedeutet Moral, wenn keiner mehr nach ihr lebt? Wer zieht die Fäden im Hintergrund, und warum folgen wir ihnen blind?

Flach schreibt mit Tempo, Stil und Hirn. Zwischen höllischer Burnout-Beratung und göttlicher Imagekontrolle schleichen sich echte Emotionen ein – und man ertappt sich dabei, wie man mit Luzifer mitfühlt. Der Teufel ist hier nicht der Feind, sondern der Einzige, der noch kapitulieren kann.

Fazit: Eine höllisch gute Gesellschaftssatire mit Tiefgang, Witz und der ernst gemeinten Frage, ob der Himmel wirklich die bessere Adresse ist. Wer glaubt, Gut und Böse wären klar verteilt, sollte dieses Buch lesen. Ich wechsel dann mal die Seiten … Just saying.

9/10

Auf meinem Blog findet ihr eine ausführlichere Rezension: https://buchkomet.wordpress.com/2025/07/08/die-satire-in-luzifers-burnout-humor-und-gesellschaftliche-kritik/

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