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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.03.2020

Hinter den Kulissen von Tagesschau & Co.

Tagesschau & Co. – Wie Sender und Redaktionen Nachrichten machen
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Sarah Welk hat selbst lange Zeit als Journalistin für die Tagesschau gearbeitet, weshalb sie perfekt ist, um Kindern und allen anderen Interessierten zu erklären, wie Nachrichten gemacht hat. Das Buch ...

Sarah Welk hat selbst lange Zeit als Journalistin für die Tagesschau gearbeitet, weshalb sie perfekt ist, um Kindern und allen anderen Interessierten zu erklären, wie Nachrichten gemacht hat. Das Buch erklärt, was Nachrichten sind und wie entschieden wird, welche Nachrichten für die Menschen in Deutschland interessant sind.

Neben Erklärungen rund um Nachrichten, Nachrichtensendungen und der Auswahl von Nachrichten gibt es Interviews mit Nachrichtensprechern wie Ingo Zamperoni, Peter Kloeppel, Marietta Slomka und anderen. Auch Pleiten, Pech und Pannen dürfen nicht fehlen, genauso wie einem Kapitel zu Fake News, wer diese erfindet und warum und zum Schluss noch, wie man Fake News entlarven kann. Das ist spannend und sehr interessant – und das nicht nur für Kinder.

„Tagesschau & Co.“ ist ein richtig gut geschriebenes, sehr interessantes Buch über die Entstehung von Nachrichten. Es werden alle Fragen beantwortet, die man schon immer zu Nachrichtensendungen hatte. Der einzige kleine Makel ist vielleicht, dass das Buch etwas Tagesschau-lastig ist, was sich aber durch die Zeit von Sarah Welk bei der Tagesschau erklärt, weshalb ich es nicht negativ bewerten werde.

Ich fühlte mich durch das Buch super informiert und glaube, dass es jedem Leser sehr viel Wissenswertes über Nachrichtensendungen vermittelt. Tolle Idee für ein informatives Sachbuch, das ich gerne weiterempfehle!

Veröffentlicht am 04.03.2020

Ab auf die Insel

Ein Sommer auf Sylt
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Nach dem Tod ihres Vaters erbt Julia ganz überraschend ein Ferienhaus auf Sylt. Zusammen mit ihrer Mutter und ihren beiden Tanten fährt sie auf die Insel, um von dort aus den Verkauf des Hauses anzuleiern, ...

Nach dem Tod ihres Vaters erbt Julia ganz überraschend ein Ferienhaus auf Sylt. Zusammen mit ihrer Mutter und ihren beiden Tanten fährt sie auf die Insel, um von dort aus den Verkauf des Hauses anzuleiern, um das Geld in das Architekturbüro ihres Freundes Jo zu stecken. Doch auf der Insel angekommen, ist sie sich plötzlich gar nicht mehr so sicher, ob sie die Pläne für ihr Leben wirklich umsetzen will. Und da ist ja auch der nette Vermieter einer Ferienwohnung, in die sie mit ihrem Anhang einziehen muss, da das Ferienhaus einige Überraschungen bereit hält.

Ach, herrlich, ich hab den Besuch auf Sylt mit Julia und den drei älteren Damen wirklich genossen. Die Mutter und ihre Schwestern sind seit Jahren zerstritten, die eine Tante reiste aus den USA an, die andere aus dem Allgäu – und so gibt es auch na Jahren noch jede Menge Zunder für neue Streitigkeiten. Doch die Frauen erkennen auch, was sie all die Jahre verpasst haben – das mochte ich schon mal sehr gerne. Und auch Julia fand ich amüsant, wenn sie mit dem Hotelier Mats über die Insel stromerte, wo er sie von den Vorzügen „seiner Insel“ überzeugen wollte.

Mich hat das Buch wirklich gut unterhalten und ich mochte die kleine Geschichte über Streit und Vergebung, Entschleunigung auf der Insel, viel Wissenswertem über Sylt und viel Lokalkolorit, der bei einem eigenen Besuch an der Nordsee helfen kann.

Ein sehr schöner Familienroman mit Romantik, viel amüsantem Gestreite, leckerem Essen und vor allem viel Strand und Meer. Weckt Lust auf Sommerurlaub. Klare Leseempfehlung von mir!

Veröffentlicht am 03.03.2020

Gerechtigkeit

Gerecht ist nur der Tod
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Der Unternehmer Hajo Reimer wird vor der Kirche, in der er heiraten wollte, erschossen. Die Kölner Polizei ermittelt. Begleitet werden die Mitglieder der Sonderkommission von der Journalistin Ina Reich, ...

Der Unternehmer Hajo Reimer wird vor der Kirche, in der er heiraten wollte, erschossen. Die Kölner Polizei ermittelt. Begleitet werden die Mitglieder der Sonderkommission von der Journalistin Ina Reich, die einen Bericht über die Ermittlungsarbeit schreiben soll. Schon bald wird klar, dass es nicht bei einem Opfer bleiben wird. Was verbindet die Opfer und wofür werden sie bestraft? Die Ermittlungen gehen schleppend voran, ohne dass es konkrete Ermittlungsergebnisse gibt. Eine Nachricht, die an den Tatorten hinterlassen wird, deutet auf weitere Opfer. Wird es der Polizei gelingen, den Täter vorher zu ermitteln?

Das Buch startet mitten drin im ersten Mordfall und so geht es direkt mit der Geschichte los. Nach und nach erfährt der Leser mehr über die Ermittler und über Ina – und die Geheimnisse, die es um den Fall gibt. Über die Opfer gibt es wenig Konkretes, vor allem Reimer war nicht sehr beliebt und bietet so einige Verdächtige. Auch Inas Rolle ist nicht so klar, sie hat einige Geheimnisse, so dass man als Leser mit eigenen Spekulationen nicht sehr weit kam.

Ich fand das Buch über weite Strecken spannend, mochte das Ermittlerteam und seine Arbeit. Leider wurde es für mich zum Ende hin etwas unrealistisch. Ich will hier nicht zu sehr spoilern, aber viele Handlungen des Täters kamen mir sehr unglaubwürdig vor. Den Schluss des Buches mochte ich überhaupt nicht, deshalb vergebe ich 3,5 Sterne für eine spannende Mördersuche.

Veröffentlicht am 01.03.2020

Die Entstehung der Welt

Einfach alles!
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Bei einem Campingausflug fiel dem Autor Christopher Lloyd auf, wie wenig er über die Welt weiß – und er merkte schnell, dass es kein Buch gibt, das alles Wissenswerte über die Entstehung der Welt enthält, ...

Bei einem Campingausflug fiel dem Autor Christopher Lloyd auf, wie wenig er über die Welt weiß – und er merkte schnell, dass es kein Buch gibt, das alles Wissenswerte über die Entstehung der Welt enthält, sondern dass sich dieses Wissen auf viele Bücher aufteilt. Das wollte er ändern und „Einfach alles“ in einem Buch zusammenbringen. Und dieses Buch liegt nun vor. Christopher Lloyd trägt das Wissenswerte über die „Geschichte der Erde, Dinosaurier, Roboter und zu vieler anderer Dinge, um sie hier aufzuzählen“ zusammen und erzählt es verständlich für Klein und Groß.

Das Buch ist unterteilt in die Kapitel:

1. Aus dem Nichts
2. Land in Sicht
3. Dinosaurier
4. Hand und Fuss
5. Du und ich
6. Erste Zivilisationen
7. Unterdessen in Asien
8. Aufstieg und Untergang
9. Unterdessen in Amerika
10. Erfindungen verbinden
11. Mittelalterliche Misere
12. Die wird wird global
13. Revolutionen an allen Ecken und Enden
14. Die Welt im Krieg
15. Fortsetzung folgt …

und erzählt sowohl von der Entstehung der Welt durch den Urknall, der Entstehung von Leben, ersten Zivilisationen, der Entwicklung der Welt auf anderen Kontinenten, von Kriegen und der heutigen Welt.

Natürlich kann man in einem einzigen Buch nicht alles unterbringen, was sich bis heute ereignet hat. Aber Christopher Lloyd hat versucht, alles Wissenswerte mitzuteilen und zu erklären. Und das gefällt mir, denn es ist so geschrieben, dass ich es verstehen kann, es mir merken kann und meinen Kindern erklären. Das mag ich, denn es ist amüsant erzählt und erklärt, so dass man gerne davon liest, wie die Welt entstanden ist und welche Dinge für unsere Entwicklung wichtig waren.

In seinem Schlusswort weist Christopher Lloyd übrigens darauf hin, dass ihm klargeworden ist, dass man in einem einzigen Buch nicht alles unterbringen kann, was es über die Welt zu wissen gilt. Aber er stellt einen zweiten Band in Aussicht, in dem viele andere Dinge aufgeführt werden, die es nicht in das erste Buch geschafft haben. Und er ruft dazu auf, ihm Themen oder Personen zu nennen, über die man gerne im nächsten Buch lesen möchte. Das halte ich für eine gute Idee – und ich freue mich auf den Folgeband, in dem es noch mehr zu lernen gibt.

Veröffentlicht am 29.02.2020

Die Liebe und das Leben

First Comes Love
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Gray ist in sich gekehrt und bleibt am liebsten für sich – bis er Dylan kennenlernt. Sie ist zu einem Fotokurs in der Stadt und an seiner Schule und spricht ihn eines Tages einfach an und bittet ihn, ihr ...

Gray ist in sich gekehrt und bleibt am liebsten für sich – bis er Dylan kennenlernt. Sie ist zu einem Fotokurs in der Stadt und an seiner Schule und spricht ihn eines Tages einfach an und bittet ihn, ihr die Stadt zu zeigen. Obwohl Gray eigentlich ablehnen möchte, kommt er gegen Dylans offene und bestimmende Art nicht an, so dass sie von da an Zeit zusammen verbringen. Und Dylan holt ihn raus aus seinen Grübeleien und seiner Traurigkeit – bis sie die Stadt wieder verlassen muss.

Zuerst dachte ich: Wow! Denn Dylan ist wirklich eine Wucht. Ein Mädchen wie ein Orkan, die in Grays Leben stürmt und es total umkrempelt, so dass auch ich mich ein bisschen in sie verliebt habe. Ihre Gedanken sind wirr, sie hat ausgeflippte Ideen und bringt das Leben in Grays Leben zurück. Das mochte ich zunächst sehr. Leider war es so, dass mir ihre Art nach einer Weile ein wenig auf die Nerven ging, auch wenn ich es immer noch witzig fand, wie sie Grays Leben durcheinanderbrachte.

Schade fand ich, dass so wenig über die Gefühlswelt von Gray und Dylan rüberkam. Bei ihm weiß man nur, dass er trauert und sich deshalb von seinen Freunden und seinem alten Leben zurückgezogen hat, von Dylan weiß man eigentlich bis Ende des Romans gar nichts, außer dass sie keinen Stillstand kennt und so viel erleben will wie irgendwie möglich ist.

Obwohl ich Gray und Dylan mochte, fand ich die Geschichte wenig emotional. Von mir gibt es gute 3 Sterne für eine niedliche Liebesgeschichte mit einigen wirklich witzigen Passagen. Nett!