Profilbild von misery3103

misery3103

Lesejury Star
offline

misery3103 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit misery3103 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.01.2020

Tief im Wald

Der unsichtbare Freund
0

Der siebenjährige Christopher zieht mit seiner Mutter nach Mill Grove. Sie leben sich ein, bis Christopher eines Tages verschwindet. Sechs Tage ist er weg – als er wieder auftaucht, ist er nicht mehr er ...

Der siebenjährige Christopher zieht mit seiner Mutter nach Mill Grove. Sie leben sich ein, bis Christopher eines Tages verschwindet. Sechs Tage ist er weg – als er wieder auftaucht, ist er nicht mehr er selbst. Er hört Stimmen und hat Alpträume. Doch er hat auch einen Auftrag. Zusammen mit seinen Freunden baut er ein Baumhaus im Missionswald, wo sie auf das Skelett eines Kindes stoßen. Und die unheimlichen Ereignisse nehmen kein Ende.

Den Einstieg ins Buch fand ich sehr spannend. Christopher und seine Mutter begleitete ich gerne bei ihrem Neuanfang. Die unheimlichen Dinge, die Christopher passierten, fand ich gruselig und ich war gespannt, worauf alles hinausläuft.

Doch leider fand ich das Buch im Mittelteil etwas langatmig. Hier habe ich mich oft gefragt, worauf die Geschichte hinaus will. Obwohl ich auf das Ende neugierig war, konnte ich mich auf die komplette Geschichte nicht richtig einlassen, weshalb ich den Mittelteil eher quergelesen habe.

Die Grundidee der Geschichte finde ich richtig gut – sie erinnert mich an alte Stephen King-Bücher, die ich verschlungen habe. Der Schreibstil ist auch toll und ich wollte dieses Buch unbedingt mögen – leider konnte es mich nicht komplett überzeugen.

Aufgrund des guten Schreibstils würde ich Stephen Chbosky beim nächsten Buch wieder eine Chance geben, aber hier musste ich leider passen.

Veröffentlicht am 09.01.2020

Ein langer Flug

Flugangst 7A
0

Der Psychiater Mats Krüger ist auf dem Weg von Buenos Aires nach Berlin, wo seine Tochter Nele ihr erstes Kind zur Welt bringen wird. Als er während des Fluges einen Anruf bekommt, wo ein unbekannter Anrufer ...

Der Psychiater Mats Krüger ist auf dem Weg von Buenos Aires nach Berlin, wo seine Tochter Nele ihr erstes Kind zur Welt bringen wird. Als er während des Fluges einen Anruf bekommt, wo ein unbekannter Anrufer im mitteilt, dass seine Tochter entführt wurde und nur überleben kann, wenn Mats eine psychisch labile Person im Flugzeug dazu bringt, das Flugzeug abstürzen zu lassen, entwickelt sich der 19-stündige Flug in die Hölle. Kann Mats seine Tochter und über 600 unschuldige Passagiere retten?

Tja, was soll ich sagen? Der Fitzek und ich … obwohl ich gestehen muss, dass mich dieses Buch über weite Strecken gut unterhalten hat. Die Ausgangslage im Flugzeug war nämlich durchaus spannend, weil ich Mats‘ Verzweiflung sehr gut nachvollziehen konnte. Und auch Neles Kampf mit ihrem durchgeknallten Entführer war schweißtreibend und gut erzählt. Ich sag’s mal so: In einem für mich überzeugenden Thriller wäre der durchgeknallte Täter, der seine Tat gut geplant hat und alles dafür tut, dass sie funktioniert, allein oder mit einem Helfer strategisch vorgegangen, um die Tat zu einem für ihn befriedigenden Abschluss zu bringen. Das hätte mich von der Geschichte überzeugt und ich hätte das Buch mehr oder weniger befriedigt zugeklappt. Leider macht es mir Sebastian Fitzek immer so schwer, weil er immer (und ich meine immer) übertreibt. Auch hier war es am Ende wieder so viel Zufall und so viele Durchgeknallte, dass es für mich unglaubwürdig und wenig befriedigend war. Ich mochte dieses Ende überhaupt nicht, weil für mich mal wieder nichts zusammenpasste. Das ist schade, denn grundsätzlich fand ich die Story-Idee gut.

ABER: Ich habe das Buch beendet, was bei einem Fitzek-Roman nicht so oft vorkommt, weshalb es nicht ganz so schlecht wegkommt. Für die gute Idee und die guten Zweidrittel des Buches gebe ich gerne noch 3 Sterne. Vielleicht schafft es Sebastian Fitzek ja irgendwann doch noch, mich richtig zu überzeugen. Mit diesem Buch hat er es leider wieder nicht geschafft.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.01.2020

Wo ist Emma?

Kalte Seele, dunkles Herz
0

Vor drei Jahren verschwanden die Schwestern Emma und Cass spurlos. Bis plötzlich Cass wieder vor der Tür ihrer Mutter steht. Sie erzählt, wo sie in den letzten Jahren war und bittet das FBI, ihre Schwester ...

Vor drei Jahren verschwanden die Schwestern Emma und Cass spurlos. Bis plötzlich Cass wieder vor der Tür ihrer Mutter steht. Sie erzählt, wo sie in den letzten Jahren war und bittet das FBI, ihre Schwester zu finden. Doch erzählt Cass die Wahrheit? Und vor allem: Wo ist Emma?

Ich fand die Grundidee des Romans toll, weshalb ich das Buch unbedingt lesen wollte. Leider fand ich die Umsetzung nicht so gelungen. Cass‘ Geschichte fand ich so hanebüchen, dass ich mich ständig frage, ob das FBI einem so eine Geschichte wirklich glauben würde. Da ich wissen wollte, was wirklich mit den Schwestern passiert ist, hielt ich durch, auch wenn ich das Buch wirklich sehr langatmig fand. In erster Linie ging es um die Mutter der Mädchen, die mit ihrem Narzissmus für das Verschwinden der Mädchen verantwortlich war und auch jetzt das Auftauchen von Cass für ihre Zwecke missbraucht. Das fand ich zwar interessant, aber auch ein bisschen zu ausführlich erklärt. Ich will eigentlich nicht so genau wissen, was Narzissmus ist und wie er sich auf eine Familie auswirkt. Das hat mir nicht gefallen.

Die Auflösung des Romans fand ich dann wieder einigermaßen okay, aber auch hier fragte ich mich, ob das in der Realität wirklich so sein könnte. Insgesamt fand ich den Roman leider nicht interessant genug, zu langatmig erzählt und ein bisschen hanebüchen. Schade!

Veröffentlicht am 06.01.2020

Ich hab ein Haus

Das schräge Haus
0

Ella verbringt fast ihre gesamte Kindheit im Schrebergarten ihrer Oma Mina, wo es schön ist und wundersam. Ella ist ein bisschen schräg, doch ihre Oma und ihre beste Freundin Yvonne nehmen sie so, wie ...

Ella verbringt fast ihre gesamte Kindheit im Schrebergarten ihrer Oma Mina, wo es schön ist und wundersam. Ella ist ein bisschen schräg, doch ihre Oma und ihre beste Freundin Yvonne nehmen sie so, wie sie halt ist. Nun ist Ella 34 und Psychologin mit eigener Praxis, in der sie ihrerseits etwas schräge Patienten behandelt und mit ihrem kleinen, etwas schrägen Leben zufrieden ist. Bis zur Hochzeit ihrer Freundin Yvonne, wo sich Ellas Leben von Grund auf ändert. Wird Ella mit den Veränderungen klar kommen?

Wow. Ich habe schon lange keinen so liebenswerten Charakter in einem Buch gefunden wie jetzt Ella. Ella ist verschroben und liebenswert. Ihre Beobachtungen und Vergleiche im täglichen Leben sind so erfrischend, das man ständig mit einem Lächeln im Gesicht auf die neuen alltäglichen Abenteuer wartet, die sie erlebt. Natürlich erlebt sie auch Trauriges, aber sie reagiert mit ihrer Ella-Art darauf, was die traurigen Sachen gleich weniger traurig erscheinen lässt.

Und gleichzeitig passiert das Leben – und um Ella geschehen schlimme Sachen, auch weil Ella manchmal das Gute nicht direkt erkennt, denn sie denkt immer viel zu viel über alles nach, so dass oft die guten Sachen schon wieder vorbei sind, bevor sie sich zu einer Entscheidung durchgerungen hat. Doch zum Glück ist das Leben manchmal hartnäckig und die guten Sachen lassen sich nicht so leicht vertreiben.

Ich liebte Ella, Mina und Yvonne, lächelte über Ellas verschrobene Patienten und konnte es nie erwarten, weitere Abenteuer mit Ella zu erleben. Ein tolles Buch, das ich gerne weiterempfehle. Einfach dieses tolle Buch lesen, sich freuen und mitfiebern – und ein kleines bisschen verliebt in Ella wieder auftauchen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.01.2020

Spannendes Katz-und-Maus-Spiel

Schonungslos offen
0

Zwei Morde und ein verschwundenes Mädchen beschäftigen Kommissarin Alexandra Rau und ihren Assistenten Isidor Rogg. Als sich auch noch Schweizer Kollegen melden und zwei weitere Vermisste melden, die ins ...

Zwei Morde und ein verschwundenes Mädchen beschäftigen Kommissarin Alexandra Rau und ihren Assistenten Isidor Rogg. Als sich auch noch Schweizer Kollegen melden und zwei weitere Vermisste melden, die ins Bild passen, wird klar, dass es die Polizei mit einem Serientäter zu tun hat. Der Täter scheint immer einen Schritt voraus zu sein, an den Tatorten gibt es nie die geringste Spur. Werden die Kommissare den Täter fassen können?

Kommissarin Alexandra Rau und vor allem ihr Assistent Isidor haben mir richtig gut gefallen. Die Ermittlungen sind spannend erzählt und sehr detailverliebt, so dass ein guter Einblick in die Ermittlungsarbeiten entsteht. In eigenen Kapiteln kommt auch der Täter zu Wort, während er einen Bericht über sein eigenes Leben schreibt, das er als eine Art Therapie sieht. So bekommt der Leser einen Einblick in dessen Leben, seine schwere Kindheit, auf seine lieblosen Eltern. Das macht den Täter nicht sympathischer, lässt aber erahnen, was ihn zu dem gemacht hat, was er ist.

Mir hat der Krimi gut gefallen, was vor allem an Isidor liegt, den ich richtig ins Herz geschlossen habe. Aber auch die Ermittlungen waren gut beschrieben und Alexandra kommt sehr kompetent rüber, was ich mochte. Ich werde gerne mehr Fälle der Kommissarin und ihres Helferleins lesen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere