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Veröffentlicht am 02.07.2019

Ein ganz einfacher Plan

Something in the Water – Im Sog des Verbrechens
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Erin und Mark verbringen ihre Hochzeitsreise auf Bora Bora. Relaxte Tage in einem wunderschönen Ressort. Nach einem Sturm finden sie bei einem Tauchgang ein abgestürztes und gesunkenes Flugzeug und nehmen ...

Erin und Mark verbringen ihre Hochzeitsreise auf Bora Bora. Relaxte Tage in einem wunderschönen Ressort. Nach einem Sturm finden sie bei einem Tauchgang ein abgestürztes und gesunkenes Flugzeug und nehmen eine Tasche mit auf ihr Zimmer. Darin 1 Mio. in bar und etliche Diamanten. Dazu ein Handy und ein PC-Stick. Was sollen sie jetzt tun? Denken sie zunächst noch darüber nach, die Tasche an der Rezeption abzugeben, formt sich schon bald ein neuer Plan. Was, wenn sie das Geld und die Diamanten behalten, wo doch niemand davon weiß. Ein ganz einfacher Plan, oder?

Was ich an dieser Geschichte mochte? Ich mochte die Entwicklung, die die Charaktere durchmachten. Zunächst waren Mark und Erin ein privilegiertes junges Paar mit guten Jobs und einem Haus. Kurz vor der Hochzeit verliert Mark seinen Job, was die beiden aber noch nicht beunruhigt. Doch für Investmentbanker sind die Zeiten hart. Dann die Hochzeit, die Reise erster Klasse, die sonnigen und schönen Tage auf Bora Bora. Der Fund der Tasche, die sie erst verschlossen abgeben, dann doch reinschauen usw. usw. Ich mochte es, wie der Plan ständig erneuert werden musste, weil ständig neue Stolpersteine auftauchen. Natürlich ahnt man als Leser, dass der ganze Plan nicht so einfach funktionieren kann, wie die beiden sich das ausdenken. Und man darf natürlich nie die Gier vergessen. Menschen sind gierige Wesen, die immer noch ein bisschen mehr wollen.

Und genau das faszinierte mich an der Geschichte. Erin, die sich immer wieder selbst sagte, dass sie ein guter Mensch ist, der Gesetze achtet, während sie schon den nächsten Schritt plant, um das gefundene Geld behalten zu können. Mark, der Geheimnisse hat … und wieder diese Gier. Ich fand es gut. Ja, es gibt Längen, aber ich fand die Geschichte faszinierend. Eins meiner Lieblingsbücher ever ist „Ein einfacher Plan“ von Scott Smith (wurde mit Billy Bob Thornton und Bill Paxton verfilmt). Auch hier finden die Protagonisten einen Haufen Geld und haben einen ganz einfachen Plan, um dieses behalten zu können. Und auch hier ereignet sich eine Katastrophe nach der anderen. Das Buch hat mich an diese Geschichte erinnert und mich ebenso fasziniert wie die Geschichte von Scott Smith.

Spannender und gut ausgedachter Thriller, den ich sehr gerne gelesen habe.

Veröffentlicht am 01.07.2019

Wenn das Wünschen wieder hilft

Danke, liebes Universum
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95,7 % Wunscherfüllung – das ist es, was dieses Buch verspricht. Und ich kann sagen, dass es auf jeden Fall Spaß macht, Wünsche an das Universum zu schicken und zu sehen, ob diese Wünsche erfüllt werden. ...

95,7 % Wunscherfüllung – das ist es, was dieses Buch verspricht. Und ich kann sagen, dass es auf jeden Fall Spaß macht, Wünsche an das Universum zu schicken und zu sehen, ob diese Wünsche erfüllt werden. Begonnen wird mit kleinen Wünschen: „Liebes Universum, ich wünsche mir eine positive Überraschung. Du hast 24 Stunden Zeit. Vielen Dank!“ oder auch „Liebes Universum, ich wünsche mir ein Kamel zu sehen. Du hast 2 Tage Zeit. Vielen Dank!“. Und dann heißt es Augen auf und warten, ob das Universum geneigt ist, die kleinen Wünsche zu erfüllen.

Obwohl ich mir kein Kamel, sondern einen Elefanten gewünscht habe, lachte mir auf dem Kalenderblatt dann doch ein Kamel entgegen. Vielleicht hat sich das Universum vertan. Ich werde es weiter versuchen.

In erster Linie geht es wohl darum, mit mehr Achtsamkeit durchs Leben zu gehen. Und schon fällt einem auf, wie oft einem bestimmte Dinge am Tag begegnen. Ob es die 8 ist, die man bezüglich Achtsamkeit mehr beachten soll, oder eben Elefanten, wenn man sie denn wie gewünscht sieht. Plötzlich erscheinen die auf allen möglichen Dingen.

Auch wenn meine Wünsche nicht so richtig beachtet wurden (vielleicht muss ich das Wünschen noch ein bisschen üben oder mehr Achtsamkeit an den Tag legen), eins kann ich auf jeden Fall sagen: Es macht Spaß und bringt einem auf jeden Fall gute Laune! Vielleicht muss man einfach mehr an das Universum glauben – und nicht nur – so wie ich – immer nur darüber meckern, sondern auch mal mit kleinen Dingen zufrieden sein. Ich glaube, ich war einfach zu skeptisch!

Veröffentlicht am 30.06.2019

Ein brutaler Mord

Er will sie sterben sehen
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Die 22jährige Susana verschwindet nach ihrem Junggesellinnenabend spurlos. Tage später findet man ihre Leiche, Löcher in ihren Kopf gebohrt, in die Maden eingeführt wurde, die der Frau bei lebendigem Leib ...

Die 22jährige Susana verschwindet nach ihrem Junggesellinnenabend spurlos. Tage später findet man ihre Leiche, Löcher in ihren Kopf gebohrt, in die Maden eingeführt wurde, die der Frau bei lebendigem Leib das Hirn weggefressen haben. Jahre zuvor wurde Susanas Schwester auf dieselbe Art getötet, ein Mann verhaftet und verurteilt. Wurde der falsche Mann verurteilt oder gibt es einen Nachahmungstäter? Elena Blanco, Chefin der Brigade für Sonderermittlungen, und ihr Team tun alles, um den Mord aufzuklären.

Ein Thriller, der in Madrid spielt, ist schon mal ein Novum für mich. Die Taten sind wirklich brutal und ich wollte mir die Qual der Opfer überhaupt nicht vorstellen. Die Ermittler, allen voran Elena Blanco, sind kompetent und machen ihre Arbeit gut. Zusammen mit dem Polizisten Zárate, der mit seinem Partner als erster am Fundort von Susana war, tun sie alles, um den ursprünglichen Mörder zu entlasten bzw. ihm nachzuweisen, dass er auch in diesen Fall verwickelt ist. Die Auflösung ist dann auch wirklich eine Überraschung und das Finale eine echte Überraschung.

Ich mochte den Roman, auch wenn mir die Namen der Charaktere und Orte etwas Probleme machten. Der Fall ist spannend und ich habe Elena und ihr Team gerne bei den Ermittlungen begleitet. Das Finale ist dann noch mal eine Überraschung und bietet Stoff für weitere Romane mit dem Team, die ich gerne lesen würde.

Ein brutaler, aber gut erzählter Thriller, den ich gerne gelesen habe.

Veröffentlicht am 27.06.2019

Jedem Ende wohnt ein Anfang inne

Für immer Rabbit Hayes
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Rabbit Hayes ist tot. Und ihre Familie muss mit dem Verlust der Tochter, Mutter und Schwester fertig werden. Doch nichts ist mehr wie es war. Molly und Jack trauern jeder für sich, Grace muss mit der Gewissheit ...

Rabbit Hayes ist tot. Und ihre Familie muss mit dem Verlust der Tochter, Mutter und Schwester fertig werden. Doch nichts ist mehr wie es war. Molly und Jack trauern jeder für sich, Grace muss mit der Gewissheit fertig werden, dass auch sie das Gen in sich trägt, das bei ihr Krebs auslösen könnte, Marjorie muss ohne ihre beste Freundin auskommen und Davey nimmt seine Nichte Juliet mit sich nach Amerika. Können die Hayes wieder glücklich werden, obwohl ein wichtiger Teil ihres Lebens fehlt?

Das Buch beginnt wie der erste Teil endete. Rabbit stirbt … und ich habe auch diesmal mit der Familie geweint. Ich liebte die Familie schon im ersten Band, diese chaotische, laute, liebevolle Familie, die immer ehrlich miteinander ist und sich dabei auch schon mal böse Sachen sagt. Und so war es auch in diesem Teil. Rabbits Eltern trauern jeder auf seine Weise und leben sich dabei auseinander, während Grace so mit ihren eigenen Problemen beschäftigt ist und Davey mit Juliet weit weg in Amerika ist. Und über allem schwebt der Geist von Rabbit, die für die einzelnen Teile ihrer Familie immer noch Ansprechpartnerin ist.

Der Roman zeigt sehr schön, wie eine Familie nach einem schweren Verlust weiterleben kann. Und ich habe gelacht, ich habe geweint und dann wieder gelacht, weil es auch in diesem Teil nicht ohne Chaos und liebenswerte Aktionen geht.

Am Ende wird irgendwie alles gut, auch wenn Rabbit natürlich immer noch fehlt. Doch diese Fortsetzung macht etwas: Sie macht Mut, nach einem schweren Verlust weiterzumachen. Nicht aufzugeben, sondern im Sinne des Menschen, den man verloren hat, sein Leben weiterzuleben. Eine schöne Geschichte über eine liebenswerte Familie. Wirklich schön!

Veröffentlicht am 26.06.2019

Ein seltsames Hobby

Tiefes Grab
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Familienvater Martin hat ein merkwürdiges Hobby. Er wertet Spuren in alten Mordfällen aus und gräbt dann die Opfer aus, deren Fund er der Polizei anonym präsentiert. Auch seine Frau Ellen und Tochter Kylie ...

Familienvater Martin hat ein merkwürdiges Hobby. Er wertet Spuren in alten Mordfällen aus und gräbt dann die Opfer aus, deren Fund er der Polizei anonym präsentiert. Auch seine Frau Ellen und Tochter Kylie wissen nichts von seinen Unternehmungen, die er als Campingausflüge tarnt. Doch plötzlich sind sie alle in Gefahr. Bei seiner letzten Grabung findet Martin nicht nur die erwarteten Knochen einer alten Leiche, sondern auch eine frisch ermordete Frau. Wer hat ihn enttarnt – und warum ist derjenige jetzt hinter Martin her?

Die Grundidee des Buches ist wirklich gut. Martin und sein seltsames Hobby sind spannend erzählt und machen neugierig, warum er sich mit den alten Mordfällen beschäftigt und über Serienmörder in der Gegend recherchiert. Sein Verhalten ist dabei wirklich seltsam, so dass man erst mal nicht weiß, ob es nur an seinem Status als Privatier liegt (er hat eine Computerfirma teuer verkauft) oder ob er etwas zu verbergen hat. Seine Frau und seine Tochter ahnen nichts von den Aktivitäten ihres Mannes und Vaters, obwohl Kylie bald misstrauisch ist. Und dann ist da ja auch noch der Mörder, der Martin plötzlich in einen aktuellen Mordfall hineinzieht, und die Polizei, die ihn verdächtigt, aber nichts beweisen kann.

Ich fand das Buch spannend, auch wenn es einige Längen gab. Da man als Leser unbedingt wissen will, warum er durch das halbe Land fährt, um sich auf die Suche nach alten Mordopfern zu machen, bleibt die Geschichte lesenswert. Ich mochte Martin, weil er die Fähigkeit hatte, sich aus allen Situationen hinauszureden.

Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, auch wenn es hier und da ein paar Längen gab. Interessantes Thema mit einem etwas anderen Protagonisten.

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