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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.06.2026

Eigenwillig

Nachtschattengewächse
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Das Buch hat mich total überrascht und wirklich gefesselt. Erwartet hatte ich eine 'typischere', vielleicht auch einfacher gestrickte Krimihandlung, aber es gab so viele unerwartete Wendungen, dass ich ...

Das Buch hat mich total überrascht und wirklich gefesselt. Erwartet hatte ich eine 'typischere', vielleicht auch einfacher gestrickte Krimihandlung, aber es gab so viele unerwartete Wendungen, dass ich irgendwann aufgab eigene Vermutungen anstellen zu wollen, und mich stattdessen einfach von der Story mitreißen ließ. Eustacia Rose ist nicht unbedingt eine Sympathieträgerin, sie ist eigenwillig und ihr Sozialverhalten ist durchaus fragwürdig. Andererseits macht sie das zu einer sehr interessanten Person, und im Laufe der Geschichte habe ich ihr einige Eigenheiten verziehen, weil ich wusste: sie ist einfach so und kann gar nicht anders. Das Verschwinden der Frau von gegenüber entwickelte sich auch viel komplexer als gedacht, und dann gab es da noch Eustacias dramatische Vergangenheit, die letztlich eine viel größere Rolle spielt als gedacht. Was zwischenzeitlich verwirrend und unüberschaubar wirkte und sich immer weiter ineinander verwickelt, ergibt am Ende einen plausiblen Sinn und löst alle Fragen - und derer gab es viele - gekonnt auf. Fazit: sehr ungewöhnlicher Thriller, den ich nicht aus der Hand legen konnte.

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Veröffentlicht am 15.06.2026

Dunkle Machenschaften

Coram House
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Ich mag alte Waisenhaus-Settings, und so hat mich das Buch gleich angesprochen. Die Story, die Alex hier recherchieren will, ist dementsprechend mysteriös und interessant. Alex und ihre Vorgehensweise ...

Ich mag alte Waisenhaus-Settings, und so hat mich das Buch gleich angesprochen. Die Story, die Alex hier recherchieren will, ist dementsprechend mysteriös und interessant. Alex und ihre Vorgehensweise leider weniger - so richtig warm werden konnte ich mit ihr nicht, wobei ich sie aber auch nicht unsympathisch fand. Ihre Gedanken waren mir teilweise etwas zu viel, und ihr Verhalten fand ich manchmal zu impulsiv und unüberlegt. Beeindruckend fand ich allerdings, wie sie sich an dem Fall des verschwundenen Jungen festgebissen hatte und nicht locker ließ, um die Umstände des Verschwindens aufzudecken. So fand ich auch sämtliche Handlung, in der tatsächlich gehandelt und agiert wurde, recht spannend. Die Auflösung war durchaus überraschend und gelungen. Fazit: routinierter Krimi, der aber zu oft im Kopf der Protagonistin verweilt, was die Handlung immer mal wieder ausbremst.

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Veröffentlicht am 11.06.2026

Konfus

If Books Could Kill
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Was für eine tolle Ausgangsidee für eine Geschichte! Leider konnte mich die Umsetzung dann aber wenig überzeugen: die Story wirkte konstruiert, episodenhaft und irgendwie nicht rund. Die Protagonistin ...

Was für eine tolle Ausgangsidee für eine Geschichte! Leider konnte mich die Umsetzung dann aber wenig überzeugen: die Story wirkte konstruiert, episodenhaft und irgendwie nicht rund. Die Protagonistin fand ich mässig sympathisch, sie war mir viel zu nervig und aufgedreht. Die Handlung hatte einige Stellen, die ich, auch wenn das Buch natürlich sowieso nur eine Fantasie ist, nicht sehr glaubwürdig fand. Da gab es zu viele komische Zufälle und zwischendurch wirkte das Ganze nur noch wie eine Aneinanderreihung von Action-Episoden: und noch ein verrückter Mörder, den es zu fangen oder auszuschalten galt, und natürlich hatte Roxie wieder einen Einfall was diesmal zu tun ist. Und natürlich wurde die Beziehung zu Grant wieder ein Stückchen intensiver. Wäre es in der Geschichte bei Roxie, Jack und Grant geblieben, hätte sie mir vermutlich deutlich besser gefallen als dieser verrückte Mix. Am meisten gestört hat mich dementsprechend das plötzliche Auftauchen des stinkreichen Möchtegern-Detektivs, der Roxie und Grant letztlich auf die verschiedenen Einsätze schickt - das war einfach so aus der Luft gegriffen, dass es mich von da an mehr genervt als unterhalten hat. Auch die Auflösung fand ich leider eher enttäuschend als erhellend. Insgesamt gab es einige vereinzelte unterhaltsame Seiten, aber die Story als Ganzes konnte mich leider nicht überzeugen. Fazit: Wäre Roxies Lieblingsautorin mal besser bei einer Liebesgeschichte geblieben statt so einen verkorksten Krimi zu schreiben.

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Veröffentlicht am 11.06.2026

Flucht vor und zu sich selbst

Der Wind und die Wellen und wir
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Der Anfang des Buches hat mir gut gefallen und neugierig gemacht, wie Hanna nach der Flucht vor der eigenen Hochzeit weitermachen wird. Leider war sie mir im weiteren Verlauf aber leider nur noch mäßig ...

Der Anfang des Buches hat mir gut gefallen und neugierig gemacht, wie Hanna nach der Flucht vor der eigenen Hochzeit weitermachen wird. Leider war sie mir im weiteren Verlauf aber leider nur noch mäßig sympathisch. Besonders gestört hat mich, dass sie keinen eindeutigen Schlußstrich unter ihre Beziehung setzt und ihren Fast-Ehemann wochenlang im Unklaren lässt, wieso sie eigentlich abgehauen ist. Selbst wenn sie sich darüber erstmal selbst im Klaren werden muss, hätte sie wenigstens ein kurzes Lebenszeichen von sich geben können. Blendet man diese unfaire Aktion aus, fand ich ihre Zeit bei Iris und die gemeinsamen Renovierungsarbeiten recht unterhaltsam, aber leider ploppten eben immer wieder ihre Gedanken über München, ihre Arbeit im dortigen Luxushotel, ihre zukünftige Familie auf und haben die vermeintliche Idylle wieder gestört. Es hat immer wieder daran erinnert, das da ja noch eine andere große Baustelle offen war, und prompt war ich wieder genervt von Hannas Feigheit, sich ihrer Realität zu stellen. Fazit: Nette Geschichte mit unschönem Beigeschmack.

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Veröffentlicht am 10.06.2026

Ausmisten auf schwedische Art

Frau Magnussons Kunst, die letzten Dinge des Lebens zu ordnen
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Gespickt mit Anekdoten aus dem eigenen Leben, gibt dieses Buch Tipps, wie man seinen Hausstand reduzieren kann - sei es nun tatsächlich im Hinblick auf das Leben nach dem eigenen Leben, in dem andere sich ...

Gespickt mit Anekdoten aus dem eigenen Leben, gibt dieses Buch Tipps, wie man seinen Hausstand reduzieren kann - sei es nun tatsächlich im Hinblick auf das Leben nach dem eigenen Leben, in dem andere sich um das Entsorgen kümmern müssen, oder um einfach mal wieder Platz zu schaffen. Die Anregungen an sich fand ich jetzt nicht wirklich neu, lediglich der Aspekt des schwedischen Döstädning, also seine Dinge und Angelegenheiten rechtzeitig zu ordnen, war mir bisher unbekannt. Als kleiner Anschubser, selbst mal wieder aktiv zu werden und auszumisten, war das Buch eine unterhaltsame Erinnerung.

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