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Veröffentlicht am 10.09.2025

Hat mir nicht gefallen

Die Holländerinnen
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Leider konnte ich so gar keinen Zugang zur Handlung und zur Protagonistin finden. Die namenlose Erzählerin berichtet von einer Reise in die Tropen, wo sie für einen Theatermacher die Geschehnisse rund ...

Leider konnte ich so gar keinen Zugang zur Handlung und zur Protagonistin finden. Die namenlose Erzählerin berichtet von einer Reise in die Tropen, wo sie für einen Theatermacher die Geschehnisse rund um das Stück, welches das Verschwinden zweier Holländerinnen in der Gegend thematisiert, dokumentieren soll. Dabei weicht sie immer wieder vom roten Faden ab, erinnert sich an andere Begebenheiten aus ihrer Vergangenheit oder Anekdoten, die sie gehört hat. Das alles in einem atemlosen Ton, der keine Zeit zum Nachdenken lässt und hastig eine Szene an die nächste reiht, so dass man völlig den Überblick verliert, wo in der Geschichte (oder besser: in welcher) man sich gerade befindet. Am Ende war ich genauso schlau wie vorher, mit dem Unterschied kostbare Lesezeit an diese für mich persönlich leider nichtssagende und abstrus-wirre Story verschenkt zu haben.

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Veröffentlicht am 08.09.2025

Unheimlich gut

Miasma - das Geheimnis von Clootie Close
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Ich bin hin- und hergerissen: einerseits war diese kurze Geschichte perfekt und auf den Punkt genau so wie sie war, andererseits hätte ich gerne noch mehr davon gelesen und mir einen ganzen Roman gewünscht, ...

Ich bin hin- und hergerissen: einerseits war diese kurze Geschichte perfekt und auf den Punkt genau so wie sie war, andererseits hätte ich gerne noch mehr davon gelesen und mir einen ganzen Roman gewünscht, in dem noch viel mehr Hintergrundinformation aus der Vergangenheit und noch mehr Handlung über das Ende hinaus in der Gegenwart beschrieben wären, und die Erzählweise auf zwei Zeitebenen hätte sich auch weiterhin durch das Buch ziehen können. Andererseits war die Story gerade in ihrer Kürze so gelungen, vor allem das abrupte, aber konsequente Ende hat mir dabei ausgesprochen gut gefallen, und es blieb immer noch ausreichend Raum für die historischen Details, die so grausig wie informativ waren. Fazit: hat mir richtig gut gefallen.

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Veröffentlicht am 08.09.2025

Vertrackter Fall

Am Ende des Sturms
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Dies ist mein erster Jan Tommen Krimi gewesen, und so war ich gespannt ob ich mich gut hineinfinden und mit dem eingespielten Team klarkommen würde. Das war aber insofern kein Problem, als die Handlung ...

Dies ist mein erster Jan Tommen Krimi gewesen, und so war ich gespannt ob ich mich gut hineinfinden und mit dem eingespielten Team klarkommen würde. Das war aber insofern kein Problem, als die Handlung sich vor allem um den Fall drehte - Jan Tommen und seine Leute blieben eher im Hintergrund. Und obwohl ich einen ganz guten Eindruck von der unkonventionellen Charlie und dem Computergenie bekam, blieb Jan Tommen bis zuletzt für mich nur ein Name ohne eine wirkliche Person dahinter, da man über ihn so gut wie nichts erfuhr. Das hat mich jetzt nicht wirklich gestört, aber doch verwundert, da er offensichtlich die Hauptperson der Reihe ist. Ein bisschen gestört haben mich die häufigen Teamtreffen - klar muss es die geben, aber da ging es zuallererst mal ums Essen, ein normales Meeting im Büro kam eigentlich nicht vor, das fand ich einfach unglaubwürdig. Letztlich fand ich es aber nicht schlimm, dass das Privatleben und die Persönlichkeiten des Teams zugunsten des Kriminalfalles quasi vernachlässigt wurden, denn dieser hatte es wirklich in sich und entwickelte sich zu einem sehr komplexen und interessanten Drama, das einige Überraschungen bereit hielt und gut ausgedacht war. Fazit: spannender Fall, aber wer ist Jan Tommen?

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Veröffentlicht am 02.09.2025

Insel des Todes

Death at Morning House
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Das Buch wird auf zwei Zeitebenen erzählt und hat dadurch gleich mal einen Pluspunkt von mir bekommen, da ich diese Erzählweise sehr mag. Wenn sich die Handlung in Gegenwart und Vergangenheit ähneln oder ...

Das Buch wird auf zwei Zeitebenen erzählt und hat dadurch gleich mal einen Pluspunkt von mir bekommen, da ich diese Erzählweise sehr mag. Wenn sich die Handlung in Gegenwart und Vergangenheit ähneln oder aufdecken, ist das immer sehr spannend und man kann miträtseln. Der Schreibstil war anfangs etwas eigenartig, da die Kombination aus historischem Krimi und jugendlicher Erzählweise so unterschiedlich wirkten, aber ich kam schnell in den Lesefluss und auch Marlowes oft wilde Gedanken- und Handlungssprünge konnten mich bald nur noch zum Schmunzeln bringen. Fand ich Marlowe anfangs etwas nervig, konnte mich ihre unbeholfene Art jedoch bald für sich einnehmen und ihr unsicheres Verhalten, vor allem aber ihre Entwicklung zu einer echten Persönlichkeit im Verlauf des Buches, war bemerkenswert.
Der historische Todesfall war sehr spannend, dramatisch und letztlich unerwartet, und ich wäre gerne noch tiefer in das Leben dieser merkwürdig tragischen Familie eingetaucht. Der Erzählstrang in der Gegenwart war dagegen vertrauter und irgendwie leichter, was wohl daran liegen mochte, dass so viele junge Leute untereinander waren. Aber auch hier gab es Drama um einen tragischen Todesfall der jüngeren Vergangenheit und die Rolle, die die einzelnen Jugendlichen dabei spielten. Auf jeden Fall war dieses Buch sehr ungewöhnlich geschrieben und die Handlung vermochte zu überraschen, daher werde ich es in guter Erinnerung behalten.

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Veröffentlicht am 02.09.2025

Verschenktes Potential

The Wrong Bride
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Den Plot des Buches fand ich eigentlich ganz unterhaltsam, allerdings war die Geschichte viel zu repetitiv und verlor dadurch schnell ihren Reiz. Zu Anfang und Ende überwog tatsächlich die voranschreitende ...

Den Plot des Buches fand ich eigentlich ganz unterhaltsam, allerdings war die Geschichte viel zu repetitiv und verlor dadurch schnell ihren Reiz. Zu Anfang und Ende überwog tatsächlich die voranschreitende Handlung, aber der Mittelteil zog sich von einer Bettszene zur nächsten, und mit jeder Wiederholung - die zudem immer gleich ablief - verflüchtigte sich auch das letzte Quäntchen Spice. Das Buch hätte locker über hundert Seiten gekürzt werden können, ohne wesentlichen Inhalt zu verlieren. Die Geschichte selbst hatte durchaus Potential, auch wenn die geplante Heirat der Familien sehr mittelalterlich wirkt und so gar nicht in die moderne Welt passen will. Aber irgendwie hat es doch gut funktioniert, und die Verwicklungen und Intrigen, die Raven und Ares durchmachen mussten, hatten es wirklich in sich. Die Charaktere waren zwar ein bisschen flach gezeichnet - nicht nur was ihre bevorzugte Position anging - aber trotzdem hatte das Ganze seinen Reiz, was vielleicht auch daran liegen mag dass ich dieses Genre nur alle Jubeljahre mal ansteuere. Fazit: die Handlung war gar nicht so übel ausgedacht, aber die Umsetzung hat Luft nach oben.

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