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Veröffentlicht am 06.06.2019

Wilde Geschichte

Die wilde Baumhausschule, Band 1: Raubtierzähmen für Anfänger
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Und wieder eine neue Tierbuchreihe, die wir natürlich sofort ausprobieren mussten - Tiergeschichten werden einfach nie langweilig. Und diesmal gibt es gleich einen ganzen Zoo voller Tiere, die noch dazu ...

Und wieder eine neue Tierbuchreihe, die wir natürlich sofort ausprobieren mussten - Tiergeschichten werden einfach nie langweilig. Und diesmal gibt es gleich einen ganzen Zoo voller Tiere, die noch dazu (fast) alle handzahm sind - welches Kind träumt nicht davon, auf einem Elefanten zu reiten oder einen Löwen zu streicheln? Das können in der Geschichte zumindest die Kinder aus Frau Paganottis Schulklasse, denn nachdem das Schulgebäude einstürzt, lädt die neue Mitschülerin Greta die ganze Klasse ein, auf dem Wilden Hügel Unterricht zu machen.

Spannend wird es, als der Zoo, der bald eröffnet werden soll, sabotiert wird. Sind das etwa ziemlich misslungene Streiche von Theo, dem Streiche-King der Klasse, der sich auf diese Art beliebt machen will? Aber als die Streiche aus dem Ruder laufen, wird schnell klar das mehr dahinter steckt...

Eine wilde Geschichte, die man natürlich nicht allzu genau nehmen darf, die dafür aber umso mehr Spaß macht und noch dazu ungemein spannend ist. Band zwei ist zum Glück auch schon erhältlich, so dass einem weiteren Besuch auf dem Wilden Hügel nichts im Wege steht.

Veröffentlicht am 03.06.2019

Spannend, lustig und sehr dramatisch

Kein Keks für Kobolde
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Ein für die Altersgruppe vergleichsweise anspruchsvolles, fast schon erwachsenes Buch, sowohl sprachlich als auch inhaltlich. Hier geht es nicht nur spannend und lustig zu, sondern auch ganz schön dramatisch. ...

Ein für die Altersgruppe vergleichsweise anspruchsvolles, fast schon erwachsenes Buch, sowohl sprachlich als auch inhaltlich. Hier geht es nicht nur spannend und lustig zu, sondern auch ganz schön dramatisch. Das hat beim Lesen immer wieder Diskussionen angeregt (Könnten die Kobolde wirklich verhungern? Wieso haben die Kobolde Angst Ratten? Wieso bestehlen die Kobolde ihre eigenen Artgenossen?...). Zudem mussten wir mehr als einmal unbedingt noch weiter lesen, weil man doch jetzt nicht einfach aufhören kann ohne zu wissen wie es an dieser spannenden Stelle weitergeht... Ein gutes Zeichen, dass der Geschichte nicht einfach nur zugehört wird, sondern dass sie auch zum Nachdenken anregt und vermutlich noch länger im Erinnerung bleibt.

Zwar ahnt man (zumindest als Erwachsener) dass am Ende alles gut ausgehen wird, aber bis dahin müssen die Kobolde Neunauge, Feuerkopf und Siebenpunkt einige gefährliche Abenteuer bestehen. Da gibt es die drohende Hungersnot im Winter und eine Horde bösartiger Kobolde, die andere Artgenossen gnadenlos ausrauben, gefangen nehmen und sogar versklaven. Aber unsere drei kleinen Helden lassen sich das nicht gefallen - und hecken einen ausgefeilten Plan aus, um es den Dieben heimzuzahlen. Dabei werden ganz nebenbei Werte wie Freundschaft, Zusammenhalt, Teilen und viel Mitgefühl vermittelt.

Veröffentlicht am 03.06.2019

Wohlfühlbuch

Inselküsse
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Bekanntes Schema in neuer Verpackung... Wer beim Lesen überrascht werden möchte, ist hier falsch, aber wer Wohlfühl-Unterhaltung zum Ein- und Abtauchen sucht, ist genau richtig. Das Muster ist altbewährt: ...

Bekanntes Schema in neuer Verpackung... Wer beim Lesen überrascht werden möchte, ist hier falsch, aber wer Wohlfühl-Unterhaltung zum Ein- und Abtauchen sucht, ist genau richtig. Das Muster ist altbewährt: eine von Schicksalsschlägen getroffene Frau zieht in ein neues Leben - und findet eine neue Liebe. Hier handelt es sich um Marie, die auf einen Schlag ihre Töpferwerkstatt und Wohnung verliert. Glücklicherweise besitzt Nachbarin Ruth ein Haus auf Rügen - und so zieht Marie samt Kindern und Ruth dort ein. Natürlich entpuppt sich das Haus erstmal als halbe Bruchbude, und natürlich gibt es aber auch einen äußerst attraktiven Nachbarn...

Das Ende kann man sich schon zu Anfang ausmalen, aber welche Farben die Autorin dafür gewählt hat, erfährt man eben nur beim Lesen. Welche Widrigkeiten muss also die hier gewählte Marie überwinden, um schließlich ihr persönliches Happy End zu finden?

Natürlich wimmelt auch dieses Buch von vielen unglaublichen 'Zufällen', die die Story zwar perfekt in die richtige Richtung vorantreiben, einer genaueren Betrachtung aber nicht standhalten können. Akzeptiert man aber, das Geschehen einfach hinzunehmen statt zu hinterfragen, kann man sich prima fallenlassen und einfach nur den Augenblick genießen. Von Zeit zu Zeit muss das einfach mal sein, und dann kommt ein Buch wie Inselküsse gerade recht.

Veröffentlicht am 27.05.2019

Überaschend - und gut

Witchmark. World Fantasy Award für den besten Fantasy-Roman des Jahres 2019
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Eine faszinierende Geschichte um Hexen und Magie mit historischem Flair und Steampunk-Anleihen. Miles Singer ist Arzt in einem Veteranenhospital, wo er Kriegsheimkehrer von ihren Traumata zu heilen versucht. ...

Eine faszinierende Geschichte um Hexen und Magie mit historischem Flair und Steampunk-Anleihen. Miles Singer ist Arzt in einem Veteranenhospital, wo er Kriegsheimkehrer von ihren Traumata zu heilen versucht. Die Begegnung mit einem sterbenden Mann, der vorgibt vergiftet worden zu sein, und der zudem Miles' Hexenmal erkennt, stellt seine Welt auf den Kopf. Gemeinsam mit Tristan Hunter, einem geheimnisvollen Gentleman, der bei dem Notfall dabei war, macht sich Miles auf die Suche nach Antworten - und sticht dabei in mehr als ein Wespennest. Dabei muss er sich auch seiner eigenen Vergangenheit und seiner Familie stellen, um am Ende eine ungeheuerliche und schockierende Entdeckung zu machen...

Die Mischung aus historischem Krimi, Steampunk und fantastischer Hexenmagie macht dieses Buch zu einem absolut fesselnden Leseerlebnis. Einzig die ausufernde Detailverliebtheit beim Beschreiben von Kleidung und Mobiliar (die ich in dieser Art und Weise vor allem bei Anne Rice kennen und fürchten gelernt habe) hat die Spannung manchmal ein wenig ausgebremst.

Die Welt, die die Autorin hier erschafft, ist absolut beeindruckend und in meinem Kopf liefen gleich die passenden Bilder ab, vorzugsweise in Sepia. Die Romanze, die sich im Laufe des Buches entwickelt, zeigt glücklicherweise ein passendes Maß an Zurückhaltung gegenüber der Handlung. Das Augenmerk bleibt immer auf die allgegenwärtige Magie gerichtet, die sich in einem spektakulären Finale entlädt. Ein gelungener Einstieg in eine neue Serie, die ich mit großem Interesse weiterverfolgen werde.

Veröffentlicht am 27.05.2019

Starker Anfang, aber lässt dann nach

THINK - Sie wissen, was du denkst! - Folge 1
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Was, wenn man die Gedanken anderer Menschen mitverfolgen könnte? Mittels neuester Technik wird dieses Verfahren an Straftätern getestet, die so von ihren Bewährungshelfern überwacht werden.

Think ist ...

Was, wenn man die Gedanken anderer Menschen mitverfolgen könnte? Mittels neuester Technik wird dieses Verfahren an Straftätern getestet, die so von ihren Bewährungshelfern überwacht werden.

Think ist Psychotherapeutin, arbeitet aber jetzt für das Programm. Ihr neuester Zugang ist der Kleinkriminelle Clay. Kurz nach seiner Entlassung wird seine Schwester tot aufgefunden, und natürlich ist Clay der erste Verdächtige. Doch Clay beteuert - per Gedankentransfer an Think - seine Unschuld und flieht. Wird es Think gelingen, Clay aufzuspüren? Und vor allem: kann sie ihm helfen, seine Unschuld zu beweisen?

Am Anfang hat mich das Buch total gefesselt - die Idee des Quorumets war faszinierend, zugleich aber auch erschreckend - die persönlichsten Gedanken werden übertragen, nichts bleibt mehr geheim. Kann man das verantworten, um so die Gefängnisse zu entlasten und weitere Kriminalität zu verhindern?
Mein Sympathieträger in diesem Buch war eindeutig Clay, der absolut 'echt' wirkte in seinem Denken und Handeln. Auch wenn ich dieses nicht immer gutheißen konnte, waren seine Motive mehr als nachvollziehbar.

Dagegen konnte ich Think nicht viel abgewinnen, sie blieb, obwohl sie ja die Hauptperson ist, immer irgendwie auf Distanz, schlicht gesagt: ich mochte sie einfach nicht.

Die Story entwickelte sich sehr rasant - passend zur Kürze des Buches - aber gegen Ende wurde es mir zu hektisch, so als würden einfach noch schnell einige Stationen (bzw. Verdächtige) auf der Liste abgehakt, bevor der richtige Mörder entlarvt wird. Da hätte man noch etwas mehr Zeit und Sorgfalt investieren können.

Fazit: interessante Idee, die aber im Laufe des Buches irgendwie auf der Strecke blieb. Die Umsetzung wirkte etwas lieblos und auf die Schnelle abgehandelt - oder wollte man sich hier unbedingt dem Serial-Format in kürzeren Episoden unterwerfen? Auch die Tatsache, dass ich mit Think nicht warm werden konnte, lässt mich am Ende nur zwei Sterne vergeben und zögern, ob ich das Serial weiterverfolgen möchte. Aber vielleicht gebe ich dem zweiten Teil noch eine Chance, mich vom Gegenteil zu überzeugen.

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