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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.04.2019

spannender Abschlussband

Nemesis
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CJ Townsend ist wieder - zum letzten Mal - auf der Jagd nach den Mördern der Snuff-Videos, die gegen Bezahlung angesehen und gekauft werden und verkommenen Männern mit viel Geld und perversen Neigungen.

Das ...

CJ Townsend ist wieder - zum letzten Mal - auf der Jagd nach den Mördern der Snuff-Videos, die gegen Bezahlung angesehen und gekauft werden und verkommenen Männern mit viel Geld und perversen Neigungen.

Das Cover ist genial. Es hat nicht unbedingt mit dem Titel und der Geschichte zu tun - außer mal sieht die Ermittlerin als den jagenden Panther - aber es ist einfach nur schön und ausgesprochen Krimitauglich.

Nachdem ich denvorhergehenden Teil nicht gelesen habe bin ich sehr zufrieden, dass ich trotzdem ohne große Probleme reingefunden habe. Frau Hoffmann passt in die Riege der Autorinnen, die kein Blatt vor den Mund nehmen und ähnlich wie Slaughter u.a. blutig und brutal ihre Morde beschreiben. Das ist schwer Kost. Und das ganze Thema Snuff ist widerlich und schwer zu verdauen. Aber wer das abkann, der kriegt einen spannenden und aktionreichen Thriller, in dem die Guten nicht vor Gewalt zurückschrecken, um die Bösen dingfest zu machen. Es ist eine Art Krieg der hier entbrennt, ein Kampf auf Leben und Tod und man kann das Buch nur schwer zur Seite legen.

Die Autorin macht durch ihr Ende ziemlich deutlich, dass die Reihe mit diesem Band für sie abgeschlossen ist. Das ist einerseits schade aber andererseit finde ich es schön, dass nicht jede Serie bis zum Abwinken fortgesetzt wird. Für mich nach dem ersten Band der gelungene Abschlussband und für Fans aber auch für Quereinsteiger durchaus geeignet.

Veröffentlicht am 07.03.2019

mittelmäßig

Abgeschlagen
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Abgeschlagen ist das Prequel zu Michael Tzokos Roman Abgeschnitten, der auch bereits verfilmt wurde. Ich habe das Buch nicht gelesen aber den Film gesehen. Da die Geschichte ja ca. 10 Jahre früher spielt, ...

Abgeschlagen ist das Prequel zu Michael Tzokos Roman Abgeschnitten, der auch bereits verfilmt wurde. Ich habe das Buch nicht gelesen aber den Film gesehen. Da die Geschichte ja ca. 10 Jahre früher spielt, muss man kein Vorwissen mitbringen und versäumt auch keine Entwicklung beim Hauptdarsteller Paul Herzfeld.

Der Plot des Romans beruht auf tatsächlichen Morden, die Tzokos für diese fiktive Geschichte aufgearbeitet hat. Er ist im realen Leben ja zuallererst Rechtsmediziner in der Charité Berlin. Das merkt man vor allem den Textstellen an, die direkt mit seinem Beruf zu tun haben. Hier geht er ins Detail, beschreibt sehr genau und professionell. Das ist sicherlich nichts für schwache Mägen aber für Thirllerfans wie mich durchaus interessant.

Ich weiß nicht, wie Tzokos gemeinsam mit Fitzek geschrieben hat, kann also nicht über die Unterschiede fachsimpeln. Ich hatte das Gefühl, dass die Story noch mehr unterfüttert werden hätten können. Die Figuren bleiben für meinen Geschmack etwas blass. Es gab auch keine überraschenden Wendungen sondern der Täter ist relativ früh schon im Visier des Lesers. Ein Thriller für zwischendurch. Aber nichts, was man unbedingt gelesen haben muss.

Veröffentlicht am 07.03.2019

unkonventionell

Stella
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"Stella" war mein erstes Buch von Takis Würger. Die große Resonanz in den Medien und Foren hat mich auf das Buch aufmerksam gemacht und ich habe es mir von einer Freundin geliehen. Die Optik ist schlicht ...

"Stella" war mein erstes Buch von Takis Würger. Die große Resonanz in den Medien und Foren hat mich auf das Buch aufmerksam gemacht und ich habe es mir von einer Freundin geliehen. Die Optik ist schlicht und ich fragte mich kurz, ob es ein tatsächliches Bild von Stella ist.

Der Schreibstil war interessant. Man merkt, meiner Meinung nach, dass der Autor ein versierter Journalist ist. Er versteht sich darauf, mit relativ wenigen Worten auch komplizierte und dramatische Geschehnisse zu beschreiben. Die Kunst des Andeutens und Weglassens beherrscht er ebenso wie passende Beschreibungen und schnörkellose Wahrheiten.

Meiner Meinung nach ist es in diesem Fall mal ausnahmsweise gar nicht schlecht, wenn an vorher etwas über die Hauptdarstellerin weiß, damit man ein bisschen reflektieren kann darüber, wie Takis Würger die Sache angeht, wie er erzählt, wie er sie darstellt und beschreibt. Anfangs fand ich das etwas dünn und blass aber nach und nach habe ich erkannt, dass hier vor allem die Ambivalenz von Stella erzählt wurde und die unterschiedlichen Gefühle, die sie in den Menschen auslöst, die von ihrem Leben und ihren Taten hören.

Ein nicht ganz leicht verdauliches Thema, ungewöhnlich aufbereitet. Regt zum Nachdenken und Nachforschen an.

Veröffentlicht am 07.03.2019

grandios

Liebes Kind
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Liebes Kind von Romy Hausmann ist ein Thriller-Debut der Extraklasse. Dank vorablesen bin ich hier auf eine Autorin aufmerksam geworden, die ihr Handwerk versteht und den Leser von der ersten Seite an ...

Liebes Kind von Romy Hausmann ist ein Thriller-Debut der Extraklasse. Dank vorablesen bin ich hier auf eine Autorin aufmerksam geworden, die ihr Handwerk versteht und den Leser von der ersten Seite an zu fesseln weiß.

Die Geschichte ist so dramatisch wie traurig. Eine Frau und zwei kleine Kinder werden Jahre lang in einer hermetisch abgeschlossenen Hütte gefangen gehalten. Erst eine schwere Erkrankung der Frau führt dazu, dass die Freiheit greifbar wird. Aus wechselnden Perspektiven wird hier ein Thriller erzählt, der auch die leisen Töne beherrscht und den Leser bis in seine Träume verfolgen kann. Die Traumata der Gefangenen sind so gravierend und so gut beschrieben, dass man Beklemmungen und Ängste nachvollziehen kann. Es ist ein Buch, welches man nicht aus der Hand legen möchte, eines welches an der Menschheit zweifeln lässt, weil man um die wahren Fälle solcher Opfer weiß. Immer wieder musste ich an das Mädchen Kampusch denken, die viele Jahre lang darum gekämpft hat, wieder ins normale Leben zu finden und es doch wohl nie mehr ganz erreichen wird.

Ich würde den Hauptdarstellern dieser Geschichte wünschen, dass sie es mal besser haben. Das Ende der Story ist logisch und spannend und ich bin rund herum begeistert von „Liebes Kind“.

Veröffentlicht am 26.02.2019

Joona gegen Jurek

Lazarus
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Wer, wie ich, Kommissar Joona und seine Kollegin Saga seit nun sechs Bänden mit Begeisterung liest, der kommt auch am siebten Band "Lazarus" nicht lange vorbei. Der Titel gibt bereits preis, dass der Psychopath ...

Wer, wie ich, Kommissar Joona und seine Kollegin Saga seit nun sechs Bänden mit Begeisterung liest, der kommt auch am siebten Band "Lazarus" nicht lange vorbei. Der Titel gibt bereits preis, dass der Psychopath Jurek die Schüsse im letzten Teil überlebt hat. Diesen Spoiler verrät ja bereits der Klappentext und Fans hatten es ja geahnt, dass das dicke Ende noch kommt.

Gewohnt gradlinig steigt das Autorenduo in die Story ein und der Leser wird ziemlich schnell in eine Achterbahn der Gefühle gepresst, denn der Mörder hat sich neue Helfer gesucht und will sich an Joona und Saga rächen. Wie immer tut er das, in dem er den Zielpersonen ihre liebsten Menschen entführt und lebendig begräbt. Eine fürchterliche Vorstellung. Um seine Tochter zu schützen, setzt Joona sich erst mal ins Ausland ab und versucht sich mit ihr zu verstecken, bis Saga den Mörder gefasst hat. Aber natürlich läuft alles anders als geplant und Jurek ist schneller, schlauer und grausamer, als die Ermittler gedacht haben. Und er ist nicht alleine unterwegs.

Na, das klingt doch gut, oder. Ich will nicht verschweigen, dass Lars Kepler zwar Meister der Spannung aber nicht unbedingt Meister im Aufbau eines logisch-realistischen Plots sind. Es gibt so einiges, was dem geübten Krimileser seltsam vorkommt. Jurek ist der perfekte Bösewicht, der Polizei immer - wirklich immer - zwei Schritte voraus. Er hackt Internetprofile, beschattet ganze Polizeieinheiten unbemerkt, hört scheinbar jedes Telefongespräch ab, kennt jede noch so gut verschlossene Polizeiakte, spielt seine Gegner gegeneinander aus. Das ist sicherlich dem ein oder anderen too much. Da die Story aber trotz allem so gut geschrieben und so verflixt spannend ist, habe ich dies den Autoren weitgehend nachgesehen. Hier ging es nicht um Plausibilität sondern um Action und die sitzt, ist hart, blutig und rasant.

Dennoch ziehe ich einen halben Stern ab, denn der Showdown kam mir dann viel zu kurz und das Aufeinandertreffen der Kontrahenten hätte man viel mehr auskosten können. Und wer da am Ende so alles stirbt, das ist wirklich für einen Fan schwere Kost. Und ohne zu viel zu verraten, weiß ich nicht, ob ich mich jetzt nach einer baldigen Fortsetzung sehnen soll, um klarer zu sehen, oder ob ich einfach mein Entsetzen erst mal verdauen sollte.

Mein Fazit: Für Fans ein Muss! Für Leser, die gerne wieder mal einen richtig spannenden Thriller mit kleinen Schwächen lesen wollen, eine dicke Leseempfehlung. Nichts für Liebhaber kuscheliger Krimis und Happy-End-Freunde.

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