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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.08.2021

Absolutes Jahreshighlight – sprach- und bildgewaltige, dramatische Geschichte

Von hier bis zum Anfang
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Nachdem ich die Geschichte gelesen habe, empfinde ich das Buchcover als sehr passend. Der Verlauf im Sonnenaufgang, der riesige Titel, mit den harmonischen Farben – das alles passt hervorragend.

Das Buch ...

Nachdem ich die Geschichte gelesen habe, empfinde ich das Buchcover als sehr passend. Der Verlauf im Sonnenaufgang, der riesige Titel, mit den harmonischen Farben – das alles passt hervorragend.

Das Buch war das erste des Autors für mich und ich bin restlos begeistert! Der Schreibstil ist wirklich großartig und bietet ein sprach- und bildgewaltiges Erlebnis. Auch wenn der Ton manchmal etwas rauer ist, stört das beim Lesen nicht, weil es absolut authentisch ist. Obwohl das Thema und die Vernachlässigung der Kinder wirklich sehr traurig sind und direkt ins Herz gehen, empfand ich das Buch nicht als sehr bedrückend oder schwer zu lesen. Die Geschichte ist vielmehr sehr bewegend, tiefgründig und konnte mich durch ihre Tragik und die sehr starken und originellen Charaktere sehr begeistern. Am meisten stachen für mich die junge Duchess mit ihrem eisernen Willen und der treue Walk mit seiner unendlichen Gutmütigkeit heraus. Aber auch der Mörder Vincent bietet ungeahnte Facetten. Das macht das Buch zu etwas ganz besonderem, das man nicht so schnell wieder vergisst.

Die Geschichte ist an Dramatik kaum zu übertreffen und trotzdem ist es dem Autor gelungen, es nicht künstlich oder ausgedacht erscheinen zu lassen, was absolut bewundernswert ist. Mit dem Verlauf der Geschichte hatte ich überhaupt nicht gerechnet, sodass es nicht nur sprachlich Überraschungen bereit hielt. An dieser Stelle auch ein großes Lob an die Übersetzerin, die tolle Arbeit geleistet hat!

Mitreißend, tiefgründig, tragisch, überraschend und so besonders – dieses grandiose Buch werde ich garantiert noch einmal lesen und empfehle es von Herzen weiter!

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Veröffentlicht am 07.08.2021

Wohlfühlbuch mit berührender Geschichte über die Kraft der Liebe

Als der Sommer verschwand
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"Als der Sommer verschwand" ist für mich der Inbegriff eines berührenden, sommerlichen, Cozy-Romans. Der Schreibstil vermittelt die wunderbare irische Atmosphäre einfach perfekt, sodass man sich in dieses ...

"Als der Sommer verschwand" ist für mich der Inbegriff eines berührenden, sommerlichen, Cozy-Romans. Der Schreibstil vermittelt die wunderbare irische Atmosphäre einfach perfekt, sodass man sich in dieses wunderschöne Setting träumen kann und am liebsten selbst in den kleinen Ort reisen möchte.

Das gesamte Buch lässt sich sehr flüssig und gut lesen und ist an keiner Stelle langatmig, was mir sehr gefallen hat! Der Schreibstil ist bildhaft, emotional und enthält an der einen oder anderen Stelle auch eine Prise Humor. Eine ganz tolle Mischung!

Sehr gefallen haben mir auch die wunderbaren Charaktere. Angefangen bei Clara, die ich sofort sympathisch fand, über den Iren Jon zu Oscar und Delia, die ich während des Lesens alle ins Herz schließen konnte.
Die Geschichte selbst ist sehr berührend und emotional, weshalb ich die ganze Zeit ordentlich am mit fiebern war.

Und obwohl man damit rechnet, dass eine Geschichte dieser Art vorhersehbar sein könnte, hat sie mich an der ein oder anderen Stelle doch noch überraschen können.

Von mir bekommt das Buch deshalb verdiente 5 Sterne und eine ganz klare Weiterempfehlung! :)

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Veröffentlicht am 05.08.2021

Wie ein Lichtschimmer in der Dunkelheit

The Comfort Book – Gedanken, die mir Hoffnung machen
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Die Bücher von Matt Haig mag ich immer sehr gern, weil er es einfach schafft besondere Geschichten zu schreiben, die sowohl tiefgründig, als auch sehr berührend sind und außerdem zum Nachdenken anregen.
Das ...

Die Bücher von Matt Haig mag ich immer sehr gern, weil er es einfach schafft besondere Geschichten zu schreiben, die sowohl tiefgründig, als auch sehr berührend sind und außerdem zum Nachdenken anregen.
Das Comfort Book ist keine zusammenhängende Geschichte, allerdings bleibt der Autor auch hier seinem Schreibstil und sich selbst treu. Man kann das Buch einfach aufschlagen und los lesen, ganz klassisch von vorne beginnen oder aber von hinten anfangen zu lesen. Das Buch enthält eine Menge "Seelenfutter" sei es in kurzen Texten, Poesie, Filmen, Literatur, Philosophie oder ganz alltäglichem. Mir persönlich hat das Buch gefallen, weil es so ehrlich und authentisch ist. Der Autor hatte selbst jahrelang mit schweren Depressionen und Angststörungen zu tun und geht damit sehr offen und aufrichtig um und berichtet zwischendurch immer wieder von seinen Erfahrungen und Gefühlen. Besonders gut finde ich dabei, dass das Buch beim Lesen nicht runter zieht, obwohl die angesprochenen Themen wirklich hart sind. Ich konnte aus dem Buch einiges für mich mitnehmen.

Für mich war das Buch wie ein zarter Lichtschimmer in der Dunkelheit und ich werde es bei Bedarf auf jeden Fall noch einmal lesen oder zu Rate ziehen. Deshalb empfehle ich es uneingeschränkt weiter!

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Veröffentlicht am 04.08.2021

Wundervoller Auftakt in die Trilogie

Vielleicht jetzt (Vielleicht-Trilogie, Band 1)
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Der Auftakt in die Vielleicht-Trilogie von Carolin Wahl ist sehr gelungen und mit Bries und Tonis Geschichte hat sie einen starken Einstieg geschaffen.

Das gesamte Buch ließ sich sehr flüssig lesen, die ...

Der Auftakt in die Vielleicht-Trilogie von Carolin Wahl ist sehr gelungen und mit Bries und Tonis Geschichte hat sie einen starken Einstieg geschaffen.

Das gesamte Buch ließ sich sehr flüssig lesen, die Emotionen werden beim Lesen sehr gut transportiert und es gibt sehr gefühlvolle und schöne Momente, die einen richtig mit fiebern lassen. Aber auch humorvolle Töne werden getroffen, sodass es eine richtig gute Mischung ergibt.
Ab und an gab es ein paar kleine Wort- bzw. Satzwiederholungen, das hat aber nicht doll gestört.
Zur Geschichte selbst möchte ich eigentlich gar nichts verraten. An einigen Stellen ist sie etwas vorhersehbar, was aber auch (wie ich finde) dem Genre geschuldet ist. Langweilig oder langatmig wurde das Buch trotzdem an keiner Stelle für mich, was ich als sehr positiv empfinde.

Sehr gefallen hat mir außerdem, dass im Buch die körperliche Beziehung der beiden nicht im Vordergrund steht, sondern es vorwiegend um die Verbindung auf Gefühlsebene geht. Wie im echten Leben sind beide Charaktere nicht perfekt und haben ein Päckchen, dass sie mit sich tragen. Nach und nach lernen wir beide besser kennen und erfahren einiges über ihr Leben, ihre Wünsche und auch ihre Ängste. Das hat es sehr authentisch und realistisch gemacht. Vor allem, weil die Charaktere absolut nicht klischeehaft wirken, sondern sehr originell.

Im Buch lernen wir außerdem auch schon die Protagonist:innen der weiteren zwei Bände kennen (die ich ebenfalls direkt ins Herz schließen konnte) und ich bin vor allem auf die Geschichte von Joana und Kilian super gespannt. Generell sind die Charaktere im Buch alle sehr vielschichtig, authentisch und sympathisch, weshalb ich mich schon sehr auf die Folgebände freue!

Wer eine mitreißende und originelle NA-Geschichte mit tollen Charakteren sucht, sollte hier nicht lang überlegen und das Buch selbst lesen. Von mir gibt es eine klare Weiterempfehlung!

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Veröffentlicht am 02.08.2021

Aus der tollen Buchidee hätte man mehr rausholen können

Der dunkle Schwarm
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In dem Buch finden wir uns in einer dystopischen Zukunftswelt wieder, in der das System eine absolute Klassengesellschaft geworden ist und die Armen zu einem schrecklichen Leben verdammt sind und sich ...

In dem Buch finden wir uns in einer dystopischen Zukunftswelt wieder, in der das System eine absolute Klassengesellschaft geworden ist und die Armen zu einem schrecklichen Leben verdammt sind und sich z. B. auf dem Mars tot schuften müssen. In dieser Welt ist vor allem die Technologie extrem fortgeschritten, was dazu führt, dass Gehirne über Chips verfügen, die Kommunikation über diese Chips erfolgen kann, man seine Gefühle nicht mehr ausdrücken muss, sondern einfach übermitteln kann und vieles mehr. Das Konzept dahinter habe ich als unheimlich spannend und vielschichtig wahrgenommen. Leider wird es innerhalb des Buches oft nicht gut genug erklärt, sodass die Handlung an einem vorbei rast und man extrem aufmerksam lesen muss, aber selbst dann nicht alles versteht. Das finde ich super schade, denn das Potential war definitiv da und ein paar Seiten mehr hätten dem Buch nicht geschadet (im Gegenteil). Anfangs fällt das noch nicht so auf, da dort mehr Erklärungen erfolgen, aber ab ca. der Hälfte passiert so viel auf einmal, dass es bis zum Ende einfach immer chaotischer wurde und die Ereignisse nur so auf die Leser:innen einprasseln. Mir persönlich hat das nicht gefallen und für mich vieles kaputt gemacht.

Der Schreibstil ist größtenteils gut, was mich allerdings extrem gestört hat, waren die Anhäufungen des Wortes „scheiße“, die vor allem im letzten Drittel sehr auffällig waren. Da fragt man sich beim Lesen dann, wieso die Autorin, wenn sie schon so viel fluchen muss, nicht zumindest andere Wörter einbringen könnte. So war es recht anstrengend und hat den Lesefluss gestört. Ab und an habe ich mich noch an ein paar unschönen Formulierungen gestört, wie z. B. das Menschen „spontan gestorben sind“. Bis auf diese Aussetzer gefiel mir der Stil aber gut.

Mit den Charakteren hatte ich ebenfalls etwas meine Schwierigkeiten. Ich mag es nämlich, wenn man Gedanken und Gefühle der Protagonist:innen vermittelt bekommt, was hier nicht wirklich stattgefunden hat. Obwohl die Protagonistin ein Mensch ist, wirkte sie die meiste Zeit eher roboterhaft auf mich und war dann auch über normale menschliche Reaktionen oft erstaunt. Das hat sie für mich sehr unnahbar gemacht und ich konnte nicht richtig mit ihr sympathisieren.

Am Ende blieben für mich bestimmt 15 Fragen offen ... fairerweise muss man aber auch sagen, dass es einen zweiten Band geben wird und die Fragen vielleicht dann noch geklärt werden?! Zumindest teilweise könnte ich mir das vorstellen.

Für mich hätte das Buch mit seiner Idee und seinem Setting Potential zu einem 5 Sterne Buch gehabt, leider wurde das Potential nicht ausreichend ausgeschöpft, weshalb ich nur 2,5 Sterne vergeben kann, was ich selbst total schade finde.

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