Profilbild von nasa2000

nasa2000

Lesejury Star
offline

nasa2000 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit nasa2000 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.05.2023

Die APP

Die App – Sie kennen dich. Sie wissen, wo du wohnst.
0

Die APP von Arno Strobel ist ein Thriller mit einem aktuellem Thema das auch immer beliebter wird. Ich stand dem Smart Home Konzept schon immer etwas kritisch gegenüber und nach dem Thriller bleibt es ...

Die APP von Arno Strobel ist ein Thriller mit einem aktuellem Thema das auch immer beliebter wird. Ich stand dem Smart Home Konzept schon immer etwas kritisch gegenüber und nach dem Thriller bleibt es auch so.

Hendrik ist Arzt und wird in der Nacht zu einer Not OP gerufen. Als er wieder nach Hause kommt ist seine Verlobte spurlos verschwunden. Es gibt keine Einbruchsspuren oder andere Hinweise darauf was mit Linda passiert ist. Die Polizei will nichts unternehmen obwohl Hendrik sich sicher ist das Linda nicht freiwillig gegangen ist. Unerwartet bekommt er Hilfe von zwei Frauen die ihn auf weitere ähnliche Fälle aufmerksam machen und ihn dabei auf sein Smart Home System Adam hinweisen. Kann es sein das sich jemand in dieses sichere System gehackt hat um Linda zu entführen? Wenn ja warum? Was will der Entführer von ihnen?

Ich bin wieder gewohnt schnell in das Buch rein gekommen. Arno Strobel hat einen tollen, leichten und spannenden Schreibstil. Die Seiten fliegen nur so dahin. Er verwendet einige Wirrungen, Perspektivenwechsel und Cliffhanger um die Spannung aufrecht zu erhalten. Die Thematik rund um die Smart Home Technik ist komplex und zeigt einige Risiken auf an die man oft nicht denkt. Das Buch zeigt deutlich das nicht immer selbst die Kontrolle hat. Es ist echt beängstigend darüber zu lesen wie so ein System gehackt werden kann um es für kriminelle Dinge zu nutzen.

Ungefähr ab der Hälfte des Buches war mir klar um was es eigentlich ging. Dies machte mir beim Lesen aber nicht so viel aus. Auch wenn es dadurch etwas vorhersehbar war, war es doch bis zum Schluss spannend. Auch die Frage wem Hendrik trauen kann und wem nicht. Ich schwankte immer wieder zwischen zwei Personen hin und her. Dieses Verwirrspiel hat der Autor drauf.

Ein spannender Thriller mit einem aktuellen Thema, dass sich schnell lesen lässt und einem ab und an auch eine Gänsehaut des Grauens verursacht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.05.2023

Der Sommer der Blaubeeren

Der Sommer der Blaubeeren
0

Der Sommer der Blaubeeren von Mary Simses ist ihr Debütroman. Ich habe schon ein anderes Werk von ihr gelesen und war neugierig auf ihren ersten Roman. Es ist ein gemütlicher Wohlfühlroman den man gut ...

Der Sommer der Blaubeeren von Mary Simses ist ihr Debütroman. Ich habe schon ein anderes Werk von ihr gelesen und war neugierig auf ihren ersten Roman. Es ist ein gemütlicher Wohlfühlroman den man gut lesen kann.

Ellen reist von New York in den kleinen Küstenort Beacon in Maine. Dort will sie den letzten Wunsch ihrer Großmutter erfüllen. Sie soll einen Brief übergeben und hofft dies schnell erledigen zu können. Doch das Vorhaben gestaltet sich etwas schwieriger und das kleine Örtchen verzaubert Ellen. Zudem kommen Geheimnisse ihrer Großmutter zu Tage.

Der Schreibstil ist flüssig und leicht. Ich habe schnell in das Buch rein gefunden und war mit Ellen in Beacon. Die Autorin hat einen tolle malerischen Stil. So konnte man sich den Ort, die Blaubeerfarm und die Personen gut vorstellen. Auch konnte man mit den Personen mitfühlen. Die Story ist zwar vorhersehbar und eigentlich weiß man schon am Anfang wie es ausgehen wird, aber dies finde ich hier nicht so schlimm. Es ist eben ein kurzweiliger, Wohlfühl-, Sommerroman der sich schnell und gut lesen lässt. Auch das Geheimnis der Oma ist vielleicht etwas trivial und auch keine wirkliche Überraschung aber es passt am Ende alles zusammen.

Die Personen sind alle authentisch und sympathisch beschreibt. Man kann jeden gut verstehen und die Handlungen nachvollziehen.

Die Autorin schafft es Fernweh zu erzeugen und den Leser in einen kleinen Ort zu entführen. Dort verbringt der Leser zusammen mit den Protagonisten eine Woche mit kleinen Glücksmomenten, Verwirrungen und warmherzigen Menschen.

Eine emotionale, lustige und leichte Lektüre so kann man diesen Roman am besten Zusammenfassen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.05.2023

Dornteufel

Dornteufel
0

Dornteufel von Eva Almstädt ist ein Thriller mit einem interessanten Thema. Da ich Ihre Ostseereihe kenne und diese auch sehr gerne lese, habe ich mich auf Dornteufel gefreut. Doch leider konnte mich dieser ...

Dornteufel von Eva Almstädt ist ein Thriller mit einem interessanten Thema. Da ich Ihre Ostseereihe kenne und diese auch sehr gerne lese, habe ich mich auf Dornteufel gefreut. Doch leider konnte mich dieser Thriller so gar nicht packen und überzeugen.

Julia Bruck ist Ingenieurin und soll für eine Kosmetikfirma in Indien die Klimaanlagen der Labore überprüfen. Dabei stößt sie auf Ungereimtheiten und macht auch eine ungeheuerliche und tödliche Entdeckung. Gleichzeitig stürzt sich in Manhattan eine junge Frau in den Tod. Doch ihr Gesicht sieht aus wie das einer alten Frau. Haben die Vorfälle etwas miteinander zu tun?

Der Schreibstil ist wie gewohnt leicht und flüssig. Auch die Vortragsweise von Stephan Benson ist angenehm und unaufgeregt. Leider kam bei mir überhaupt keine Spannung auf. Es gibt viele Perspektivenwechsel und Handlungsstränge. Normalerweise stellt sich dadurch ja schon eine gewisse Spannung ein, hier leider nicht. Eher verwirrte mich manchmal der Wechsel. Eben war ich noch in Indien, plötzlich ist man in den USA, dann in Frankreich und plötzlich in Deutschland oder mitten auf dem Meer. Immer wieder wurde zwischen den Orten und auch den Personen gesprungen.

Leider wirkte das Buch etwas konstruiert, abstrus und vorhersehbar. Obwohl die Thematik sehr authentisch ist und man sich gut vorstellen kann das ei Unternehmen zu solchen Mitteln greift. Es geht um Korruption, Macht, Flüchtlinge, Krankheit, Menschenhandel und geheime Forschung. Vielleicht waren es einfach zu viele Themen für ein Buch.

Die Protagonisten waren mir alle zu unnahbar und oberflächlich. Ich habe zu keinem eine Beziehung aufbauen können. Wahrscheinlich liegt es auch daran, dass es zwar quasi eine Hauptfigur gab diese aber sehr blass wirkte und eigentlich genauso viel Spielraum im Buch hatte wie alle andern auch.

Bis zum Schluss fragte ich mich auch immer wieder was der Titel mit dem Inhalt des Buches zu tun hatte. Denn der Dornteufel spielt wenn überhaupt nur eine minimale Rolle, indem er zwei höchstens dreimal erwähnt wurde. Für mich gab es keinen Zusammenhang zwischen Titel und Inhalt des Buches.

Leider war dieser Thriller Ausflug mit Eva Almstädt kein guter. Ihre Ostsee Krimi Reihe kann ich aber empfehlen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.05.2023

Somerset

SOMERSET. Sehnsucht und Skandal (1)
0

Somerset Sehnsucht und Skandal von Emma Hunter ist der Auftakt einer Regancy Roman Reihe. Alle Bücher der Reihe sind in sich abgeschlossen und lassen sich separat lesen. Nachdem ich Teil 2 letztes Jahr ...

Somerset Sehnsucht und Skandal von Emma Hunter ist der Auftakt einer Regancy Roman Reihe. Alle Bücher der Reihe sind in sich abgeschlossen und lassen sich separat lesen. Nachdem ich Teil 2 letztes Jahr gelesen hatte musste ich auch Teil 1 lesen und Teil 3 liegt hier auch schon bereit.

Isabella flüchtet von ihren Eltern nach Bath zu ihrer Tante um dort einen Mann zu finden. Sie muss unbedingt heiraten um die Schande die sie vor einem Jahr über sich brachte wieder gut zu machen. Da Isabella aber eine junge forsche Frau ist, die auch Interessengebiete hat die sich für eine Frau nicht ziemen fällt es ihr schwer sich unterzuordnen. Auch lernt sie den charismatischen aber auch sehr unkonventionellen Tuchhändler Alexander kennen. Nun steht Isabella zwischen Liebe und Vernunft.

Ich mag den Schreibstil der Autorin. Er ist locker, leicht, flüssig und bildhaft. So kam ich gut in die Geschichte rein und konnte sie quasi miterleben. Zudem schafft sie es das Gefühl des 18 Jahrhunderts zu transportieren.

Das Buch ist aus der Sicht Isabellas und Alexander geschrieben. Dadurch bekommt man immer wieder neue Einblicke und auch eine gewisse Spannung wird aufgebaut. Es werden viele Themen aufgegriffen wie Freundschaft, die Rolle der Frau, Gerechtigkeit und Schmuggel uvm.

Das Setting, der historische Flair und die Geheimnisse machen das Buch zu einem wahren Lesegenuss. Man erlebt auf den 600 Seiten Hochs und Tiefs und fühlt mit den jeweiligen Protagonisten mit. Es gab ab und an ein paar Längen und auch ein paar Szenen die, für mich, unnötig waren, aber das störte den Lesefluss nicht.

Auch die Protagonisten waren alle sehr authentisch, lebendig und sympathisch geschildert. So hat man mit Isabella eine junge, wissbegierige Frau und mit Alexander einen etwas mürrischen und unnahbaren Mann. Aber auch die Nebencharaktere sind gut ausgearbeitet und beleben die Geschichte.

Ein toller Auftakt einer Regancy Reihe, ich war begeistert. Eine klare Leseempfehlung von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.05.2023

Elternabend

Elternabend
0

Elternabend Kein Thriller von Sebastian Fitzek ist ein humorvoller Roman mit vielen wichtigen und ernsten Themen. Es wird auf Mobbing, Selbstmord und Depressionen Bezug genommen aber auch andere wichtige ...

Elternabend Kein Thriller von Sebastian Fitzek ist ein humorvoller Roman mit vielen wichtigen und ernsten Themen. Es wird auf Mobbing, Selbstmord und Depressionen Bezug genommen aber auch andere wichtige Themen werden erwähnt. Dies in einem humorvollen aber ernsten Rahmen zu bringen ist eine Herausforderung. Aber Fitzek ist es gelungen.

Sascha Nebel will einen SUV klauen, noch während er im Auto sitzt kommt eine Frau mit einem Baseballschläger und demoliert den Wagen. Gleichzeitig treffen Klimaaktivisten und die Polizei ein. Nun ist Sascha eingekeilt und flieht mit der Keulenschwingenden Frau. Kurz darauf treffen sie auf eine Reisegruppe die aus Eltern bestehen und auf dem Weg zu einem Elternabend-Wochenende sind. Mitten drin Sascha und „Wilma“ Die für Eltern eines Jungen der Klasse gehalten werden.

Der Schreibstil ist leicht, witzig und bringt einem immer wieder zum Lachen. Ich bin gut in das Buch gestartet und wurde auch gut unterhalten. Es wirkt stellenweise etwas überspitzt, aber es passt einfach. Die Geschichte wird in kurzen Kapiteln aus der Sicht von Sascha erzählt. Ab und an gibt es auch mal ein Kapitel die aus der Sicht der Polizei. Aufgelockert wird das Buch auch durch die kleinen Skizzen vor jedem Kapitel die eigentlich schon Anzeigen um was es darin in etwa geht.

Die Protagonisten in dem Buch waren alle auch etwas klischeehaft und drüber dargestellt, aber dies machte das Buch nur um so unterhaltsamer.

Ein Buch was mich gut unterhalten hat, witzig ist und Tiefgang hat.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere