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Veröffentlicht am 08.08.2018

Cherringham - Das Geheimnis von Mogdon Manor

Cherringham - Folge 02
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Cherringham - Das Geheimnis von Mogdon Manor ist der zweite Kurzkrimi der Autoren Neil Richards und Matthew Costello. Er besticht durch seine charismatische Regionalität von Cherringham und dem Ermittlerduo ...

Cherringham - Das Geheimnis von Mogdon Manor ist der zweite Kurzkrimi der Autoren Neil Richards und Matthew Costello. Er besticht durch seine charismatische Regionalität von Cherringham und dem Ermittlerduo Sarah und Jack.

Unfall oder Mord? Das ist die Frage die sich Jack und Sarah nach einem ungewöhnlichen Brand stellen. Bei diesem kam der Eigentümer von Mogdon Manor ums Leben und nun stehen seine drei Kinder schon bereit ihr Erbe zu übernehmen. Aber der Pflegerin kommen Zweifel und bittet darum das Sarah und Jack sich das genauer angucken. Und diese fördern ein altes Geheimnis zu Tage.

Das Hörbuch hat sich schnell und gut hören lassen. Die Kapitel sind nur so dahin geflogen. Gerade durch die sehr ruhige und angenehme Stimme von Sabina Godec ist man gefesselt. Aber auch durch die sehr gut eingearbeitete subtile Spannung, die die Autoren benutzen macht das hören Spass.

Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und beschrieben. So kann man sich die Alleinerziehende Sarah gut vorstellen, die neben Beruf und Kindern auch noch ermittelt. Auch Jack ist sehr sympathisch geschildert, der ehemalige New Yorker Polizist wollte eigentlich nur seinen Ruhestand genießen. Aber so ganz ohne Ermittlungen scheint es bei ihm nie zu gehen.

Veröffentlicht am 01.08.2018

Cherringham Mord auf der Themse

Cherringham - Folge 01
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Cherringham - Mord an der Themse von Matthew Costello und Neil Richards ist der Auftakt einer Cosy Crime Serie. Man bekommt einen ersten sehr guten Eindruck von den Ermittlern und der Gegend.

In der ...

Cherringham - Mord an der Themse von Matthew Costello und Neil Richards ist der Auftakt einer Cosy Crime Serie. Man bekommt einen ersten sehr guten Eindruck von den Ermittlern und der Gegend.

In der kleinen englischen, idyllischen Stadt Cherringham wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Alles spricht für Selbstmord beziehungsweise für einen Unfall. Doch ihre Freundin Sarah kann da nicht wirklich dran glauben. Als sie dem ehemaligen New Yorker Polizisten Jack trifft ist sie in ihrer Annahme noch bestärkt das es Mord war. Also beginnen die zwei auf eigene Faust zu ermitteln.

Es ist ein gemütlicher Krimi für zwischendurch. Er besticht durch seine subtile Spannung, einem tollen Ermittlerduo und einer guten Story. Gerade das Hörbuch lässt sich super zwischendurch hören. Die Stimme von Sabrina Godec ist sehr angenehm zu hören. Man findet schnell in die Geschichte rein und kann allem gut folgen. Die Charaktere sind sehr sympathischen und lebendig so konnte ich Sarah und Jack vor meinem geistigen Auge sehen.

Ein toller Auftakt zu einer Serie die ich bestimmt weiter verfolgen werde.

Veröffentlicht am 27.07.2018

Die Meisterdiebin

Die Meisterdiebin
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Auf „Die Meisterdiebin“ von Tess Gerritsen bin ich zufällig gestoßen, als ich auf der Suche nach einem neuen Hörbuch war. Ich kannte die Autorin schon und habe auch ein paar Bücher von ihr gelesen gehabt. ...

Auf „Die Meisterdiebin“ von Tess Gerritsen bin ich zufällig gestoßen, als ich auf der Suche nach einem neuen Hörbuch war. Ich kannte die Autorin schon und habe auch ein paar Bücher von ihr gelesen gehabt. Muss aber sagen, dass dieses nicht unbedingt eines ihrer besten ist. Vielleicht lag es auch an dem ungekürzten Hörbuch, aber viel konnte ich dem nicht abgewinnen.

Clea ist auf der Suche nach einem Dolch der „Auge von Kaschmir“ heißt, dafür bricht sie in ein Haus ein und ist verwundert als sie dort einen weiteren Einbrecher vorfindet. Dieser ist Jordan Travistock der für eine Bekannte kompromittierende Briefe stellen soll. Beide sind überrascht und müssen zusammen fliehen als der Butler des Hauses darauf aufmerksam wird. Kurze Zeit später wird auf Clea ein Bombenattentat verübt den sie überlebt. Jordan ist davon überzeugt das Clea nicht das ist was sie vorgibt aber unbedingt Hilfe braucht und sie so in ihrer suche unterstützt.

Ich habe das Hörbuch einmal abgebrochen und dann noch ein zweites mal mein Glück versucht. Es beginnt eigentlich ganz spannend, aber driftet schnell in eine actiongeladene Liebesgeschichte ab. Die nur so vor Kitsch sprüht. Was ich ehrlich gesagt nicht vermutet hätte. Spannung kam hin und wieder mal auf wurde aber dann auch schnell wieder raus genommen. Zudem gab es gerade zum Schluss einige Szenen die für mich unrealistisch und konstruiert vorkamen.

Der Erzähler hatte aber eine angenehme Stimme so das man ihm gut folgen konnte. Auch hat er mit der Stimmlage gut gespielt so das man immer wusste wer gerade spricht. Dadurch lies sich das Hörbuch schnell hören. Von einem Hörgenuss kann aber nicht die Rede sein.

Veröffentlicht am 13.07.2018

Zu nah

Zu nah
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Zu nah ist der Debütroman von Olivia Kiernan. Dieser Thriller ist mir durch das Cover und den Klapptext aufgefallen. Es ist ein solider Thriller, der es gut mit anderen Büchern seines Genres aufnehmen ...

Zu nah ist der Debütroman von Olivia Kiernan. Dieser Thriller ist mir durch das Cover und den Klapptext aufgefallen. Es ist ein solider Thriller, der es gut mit anderen Büchern seines Genres aufnehmen kann. Es gibt nichts neues oder noch nichts dagewesenes in dem Thriller und so wird der Leser nicht groß überrascht.

Frankie Sheehan ist Detective im Dubliner Police Department und kehrt nach einer Verletzung in den Dienst zurück. Sie wird zu einem vermeintlichen Selbstmord gerufen. Die angesehene Wissenschaftlerin Eleanor Costello wurde erhängt in ihrem Schlafzimmer aufgefunden. Frankie Sheehan zweifelt an einem Selbstmord, sie glaubt das jemand bei Eleanor war als sie starb. Kurz darauf wird eine zweite Leiche gefunden und schnell lässt sich eine Verbindung zwischen den beiden Toten herstellen. Während der Ermittlungen stellen sich viele neue Fragen und oft scheint man in einer Sackgasse zu sein. Zudem Arbeitet die Zeit gegen Frankie und ihr Team.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig, das Buch lässt sich dadurch zügig lesen. Man findet schnell in die Geschichte rein. An der Spannung fehlt es teilweise aber doch. Wenn Spannung mal aufkommt flacht sie auch schnell wieder ab. Manche Passagen sind sehr langatmig und nehmen so das Tempo und die Spannung raus. Am Ende versteht man diese Passagen natürlich besser, aber bis dahin sind sie oft eher störend.

Die Charaktere waren gut ausgearbeitet sind mir alle eher fern geblieben. Bei Frankie hatte man das Gefühl das sie unnahbar und stur ist. Sie hat sehr viel durchgemacht, gerade bei ihrem letzten Fall der ihr noch sehr nah geht. Sie hat eine unkonventionelle Art zu ermitteln was einem nicht immer passt, aber am Ende zum Ziel führt.

Das Buch lebt von ständigen Wiederholungen, falschen Spuren und einigen Verdächtigen. Im großen und ganzen ist das Buch okay. Hundertprozentig konnte er mich aber nicht überzeugen.

Veröffentlicht am 11.07.2018

Das Jahrhundertversprechen

Das Jahrhundertversprechen (Jahrhundertsturm-Serie 3)
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Das Jahrhundertversprechen ist der dritte Band der Jahrhundert Trilogie von Richard Dübell. Und wie ich es schon aus den beiden Vorgängern gewohnt war, wurde hier eine spannende und tolle fiktive Geschichte ...

Das Jahrhundertversprechen ist der dritte Band der Jahrhundert Trilogie von Richard Dübell. Und wie ich es schon aus den beiden Vorgängern gewohnt war, wurde hier eine spannende und tolle fiktive Geschichte mit historischen Fakten verknüpft. Man muss aber nicht zwingend die Vorgänger gelesen haben um in die Geschichte reinzukommen. Ganz im Gegenteil lassen sich alle drei Bücher auch gut alleine Lesen.

Berlin 1921: Der Krieg ist vorbei, doch Deutschland leidet. Es gibt ständige Regierungswechsel, Reputationszahlungen, Arbeitslosigkeit und Hunger. Auch Otto von Briest steht vor dem Bankrott. Er hat mehr Schulden und hält das Gut bei Berlin nur notdürftig. Auch seine Agentur, die er mit seiner Frau Hermine führt, hat kaum Aufträge und hält sich nur noch so über Wasser. Doch innerhalb der Familie von Briest gibt es einen starken Zusammenhalt. Gerade durch Max Brandow, einen ehemaligen Gassenjungen der als Ziehsohn bei den Briest lebt. Er will Rennfahrer werden und hat auch das Zeug dazu. Außerdem liebt er die Tochter von Otto und Hermine und hat ihr ein großes Versprechen gegeben. „Alles wird gut. Versprochen. Großes Ehrenwort.“ Und daran hält Max sich auch unter sehr schwierigen Umständen und es bezieht sich nicht nur auf Louisa von Briest.

Der Schreibstil von Herrn Dübell ist wieder gewohnt leicht, flüssig und vor allem spannend. Man findet sofort in die Geschichte und hat das Gefühl mitten unter den Briest zu leben und mit ihnen zu leiden. Es ist sehr packend geschrieben und am Ende findet man es schade, dass das Buch nun zu Ende ist.

Gerade die sehr gut recherchierten Geschichtlichen Hintergründe und Tatsachen machen das Buch sehr lebendig und authentisch. Man liest nicht nur etwas aus dem Leben der Briest, sondern bekommt viele Hintergründe zur Kultur, zu den Regierungswechseln den verschiedenen politischen und sozialen Probleme Deutschlands geliefert. Zudem lernt man viele Persönlichkeiten kennen die es wirklich gab. Z.B Fritz Lang oder Walther Rathenau.

Dazu kommen gut ausgearbeitete Protagonisten. Die Familie Briest werden sehr authentisch beschrieben. Aber vor allem hat es mir Max Brandow angetan. Er hat auf Grund seiner Herkunft Kontakte zu Berliner Untergrund hat es aber dank der Briest aus dem Sumpf geschafft. Er ist ein begnadeter Autofahrer und ist gerade durch seine „Berliner Schnauze“ etwas besonderes. Aber auch die anderen Charaktere rund um die Briest sind gut ausgearbeitet.

Ich kann dieses Buch und die beiden Vorgänger nur empfehlen. Sie bestechen durch eine gute, Ausgewogenheit zwischen Fakten und Fiktion, eine gut durchdachten Geschichte, einer spannenden Zeitepoche und Protagonisten die sehr lebendig dargestellt sind. Wirklich ein toller historischer Roman, der unbedingt gelesen werden sollte.