Profilbild von natalie7

natalie7

Lesejury Profi
offline

natalie7 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit natalie7 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.02.2026

Gefühlvoll bis zur letzten Seite. Tief, ehrlich, bewegend.

In the Likely Event – Bis wir uns wiedersehen
0

Meine persönliche Meinung:
Schon das wunderhübsche Cover in Kombination mit dem Klappentext hat sofort meine Aufmerksamkeit erregt. Der Klappentext macht neugierig, lässt jedoch nicht im Ansatz erahnen, ...

Meine persönliche Meinung:
Schon das wunderhübsche Cover in Kombination mit dem Klappentext hat sofort meine Aufmerksamkeit erregt. Der Klappentext macht neugierig, lässt jedoch nicht im Ansatz erahnen, wie tiefgehend und berührend dieser Liebesroman tatsächlich ist.

Es ist mein erstes Buch der Autorin und bereits nach den ersten Seiten war mir klar, dass mich hier ein ganz besonderes Leseerlebnis erwartet.

Der Schreibstil ist flüssig und unglaublich bildhaft, dabei aber zugleich spürbar ausgereift und anspruchsvoll. Man merkt deutlich, mit wie viel Feingefühl und Können die Autorin schreibt. Dieses Buch ist definitiv keines, das man einfach nur wegliest. Es lädt zum Mitdenken ein. Immer wieder zeigen sich Parallelen zwischen Gegenwart und Vergangenheit, die das Leseerlebnis intensivieren und für kleine Aha-Momente sorgen. Besonders schön fand ich die Augenblicke, in denen einem diese Verbindungen bewusst wurden und ein leises Schmunzeln hervorriefen.

Izzy und Nate waren mir von Beginn an unglaublich sympathisch. Zwei vielschichtige, authentisch ausgearbeitete Charaktere, mit denen ich in jedem Kapitel mitgefühlt habe. Ihre Verbindung war deutlich spürbar, intensiv, ehrlich und tiefgehend. Ich habe mit ihnen gelitten, gehofft, geliebt. Unsere Herzen sind gemeinsam gebrochen und Stück für Stück wieder geheilt.

Die Autorin schafft es, eine beeindruckende Bandbreite an Emotionen einzufangen. Jede Situation wirkt greifbar und echt, sodass ich mich vollkommen hineinversetzen konnte. Trotz der emotionalen Tiefe fehlt es der Geschichte nicht an humorvollen Momenten, die dem Ganzen eine angenehme Leichtigkeit verleihen und für eine wunderbare Balance sorgen.

Auch die Erzählweise hat mir sehr gut gefallen. Der Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart verleiht der Geschichte zusätzliche Tiefe und macht sie anspruchsvoller, ohne dabei verwirrend zu wirken. Nach und nach setzt sich alles zu einem stimmigen Gesamtbild zusammen, das am Ende vollkommen überzeugt.


Fazit:
„In the Likely Event – Bis wir uns wiedersehen“ von Rebecca Yarros ist ein Liebesroman, der mich vollkommen abgeholt hat. Mit jedem Kapitel zeigt die Autorin, wie tief Liebe und Verbundenheit wirklich gehen können. Eine Geschichte, die berührt, bewegt und noch lange im Herzen nachklingt.


"Vielen Dank an den dtv Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars über NetGalley."

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.02.2026

Verboten heiß, aber ohne Tiefgang

My Filthy Valentine | Mit wunderschönem Farbschnitt
0

Meine persönliche Meinung:
Ich bin schon länger auf der Suche nach einer richtig guten Dark Romance, und der Klappentext klang mehr als vielversprechend, nach jeder Menge Feuer und verbotener Spannung. ...

Meine persönliche Meinung:
Ich bin schon länger auf der Suche nach einer richtig guten Dark Romance, und der Klappentext klang mehr als vielversprechend, nach jeder Menge Feuer und verbotener Spannung. Genau das bekommt man auch.

Schon früh stößt man auf zahlreiche Verstrickungen zwischen den Figuren.
Zu Beginn wirkt die Geschichte allerdings ziemlich verwirrend und ergibt kaum Sinn. Doch nach und nach fügen sich die einzelnen Puzzleteile zusammen, auch wenn man oftmals das Gefühl hat, im Hamsterrad zu laufen, da sich Vieles wiederholt.

Die spicy Szenen lassen nicht lange auf sich warten, und der bildhafte Schreibstil trägt seinen Teil dazu bei. Dennoch sucht man die Tiefe bis zum Schluss vergebens. Wer mit Oberflächlichkeit und jeder Menge Spice zufrieden ist, kommt hier aber definitiv auf seine Kosten.

Die Protagonisten sind eher grob ausgearbeitet. Jolien lebt in einem ständigen sexuellen Gedankenkarussell und handelt auch entsprechend.
Miles, Dominic, Dean und Henry sind sprichwörtlich „Sex auf zwei Beinen“. Genau so, wie man es in einer Dark Romance erwartet. Besonders Dominic hat mein Herz schneller schlagen lassen, weil sein Bad-Boy-Charme deutlich durchkommt. Henry ist zwar von Anfang an präsent, bleibt als Figur jedoch überraschend blass.


Fazit:
„My Filthy Valentine“ von Isabella Russo ist ein Einzelband und perfekt für zwischendurch oder zum Abschalten. Auch wenn mir persönlich die Tiefe und eine gute Handlung gefehlt hat, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Es bleibt bis zum Schluss verboten heiß, auch wenn der Epilog für mich etwas unpassend gewählt war.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.02.2026

Mehr Cheer als Love

Cheer for Love
0

Meine persönliche Meinung:
Als absolutes Football-Girl hat das Cover sofort meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Beim genaueren Hinsehen wird auch die Anziehung zwischen den beiden Protagonisten sehr ...

Meine persönliche Meinung:
Als absolutes Football-Girl hat das Cover sofort meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Beim genaueren Hinsehen wird auch die Anziehung zwischen den beiden Protagonisten sehr gut eingefangen.
Der Klappentext macht neugierig, ohne zu viel zu verraten, allerdings hatte ich dadurch etwas andere Erwartungen an die Geschichte, wie man im Verlauf der Rezension merken wird.

Zu Beginn empfand ich Ellas Reaktion als nicht ganz authentisch. Hier hätte ich mir deutlich mehr Emotionen gewünscht.

Ella Davis, Cheerleaderin, und Hudson Fox, Star-Quarterback, sind die Hauptcharaktere dieser Sportsromance. Beide Figuren mochte ich von Anfang an sehr. Sie wirken authentisch, da sie Ecken und Kanten haben und im Laufe der Geschichte an ihren Schwächen wachsen und sich weiterentwickeln. Die Charakterausarbeitung ist durch detaillierte Beschreibungen sehr tiefgründig, was mir besonders gefallen hat, da man selten einen so intensiven Einblick in die Figuren bekommt.

Der Schreibstil ist insgesamt einfach und flüssig zu lesen, auch wenn manche Sätze zwischendurch etwas holprig wirken. Positiv hervorzuheben ist, dass die Autorin die Zeitsprünge sehr fließend gestaltet, sodass der Lesefluss nicht gestört wird. Die Geschichte erstreckt sich über ein Jahr und ist als Slow-Burn-Romance angelegt.

Leider nehmen die Szenen außerhalb der Liebesgeschichte sehr viel Raum ein, sodass der eigentliche Fokus oft in den Hintergrund rückt. Zwar bekommt man einen wunderbaren Einblick in die Charaktere und spürt eindeutig das Knistern zwischen Ella und Hudson, doch die entsprechenden Szenen waren mir persönlich zu wenig. Der Schwerpunkt lag stark auf dem Cheerleading, wodurch die Liebesgeschichte stellenweise eher zweitrangig wirkte.


Fazit:
"Cheer for Love" von Ki Stephens überzeugt durch authentische Charaktere, eine tiefgründige Ausarbeitung und einen angenehmen Schreibstil. Wer großen Wert auf persönliche Entwicklung, Sportaspekte und Slow Burn mit einer angenehmen Menge Spice legt, wird hier definitiv auf seine Kosten kommen. Leser:innen, die jedoch eine stärker fokussierte Liebesgeschichte erwarten, könnten, so wie ich, das Gefühl haben, dass das Romantische etwas zu kurz kommt. Trotzdem ist es eine solide Sportsromance für zwischendurch mit sympathischen Protagonisten.


"Vielen Dank an den LYX Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars über NetGalley."

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.02.2026

Nicht mein Lieblings-CoHo, aber solide

Woman Down
0

Meine persönliche Meinung:
Der Klappentext ist ansprechend und zugleich bedeckt gehalten. Man bekommt einen kurzen Einblick in Petras Umstände, doch genauere Details bleiben für die Leser:innen zunächst ...

Meine persönliche Meinung:
Der Klappentext ist ansprechend und zugleich bedeckt gehalten. Man bekommt einen kurzen Einblick in Petras Umstände, doch genauere Details bleiben für die Leser:innen zunächst ein spannendes Rätsel.

Wie von Colleen Hoover gewohnt, ist der Schreibstil angenehm, bildhaft und leicht zu lesen. Man rutscht nur so durch die Seiten.

Das dritte Kapitel empfand ich persönlich als etwas zu lang und stellenweise zäh. Dennoch finde ich ihren Ansatz interessant, die Leser:innen mit gezielt platziertem Hintergrundwissen in die Geschichte starten zu lassen.

Obwohl die Protagonistin Petra Rose zu Beginn durchaus als etwas anstrengend wahrgenommen werden kann, hat mich die Stimmung zwischen ihr und Saint sofort abgeholt. Die Anziehung zwischen den beiden war deutlich spürbar, auch wenn mir die Vertrautheit stellenweise etwas zu schnell ging.
Petra wirkte durch ihr Verhalten auf mich nicht immer ganz zugänglich, was jedoch nicht weiter störend war. Dafür ist Saint ein fiktiver Traum auf zwei Beinen und bringt eine ganz eigene Dynamik in die Geschichte.

Besonders gelungen fand ich die eingebauten Szenen mit den Nachbarn. Sie sorgen für Abwechslung und verleihen der Handlung Humor und Leichtigkeit.

Colleen Hoover versteht es, ihre Leser:innen zunächst in Sicherheit zu wiegen, bevor sie mit einem Plottwist überrascht, der einen scharf einatmen lässt.

Der Ansatz der Geschichte ist einmal ganz anders als gewohnt, interessant, aber zugleich stellenweise auch etwas verwirrend. Teilweise vorhersehbar, teilweise überraschend, daraus ergibt sich jedoch eine gelungene Mischung.

Das Ende kam für mich allerdings zu schnell und wirkte nicht ganz rund, als würde etwas fehlen.


Fazit:
"Woman Down" von Colleen Hoover ist für mich kein Romantic Thriller, da mir persönlich der Thrill-Aspekt fehlt. Bis zum Schluss war ich hin- und hergerissen, wobei mir besonders der Mittelteil sehr gut gefallen hat. Die Geschichte hätte definitiv noch mehr Potenzial gehabt. Zwar ist sie für mich kein Highlight, dennoch bleibt sie eine interessante Leseerfahrung, die sich vor allem für CoHo-Fans lohnt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.01.2026

Mehr als nur Tribute-Vibes

To Cage a Wild Bird
0

Meine persönliche Meinung:
Bereits das Cover versprüht starke Tribute von Panem-Vibes und hat mich allein deshalb dazu gebracht, einen genaueren Blick auf das Buch zu werfen.
Der Klappentext verspricht ...

Meine persönliche Meinung:
Bereits das Cover versprüht starke Tribute von Panem-Vibes und hat mich allein deshalb dazu gebracht, einen genaueren Blick auf das Buch zu werfen.
Der Klappentext verspricht jede Menge Spannung und machte mich sofort neugierig. Gleichzeitig hatte ich jedoch leichte Bedenken, ob dadurch nicht bereits zu viel von der Geschichte vorweggenommen wird.

Die Autorin verliert keine Zeit und startet direkt mit einem spannenden Ereignis, das den perfekten Einstieg bildet. So wird man ohne Umschweife in das Leben der Protagonistin Raven hineingestoßen.

Der Schreibstil der Autorin war für mich zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig. Zwar liest er sich flüssig, dennoch musste ich mich anfangs stark konzentrieren. Besonders schwer fiel es mir zunächst, mir die geschilderte Welt bildlich vorzustellen, und auch die Vielzahl an Namen zu Beginn empfand ich als etwas überfordernd.

Die Dystopie wird aus Ravens Perspektive erzählt, was mir mit der Zeit half, besser in die Geschichte hineinzufinden und mir ein klareres Bild der Welt zu machen.

Brooke Fast nimmt sich anfangs bewusst Zeit für die Handlungen und schreitet eher langsam voran, was ich im Nachhinein als großen Pluspunkt empfand, da man so einen intensiveren Einblick in die Charaktere erhält.

Raven selbst wirkt skrupellos und ihre Berufswahl ließ mich regelrecht vor Vorfreude kribbeln. Gleichzeitig wird schnell deutlich, dass sie für ihre Familie durchs Feuer gehen würde.
Auch Vale sowie die vielen Nebencharaktere sind gut ausgearbeitet und haben sich nach und nach einen Platz in meinem Herzen erschlichen.

Die Autorin Brooke Fast hält über das gesamte Buch hinweg einen guten Spannungsbogen aufrecht und baut immer wieder Wendungen ein, manche vorhersehbarer als andere. Trotz meiner anfänglichen Schwierigkeiten konnte ich das Buch schließlich kaum noch aus der Hand legen. Die Stimmung war hitzig, die Geschichte nahm ordentlich Fahrt auf und beim Lesen war ich oft richtig nervös.

Der Schluss hingegen kam für mein Empfinden recht abrupt und wurde auf wenige Kapitel sehr schnell zu Ende gebracht. Sollte daraus tatsächlich eine Reihe werden, hätte ich mir ein etwas früheres Ende mit einem stärkeren Cliffhanger gewünscht.


Fazit:
"To Cage a Wild Bird" ist der erste Band einer Dystopie-Reihe und zugleich das Debüt der BookTokerin Brooke Fast. Fans von Tribute von Panem kommen hier definitiv auf ihre Kosten. Schnell wurde klar, dass es sich nicht um einen Abklatsch handelt, sondern um eine eigenständige Geschichte mit einem ähnlichen Feeling. Das Buch hat definitiv das Potenzial, ein Lesehighlight zu werden und konnte mich trotz kleiner Schwächen stark mitreißen.


"Vielen Dank an den Droemer Knaur Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars über NetGalley."

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere