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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.03.2026

Leichte spannungslose Lektüre

Commissario Gaetano und das letzte Abendmahl
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Ohne den ersten Commissario Gaetano Roman von Fabio Nola gelesen zu haben, fand ich mich schnell in das Buch und den Charakter des Commissario Gaetano ein. Vom Titel und Klappentext neugierig geworden, ...

Ohne den ersten Commissario Gaetano Roman von Fabio Nola gelesen zu haben, fand ich mich schnell in das Buch und den Charakter des Commissario Gaetano ein. Vom Titel und Klappentext neugierig geworden, erwartete ich Spannung, ein typisch italienisches Setting und einen gut ausgefeilten Charakter als Protagonisten. Die Beschreibung der Umgebung und den ausführlich und bildreich ausformulierten Trubel rund um die Osterfeiertage finde ich gut in Worten eingefangen.
Was mir jedoch von Anfang bis Ende fehlt, sind Spannungsbögen und Tiefe in den Hauptpersonen. Ich finde es dümpelt alles in einer leichten Lektüre vor sich hin und das hat mir ein flüssiges interessiertes Lesen erschwert. Teilweise musste ich mich sogar motivieren weiterzulesen. Statt weniger besonderer Charaktere verliert sich die Handlung in Beschreibungen unzähliger Beteiligter, was oberflächlich und stellenweise langweilig wirkt. Schade, das Potential, das der Titel verspricht, hätte mehr hergeben können.

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Veröffentlicht am 11.03.2026

Eine berührende Familiengeschichte

Die Bücherfrauen von Listland. Der Duft des Strandhafers
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Schon das schöne Cover macht Lust auf "Meer" und ist eine Einstimmung auf diesen wunderbaren Roman. Wer die Inseln Sylt, Föhr und Amrum kennt, fühlt sich beim Lesen schnell dahin versetzt und wer noch ...

Schon das schöne Cover macht Lust auf "Meer" und ist eine Einstimmung auf diesen wunderbaren Roman. Wer die Inseln Sylt, Föhr und Amrum kennt, fühlt sich beim Lesen schnell dahin versetzt und wer noch nicht dort war, möchte diese nach dem Lesen der Geschichte bestimmt gerne erkunden. Husum darf nicht fehlen und auch dort möchte man gerne verweilen, beschreibt die Autorin doch mit einer Liebe zum Detail das Setting.
Anna forscht in der Gegenwart nach dem Verbleiben von Martje, der Schwester von Fenja, und bekommt eine enge Verbindung zu deren Familie. In Rückblicken erschließt sich nach und nach das Geschehen, das zu Martjes Verschwinden führte, wobei die Zeitsprünge die Handlung nicht störend wirken sondern ein tiefes Verständnis und Spannung aufbauen.
Die Charaktere sind sehr authentisch beschrieben und es gibt einige Momente, die mich sehr berührt haben.

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Eine magische Liebesgeschichte

Das White Octopus Hotel
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Die Autorin Alexandra Bell führt uns in eine magische Welt mit vielen überraschenden Ideen und einer wunderschönen Liebesgeschichte. Die Geschichte lässt eintauchen in ein malerisches Setting in den Schweizer ...

Die Autorin Alexandra Bell führt uns in eine magische Welt mit vielen überraschenden Ideen und einer wunderschönen Liebesgeschichte. Die Geschichte lässt eintauchen in ein malerisches Setting in den Schweizer Alpen und in das luxuriöse Leben der Gäste eines Grandhotels. Die Protagonistin Eve nimmt uns mit in die Jahre um 1918, 1935 und 2016 und lässt uns Zeitgeschichte in einer magischen Atmosphäre erleben. Der Roman ist sowohl spannend als auch geheimnisvoll und berührend. Das Erleben in den unterschiedlichen Epochen greift ineinander und es ist leicht den Zeitsprüngen zu folgen. Bis zum Ende bleibt es spannend und es tauchen immer wieder neue magische Ideen auf, die das Lesen zu einem besonderen Erlebnis machen. Die Geschichte baut sich langsam auf und lebt von den Bausteinen aus den jeweiligen Zeiten, die zum Ende hin immer mehr ineinander greifen und ein großes Ganzes bilden.

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Veröffentlicht am 13.02.2026

Willkommen, der Herr in den Wechseljahren!

Wir Freitagsmänner
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Schon der Titel und das Cover machen sehr neugierig auf den "Freitagsmann".
Der Begriff "Midlifecrisis" ist ja geläufig und wird oft assoziiert mit Männern, die plötzlich aus ihrem gewohnten Leben ausbrechen ...

Schon der Titel und das Cover machen sehr neugierig auf den "Freitagsmann".
Der Begriff "Midlifecrisis" ist ja geläufig und wird oft assoziiert mit Männern, die plötzlich aus ihrem gewohnten Leben ausbrechen und dem Jugendwahn verfallen.
Doch hier tauchen die "Wechseljahre" auf, die sonst eher bei Frauen thematisiert werden. Das ist das erste Buch, dass ich zu diesem Thema lese und ich finde, es ist dem Autor gut gelungen diese Wandlungszeit beim Mann mit einem Augenzwinkern zu beschreiben. Wir begleiten beim Lesen Henri aber auch seinen besten Freund Felix und dürfen einen Teil ihres Alltags mit all seinen Problemen beim Älterwerden und im Beziehungsalltag miterleben. Manche Situationen sind schon sehr skurril und das ein oder andere Erlebnis zum Schmunzeln. Früher reichte es vielleicht einen guten Job zu haben als Mann, doch heute ist die Selbstoptimierung schon fast Pflichtprogramm. Willkommen in den Wechseljahren.

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Veröffentlicht am 04.02.2026

Eine magische Welt, ein grausamer Thronfolger und ein Dorfmädchen, das den Entbehrungen des Volkes ein Ende setzen will

The Poet Empress
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Wie hoch ist der Preis den Wei zahlen muss, wenn sie sich in die Gefahr begibt eine von vielen Konkubinen des grausamen Thronfolgers Terren zu werden. Vom eigenen Hunger und dem entbehrungsreichen Leben ...

Wie hoch ist der Preis den Wei zahlen muss, wenn sie sich in die Gefahr begibt eine von vielen Konkubinen des grausamen Thronfolgers Terren zu werden. Vom eigenen Hunger und dem entbehrungsreichen Leben vieler Menschen ihrer Heimat angetrieben, macht sich Wei auf den Weg zu der Brautschau, die nicht nur Konkubinen sondern auch eine mögliche neue Kaiserin hervorbringen soll. Die Intrigen am Hof und die äußerst brutalen Ausbrüche Terrens bringen sie an menschliche Abgründe und moralische, psychische und physische Grenzen.
Die Autorin entführt in eine ganz eigene magische Welt in der mächtige Siegel und Verse die Umgebung und das Leben der Charaktere bestimmen. Die Ideen sind fantasievoll und spannend umgesetzt.
Der Mittelteil ist geprägt von der Kindheit und der Jugend Terrens, die aus einem kleinen Jungen diesen brutalen Mann geformt hat. Der Teil ist wichtig, um die Erbfolge und sein Verhalten nachvollziehen zu können, mir hätte jedoch ein reduzierterer Teil eher gefallen.
Insgesamt ist der Roman flüssig geschrieben, bietet viele Spannungsbögen, gute Ideen und ein überraschendes Ende.
Verantwortungsvoll finde ich, dass die Autorin zu Beginn auf die brutalen Szenen hinweist und schreibt, dass die düsteren Themen eventuell nicht für alle Leser:innen geeignet sein könnten.

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