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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.06.2024

Für mich die bislang schönste und witzigste RomCom!

Wolke Sieben ganz nah
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Wenn ich mehr als 5 Sterne geben könnte, würde ich es sofort tun! „Wolke Sieben ganz nah“ hat mir schon in der Leseprobe gut gefallen und den Roman habe ich dann in Gänze an einem Tag verschlungen. 😍

Zuerst ...

Wenn ich mehr als 5 Sterne geben könnte, würde ich es sofort tun! „Wolke Sieben ganz nah“ hat mir schon in der Leseprobe gut gefallen und den Roman habe ich dann in Gänze an einem Tag verschlungen. 😍

Zuerst einmal finde ich den Ausgangspunkt innovativ und urkomisch. Dass die Protagonistin stirbt, im total schrägen Jenseits auf eine irgendwie abgedrehte „Therapeutin“ trifft und dann mit einer an „Arielle“ erinnernden (aber emanzipierteren) Aufgabe kurzzeitig ins Leben zurückkehren darf - ich liebe alles daran!!
Dann ist Delphi einfach SO sympathisch und ich habe extrem mit ihr mitgelitten, als sie ihre Traumata noch einmal durchlebt hat und sich ihrer Einsamkeit bewusst geworden ist.

In dieser RomCom steckt so viel mehr als nur Liebe, Spice und ein wirklich exzellenter Humor. Ich habe sie als sehr heilend und weise empfunden, mit einem ganz liebevollen Blick auf die Dinge, die wichtig sind im Leben. Das klingt zwar irgendwie platt, ist aber schlicht hervorragend umgesetzt. Ich musste so oft laut lachen, fand die Handlung stellenweise einfach absurd komisch und hatte schon bald eine Ahnung, wie sie sich weiterentwickeln könnte… 😇

Einfach perfekt, mein absolutes RomCom-Highlight bislang (sorry, Emily Henry 🩷).

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Veröffentlicht am 16.06.2024

Schön gezeichnete Graphic Novel mit inhaltlichen Stolpersteinen

Stolz und Vorurteil - Die Graphic Novel nach Jane Austen
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Ich finde die Graphic Novel wirklich unglaublich schön gezeichnet. Das Original-Werk kenne ich selbst nicht, auch keine Verfilmung davon. Mein Vorwissen ist daher sehr beschränkt. Und mit diesem geringen ...

Ich finde die Graphic Novel wirklich unglaublich schön gezeichnet. Das Original-Werk kenne ich selbst nicht, auch keine Verfilmung davon. Mein Vorwissen ist daher sehr beschränkt. Und mit diesem geringen Vorwissen zur Handlung hatte ich immer wieder Stellen, über die ich inhaltlich gestolpert bin.

Zum einen fand ich es schwierig, die einzelnen Personen auseinanderzuhalten, weil sie mir oft zu ähnlich waren. Zum anderen habe ich mehrmals das Gefühl gehabt, dass mir Informationen fehlen. Ich konnte viele Reaktionen der Figuren einfach nicht verstehen (z. B. die ganze Sache um Lydias Hochzeit und Mr. Darcys Verbindung dazu). Auch hat sich für mein Empfinden die Beziehung zwischen Lizzy und Mr. Darcy nicht greifbar genug aufgebaut. Diesen Heiratsantrag und auch ihren Gefühlswandel habe ich gar nicht kommen sehen. Es war, als fehle an dieser Stelle ein großer Teil des Inhalts.

So ästhetisch ich die Geschichte also umgesetzt fand, so schwer nachzuvollziehen war für mich der Inhalt und ich sehe an der Stelle deutlichen Verbesserungsbedarf, um Nähe zu den Figuren aufbauen zu können.

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Veröffentlicht am 15.06.2024

Anstrengende Lektüre, die den Versprechungen des Klappentextes nicht entsprechen kann

Happy Hour
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Ich bin mit „Happy Hour“ überhaupt nicht warm geworden. Irgendwie ist der Schreibstil zwar flüssig und die Kapitel können theoretisch schnell gelesen werden. Doch handlungstechnisch fand ich den Roman ...

Ich bin mit „Happy Hour“ überhaupt nicht warm geworden. Irgendwie ist der Schreibstil zwar flüssig und die Kapitel können theoretisch schnell gelesen werden. Doch handlungstechnisch fand ich den Roman extrem repetitiv, gleichzeitig anstrengend und leer.

Vom Klappentext ausgehend habe ich mir sommerliche Gossip Girl Vibes erhofft, gepaart mit gesellschaftskritischen Elementen. Beim Lesen war ich aber schnell ernüchtert. Zwar gehen Isa und Gala ständig feiern, doch das Ganze könnte zum einen auch überall sonst als in New York stattfinden (so wenig kommt da ein entsprechender Vibe rüber), zum anderen haben mich die Schilderungen einfach nur runtergezogen. Alle Begegnungen sind so oberflächlich wie austauschbar, ständig tauchen neue Charaktere auf, die wenige Seiten später schon wieder vergessen sind. Neben den Partys besteht das Leben der beiden aus ständiger Geldnot, Hunger und schlechten Entscheidungen. Leichtigkeit? Fehlanzeige!

Auch bekommt Isa als Protagonistin einfach keine Tiefe. Auf den letzten Metern gibt es mal einige Einblicke in ihre Gefühlswelt, aber den Moment kann die Autorin nicht halten. Auch ihre Freundinnenschaft zu Gala fand ich überwiegend schwer auszuhalten - ich hätte beide Beine in die Hand genommen, wenn ein Mensch so mit mir umgehen würde.

Neben all dem exzessiven und überhaupt nicht problematisierten Alkoholkonsum kommt mir persönlich die angekündigte Gesellschaftskritik einfach auch zu kurz. Alltagsrassismus und -sexismus sowie Klassismus werden immer mal angedeutet, gehen für mich bei aller Langeweile und Anstrengung schlicht unter.

Die wechselnden Jobmöglichkeiten für Isa fand ich durchaus interessant und das Buch liest sich wirklich recht flüssig. Das sind aber die einzigen Pluspunkte und ich war einfach nur froh, als die Banalität der Handlung endlich ein Ende hatte. Wer den Roman nicht am Stück liest, wird nach wenigen Tagen wahrscheinlich komplett vergessen haben, was eigentlich passiert ist - und das ist für die weitere Handlung auch nicht schlimm.

Leider eine große Enttäuschung meiner Erwartungen!

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Veröffentlicht am 15.06.2024

Gelungene Einblicke in die innere Zerrissenheit eines Teenagers

Beat vor der Eins
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Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Besonders Menschen, die sich gerade aus einer Leseflaute retten müssen (wie ich 😅), empfehle ich es von Herzen. Durch die sehr kurzen Kapitel wird mensch in das Buch ...

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Besonders Menschen, die sich gerade aus einer Leseflaute retten müssen (wie ich 😅), empfehle ich es von Herzen. Durch die sehr kurzen Kapitel wird mensch in das Buch und die Gedanken von Ina hineingesogen. Der Schreibstil ist fragmentarisch und direkt, genau das macht es für mich so authentisch.

Was Ina alles erleben muss, ist schwer und teilweise traumatisch. An der Stelle hätte ich mir Inhaltswarnungen gewünscht und ergänze sie am Ende meiner Rezension.
Doch abgesehen davon mochte ich die rasante Schreibweise, die bruchstückhaften Erzählungen und die spürbare innere Zerrissenheit eines Teenagers. Am Ende wollte ich Ina gern einfach sagen, dass es besser wird. 💚

Rundum ein wirklich gelungenes Buch!


(TW: sexueller Missbrauch, Angst vor Schwangerschaft, Abwertung des eigenen Körpers)

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Veröffentlicht am 14.06.2024

Zu viel gewollt

Blue Skies
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Ich wurde mit dem Roman nicht wirklich warm. Die Dystopie ist einfach nur schrecklich und ich denke, dessen sollte mensch sich vorm Lesen wirklich bewusst sein. Gerade angesichts der sehr realen Klimakrise ...

Ich wurde mit dem Roman nicht wirklich warm. Die Dystopie ist einfach nur schrecklich und ich denke, dessen sollte mensch sich vorm Lesen wirklich bewusst sein. Gerade angesichts der sehr realen Klimakrise fand ich es nämlich phasenweise sehr schwer auszuhalten. Das Leben und Handeln der Protagonist*innen ist einfach irgendwie komplett absurd. Sicherlich war das beabsichtigt, aber spätestens ab dem grausamen Zwischenfall etwa in der Hälfte hat mich T. C. Boyle einfach verloren. Die Schreckensszenarien schienen sich irgendwie nur noch überbieten zu wollen, die Figuren blieben meiner Meinung nach wiederum sehr flach.

Zusätzlich sind alle Haupt- und Nebenfiguren einfach nur schrecklich unsympathisch. Daher fiel es mir total schwer, mich auch nur ein bisschen mit ihnen zu identifizieren oder ihnen mein Mitgefühl zu schenken. Alle Beziehungen sind ebenfalls irgendwie oberflächlich, angespannt oder schlicht und ergreifend furchtbar. Eigenartige Charaktere scheinen bei dem Autor ja wiederholt eine Rolle zu spielen, aber das ist in dieser Intensität einfach nichts für mich.

Meine Erwartungen an eine zynische, aber humorvolle Betrachtung menschlichen Handelns in Reaktion auf die Klimakrise wurden damit nicht zufriedenstellend erfüllt. Während der Zynismus durchaus vorhanden ist, fehlt es der Geschichte für meinen Geschmack an Zusammenhang und menschlicher Tiefe. Es schien manchmal, als hätte T. C. Boyle hier einfach zu viel gewollt und durchaus wichtige Appelle gehen bei aller Diffusität irgendwie unter.

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