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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.02.2026

Wendungsreich, aber zu kurz

Blutwild
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Ex-Kommissarin Anka fasst so langsam wieder Fuß, nachdem sie vor sechs Jahren einem brutalen Mörder entkommen ist. Doch dann bekommt sie eine mysteriöse Nachricht, die sie zu einer einsamen Waldhütte führt. ...

Ex-Kommissarin Anka fasst so langsam wieder Fuß, nachdem sie vor sechs Jahren einem brutalen Mörder entkommen ist. Doch dann bekommt sie eine mysteriöse Nachricht, die sie zu einer einsamen Waldhütte führt. Dort macht sie eine grausame Entdeckung: eingelegte menschliche Körperteile präsentiert wie bei einer Kunstausstellung. Anka kommt der Verdacht, dass ihr damaliger Folterer dahintersteckt, aber niemand glaubt ihr ...

Der Klappentext in Kombination mit dem Cover macht schon sehr neugierig auf das Buch. Vor allem das Grün zieht die Aufmerksamkeit auf sich und das Beil lässt auf brutale Szenen hoffen.

Der Schreibstil ist flüssig und angenehm, die Kapitel schön kurz und man kommt gut voran. Verschiedene Zeitebenen gepaart mit unterschiedlichen Perspektiven finde ich immer spannend, da kann man besser in die Geschichte eintauchen. Leider war's das auch schon mit positiven Punkten. Zum einen bleibt Anka als Hauptfigur ziemlich blass, man lernt sie nicht wirklich kennen, zum anderen sind auch viele der Situationen, wenn nicht sogar die meisten, nicht richtig ausgearbeitet. Man hat das Gefühl, als wären die Kapitel einfach so aneinandergereiht mit ganz plötzlichen Schnitten, nichts wird miteinander verbunden. Das ist sehr schade, der Geschichte hätten mehr Seiten auf jeden Fall gut getan.

Ich kann diesen Thriller leider nicht empfehlen und gebe nur 2 Sterne.

Veröffentlicht am 28.02.2026

Was passiert, wenn die Vergangenheit anklopft?

Ungelöst – Die erste Zeugin
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Das Leben könnte so schön sein, doch dann stolpert Medizinstudentin Luisa Menkhoff über eine Vermisstenanzeige: Sofort erkennt sie die Partnerin des Mannes, der Luisa als kleines Kind entführt hat. Als ...

Das Leben könnte so schön sein, doch dann stolpert Medizinstudentin Luisa Menkhoff über eine Vermisstenanzeige: Sofort erkennt sie die Partnerin des Mannes, der Luisa als kleines Kind entführt hat. Als sie sich an die Polizei wendet, ahnt sie noch nicht, welche Schrecken sie erwarten...

Das Cover ist jetzt nichts Besonderes, der bekannte Autorenname ist wohl eher das Ausschlaggebende, das Buch in die Hand zu nehmen.

Die Geschichte beginnt spannend, ein Rätsel um die Vermisste, das man gerne gelöst haben möchte. Die verschiedenen Perspektiven beleben den Erzählfluss und die kurzen Kapitel lassen sich schnell weglesen. Die meisten Charaktere sind sympathisch und manch einer versteckt sogar einen weichen Kern unter seiner harten Schale. Luisa finde ich ein wenig anstrengend mit ihrer "Ich lasse mich nicht bemuttern"-Art, und das, obwohl Schutz durchaus angebracht ist und sie durch ihr Verhalten eigentlich sehenden Auges ins Verderben rennt. Bei Hauptkommissar Ramin gibt es auch eine Situation, in der er überhaupt nicht seiner Beschreibung als Superermittler mit schneller Auffassungsgabe gerecht wird, da wusste ich ja vor ihm noch Bescheid und hatte die gleichen Infos. "Das Wesen", das man wohl als Vorgängerbuch bezeichnen könnte, habe ich vor etlichen Jahren bereits gelesen und war eines der ersten Arno-Strobel-Bücher für mich, welches mir auch gut gefallen hat. Daher war ich gespannt, wie diese Geschichte wohl weitergeführt wird. Die Ermittlungen sind spannend gestaltet und gegen Ende werden einem ein paar spannende Wendungen präsentiert. Der Abschluss ist ebenfalls gelungen und eigentlich würde ich nun 4 Sterne geben, wenn eine Sache nicht wäre: Die vielen, vielen, viiiielen Wiederholungen. Anfangs wird mehrmals wiederholt, wer der KK11-Leiter ist - da könnte ich noch darüber hinwegsehen. Aber später wird uns auch noch Luisas Werdegang detailreich nochmals vorgebetet, obwohl wir die exakt gleichen Infos kurz zuvor schon erhalten haben. Das gleiche Spiel bei den Ermittlungen: Wenn sich die Polizisten gegenseitig auf den aktuellen Stand bringen, werden die Ergebnisse, die wir als Leser ja schon kennen, nochmals vollständig durchgekaut, was einfach nur nervig ist, diese Passagen hätte man getrost streichen können.

Eigentlich ein fesselnder Thriller, bei dem mich die ständigen Wiederholungen aus dem Fluss gerissen haben und ich somit 3 Sterne vergebe. Hoffentlich wird das im nächsten Fall besser lektoriert.

Veröffentlicht am 12.02.2026

Außergewöhnlicher Plot

Die Housesitterin – Ein Traum von einem Job. Oder?
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Cecilia ist nach dem Tod ihrer Mutter alles zu viel und stößt ihre Freunde eine Weile von sich. Da kommt ihr der Job als Housesitterin gerade gelegen, kann sie somit doch ihre eigenen Probleme verdrängen ...

Cecilia ist nach dem Tod ihrer Mutter alles zu viel und stößt ihre Freunde eine Weile von sich. Da kommt ihr der Job als Housesitterin gerade gelegen, kann sie somit doch ihre eigenen Probleme verdrängen und in das Leben reicher Leute schlüpfen. Dabei lernt sie Johannes Waldner kennen und die beiden kommen sich näher. Doch das idyllische Bild trügt...

Das Cover finde ich gelungen, der Farbverlauf ist hübsch und das gewählte Motiv mit Blick auf die Ostsee mit dem düsteren Himmel passt gut zur Atmosphäre.

Emily Rudolfs Schreibstil ist leicht zu lesen und die relativ kurzen Kapitel machen es schwer, eine Pause einzulegen. Der Prolog beginnt schon mal vielversprechend unheilvoll und die Fragen häufen sich, von denen im weiteren Verlauf zwar einige geklärt werden, jedoch auch wieder neue aufkommen. Das hat mir sehr gut gefallen, es gibt immer etwas zu rätseln. Die Charaktere können nicht gerade mit Liebenswürdigkeit glänzen, sie sind allesamt undurchsichtig und unsympathisch. Durch die verschiedenen Perspektiven bekommt man tiefen Einblick in ihre Machenschaften und Gedanken. In der Mitte des Buches zieht sich die Geschichte ein wenig in die Länge, was jedoch mit einem fesselnden Showdown wieder ausgeglichen wird. Manches Geheimnis wird mir etwas zu schnell gelüftet, die endgültige Auflösung hat mir trotzdem gut gefallen. Was mich noch gestört hat, sind unnötige Sex-Szenen, die nichts zur Handlung bzw. zum Vorankommen dieser beitragen, und dass die Protagonisten gefühlt nur "ficken" und "fuck" in ihrem Wortschatz führen, da hätte ich mir mehr Synonyme gewünscht. :D

Ein guter Thriller mit ein paar kleinen Schwächen, den ich gerne empfehle. Das wird nicht das letzte Buch der Autorin für mich gewesen sein. 4 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.02.2026

Herrlicher Katzenkrimi

Mallekatz
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Eigentlich wollte Kommissar Steinböck auf Mallorca seine Verschnaufpause vom Job in vollen Zügen genießen, stattdessen stößt seine Katzenbegleiterin Frau Merkel auf einen Toten mit Kopfschuss. Kurz darauf ...

Eigentlich wollte Kommissar Steinböck auf Mallorca seine Verschnaufpause vom Job in vollen Zügen genießen, stattdessen stößt seine Katzenbegleiterin Frau Merkel auf einen Toten mit Kopfschuss. Kurz darauf wird zu allem Übel noch eine Leiche mit Schussverletzung aus dem Hafen geborgen. Den beiden bleibt nichts anderes übrig, als gemeinsam mit der spanischen Polizei zu ermitteln.

Das Cover passt gut zum Rest der Reihe und ist lustig gestaltet, könnte fast ein Boxkampf zwischen Katze und Krebstier sein.

Panizzas Schreibstil ist locker und flüssig, das Buch war im Nu fertig gelesen. Bereits der Prolog macht neugierig und man möchte unbedingt erfahren, wieso, weshalb, warum. Frau Merkel sprüht mal wieder nur so vor bissigem Humor und bringt uns Leser mit ihren Andeutungen zum Schmunzeln. Die verschiedenen Perspektiven geben uns rundum Einblicke, aber wir haben noch genug Unklares zum Miträtseln. Auch der Fall ist spannend aufgebaut und die Auflösung gelungen. Nur werden manchmal Ermittlungsdetails unnötig wiederholt, wenn sich das Team gegenseitig auf den aktuellen Stand bringt, das hätte man noch kürzen können.

Ansonsten ist der Krimi schön kurz und knackig und ich freue mich, wenn Frau Merkel bald wieder ermitteln und rumstänkern darf. 4,5 Sterne

Veröffentlicht am 06.02.2026

Guter Krimi

Himmelerdenblau
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Podcasterin Liv stößt auf den Fall der vor 20 Jahren verschwundenen Julie Novak und wendet sich an deren Vater Theo, von dem sie sich ein Interview erhofft. An brauchbare Infos zu kommen ist jedoch gar ...

Podcasterin Liv stößt auf den Fall der vor 20 Jahren verschwundenen Julie Novak und wendet sich an deren Vater Theo, von dem sie sich ein Interview erhofft. An brauchbare Infos zu kommen ist jedoch gar nicht so leicht, da Theos Demenz stetig fortschreitet...

Das Cover ist cool gestaltet und weckt die Aufmerksamkeit.

Romy Hausmanns Erzählstil ist flüssig und man kann der Geschichte gut folgen. Die verschiedenen Sprecher machen die Perspektivwechsel leicht nachvollziehbar und den Krimi schön abwechslungsreich. Das Rätsel um Julies Verschwinden ist mysteriös und entfaltet sich nur langsam, etliche falsche Fährten führen uns an der Nase herum. Auch die Aufmachung mit den Podcast-Beiträgen und die Einarbeitung echter True-Crime-Fälle finde ich gelungen. Was mir hingegen nicht so gefallen hat: eine Person wird nach ihrem plötzlichen Tod gar nicht mehr wirklich beachtet und eine gelüftete Identität wird auch nur kurz angesprochen und danach nie mehr erwähnt. Da hätte noch mehr darauf eingegangen werden müssen.

Alles in allem wieder ein spannendes Buch, das ich gerne empfehle. 4 Sterne