Atmosphärisch und packend, aber mit Schwächen
Let's Split Up - Ein verfluchtes Haus. Vier Freunde. Eine verhängnisvolle Entscheidung.Das Cover besticht durch sein dunkles Farbschema. Mich sprach es sofort an, da es eine unheimlich mysteriöse Stimmung vermittelt. Die angedeuteten Blutspritzer und die intensiven Farbverläufe versprechen ...
Das Cover besticht durch sein dunkles Farbschema. Mich sprach es sofort an, da es eine unheimlich mysteriöse Stimmung vermittelt. Die angedeuteten Blutspritzer und die intensiven Farbverläufe versprechen von Beginn an einen klassischen Horror-Young-Adult-Thriller.
Die Geschichte spielt in der Kleinstadt Sanera in Kalifornien. Im Prolog erfährt man von einem alten Herrenhaus, das unter den Einwohnern schon seit langer Zeit als Spukhaus gilt. Seit Generationen kursieren die Gerüchte, dass dort eine unheimliche Gestalt – ein „Ghul“ – ihr Unwesen treibt, nachdem dieser vor über hundert Jahren selbst in dem Haus ums Leben gekommen sein soll.
Die beiden beliebten Schüler Brad und Shelley wagen sich dorthin und werden brutal ermordet. Daraufhin beschließen vier Teenager – Cam, Jonesy, Amber und Billy – eigene Nachforschungen anzustellen. Doch damit geraten sie selbst ins Visier des Grauens.
Mich konnte das Buch wirklich überzeugen. Die Horror- und Thriller-Elemente sind atmosphärisch umgesetzt und sorgen für viele spannende, teils richtig gruselige Momente. Auch die vier Hauptfiguren sind gut ausgearbeitet: Jede von ihnen bringt eigene Stärken und Schwächen mit, und zusammen ergeben sie ein glaubwürdiges Team, das man gerne begleitet.
Allerdings lässt der Spannungsverlauf gegen Ende etwas nach, und als „erfahrener“ Thriller-Leser war ich von den Plottwists nicht mehr wirklich überrascht. Trotzdem war Let’s Split Up für mich eine lohnende Lektüre. Es gibt einige echte Gänsehaut-Szenen, die die Schwächen im Finale ausgleichen.
Ich vergebe daher 4 von 5 Sternen – einzig das Ende war mir zu schwach für die volle Punktzahl.