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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.06.2026

Gefühlvolle Romance mit wichtigen Themen und starken Botschaften

Counting Days
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Mit »Counting Days« ist Steffi Kuhlmann ein berührendes Debüt gelungen. Das Buch ließ sich schnell lesen und hat mich mit seiner angenehmen Mischung aus Romance, ernsteren Themen und emotionalen Momenten ...

Mit »Counting Days« ist Steffi Kuhlmann ein berührendes Debüt gelungen. Das Buch ließ sich schnell lesen und hat mich mit seiner angenehmen Mischung aus Romance, ernsteren Themen und emotionalen Momenten sehr gut unterhalten.

Besonders gefallen hat mir, dass die Geschichte viele wichtige Themen aufgreift, ohne dabei überladen oder belehrend zu wirken. Unter anderem geht es um Angstzustände und einen offenen Umgang mit Therapieangeboten. Das Aufbrechen von Vorurteilen gegenüber psychischer Unterstützung fand ich sehr gelungen.

Auch Themen wie häusliche Gewalt, Grenzüberschreitungen gegenüber Frauen und die Frage, wie man sich schützen und zur Wehr setzen kann, werden sensibel eingebunden.

Gleichzeitig zeigt das Buch aber auch viele positive Aspekte zwischenmenschlicher Beziehungen. Freundschaft spielt eine große Rolle und es wird schön dargestellt, was echte Unterstützung und Zusammenhalt eigentlich ausmachen.

Besonders mochte ich außerdem den Umgang mit dem Thema Body Positivity. Die Hauptfigur hat (mittlerweile) meist eine gesunde Einstellung zu ihrem Äußeren, ohne dass daraus künstlich ein großes „Problem“ gemacht wird. Das wirkte angenehm natürlich.

Der Schreibstil liest sich sehr flüssig und durch die wechselnden Perspektiven zwischen weiblichem und männlichem Hauptcharakter bleibt die Geschichte abwechslungsreich. Dadurch bekommt man einen guten Einblick in beide Sichtweisen und kann die Entwicklungen besser nachvollziehen.

Ein weiteres Detail, das mir richtig gut gefallen hat, sind die Fotos der Gegend im Umschlag. Dadurch konnte man sich die Atmosphäre und den Schauplatz noch besser vorstellen.

Insgesamt eine schöne, solide Romance mit wichtigen Themen, sympathischen Figuren und einem sehr angenehmen Lesefluss. Für ein Debüt definitiv gelungen und ich bin gespannt, was von der Autorin noch kommen wird.

Veröffentlicht am 31.05.2026

Campingchaos, Herz und ganz viel Naturgefühl

Zelten mit Juli
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Mit »Zelten mit Juli« hatten wir von Anfang an richtig viel Spaß. Schon der erste Eindruck hat uns sofort abgeholt: Die Illustrationen sind wunderschön. Es sind viele, oft sehr große Bilder, die mit kleinen ...

Mit »Zelten mit Juli« hatten wir von Anfang an richtig viel Spaß. Schon der erste Eindruck hat uns sofort abgeholt: Die Illustrationen sind wunderschön. Es sind viele, oft sehr große Bilder, die mit kleinen versteckten Hinweisen und humorvollen Details punkten. Auch der Text ist immer wieder bunt aufgelockert.

Obwohl wir die vorherigen Bände nicht kannten, kamen wir gut in die Geschichte hinein. Anfangs gibt es zwar viele Figuren und Informationen, aber dank der Illustrationen behält man schnell den Überblick. Gleichzeitig macht das Buch sofort neugierig auf die Vorgänger, die wir inzwischen zum Teil sogar nachgekauft haben. Rückblickend würden wir zwar empfehlen, chronologisch zu starten, notwendig ist das aber nicht.

Die Geschichte schafft eine tolle Mischung aus Humor, Abenteuer und gemütlicher Campingstimmung. Immer wieder habe ich mich beim Vorlesen in Erlebnisse aus meiner eigenen Kindheit zurückversetzt gefühlt. Diese Nostalgie-Momente habe ich sehr genossen.

Auch das Thema Umweltbewusstsein wurde richtig gut eingebunden: präsent, aber nie belehrend. Die Geschichte zeigt nachvollziehbar, warum bewusster Umgang mit Ressourcen sinnvoll ist und dass kleine Veränderungen viel bewirken können. Gleichzeitig wird deutlich, wie wichtig Kompromisse sind, damit alle mitziehen können.

Wir hatten beim Lesen wirklich viel Freude und haben die tierischen Sechs schnell ins Herz geschlossen. Ein liebevoll illustriertes Kinderbuch mit Humor, Atmosphäre und schönen Botschaften.

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Veröffentlicht am 23.05.2026

Ein Buch, das Eltern entlastet statt belehrt

50 Sätze, die es Eltern leichter machen
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„50 Sätze, die es Eltern leichter machen“ hat mich auf mehreren Ebenen abgeholt. Ich kenne die Inhalte und Gedanken von Birgit Gattringer teilweise bereits von ihrer Website, auf der ich vor einigen Jahren ...

„50 Sätze, die es Eltern leichter machen“ hat mich auf mehreren Ebenen abgeholt. Ich kenne die Inhalte und Gedanken von Birgit Gattringer teilweise bereits von ihrer Website, auf der ich vor einigen Jahren unglaublich hilfreiche Impulse für unseren Familienalltag gefunden habe. Umso schöner war es, vieles davon hier noch einmal gebündelt, vertieft und mit neuen Blickwinkeln zu lesen. Das Buch hilft dabei, die eigene Haltung zu hinterfragen und eingeschlichene Kommunikationsmuster bewusster wahrzunehmen.

Besonders wertvoll fand ich die Abschnitte über Co-Regulation, starke Gefühle und Grenzen. Gerade bei heftigen Wutanfällen hat mir dieser Ansatz enorm geholfen. Statt ständig gegen die Gefühle des Kindes anzukämpfen, geht es darum, Sicherheit zu geben und Emotionen gemeinsam auszuhalten. Auch der Gedanke, dass Tränen nicht „weggetröstet“ werden müssen, sondern da sein dürfen, hat mich sehr berührt.

Ebenso wichtig fand ich den Fokus auf authentische Grenzen. Das Buch vermittelt sehr schön, dass liebevolle Klarheit nichts mit Strenge zu tun hat, sondern Sicherheit schafft.

Besonders hängen geblieben ist mir der Vergleich mit dem Klettergerüst: Kinder wagen mehr, wenn sie wissen, dass jemand da ist, der sie auffängt. Dieser Gedanke zieht sich für mich durch das ganze Buch – Bindung als Grundlage für Entwicklung statt Druck.

Am meisten berührt hat mich jedoch der letzte Abschnitt über Fehler und Selbstfürsorge. Wer sich reflektiert, sich bemüht und bereit ist hinzusehen, macht bereits sehr vieles richtig, Perfektionismus hilft niemandem und zermürbt einen unnötig.

Insgesamt ist das Buch warmherzig, alltagsnah und voller Sätze, die nicht nur Kindern guttun, sondern auch den Erwachsenen dahinter.

Veröffentlicht am 21.05.2026

Ein Sommer voller Veränderungen - spannend und hoffnungsvoll

Banditensommer
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Schon optisch ist »Banditensommer« ein echtes Highlight – so ein Buch nimmt man einfach gern in die Hand und freut sich sofort aufs Loslesen. Und der Einstieg hat mich direkt gepackt: spannend, atmosphärisch ...

Schon optisch ist »Banditensommer« ein echtes Highlight – so ein Buch nimmt man einfach gern in die Hand und freut sich sofort aufs Loslesen. Und der Einstieg hat mich direkt gepackt: spannend, atmosphärisch und unglaublich mitreißend geschrieben. Gleichzeitig war ich überrascht, wie düster die Geschichte stellenweise ist - für ein Kinderbuch fand ich das zum Teil schon ziemlich intensiv. Aber genau dadurch entfaltet die Geschichte auch eine enorme emotionale Wucht.

Besonders gelungen fand ich die Perspektivwechsel. Sie sorgen nicht nur für Spannung, sondern machen viele Figuren greifbar und vielschichtig. Gerade Fadi ist mir sehr ans Herz gegangen, weil seine Entscheidungen nachvollziehbar bleiben, obwohl er Fehler macht.

Am schönsten beschrieben ist für mich aber die Entwicklung zwischen den Jungs und den Hunden. Wie aus Misstrauen langsam Nähe entsteht und die Tiere die Kinder schließlich in ihr Rudel aufnehmen, hatte etwas sehr Berührendes. Überhaupt zieht sich das Thema Zugehörigkeit wunderbar durch das ganze Buch. Dass Vertrauen, Verständnis und Gemeinschaft im Mittelpunkt stehen, hat mir richtig gut gefallen.

Auch wie Figuren über sich selbst und ihre Ängste hinauswachsen empfinde ich als wichtige Botschaft.

Ein rasanter Showdown und ein hoffnungsvolles Ende bilden den perfekten Ausklang, so dass trotz aller Spannung vor allem das Gefühl bleibt, dass dieses Buch Kindern Mut machen kann – besonders denen, die selbst mit Veränderungen oder Verlustängsten kämpfen. Insgesamt ein wirklich besonderes Kinderbuch, das wir sehr gern weiterempfehlen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.05.2026

Schön und unterhaltsam erzählt

Das Mosaik der Frauen
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Rafik Schamis neuester Roman »Das Mosaik der Frauen« ist eine Geschichte in der Geschichte, getragen von unzähligen kleinen Geschichten, Witzen und Anekdoten.

Diese Art des Erzählens liest sich leicht ...

Rafik Schamis neuester Roman »Das Mosaik der Frauen« ist eine Geschichte in der Geschichte, getragen von unzähligen kleinen Geschichten, Witzen und Anekdoten.

Diese Art des Erzählens liest sich leicht und angenehm und ist dem mündlichen Bericht eines Menschen nachempfunden.

Während viele politische und historische Daten und Zusammenhänge interessant und informativ wiedergegeben werden, konnten mich die philosophischen Aspekte des Textes weniger abholen, da sie für mich lediglich eine Aneinanderreihung bereits oft gehörter, sicherlich wahrer, aber eben in keiner Weise besonderer Erkenntnisse über Glück im Leben im Allgemeinen und Glück in Beziehungen im Speziellen darstellen.

Deshalb ist dieses Buch meiner Ansicht nach durchaus gelungen und angenehm zu lesen, bietet aber wenig Neues für jene, die bereits einige Werke dieser Art gelesen haben.