Ein unterhaltsames Abenteuer mit den tierischen Sechs
Paul, Anna und Max gehen mit ihrer Schulklasse zelten. Und die Tiere sind natürlich auch mit dabei. Juno, Juli und Watson sind die Klassentiere und dürfen daher mit von der Partie sein. Die Kinder freuen ...
Paul, Anna und Max gehen mit ihrer Schulklasse zelten. Und die Tiere sind natürlich auch mit dabei. Juno, Juli und Watson sind die Klassentiere und dürfen daher mit von der Partie sein. Die Kinder freuen sich auf das Abenteuer, sind jedoch ziemlich ernüchtert, als sie an ihrem Ziel ankommen. Regeln über Regeln und dann auch noch ein verschmutzter Strand, der dafür sorgt, dass das Baden verboten ist. Das können sie so nicht stehen lassen. Wie gut, dass Max seine Detektivausrüstung dabei hat und sie der Sache mit dem Müll auf den Grund gehen können.
Dies ist bereits der achte Band von Juli bzw. den tierischen Sechs. Ich kenne nicht alle Vorgänger, doch teilweise sind sie mir von meiner Tochter als Leseübung für die Schule vorgelesen worden. Dieser achte Band ist der erste Band, den ich auch selbst komplett alleine gelesen habe. Schon von den Vorgängern war ich begeistert, habe besonders das Kichern meiner Tochter geliebt. Und auch dieses Buch steht den Vorgängern in nichts nach.
Warmherzig erzählt Petra Eimer von Juli, die so lebendig wirkt, dass man sie manchmal fälschlicherweise für einen Mensch halten könnte. Juli, die immer wieder Quatsch macht und für Chaos sorgt, das aber nie böse meint. Und Juli, die von ihren Menschen so sehr geliebt wird. Und das nicht nur von den Menschen im Buch, sondern auch von den Lesern vor dem Buch. Dadurch, dass es Juli auch in echt gibt, bekommt die Geschichte natürlich nochmal eine ganz besondere Note.
Die tierischen Sechs sind so eine tolle Freundesgruppe. So eine Gruppe würde ich meinen drei Töchtern auch wünschen. Sie halten zusammen und passen aufeinander auf. Sie sind füreinander da und stärken sich gegenseitig den Rücken. Nie meint es einer schlecht mit dem anderen und die Tiere sind einfach ein ganz toller Teil dieser Gruppe.
Petra Eimer hat einen ganz tollen Humor, den sie nicht nur durch die erzählte Geschichte rüberbringt, sondern auch durch die ganz wunderbaren Illustrationen. Hier muss ich besonders hervorheben, dass diese alle von der Autorin selbst gezeichnet wurden, was ich wirklich grandios finde. Petra Eimer besitzt ein untrügliches Gespür dafür, was eine Zeichnung braucht um lebendig zu wirken. Die Gesichtsausdrücke von Juli, aber auch von den Kindern, sind so herrlich getroffen, dass ich nicht nur einmal lachen musste. Die Illustrationen lockern die Geschichte so sehr auf und sind ein ganz besonderer Bestandteil von dieser.
Dies ist eine Geschichte, bei der ich glaube, dass sie ohne die Illustrationen nur halb so gut funktionieren würde. Illustrationen und Text gehören einfach ganz fest zusammen. Sie sind so stark miteinander verbunden und funktionieren so perfekt miteinander, dass es beides braucht, um die Geschichte so zu erzählen, dass sie nicht nur unterhält, sondern auch mit Leben gefüllt wird und stellenweise zum Nachdenken anregt.
Und das fand ich hier ganz besonders schön. Das Thema Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Naturbewusstsein, wird hier sehr deutlich aufgegriffen, ohne aber mit dem erhobenen Zeigefinger daher zu kommen. Den Kindern werden ganz nebenbei wichtige Werte vermittelt und dass es wichtig ist auf unsere Rohstoffe (wie eben auch Wasser) zu achten. Dass wir bewusst mit dem umgehen müssen, was wir von der Natur bekommen und dass an der ein oder anderen Stelle noch immer viel zu viel Plastik verwendet wird. Durch das Thema Umweltschutz kommt dann auch der spannende Fall zustande, den die tierischen Sechs lösen müssen. Und auch hier spielen die Tiere eine nicht unwichtige Rolle und tragen ihren Teil dazu bei, dass der Fall auch wirklich gelöst wird.
Durch den Fall ist das Buch also die perfekte Mischung aus Unterhaltung, Spannung und freundschaftlichem Zusammenhalt. Es hat uns nicht nur zum Lachen gebracht, nein es regt auch zum Nachdenken an und vermittelt wichtige Werte. Ich liebe, liebe die Illustrationen von Petra Eimer und wenn es ein Buch geben würde, dass nur voll mit Illustrationen von ihr ist, dann würde es definitiv in meinem Regal stehen.
Juli ist eine Reihe, die vollständig in unserem Regal steht. Kein einziger Band wird verpasst und ich glaube, selbst, wenn meine Tochter mal zu groß dafür wird, möchte ich die neuen Bände trotzdem haben, denn ich hoffe, dass wir Juli, Paul und all die anderen noch auf viele weitere Abenteuer begleiten dürfen. Wenn ich den Hinweis am Ende des Buches richtig verstanden habe, dann vielleicht schon im Winter. Ich würde mich so sehr darüber freuen.
Ich möchte die Buchreihe allen ans Herz legen, die echte Geschichten mögen. Gerade in der heutigen Zeit, in der vieles schnelllebig ist und lieblos produziert wird, brauchen wir Geschichten wie diese. Wir brauchen Geschichte und Illustrationen mit Herz. Geschichten, in die alles geflossen ist, was in diesen Zeiten wichtig ist. Ich möchte die Reihe allen ans Herz legen, die gerne Geschichten lesen, aber auch denen, die vielleicht nicht so gerne lesen. Denn durch die vielen Illustrationen ist die Geschichte so locker und gut zu lesen und macht so viel Spaß, das selbst Lesemuffel hier ganz bestimmt auf ihre Kosten kommen werden. Ich werde auf jeden Fall nicht aufhören diese Reihe weiter zu empfehlen, denn ich habe es sehr geliebt, Juli und ihre Freunde beim Zelten zu begleiten.