Zu viel und zu wenig
BerchtesgadenDrehbuch, ja Drehbuch trifft es ganz gut. Die Geschichte wirkt nämlich wie eine Aneinanderreihung verschiedener Momente und Schicksale. Sie beleuchtet unterschiedliche Blickwinkel und man bekommt so die ...
Drehbuch, ja Drehbuch trifft es ganz gut. Die Geschichte wirkt nämlich wie eine Aneinanderreihung verschiedener Momente und Schicksale. Sie beleuchtet unterschiedliche Blickwinkel und man bekommt so die volle Bandbreite davon zu sehen, was in dieser Zeit vonstatten ging. Historisch gesehen ganz interessant, aber leider verlor man dabei den Einzelnen aus dem Blick. Die Handlung führt nicht zu einem großen Ganzen zusammen und hat auch keinen merkbaren Spannungsbogen. Stattdessen wird man immer wieder aus dem Moment gerissen. Anfangs fand ich das faszinierend, aber als sich mit der Zeit immer noch kein gemeinsamer Nenner zeigte und sich die Stränge zwar annäherten, sich aber nie richtig verbanden erlosch mein Interesse mehr und mehr. Gleichzeitig erwachte das Gefühl, dass mit diesem Buch viel zu viel gewollt wurde, denn da sind nicht nur die Einzelschicksale der Protagonisten, sondern auch zusätzliche Szenen, die auf das Geschehen nur wenig Einfluss nehmen, aber genutzt werden um noch eine und noch eine Gräueltat aufzudecken. Und genau das wurde mir irgendwann dann doch zu viel. Zuviel Extras und zu wenig Emotionen und Tiefe in Bezug auf die Protagonisten.