Profilbild von Vintyblue

Vintyblue

Lesejury Profi
offline

Vintyblue ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Vintyblue über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.02.2026

Zu viel und zu wenig

Berchtesgaden
1

Drehbuch, ja Drehbuch trifft es ganz gut. Die Geschichte wirkt nämlich wie eine Aneinanderreihung verschiedener Momente und Schicksale. Sie beleuchtet unterschiedliche Blickwinkel und man bekommt so die ...

Drehbuch, ja Drehbuch trifft es ganz gut. Die Geschichte wirkt nämlich wie eine Aneinanderreihung verschiedener Momente und Schicksale. Sie beleuchtet unterschiedliche Blickwinkel und man bekommt so die volle Bandbreite davon zu sehen, was in dieser Zeit vonstatten ging. Historisch gesehen ganz interessant, aber leider verlor man dabei den Einzelnen aus dem Blick. Die Handlung führt nicht zu einem großen Ganzen zusammen und hat auch keinen merkbaren Spannungsbogen. Stattdessen wird man immer wieder aus dem Moment gerissen. Anfangs fand ich das faszinierend, aber als sich mit der Zeit immer noch kein gemeinsamer Nenner zeigte und sich die Stränge zwar annäherten, sich aber nie richtig verbanden erlosch mein Interesse mehr und mehr. Gleichzeitig erwachte das Gefühl, dass mit diesem Buch viel zu viel gewollt wurde, denn da sind nicht nur die Einzelschicksale der Protagonisten, sondern auch zusätzliche Szenen, die auf das Geschehen nur wenig Einfluss nehmen, aber genutzt werden um noch eine und noch eine Gräueltat aufzudecken. Und genau das wurde mir irgendwann dann doch zu viel. Zuviel Extras und zu wenig Emotionen und Tiefe in Bezug auf die Protagonisten.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Thema
Veröffentlicht am 25.01.2026

1000 Tage

Gänsehaut in Hovenäset 2. Sternengrab
0

Fast tausend Tage ist Alvas Papa schon tot, als sich mit einer schwarzen Katze seltsame Vorkommnisse zu häufen beginnen. Alva vermisst ihren Vater schrecklich und hat sich geschworen herauszufinden wie ...

Fast tausend Tage ist Alvas Papa schon tot, als sich mit einer schwarzen Katze seltsame Vorkommnisse zu häufen beginnen. Alva vermisst ihren Vater schrecklich und hat sich geschworen herauszufinden wie und warum er sterben musste. Jetzt aber hört sie plötzlich wieder seine Schritte und trifft auch noch auf ein seltsames Mädchen im blauen Mantel.
Der Blickwinkel verschiebt sich nun hin zu Alva, während Heidi und Harry weniger präsent sind. Der Erzählstil wirkt, passend zu Alvas Charakter, im Vergleich zum ersten Buch, etwas zurückhaltender. Der Grusel baut sich langsamer und subtiler auf, doch beginnt man die Zusammenhänge zu begreifen, geht auch diese Geschichte richtig unter die Haut.
Mir selber erschien ‚Sternengrab‘ etwas Kind gerechter aufgebaut, die Handlung etwas Zeit mitbringt sich an die Mysterien zu gewöhnen. Ängste könnten aber beide Bücher auslösen, daher empfehle ich sie erst selber zu lesen, bevor man sie an das eigene Kind weitergibt.
Wer aber Grusel abkann und ihn mag, kann sich hier auf eine tolle Geschichte freuen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.01.2026

Uhhh, schwieriger als gedacht

Heartbreak Hotel
0

Der Zeichenstil ist schön, keine Frage! Und irgendwie erkenne ich auch etwas tief gehendes darin. Trotzdem habe ich auch das Gefühl dieses Buch nicht ganz verstanden zu haben. Als hätte ich seine Bedeutung ...

Der Zeichenstil ist schön, keine Frage! Und irgendwie erkenne ich auch etwas tief gehendes darin. Trotzdem habe ich auch das Gefühl dieses Buch nicht ganz verstanden zu haben. Als hätte ich seine Bedeutung nicht gänzlich begriffen.
Die Geschichte beginnt mit Maya, die nach einer Party von Sehnsucht und Kummer geplagt wird und die Liebe ihres Lebens verloren hat. Was genau in dieser Nacht geschah erfährt man erst nicht. Stattdessen wacht Maya in einem fremden Zimmer auf, mit einer elektronischen Katze an ihrer Seite, die ihr ihre Fragen beantwortete. Tage verbringt sie in diesem Zimmer, bis sie gezwungen ist es zu verlassen und dabei auf weitere Jugendliche trifft, die alle einen auf ihre Weise trauern. Aber dann wird die Story immer abgefahrener. Seltsame Tiere begleiten die Teens und mit jedem Stockwerk eröffnet sich Maya und den anderen eine weitere Geschichte. Diese wurden zur besseren Unterscheidung coloriert, die Bilder des Heartbreak Hotels sind dagegen einfarbig. Das wurde wirklich gut gelöst. Lauras Rolle bei dem Ganzen gefiel mir dabei aber leider nicht. Das war mir dann doch alles ein Ticken zu seltsam.
So toll das Buch auch sein mag (wenn man es versteht), man muss sich auch auf dessen Geschichte einlassen können und eine gute Prise Übersinnliches abkönnen. Und ab 14 Jahren finde ich das Ganze schon sehr herausfordernd.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.01.2026

Verteufelt nicht

Verstehen statt verlieren
0

Unsere Generation von Kindern sind die ersten Digital Natives, was erzieherisch herausfordernd sein kann, da sich die Art des Heranwachsens seither erheblich gewandelt hat.


Dieses Buch baut eine Brücke ...

Unsere Generation von Kindern sind die ersten Digital Natives, was erzieherisch herausfordernd sein kann, da sich die Art des Heranwachsens seither erheblich gewandelt hat.


Dieses Buch baut eine Brücke zwischen den Generationen, verteufelt die neuen Medien nicht und sieht sie stattdessen als Teil der Zukunft an. Aber die Autorinnen sprechen auch Gefahren an und geben zu den ohnehin schon lehrreichen Kapitelinhalten auch noch zahlreiche Tipps um Kinder zu schützen- Sei es in Form von expliziten Einstellungen, die man vornehmen kann, Verhaltensregeln oder auch durch Infos zu zusätzliche Materialien, wie Bücher, Fortbildungsmöglichkeiten, etc.


Besonders gut fand ich in diesem Buch auch, dass die beliebtesten und meist genutzten Apps gesondert betrachtet wurden. Bei WhatsApp, Insta und co half es mir die Vor- und Nachteile abzuwägen und es ließ mich auch teilweise meine vorgefasste Meinung überdenken. Beim Themenbereich Gameing dagegen empfand ich, dass das Gefahrenpotential von z.B. Chatfunktionen zu wenig zur Sprache kam. Und auch sonst schwankte ich bei der hier vertretenen, eher positiv gestimmten Einstellung zu den neuen Medien immer wieder und war mir nicht sicher ob ich diesen aufgezeigten Weg genauso gutheißen sollte. Und auch, dass hier die sexuelle Aufklärung von Jugendlichen so umfangreich thematisiert wird, hatte ich nicht erwartet. Dies empfand ich dann doch als etwas unpassend und, trotz Cybergrooming und co, am Thema vorbei. Der Ton der die Autorinnen anschlagen, ist jedoch sehr wertschätzend, offen und praxisorientiert. Und ihr Fazit, dass alles steht und fällt mit dem Aufrechterhalten von ehrlichem Interesse am Kind, kann ich genauso unterschreiben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.12.2025

Bunt wie ein Regenbogen

Sonne und Regen – So ist unser Leben
0

Der Papa muss zur Arbeit, doch das Wiedersehen wird durch das Vermissen umso schöner. Und der Regen? Der sperrt uns nicht ins Zimmer, der macht Pfützen, die so schön nach allen Seiten spritzen. Mal zankt ...

Der Papa muss zur Arbeit, doch das Wiedersehen wird durch das Vermissen umso schöner. Und der Regen? Der sperrt uns nicht ins Zimmer, der macht Pfützen, die so schön nach allen Seiten spritzen. Mal zankt man sich und dann ist alles wieder gut. Und mal schlafen wir einfach geborgen ein. Die Gefühle sind bunt wie ein Regenbogen und alle gehören sie zu uns. Die Gegensätze in diesem Buch unterscheiden nicht zwischen gut und schlecht, sie zeigen nur wie verschieden man sich fühlen kann. Und sie laden dazu ein das Leben und die kleinen Dinge wertzuschätzen.
Finns Geschichte ist schön und dem Kind gegenüber sehr zugewandt und liebevoll. Die Verbindung der Eltern zum kleinen Finn ist geprägt von Vertrauen und Zuversicht und auch zu Freundin Marie ist eine große Innigkeit zu spüren. Mit dem Streit zwischen den beiden, aber auch dank der anderen Situationen lernen Kinder ihre Gefühle zu benennen und anzunehmen. Dass keine Emotion negativ besetzt ist, gefällt mir dabei ganz besonders.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere