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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.04.2026

Baut auf Verständnis

Endgegner Großeltern?
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Endgegner, ja so möchte man meinen. Bis man mal hinter die Fassade blickt und erkennt, wie anderes die Leben und die Werte der vorangegangenen Generationen waren. Was da zutage kam, war für mich sehr interessant ...

Endgegner, ja so möchte man meinen. Bis man mal hinter die Fassade blickt und erkennt, wie anderes die Leben und die Werte der vorangegangenen Generationen waren. Was da zutage kam, war für mich sehr interessant und aufschlussreich, erklärt aber auch nicht jeden Konflikt. Denn Menschen sind Wesen mit eigenem Willen und der Fähigkeit zur Selbstreflektion. Aber die wird hier eigentlich nur seitens der Eltern eingefordert. Genauso wie ne gehörige Portion Verständnis.
Trotzdem glaube ich noch immer, dass für eine funktionierende Beziehung immer zwei Parteien gehören. und sich nicht alles einfach so lösen lässt.
Das Buch ist aber trotzdem ganz lehrreich. Viele Erfahrungsberichte zeigen, dass man mit den eigenen Konflikten nicht alleine ist. Und es erklärt auch super gut geschichtliche Hintergründe und generationentypische Denkweisen. Überall habe ich mich darin zwar nicht gesehen, trotzdem half es mir bei gewissen Situationen schon etwas weiter.
Der Wunsch nach einem harmonischen Miteinander ist groß, aber ob das Buch hält, was es verspricht, das muss es erst noch beweisen.

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Veröffentlicht am 26.03.2026

Felsen klammern nicht, sie lieben

Felsenfest
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Das ist Band 2 der Geschenkbuchreihe von Nora Imlau. „Goldrichtig. Was uns zusammenhält und trägt“ heißt das erste. Ich kenne es nicht. Aber das macht nichts. Das aktuelle Buch lässt sich genauso gut ohne ...

Das ist Band 2 der Geschenkbuchreihe von Nora Imlau. „Goldrichtig. Was uns zusammenhält und trägt“ heißt das erste. Ich kenne es nicht. Aber das macht nichts. Das aktuelle Buch lässt sich genauso gut ohne Vorkenntnisse lesen. Es ist kein Ratgeber im eigentlichen Sinne. Und von den Maßen her gleicht es eher wie ein Kinderbuch. Aber es richtet sich wirklich an Erwachsene. Darin enthalten sind Affirmationen in Gedicht- und Geschichtenform. Sie geben Müttern- ja, ich glaube es spricht hauptsächlich Mütter an- Halt und Bestätigung und dem Kind gegenüber ein offenes Herz. Das ist schön und tut richtig gut.
Die Situationen die die Geschichten beschreiben ziehen sich durch die gesamte Kinderzeit bis hin zum Auszug und erzählen von Gefühlen, von Erkenntnissen und Zweifeln. Sie wirken sehr menschlich, durch die Ich-Perspektive auch persönlich. Und gehen unter die Haut.

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Veröffentlicht am 12.03.2026

Anderswo ist toll

Heute fahren wir nach Anderswo
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Dieses Buch ist voller handgemalter Bilder, die sogar wirklich aus Kinderhand stammen. Das ist aber nicht das einzig besondere an diesem Buch, macht es aber nur umso authentischer.
Mit einem kreidegemalten ...

Dieses Buch ist voller handgemalter Bilder, die sogar wirklich aus Kinderhand stammen. Das ist aber nicht das einzig besondere an diesem Buch, macht es aber nur umso authentischer.
Mit einem kreidegemalten Auto nach Anderswo zu reisen ist eine tolle Vorstellung, die sicher jedes Kind begeistert und abholen wird. Den Oscar aus dieser Geschichte auch, der sich bereitwillig auf Elfis Abenteuer einlässt. Und rasch wird dann aus Langeweile etwas ganz beeindruckend Kreatives.
Langeweile ist nichts, was man fürchten muss, das habe ich von klein auf gelernt und schnell bemerkt, dass aus solchen Momenten die besten Spiele entstehen können. Genau das möchte ich auch meinem Kind beibringen und dieses Buch greift da mein Anliegen super auf.
Es hat aber nichts belehrendes an sich, sonder ist eine tolle Geschichte, die Spaß macht. Und es ist ein Buch, dass möchte, dass man mit dem Kind auch über seine Geschichte spricht. Aber genau das gefällt mir sehr gut daran, weil man dann auch selbst ins Tun kommt.

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Veröffentlicht am 12.03.2026

Musen, Prüfungen und andere Schwierigkeiten

Aftermyth – Penelope und die Prüfung der Götter
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Penelopes bisheriges Leben kreiste um ihre Aufnahme in Anaximander. Und dass sie im Haus Athene aufgenommen wurde, stand für sie und ihre Familie bereits lange fest. Doch dann kommt alles ganz anders. ...

Penelopes bisheriges Leben kreiste um ihre Aufnahme in Anaximander. Und dass sie im Haus Athene aufgenommen wurde, stand für sie und ihre Familie bereits lange fest. Doch dann kommt alles ganz anders. Schon der Weg zur Schule wird zum Problem und irgendwie scheint sich alles gegen Penelope verschworen zu haben.
Wer Percy Jackson kennt, wird bestimmt auch diese Reihe lieben. Der Einfluss der griechische Mythologie ist auch hier deutlich zu spüren, auch wenn Götter nur indirekt Teil der Handlung sind. Diese Serie erscheint mir im Stil aber trotzdem eigenständig zu sein. Die Charaktere und die Handlung wirken etwas moderner und quirliger und die Göttermagie äußert sich auch anders. Z.B. bewegen sich die Gebäude der Schule und tauschen jede Nacht ihren Platz. Die Geschichte spielt hauptsächlich auf dem Gelände von Anaximander und dreht sich um die Erledigung von Aufgaben. Die Prüfungen, die Penelope beschreiten muss, wirken aber etwas willkürlich und die der anderen Häuser spielen kaum eine Rolle, dabei konkurrieren sie untereinander. Und auch Penelopes Sonderrolle in dem Ganzen bleibt bisher noch ungewiss.
Geschrieben ist das Buch richtig gut. Bei einer solchen Autorin hatte ich aber auch nichts anderes erwartet. Ich habe mich richtiggehend festgelesen und mich in Anaximander sehr wohl gefühlt. Penelope ist eine tolle Figur und auch ihr Freundeskreis euch mir sehr ans Herz.

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Veröffentlicht am 02.03.2026

Billy und Bo

Die Jagd nach den magischen Münzen
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Dieses Buch spielt im historischen London und allein besaß für mich schon große Anziehungskraft- ganz zu schweigen von der beeindruckend schönen Aufmachung des Buchs. Der erste Eindruck war also bereits ...

Dieses Buch spielt im historischen London und allein besaß für mich schon große Anziehungskraft- ganz zu schweigen von der beeindruckend schönen Aufmachung des Buchs. Der erste Eindruck war also bereits sehr positiv, als ich dieses Buch in die Hände nahm. Es wirkt gar nicht mal so dick, aber beinhaltet eine Geschichte mit einer Magie, die mich enorm fesselte und zum Ende hin, das gebe ich gern zu, auch zu Tränen gerührt hatte.
Bo ist eine junge Mudlarkerin, oder Schlammschwalbe, wie sie es nennt und findet im Schlick der Themse eine seltsame Münze. An diesem Tag spricht der Fluss zum ersten Mal mit ihr. Und an diesem Tag beginnt ein Abenteuer, wie sie es so nicht erwartet hatte.
Die Darstellung und die Atmosphäre des historischen Londons sind ungeheuer schön. Die Geschichte aber ist geprägt von Legenden und Geheimnissen. Rasch verliert man sich in der darin. Rasch identifiziert man sich mit den Personen und fühlt mit ihnen mit. Der Verlust ist ein zentrales Thema im Buch, dargestellt z.B. durch die Jungen, die in den Krieg ziehen müssen. Dadurch besitzt das Buch auch etwas zutiefst berührendes und melancholisches. Die eigentliche Geschichte aber handelt von Billy, einem Jungen, den Bo am Fluss trifft und ihr selbst. Wie diese sich aber entwickelt, müsst ihr selbst herausfinden.

Das Buch wird für Kinder ab 10 Jahren empfohlen. Mit dieser Angabe gehe ich mit. Dieses Buch fasziniert aber auch ältere Leser. Und zu diesen zähle ich auch mich.

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