Ganz witzige Western Romance um einen falschen, aber sexy Cowboy
How to Catch a (Fake) CowboyRiley ist eine sehr ehrgeizige Journalistin und möchte in New York hoch hinaus. Doch um beim Magazin ihrer Träume zu arbeiten, muss sie die sehr eigenwillige Chefredakteurin davon überzeugen, dass sie ...
Riley ist eine sehr ehrgeizige Journalistin und möchte in New York hoch hinaus. Doch um beim Magazin ihrer Träume zu arbeiten, muss sie die sehr eigenwillige Chefredakteurin davon überzeugen, dass sie es drauf hat. Ihr Auftrag: Schreibe einen Artikel zum Thema "Yeehaw is a state of mind. Um ein Gefühl für das Cowboyleben zu bekommen, reist Riley kurzerhand nach Texas in ein kleines Nest, wo sie tatsächlich sofort auf einen sexy Cowboy trifft, wie er im Buche steht. Der perfekte Interviewpartner. Was sie nicht weiß: Nate hat keine Ahnung von Kühen, Lassos und Rodeo. Er hat sich nur für eine Party verkleidet. Doch für ein bisschen Zeit mit Riley, schlüpft er in eine Rolle, die ihm so gar nicht liegt. Das Problem ist nur, wie kommt er aus dieser Notlüge wieder heraus?
In letzter Zeit habe ich immer öfter RomComs mit Western Touch gesehen und weil ich von der Autorin schon viel Gutes gehört habe, hab ich mich für diesen hier entschieden. Vorgeben, etwas zu sein, was man nicht ist, führt meist zu skurrilen Situationen und so hab ich mir viele lustige Szenen erhofft und natürlich viel Herz. Der Beginn der Geschichte hat mich dann sehr stark an "Der Teufel trägt Prada" erinnert. Die sehr exzentrische Chefin, die ängstlichen Untergebenen, die gerüffelt werden, wenn mal nicht alles 1000% klappt. Dass diese Frau dann ausgerechnet Cowboys als aufsteigendes Top-Thema sieht, hat mich verblüfft. Riley finde ich sehr taff und ehrgeizig. Sie gibt nie auf, auch wenn sie in diesem Fall schon sehr unter Druck steht. Ihre Idee am lebenden Objekt zu forschen fand ich aufregend und spontan, daher klappt auch nicht alles auf Anhieb. Trotzdem taucht da sehr schnell das perfekte Forschungsprojekt auf. Hach Nate, der ist ja schon toll, aber seine Unehrlichkeit, das merkt man schnell, wird ihm zum Verhängnis werden.
Mir gefiel auch der erfrischende Schreibstil der Autorin. Der Text liest sich einfach gut und unterhaltsam weg. Leider hatte ich gerade zwischen der Einleitung und dem Ende des ersten Drittels mehrfach Momente, in denen ich vor Peinlichkeit am liebsten im Boden versunken wäre. Klar, mancher findet das lustig, aber für mich war es too much und einfach viel zu unwahrscheinlich, wie sich Nate da darstellt. Er beinahe schon etwas minderbemittelt rüber und tut sich schwer, einen Absprung zu finden. Seine Freunde sind da keine Hilfe sondern reiten ihn noch weiter rein. Gerade da war mir das Geschehen etwas zu seicht. Doch zum Glück ging es wieder aufwärts. Trotzdem hätte man aus einem Festbesuch und weiteren Cowboy- und Western-Klischees mehr lustige Szenen herausholen können. Das Ende war echt ok und wieder mehr fürs Herz. Leider muss ich sagen, dass ich das Endprodukt, den Artikel, echt öde fand und nicht glaube, dass den eine Zeitschrift so gedruckt hätte. Allerdings lese ich solche Blätter eigentlich auch nicht. Sehr gut gefallen haben mir im Übrigen die Nebencharaktere, die Riley zur Seite stehen. Die hätte man auch gern als Freundinnen. Alles in allem eine ganz witzige, herzige RomCom, die es manchmal in meinen Augen etwas zu sehr übertreibt. 4 Sterne
PS: Das Spice-Level ist eher sehr mild, was mich überrascht hat.