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Veröffentlicht am 13.04.2026

Das Verhältnis

Die andere Seite
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Lydia Barzyk ist ab sofort eine meiner Lieblingsautoren.

In ihrem Thriller " Die andere Seite" beschreibt sie genau diese.

Eine Gruppe von Freunden, die füreinander durch dick und dünn gehen, wer hat ...

Lydia Barzyk ist ab sofort eine meiner Lieblingsautoren.

In ihrem Thriller " Die andere Seite" beschreibt sie genau diese.

Eine Gruppe von Freunden, die füreinander durch dick und dünn gehen, wer hat das schon.

Elias, die titelgebende Figur ist ein Teilnehmer einer solchen Gruppe. Man trifft sich, man neckt sich und man streitet schon auch mal. Aber alles halb so wild, am Ende sind alle wieder Freunde. Doch irgendwann läuft alles aus dem Ruder.

Man beobachtet sich, man macht Bemerkungen, die tiefer gehen, aber man macht sich auch Sorgen, beruflich wie privat.

Und aus Freundschaft wird Liebe, Besessenheit, es gibt Unstimmigkeiten, es werden Fragen aufgeworfen, die keiner beantworten will oder kann.

Die Freundschaft bröckelt.

Und dann ein Todesfall. Rasch wird klar, das war Mord, ausgerechnet Elias, der Strahlemann.

Danach geht es Schlag auf Schlag, die Stimmung eskaliert, keiner traut keinem mehr so recht, und nun wird auch über Dinge gesprochen, die bis jetzt tabu waren. Zum Beispiel das Verhältnis zwischen Maya und Elias.

Und es gibt Andeutungen, die so brisant sind, dass nun doch (noch) nicht darüber gesprochen wird.

Bis die bedrohlichen Nachrichten deutlicher werden und schließlich Videos online gehen, die eine geballte Ladung von verschiedenen Meinungen nach sich ziehen.

Die Spannung steigt , aber niemand, auch nicht die Polizei, die auf Hochdruck ermittelt, weiß, wer Elias ermordet hat.

Bis zum Ende wird man hingehalten, aber das Ende ist ( zumindest für mich) eine Riesen-Überraschung und so logisch, dass es beinahe wehtut.

Ein Roman, ein echter Psychothriller, den man unbedingt lesen sollte.

Ein sehr schönes Cover lädt zum Zugreifen ein.

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Veröffentlicht am 31.03.2026

Erinnerungen und Gegenwart

Melken
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Dieses Erstlingsbuch von Sanna Samuelsson kann man von zwei Seiten betrachten.
Entweder, man findet es ereignislos und langatmig, oder man liest sich die Doppeldeutigkeit mehrerer Passagen heraus.
Ellen ...

Dieses Erstlingsbuch von Sanna Samuelsson kann man von zwei Seiten betrachten.
Entweder, man findet es ereignislos und langatmig, oder man liest sich die Doppeldeutigkeit mehrerer Passagen heraus.
Ellen lebt mit Diana in einer Beziehung, die sich von Beginn an nicht richtig fühlte. Nach der Trennung fährt Ellen eher ziellos einfach weg und landet in dem Haus, in dem sie mit ihren Eltern gelebt hatte, ein Bauernhof, der nun fremden Leuten gehört, auf dem es keine Tiere mehr gibt und auch keine Landwirtschaft mehr betrieben wird.
Das Haus ist verschlossen und scheint unbewohnt, also holt sie sich den Ersatzschlüssel, der, wie früher, immer noch an seinem Platz liegt.
Zuerst hat Ellen gar nicht vor, dort zu bleiben, aber irgendwie kommt sie auch nicht mehr weg von dort. Sie liegt in ihrem ehemaligen Bett und träumt sich in die Vergangenheit zurück.
Dazu gehört in erster Linie der Stallgeruch, von dem sie stets wegkommen wollte, ihre Erinnerungen an die landwirtschaftlichen Arbeiten, die ihre Eltern und auch sie leisten mussten und doch nicht über die Runden kamen.
Und Max, ihr ehemaliger Schul- und Spielkamerad, der ebenfalls noch in der Nachbarschaft wohnt.
Er bemerkt schnell, dass sie im Haus lebt und versorgt sie mit Essen, aber die beiden kommen sich nicht wirklich näher.

Das Cover gefällt mir gut und passt zum Text.

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Veröffentlicht am 27.03.2026

Malkunst

Letzter Akt
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Der Autor Andreas Schäfer lässt in seinen Romanen immer wieder die Malkunst mitspielen.

So auch in diesem. Es geht um die Schauspielerin Dora, die nach vielen Jahren beim Film mit 40 noch auf der Bühne ...

Der Autor Andreas Schäfer lässt in seinen Romanen immer wieder die Malkunst mitspielen.

So auch in diesem. Es geht um die Schauspielerin Dora, die nach vielen Jahren beim Film mit 40 noch auf der Bühne in London durchstarten will. Nach der Premiere sitzt das ganze Team in einem Lokal zusammen, um die gelungene Premiere zu feiern.

Mit am Tisch sitzt ein Mann, den Dora so faszinierend findet, dass sie lange mit ihm spricht und zu erkennen meint, dass er sie gar nicht kennt.

Sie beginnt eine Affäre mit ihm und genießt es, dort sie selbst sein zu können, denn ihre Mutter in Frankfurt nervt, ihre Agentin nervt und noch mehr nervt ihr Kollege, mit dem sie nun immer auf der Bühne steht.

Ihr Freund ist Maler und seine Bilder sprechen Dora an, obwohl er nur Landschaften und Abbilder des täglichen Lebens malt. Als sie ihn fragt, ob er sie malen würde, sagt er zu.

Aber als sie das Bild dann sieht, wallen ungute Erinnerungen an eine alte Schulkollegin, die sich umgebracht hat, auf.

Dora hat auf der Bühne einen Zusammenbruch und fällt für Monate aus.

Das Cover ist farbenfroh gestaltet und gibt schon einen Hinweis auf das Thema.

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Veröffentlicht am 21.03.2026

Wasser trinken

Tief
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Rebekka Moser hat sich ein sehr sensibles, sehr menschliches und sehr tödliches Tema für ihr Buch ausgesucht.

Die Handlung schwankt zwischen zwei Kulturen und deren Auslegung, von politisch bis privat, ...

Rebekka Moser hat sich ein sehr sensibles, sehr menschliches und sehr tödliches Tema für ihr Buch ausgesucht.

Die Handlung schwankt zwischen zwei Kulturen und deren Auslegung, von politisch bis privat, von ungesagten Gefühlen zu unverstandenen

Gedanken, von Kulturen die auf zwei Kontinenten völlig unterschiedliche Auswirkungen haben auf jene, die damit leben müssen.

Grausamkeiten häufen sich auf Grund falsch verstandener Werte, Polizeiarbeit wird durch politische Interaktionen zunichte gemacht, verzweifelte Menschen geraten an falsche Adressen, werden manipuliert und verschwinden.

Schlepperboote , Rettungsmannschaften, Neonazis und islamische Eiferer kommen genau so vor, wie hilfsbereite, gerne in unserem Land lebende Migranten, aber auch Spitzel, Mörder und einfach verblendete, irregeleitete Jugendliche, die zu Hause zu wenig Wärme finden.

Jedes einzelne Kapitel dieses Buches regt intensiv zum Nachdenken und Hinterfragen der eigenen Denkweise an.

Und- es fordert zu Toleranz auf, man sollte sich nur gut überlegen, wem gegenüber.

Die berührende Handlung um einige Morde , die Toten kommen allesamt durch Wasser um, und um ein Polizistengespann, das persönlich involviert ist, hat Nachhaltigkeit und verschwindet nicht so schnell aus dem Gedächtnis.

Das Cover, ganz in wasserblau, ist gut gewählt und passt zum Inhalt des Buches.

Lesenswert !!!!

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Veröffentlicht am 17.03.2026

Kayla wird mutig

Und das Glück duftet nach Wolken und Meer
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Susa Bartel beschreibt in ihrem Roman, wie sich eine junge Frau trotz vieler Stolpersteine in ihrem Leben zu einer mutigen, taffen Frau entwickelt. Der Roman enthält Spannungsmomente, Rührungssequenzen, ...

Susa Bartel beschreibt in ihrem Roman, wie sich eine junge Frau trotz vieler Stolpersteine in ihrem Leben zu einer mutigen, taffen Frau entwickelt. Der Roman enthält Spannungsmomente, Rührungssequenzen, wunderschöne Landschaftsbeschreibungen , und wenn man genau aufpasst, duftet es nach Wolken und Meer.

Kayla, 33, verlobt mit Ben, lebt in Berlin in einer WG mit Freundin Pina und Kater Bono. Sie arbeitet als Trauercoachin für Leute, die ein geliebtes Tier verloren haben, aber in ihrer Kasse ist Dauer-Ebbe.

Kayla ist in Irland geboren, ihre Familie lebt noch dort, ihre Oma allerdings kommt aus Berlin. Und Kayla vermisst ihre Mutter, die aus Gründen, die niemand wirklich kennt, vor vielen Jahren Mann und Kinder verlassen hat. Ihr Vater begann zu trinken, der Bruder will nichts mit Kayla zu tun haben, nur die Großmutter hält zu ihr.

Als ihr Vater plötzlich stirbt, muß Kayla heim nach Irland.

Dort wird es turbulent, zumal nicht nur Familie und Freundinnen, sondern auch ein Mann auf der Bildfläche erscheinen und ihr Gefühlsleben kräftig durchmischen. Trauer, Wut, Neugier und ein neues Geschäftsmodell, eine Trennung und die Versöhnung mit dem Bruder lassen Kayla ihre Bedenken über Bord werfen und sich auf die Suche nach ihrer Mutter zu machen.

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