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Veröffentlicht am 10.04.2025

Die Reihe fühlt sich wie nach Hause kommen an

French Secrets
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Rezension zu French Secrets von JD Summer – 4 Sterne

„Wenn man nicht man selbst sein darf, nur um geliebt zu werden …“
Ein Satz, der hängen bleibt. Und der perfekt beschreibt, warum mich French Secrets ...

Rezension zu French Secrets von JD Summer – 4 Sterne

„Wenn man nicht man selbst sein darf, nur um geliebt zu werden …“
Ein Satz, der hängen bleibt. Und der perfekt beschreibt, warum mich French Secrets emotional so berührt hat.

Die French Hearts-Reihe ist für mich jedes Mal wie Heimkommen. Dieses kleine französische Dorf mit all seinen charmanten Bewohnern hat einfach mein Herz. Auch diesmal hat JD Summer es wieder geschafft, mich mit der Wohlfühlatmosphäre, den herrlich chaotischen Familienchats und den liebevollen Dynamiken zwischen den Charakteren abzuholen.

Jules‘ Geschichte beginnt mit einem gebrochenen Herzen – sie wurde eine Woche vor ihrer Hochzeit verlassen. Ihr Rückzug nach Val d’Issey fühlt sich wie der erste Schritt in ein neues Leben an. Nur dass dort ausgerechnet Luca lebt – ihre erste große Liebe, die sie seit fast 20 Jahren nicht gesehen hat. Und plötzlich stehen sie sich wieder gegenüber, unter einem Dach, mit all den unausgesprochenen Gefühlen und alten Wunden.

Ich mochte die Dynamik zwischen Jules und Luca sehr – ihre Gegensätze, ihre Neckereien, ihre Geschichte. Besonders gut fand ich, dass ihre Vergangenheit nicht unter den Teppich gekehrt, sondern Stück für Stück aufgearbeitet wurde. Die Beziehung fühlte sich dadurch greifbar an – auch wenn ich persönlich nicht jede Entscheidung von Jules sofort nachempfinden konnte. Vielleicht, weil ich mir an manchen Stellen mehr Mut zur Selbstbestimmung gewünscht hätte. Gleichzeitig zeigt es aber auch realistisch, wie stark gesellschaftliche Erwartungen wirken können.

Der Roman ist eine gelungene Mischung aus Humor, Herzklopfen und einer zweiten Chance, die sich wie Schicksal anfühlt. Für mich war es wieder ein cozy Wohlfühlroman mit der perfekten Prise Drama und Romantik. Nur ein klitzekleines Detail hat mich emotional nicht ganz erreicht – das ist aber reine Gefühlssache und kein Grund, keine Leseempfehlung auszusprechen.

Wer auf Second Chances, ein französisches Dorf voller Herz und eine Freundesclique zum Verlieben steht, wird French Secrets garantiert genießen.

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Veröffentlicht am 09.04.2025

Sehr tiefgründig

Leaving Was The Hardest Part (Hardest Part 3)
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Rezension zu Leaving was the Hardest Part von Rabia Doğan

„Leaving was the hardest part“ behandelt viele wichtige und ernste Themen wie Rassismus, häusliche Gewalt und toxisches Verhalten – und das auf ...

Rezension zu Leaving was the Hardest Part von Rabia Doğan

„Leaving was the hardest part“ behandelt viele wichtige und ernste Themen wie Rassismus, häusliche Gewalt und toxisches Verhalten – und das auf sehr ruhige, einfühlsame Weise. Die Autorin hat einen besonderen Schreibstil, der einen durch die Seiten trägt, ohne dass es sich zu schwer oder überladen anfühlt.

Nehir, die Protagonistin, ist Umweltschützerin und beginnt ihr Modedesign-Studium in Berlin – muss dabei aber ausgerechnet bei ihrem Vater wohnen, mit dem sie keine wirkliche Beziehung hat. Schon da wird klar, dass die Geschichte nicht nur leicht und romantisch wird. In einem kleinen Töpferladen trifft sie auf Atlas – einen Jurastudenten, der sein Leben komplett im Griff zu haben scheint. Die beiden geraten ständig aneinander, doch je mehr Zeit sie miteinander verbringen, desto klarer wird: Unter der Oberfläche tragen beide schwere Themen mit sich herum.

Der Plottwist hat mich absolut überrascht – ich musste das kurz sacken lassen. Auch wie sich alles am Ende zusammenfügt, war wirklich stark. Allerdings ging mir das Ende insgesamt zu schnell. Gerade die toxischen Erfahrungen, die thematisiert wurden, hätten für meinen Geschmack noch mehr Raum zur Aufarbeitung gebraucht.

Was ich mir ebenfalls etwas mehr gewünscht hätte, war die Lovestory. Sie ist da, ja – aber eher unterschwellig. Für mich hätte es da ruhig noch ein bisschen mehr Emotion und Nähe geben dürfen.

Fazit:
Ein ruhiges, tiefgründiges Buch mit starken Themen und einem überraschenden Twist. Emotional und wichtig – auch wenn für mich nicht alles ganz ausgereift war.

4 Sterne

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Veröffentlicht am 07.04.2025

Was für ein Plottwist

Our Infinite Fates
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Rezension zu Our Infinite Fates von Laura Steven

Was für eine besondere Geschichte – leise, poetisch und gleichzeitig voller Spannung, Wendungen und Emotionen.

Evelyn, oder besser gesagt Branwen, ist ...


Rezension zu Our Infinite Fates von Laura Steven

Was für eine besondere Geschichte – leise, poetisch und gleichzeitig voller Spannung, Wendungen und Emotionen.

Evelyn, oder besser gesagt Branwen, ist eine dieser Protagonistinnen, die man einfach nicht vergisst. Selbstlos, empathisch und mit einer Tiefe, die über Jahrhunderte gewachsen ist. Ihre Erinnerungen an frühere Leben machen sie so reflektiert – und lassen uns Leser:innen mit jeder Zeile mitfühlen, mitleiden und mitfiebern.

Arden hingegen… hat es mir schwerer gemacht. Mal mochte ich ihn, mal konnte ich ihn überhaupt nicht greifen. Er bleibt über weite Teile der Geschichte etwas blass, obwohl seine Rolle zentral ist. Vielleicht hätten ein paar Kapitel aus seiner Perspektive geholfen, mehr über seine Beweggründe zu verstehen und eine tiefere emotionale Bindung zu entwickeln.

Die Idee des Buches hat mich jedoch komplett überzeugt:
Eine Liebe, die über Jahrtausende hinweg immer wiederkehrt – und doch jedes Mal tödlich endet.
Die Zeitsprünge in frühere Leben waren atmosphärisch stark und haben nicht nur historische Vielfalt reingebracht, sondern auch viele kleine Puzzleteile, die sich langsam zu einem größeren Bild zusammenfügten. Besonders spannend fand ich, wie sich die Rückblicke nach und nach zu einem Gesamtverständnis aufgebaut haben.

Und dieser Plottwist… Ich hatte keine Ahnung, was ich erwartet habe – aber sicherlich nicht das! Eine Wendung, die mich wirklich überrascht hat und der Geschichte noch einmal eine neue Tiefe gegeben hat.

Der Schreibstil ist ruhig, bildhaft und teilweise poetisch. Das passt wunderbar zur Geschichte, hat mir den Einstieg aber ehrlich gesagt nicht ganz leicht gemacht. Mit der Zeit hat er mich aber komplett eingenommen.

Zum Ende hin habe ich richtig mitgefiebert. Evelyns Ziel, wenigstens dieses eine Mal länger zu leben – für ihre Schwester – ist so greifbar und emotional stark.
Nur das Finale selbst… hat mich nicht ganz so mitgenommen, wie ich es mir gewünscht hätte. Vielleicht, weil ich insgeheim auf etwas anderes gehofft hatte.

Fazit:
Ein faszinierender und tiefgründiger Roman über Liebe, Verlust und das Schicksal. Evelyns Geschichte bleibt im Herzen, auch wenn nicht alles perfekt war.

4,5 Sterne für ein außergewöhnliches Buch, das nachhallt.

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Veröffentlicht am 04.04.2025

Fesselnde Romantasy mit zarter Liebesgeschichte

The Half King
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The Half King hat mich mit seiner spannenden Mischung aus Magie, Geheimnissen und einer zarten, aber fesselnden Romanze in den Bann gezogen. Die Geschichte folgt Cerise Solon, einer angehenden Seherin, ...


The Half King hat mich mit seiner spannenden Mischung aus Magie, Geheimnissen und einer zarten, aber fesselnden Romanze in den Bann gezogen. Die Geschichte folgt Cerise Solon, einer angehenden Seherin, die zwar keine magischen Fähigkeiten besitzt, aber dennoch auserwählt wird, dem Halbkönig zu dienen. Dieser trägt den Fluch seiner Blutlinie, der ihn an seinem 21. Geburtstag verschwinden lässt. Zusammen mit ihm begibt sich Cerise auf eine Reise, um diesen Fluch zu brechen und deckt dabei Geheimnisse auf, die ihre eigene Identität betreffen.

Was mir besonders gefallen hat, ist die Entwicklung der Charaktere. Cerise ist eine Protagonistin, die sich nicht unterkriegen lässt und mit viel Mitgefühl für andere handelt, auch wenn sie selbst mit Unsicherheiten zu kämpfen hat. Die Beziehung zwischen ihr und dem Halbkönig Kean ist von Anfang an spannend, wenn auch eher zurückhaltend. Die zarte Anziehung zwischen den beiden wächst mit der Zeit, doch die spicy Szenen sind eher dezent und jugendlich gehalten, was das Lesegefühl angenehm macht. Das hat mir gut gefallen, obwohl ich die chemische Anziehung zwischen den beiden nicht so stark gespürt habe wie in anderen Romantasy-Geschichten.

Die Welt, die Melissa Landers erschaffen hat, ist detailliert und atmosphärisch, besonders die Magie und der Fluch des Halbkönigs sind faszinierend. Der Plot bietet einige unerwartete Wendungen, die mich bis zum Ende gefesselt haben. Der Schluss war besonders spannend, und der Epilog lässt Raum für Fragen, was für die Fortsetzung neugierig macht – auch wenn der Cliffhanger für meinen Geschmack etwas zu viel war.

Alles in allem ist The Half King ein gut geschriebenes Romantasy-Buch, das mit sympathischen Charakteren, einer magischen Welt und einem interessanten Plot überzeugt. Auch wenn die Romantik eher subtil ist und der Einstieg in die komplexe Welt zu Beginn herausfordernd sein kann, hat mich das Buch gut unterhalten und ich freue mich auf die Fortsetzung.

4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 27.03.2025

Für Zwischendurch

Mismatch
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"Mismatch" hatte für mich Potenzial, konnte mich aber nicht wirklich fesseln. Die Grundidee – eine ehrgeizige Sportjournalistin und ein Basketballspieler mit Geheimnissen – klang spannend, aber die Umsetzung ...

"Mismatch" hatte für mich Potenzial, konnte mich aber nicht wirklich fesseln. Die Grundidee – eine ehrgeizige Sportjournalistin und ein Basketballspieler mit Geheimnissen – klang spannend, aber die Umsetzung ließ mich eher unberührt zurück. Besonders die Emotionen zwischen den Figuren haben mich nicht richtig erreicht, und das große Geheimnis von Austin hat für mich weniger Schlagkraft gehabt als erhofft.

Joyce war eine ambitionierte Protagonistin, aber ihre Hartnäckigkeit, Austins Vergangenheit aufzudecken, wirkte manchmal zu forciert. Austin selbst war ein grumpy Love Interest, aber für meinen Geschmack hätte seine Entwicklung noch mehr Tiefe vertragen können. Die Chemie zwischen den beiden war in Ordnung, aber kein Highlight.

Positiv hervorzuheben ist der angenehme Schreibstil, der die Geschichte flüssig erzählt, sowie die Themen rund um Frauen in der Sportwelt und mentale Gesundheit, die zwar angesprochen, aber nicht immer ganz ausgearbeitet wurden.

Insgesamt eine solide College-Sports-Romance, die kurzweilige Unterhaltung bietet, mich aber emotional nicht so mitgenommen hat, wie ich es mir gewünscht hätte.

⭐️⭐️⭐️💫 (3,5 Sterne)

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