Willkommen in Iphosia…..dem Land der Magier und Techniker.
Die Federn des WindesDie Federn des Windes – Episoden 1-3 von Manuel Timm
Die Federn des Windes besteht aus Episode 1-3. Es wird noch ein zweites Buch geben, mit wahrscheinlich wieder 3 Episoden. Das Buch ist also keine ...
Die Federn des Windes – Episoden 1-3 von Manuel Timm
Die Federn des Windes besteht aus Episode 1-3. Es wird noch ein zweites Buch geben, mit wahrscheinlich wieder 3 Episoden. Das Buch ist also keine abgeschlossene Geschichte. Und das ist auch gut so, denn so kann man sich noch einmal in die wundervolle Welt Iphosia wagen.
Wer als erstes das Cover sieht, wird sich nur wundern, und irgendwie einen Bezug zu Federn suchen. Was ihm allerdings wohl auffallen wird, ist die Schönheit des Covers, was einen schon beim Anblick in eine wunderschöne Welt hineinversetzt. Wenn man das Buch dann anschließend liest, erschließt sich einem endlich der Bezug von Cover und Text, und der ist gar nicht von der Hand zu weisen. Denn das Cover drückt wirklich sehr viel von der Geschichte Iphosias aus. Wer wollte bei diesem Bild nicht auf den Mauern der Burg auf der Himmelsinsel sitzen, und dem Sonnenuntergang entgegen schauen?
Zur Geschichte:
Iphosia ist eine Welt, die parallel zu unserer existiert. Genau wie wir Menschen, leben dort ihre Bewohner. Diese sind aufgeteilt in zwei Gruppen, die früher ein Volk waren. Die Magischen, und die Techniker. Da die Magischen schon immer Magie beherrschten, und mit einem Buch die Möglichkeit hatten, unsere Welt zu besuchen, waren die Techniker schon immer im Nachteil. Und wie es immer so ist, wenn einige Dinge können, die anderen verwehrt bleiben……der Neid kommt. So sahen die Techniker keine andere Möglichkeit technische Geräte zu erschaffen, quasi als Ausgleich für die fehlende Magie, und weil sie es für richtig hielten. Maschinen und Fortschritt, das sollte von nun an das Bestreben der Techniker sein. Die unberührte Landschaft und die Wälder Iphosias wurden rund um die Stadt Kesselberg (Die Hauptstadt der Techniker) und dort zerstört. Da die Magischen in unserer Welt sahen, was zu viel Technik anrichten kann, kamen sie mahnend nach Iphosia zurück, um die Techniker zu warnen, was zu viel Technik und Fortschritt anstellen kann (Das ist fast schon ein wenig den Spiegel unserer Erde vorgehalten, und Iphosia erscheint wie eine Welt, die unserer ähnlich ist und ihr gleich wäre, wenn wir noch vor allen unseren technischen und modernen Errungenschaften stehen würden, und uns jemand warnen würde, dass wir es zu weit mit unserer Welt treiben. Denn alle Geschehnisse im Buch bauen aufeinander auf, Fehler auf Fehler. Fehlentscheidung auf Fehlentscheidung. Gut, und natürlich hätten wir dafür auch Magier haben müssen, die uns warnen). So kam es wie es kommen musste, zum Krieg. Doch die friedliebende Königin der Magischen (Engelskönigin genannt) und der Kanzler der Techniker (äh ja, Kanzler genannt) sahen einen Ausweg. So verliebten sie sich, und heirateten, um den Frieden zwischen beiden Gruppen zu wahren. Doch das Thema Neid und Eifersucht scheint ein Roter Faden im Buch zu sein, und die neidische kleine Schwester der Engelskönigin, gab dem nach, und suchte immer neue Konflikte mit dem Gatten ihrer Schwester, dem Kanzler. Denn jeder wollte seine eigenen Ansichten behalten, und keiner ließ sich belehren. So verließ die friedliebende Engelskönigin Iphosia, um den Konflikten aus dem Weg zu gehen, nahm das Buch der Magie mit in unsere Welt, so dass niemand mehr Parallelweltreisen unternehmen konnte, und fing hier ein neues Leben an…..Soweit die Vorgeschichte. Alles was sich daraus ergibt und aufbaut gehört dann schon zur Geschichte des vorliegenden Buches. Und dieses beginnt mit dem wunderschönen Satz: “Entschuldigen Sie bitte die Störung. Mein Name ist Horace Finton. Ich bin wegen des Buches hier.“ Welch schöner Einleitungssatz für ein Buch . Na, was denkt ihr, welches Buch meint der gute Horace wohl?
So wie Ellie und Anna durch ein Portal nach Iphosia gekommen sind, so bin ich durch das Öffnen des Buches in genau diese Parallelwelt gekommen. Die Figuren waren nicht einfach nur irgendwelche Buchfiguren, sondern nahmen eher den Platz von Freunden (oder auch gehassten Menschen in einigen Fällen) ein, die man auf einer Reise begleitet hat, und mit ihnen mitfieberte. Das machte die Figuren sehr lebendig. Die Welt um mich herum war auf einmal so spannend, dass ich die reale am liebsten vergessen hätte, und wäre nicht ab und an mal die Realität dazwischen gerutscht, hätte ich das Buch und seine Worte wahrscheinlich inhaliert. (Ja Mist, wer braucht schon Schlaf , und Essen, und Leben und so? :D)
Ein Bisschen was zum Schreibstil:
Die Kapitel sind sehr kurz und immer aus einer anderen Sicht geschrieben, so dass die Geschichte immer im Fluss ist und keine Längen aufkommen, und somit auch keine Langeweile. Die Perspektivwechsel sind sehr schön, um wirklich alle Charaktere des Buches zu erfassen.
Trotzdem: Die Situationen sind schlecht zu greifen und entgleiten einem immer wieder. Selbst wenn man sich einer Sache sicher war, so kommt es doch anders. Die Figuren sind einem immer einen Schritt voraus. Das ist vielleicht nicht schön für das eigene Seelenleben, aber trotzdem spannend. Und es wühlt einen emotional definitiv auf. Hilflos muss man sich an manchen Stellen Fragen, wer die Wurzel allen Übels ist. Die Leute die die bösen Befehle ausführen? Oder sind sie nur Mittel zum Zweck und selbst Opfer, da man ihnen aus dem Hinterhalt droht, wenn die bösen Dinge nicht von ihnen ausgeführt werden? Wahrlich eine Gewissensfrage. Wird man zum Mittäter der bösen Taten, wenn man die Gelegenheit hat etwas zu tun, und nichts tut, vor laute Angst? Eine Frage, die in jeder Welt und Zeit anscheinend aktuell ist.
Fast wie Schicksalsgöttinnen, die mit dem Leben der Menschen spielen, verweben sich hier die Figuren alle miteinander. Nie kann man sich jemandem sicher sein. Alles ist miteinander verwoben und baut aufeinander auf. Dieses Buch ist alles......nur nicht vorhersehbar. Ständig glaubt man Jemanden zu durchschauen, nur um im nächsten Kapitel zu erkennen, dass man schon wieder in eine Falle getappt ist, und die Leute anders agieren, als es im Kapitel zuvor noch der Fall war. Kurz gesagt: in diesem Roman hat mich meine Menschenkenntnis fast vollkommen verlassen :D.
Ja. Das Buch ist eine Aneinanderreihung von Vertrauen, welches gebrochen wird, nur um neues Misstrauen zu schüren. Dadurch entstehen immer neue schlimme Situationen, fast wie in einem Teufelskreis. Trotz allem: Das Buch hat ein gut konstruiertes Storygerüst, das schön ineinander übergreift. Und es ist auch ein Buch über Möglichkeiten, die nicht wahrgenommen wurden, und vielleicht alles hätten ändern können.
Um das Ganze zu schließen, benutze ich gerne die Worte meines Fazits:
Lieber Manuel Timm.
Danke, dass ich an den Abenteuern in Iphosia teilhaben durfte. Ich habe mit den Figuren gelitten, mich geärgert, gehasst, war wütend, manchmal stinksauer, glücklich ….. habe wunderschöne Landschaften gesehen. Und das Gegenteil, nämlich ihre Zerstörung. Habe misstraut und vertraut. Habe eine Liebe gefunden. Wurde hintergangen und entmutigt. Wurde Opfer von Trug und Lug und Intrigen, und oft hinters Licht geführt. Ich gebe zu einmal auch eine Träne verdrückt zu haben. Ich musste zusehen, wie Menschen den Tod fanden und gefoltert wurden. Viele Unschuldige haben ihr Leben gelassen. Andere waren rachsüchtig, voller Neid, voller Hass…… voller Unsicherheit. Aber mit am allerschönsten. Ich bin geflogen.
Danke, dass ich das alles mit den Menschen in und aus Iphosia erleben durfte, auch wenn es nicht immer leicht war. :)
Es ist fast schon wie eine selbsterfüllende Prophezeiung, dass ein krieg der wegen Unstimmigkeiten über Technik und Magie anfängt weitergeht, aus Angst vor der Zerstörung, die der Fortschritt bringt. Und aus Hass aufeinander und dem Geiz nach größerer Macht gibt es einen erneuten Krieg, der auf der einen Seite mit den Maschinen genau das zerstört, was es zu schützen lohnt. Nämlich das Land? Und zwischendrin wird ein Krieg einfach zum Spielplatz derer, die ihre Macht vermehren wollen.
Und hier meine Meinung zu Krieg. Da findet ein Krieg statt, weil sich zwei Völker uneinig sind, und die anderen vor der Gefahr warnen wollen, sie sie in einer anderen Welt gesehen haben. Nämlich die, dass Technik auch Zerstörung bringt. Dann gibt es Waffenruhe, um dann einen erneuten Krieg zu führen, in dem die Maschinen der Techniker das ganze Land zerstören. Etwas, was man eigentlich erhalten sollte. Denn egal wer den Krieg gewinnt, wenn alles zerstört ist, gibt es nichts mehr, worüber man Macht haben kann. Merkt jemand wie sinnlos das ist? und vor allem: Merkt jemand wie aktuell das für unser aller Menschenleben erscheint? Krieg ist doch echt die sinnloseste Sache der Welt.
Doch was ist gefährlicher? Maschinen die die Welt zerstören, oder Menschen, die ihre magischen Fähigkeiten für ihren eigenen Vorteil einsetzen, und das ohne Skrupel, Gewissen und meist gegen Schwächere?
Menschen die ihr diesen Roman lesen wollt, und das solltet ihr wollen, stellt euch einfach mal selbst diese Frage.
Und wer diese Rezension tatsächlich bis zum Ende durchgehalten hat, der kann gerne noch erfahren, dass mir ständig ein Liedtext durch den Kopf gespukt ist.
Den zitiere ich hier einfach mal im Auszug:
Ich schließe die Augen und mir sprießt ein Federkleid. Schon spür ich den Wind und mache meine Flügel weit.
Komm und fliege mit uns fort. Lass den Wind dich tragen, weit fort von diesem Ort.
Komm und flieg so hoch du kannst, lass uns die Himmel jagen, im Tanz.