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Veröffentlicht am 29.05.2026

Willkommen in Iphosia…..dem Land der Magier und Techniker.

Die Federn des Windes
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Die Federn des Windes – Episoden 1-3 von Manuel Timm



Die Federn des Windes besteht aus Episode 1-3. Es wird noch ein zweites Buch geben, mit wahrscheinlich wieder 3 Episoden. Das Buch ist also keine ...

Die Federn des Windes – Episoden 1-3 von Manuel Timm



Die Federn des Windes besteht aus Episode 1-3. Es wird noch ein zweites Buch geben, mit wahrscheinlich wieder 3 Episoden. Das Buch ist also keine abgeschlossene Geschichte. Und das ist auch gut so, denn so kann man sich noch einmal in die wundervolle Welt Iphosia wagen.

Wer als erstes das Cover sieht, wird sich nur wundern, und irgendwie einen Bezug zu Federn suchen. Was ihm allerdings wohl auffallen wird, ist die Schönheit des Covers, was einen schon beim Anblick in eine wunderschöne Welt hineinversetzt. Wenn man das Buch dann anschließend liest, erschließt sich einem endlich der Bezug von Cover und Text, und der ist gar nicht von der Hand zu weisen. Denn das Cover drückt wirklich sehr viel von der Geschichte Iphosias aus. Wer wollte bei diesem Bild nicht auf den Mauern der Burg auf der Himmelsinsel sitzen, und dem Sonnenuntergang entgegen schauen?

Zur Geschichte:

Iphosia ist eine Welt, die parallel zu unserer existiert. Genau wie wir Menschen, leben dort ihre Bewohner. Diese sind aufgeteilt in zwei Gruppen, die früher ein Volk waren. Die Magischen, und die Techniker. Da die Magischen schon immer Magie beherrschten, und mit einem Buch die Möglichkeit hatten, unsere Welt zu besuchen, waren die Techniker schon immer im Nachteil. Und wie es immer so ist, wenn einige Dinge können, die anderen verwehrt bleiben……der Neid kommt. So sahen die Techniker keine andere Möglichkeit technische Geräte zu erschaffen, quasi als Ausgleich für die fehlende Magie, und weil sie es für richtig hielten. Maschinen und Fortschritt, das sollte von nun an das Bestreben der Techniker sein. Die unberührte Landschaft und die Wälder Iphosias wurden rund um die Stadt Kesselberg (Die Hauptstadt der Techniker) und dort zerstört. Da die Magischen in unserer Welt sahen, was zu viel Technik anrichten kann, kamen sie mahnend nach Iphosia zurück, um die Techniker zu warnen, was zu viel Technik und Fortschritt anstellen kann (Das ist fast schon ein wenig den Spiegel unserer Erde vorgehalten, und Iphosia erscheint wie eine Welt, die unserer ähnlich ist und ihr gleich wäre, wenn wir noch vor allen unseren technischen und modernen Errungenschaften stehen würden, und uns jemand warnen würde, dass wir es zu weit mit unserer Welt treiben. Denn alle Geschehnisse im Buch bauen aufeinander auf, Fehler auf Fehler. Fehlentscheidung auf Fehlentscheidung. Gut, und natürlich hätten wir dafür auch Magier haben müssen, die uns warnen). So kam es wie es kommen musste, zum Krieg. Doch die friedliebende Königin der Magischen (Engelskönigin genannt) und der Kanzler der Techniker (äh ja, Kanzler genannt) sahen einen Ausweg. So verliebten sie sich, und heirateten, um den Frieden zwischen beiden Gruppen zu wahren. Doch das Thema Neid und Eifersucht scheint ein Roter Faden im Buch zu sein, und die neidische kleine Schwester der Engelskönigin, gab dem nach, und suchte immer neue Konflikte mit dem Gatten ihrer Schwester, dem Kanzler. Denn jeder wollte seine eigenen Ansichten behalten, und keiner ließ sich belehren. So verließ die friedliebende Engelskönigin Iphosia, um den Konflikten aus dem Weg zu gehen, nahm das Buch der Magie mit in unsere Welt, so dass niemand mehr Parallelweltreisen unternehmen konnte, und fing hier ein neues Leben an…..Soweit die Vorgeschichte. Alles was sich daraus ergibt und aufbaut gehört dann schon zur Geschichte des vorliegenden Buches. Und dieses beginnt mit dem wunderschönen Satz: “Entschuldigen Sie bitte die Störung. Mein Name ist Horace Finton. Ich bin wegen des Buches hier.“ Welch schöner Einleitungssatz für ein Buch . Na, was denkt ihr, welches Buch meint der gute Horace wohl?

So wie Ellie und Anna durch ein Portal nach Iphosia gekommen sind, so bin ich durch das Öffnen des Buches in genau diese Parallelwelt gekommen. Die Figuren waren nicht einfach nur irgendwelche Buchfiguren, sondern nahmen eher den Platz von Freunden (oder auch gehassten Menschen in einigen Fällen) ein, die man auf einer Reise begleitet hat, und mit ihnen mitfieberte. Das machte die Figuren sehr lebendig. Die Welt um mich herum war auf einmal so spannend, dass ich die reale am liebsten vergessen hätte, und wäre nicht ab und an mal die Realität dazwischen gerutscht, hätte ich das Buch und seine Worte wahrscheinlich inhaliert. (Ja Mist, wer braucht schon Schlaf , und Essen, und Leben und so? :D)

Ein Bisschen was zum Schreibstil:

Die Kapitel sind sehr kurz und immer aus einer anderen Sicht geschrieben, so dass die Geschichte immer im Fluss ist und keine Längen aufkommen, und somit auch keine Langeweile. Die Perspektivwechsel sind sehr schön, um wirklich alle Charaktere des Buches zu erfassen.

Trotzdem: Die Situationen sind schlecht zu greifen und entgleiten einem immer wieder. Selbst wenn man sich einer Sache sicher war, so kommt es doch anders. Die Figuren sind einem immer einen Schritt voraus. Das ist vielleicht nicht schön für das eigene Seelenleben, aber trotzdem spannend. Und es wühlt einen emotional definitiv auf. Hilflos muss man sich an manchen Stellen Fragen, wer die Wurzel allen Übels ist. Die Leute die die bösen Befehle ausführen? Oder sind sie nur Mittel zum Zweck und selbst Opfer, da man ihnen aus dem Hinterhalt droht, wenn die bösen Dinge nicht von ihnen ausgeführt werden? Wahrlich eine Gewissensfrage. Wird man zum Mittäter der bösen Taten, wenn man die Gelegenheit hat etwas zu tun, und nichts tut, vor laute Angst? Eine Frage, die in jeder Welt und Zeit anscheinend aktuell ist.

Fast wie Schicksalsgöttinnen, die mit dem Leben der Menschen spielen, verweben sich hier die Figuren alle miteinander. Nie kann man sich jemandem sicher sein. Alles ist miteinander verwoben und baut aufeinander auf. Dieses Buch ist alles......nur nicht vorhersehbar. Ständig glaubt man Jemanden zu durchschauen, nur um im nächsten Kapitel zu erkennen, dass man schon wieder in eine Falle getappt ist, und die Leute anders agieren, als es im Kapitel zuvor noch der Fall war. Kurz gesagt: in diesem Roman hat mich meine Menschenkenntnis fast vollkommen verlassen :D.

Ja. Das Buch ist eine Aneinanderreihung von Vertrauen, welches gebrochen wird, nur um neues Misstrauen zu schüren. Dadurch entstehen immer neue schlimme Situationen, fast wie in einem Teufelskreis. Trotz allem: Das Buch hat ein gut konstruiertes Storygerüst, das schön ineinander übergreift. Und es ist auch ein Buch über Möglichkeiten, die nicht wahrgenommen wurden, und vielleicht alles hätten ändern können.

Um das Ganze zu schließen, benutze ich gerne die Worte meines Fazits:

Lieber Manuel Timm.

Danke, dass ich an den Abenteuern in Iphosia teilhaben durfte. Ich habe mit den Figuren gelitten, mich geärgert, gehasst, war wütend, manchmal stinksauer, glücklich ….. habe wunderschöne Landschaften gesehen. Und das Gegenteil, nämlich ihre Zerstörung. Habe misstraut und vertraut. Habe eine Liebe gefunden. Wurde hintergangen und entmutigt. Wurde Opfer von Trug und Lug und Intrigen, und oft hinters Licht geführt. Ich gebe zu einmal auch eine Träne verdrückt zu haben. Ich musste zusehen, wie Menschen den Tod fanden und gefoltert wurden. Viele Unschuldige haben ihr Leben gelassen. Andere waren rachsüchtig, voller Neid, voller Hass…… voller Unsicherheit. Aber mit am allerschönsten. Ich bin geflogen.

Danke, dass ich das alles mit den Menschen in und aus Iphosia erleben durfte, auch wenn es nicht immer leicht war. :)



Es ist fast schon wie eine selbsterfüllende Prophezeiung, dass ein krieg der wegen Unstimmigkeiten über Technik und Magie anfängt weitergeht, aus Angst vor der Zerstörung, die der Fortschritt bringt. Und aus Hass aufeinander und dem Geiz nach größerer Macht gibt es einen erneuten Krieg, der auf der einen Seite mit den Maschinen genau das zerstört, was es zu schützen lohnt. Nämlich das Land? Und zwischendrin wird ein Krieg einfach zum Spielplatz derer, die ihre Macht vermehren wollen.

Und hier meine Meinung zu Krieg. Da findet ein Krieg statt, weil sich zwei Völker uneinig sind, und die anderen vor der Gefahr warnen wollen, sie sie in einer anderen Welt gesehen haben. Nämlich die, dass Technik auch Zerstörung bringt. Dann gibt es Waffenruhe, um dann einen erneuten Krieg zu führen, in dem die Maschinen der Techniker das ganze Land zerstören. Etwas, was man eigentlich erhalten sollte. Denn egal wer den Krieg gewinnt, wenn alles zerstört ist, gibt es nichts mehr, worüber man Macht haben kann. Merkt jemand wie sinnlos das ist? und vor allem: Merkt jemand wie aktuell das für unser aller Menschenleben erscheint? Krieg ist doch echt die sinnloseste Sache der Welt.

Doch was ist gefährlicher? Maschinen die die Welt zerstören, oder Menschen, die ihre magischen Fähigkeiten für ihren eigenen Vorteil einsetzen, und das ohne Skrupel, Gewissen und meist gegen Schwächere?

Menschen die ihr diesen Roman lesen wollt, und das solltet ihr wollen, stellt euch einfach mal selbst diese Frage.

Und wer diese Rezension tatsächlich bis zum Ende durchgehalten hat, der kann gerne noch erfahren, dass mir ständig ein Liedtext durch den Kopf gespukt ist.

Den zitiere ich hier einfach mal im Auszug:

Ich schließe die Augen und mir sprießt ein Federkleid. Schon spür ich den Wind und mache meine Flügel weit.

Komm und fliege mit uns fort. Lass den Wind dich tragen, weit fort von diesem Ort.
Komm und flieg so hoch du kannst, lass uns die Himmel jagen, im Tanz.

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Veröffentlicht am 29.05.2026

Eine schrecklich UNnette Familie!

Das magische Geheimnis der Familie Bernauer Dunkle Versuchung (Band 1)
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Das magische Geheimnis der Familie Bernauer – Dunkle Versuchung von Paula Böhlmann



Ihr wisst Bescheid. Das Cover kommt zuerst. Mal wieder beginne ich damit ;)

Die Farben sind in schönem Grün gehalten. ...

Das magische Geheimnis der Familie Bernauer – Dunkle Versuchung von Paula Böhlmann



Ihr wisst Bescheid. Das Cover kommt zuerst. Mal wieder beginne ich damit ;)

Die Farben sind in schönem Grün gehalten. Auf diesem sieht man ein junges hübsches Mädchen und ein altes Herrenhaus im Hintergrund. Das Mädchen ist Fiona, eine der Hauptprotagonistinnen des Buchs. Ihre Familie und sie, eine Familie mit dem Geheimnis, dass sie Hexen sind, wohnt in just diesem Haus, welches eigentlich ein riesiges Gelände aus Häusern ist, in dem die Großfamilie in mehreren Generationen untergebracht ist. Das Ganze wird ergänzt durch grinsende Kürbisköpfe, die für mich dafür stehen, dass in dieser Familie vielleicht nicht alles so gut und in Ordnung ist, wie man meinen könnte. Ich untertreibe einfach mal leicht.

Die Familie Bernauer:

Hier trifft man nicht etwa auf die „netten Hexen von nebenan“. Die Familie Bernauer verschweigt, bekriegt sich untereinander, manche können sich nicht mal leiden. Und das Oberhaupt der Familie, Großmutter Aurora, ist sehr darauf bedacht, dass sich ihre Familie nach außen hin in jeder Hinsicht perfekt zeigt. Die Familie ist besessen von Ehrgeiz und Elite. Jeder will und muss der Beste sein. Und wenn ein Familienmitglied besser ist, dann gibt es Eifersucht und Missgunst, selbst wenn es um Tante und Nichte als Beispiel geht. Das Buch zeigt einem die menschlichen Abgründe, das hat mich überrascht, weil ich es bei einem Jugendbuch über Hexen nicht erwartet habe. Ich habe beim Lesen gemerkt, dass man sich bei Figuren die schlecht und falsch sind, selbst hinterfragen kann, was man selbst in den jeweiligen Situationen getan hätte, oder wie man reagiert hätte. Und das Ergebnis ist manchmal nicht schön.

Also nicht die netten Hexen von nebenan? Pustekuchen! Nein!

Ich gebe zu, ich hatte am Anfang meine Probleme, mich mit Familie Bernauer anzufreunden. Und das ist vielleicht das erste Buch, wo ich am Ende sage, wir haben es auch auf der letzten Seite nicht geschafft, und freundschaftlich anzunähern. Trotz allem wollte man immer weiterlesen und erfahren, was diese Familie so anstellt.

Die Geschichte:

Man wird sofort in die Geschichte und in die große Familie Bernauer hereingeschleudert, in Form des 18. Geburtstags von Fiona Bernauer, der eigentlichen Hauptprotagonistin des Buches. Reichtum, Partys, Beliebtheit, Schönheit, und ihrem Falle Perfektion. Das sind die Dinge, die sie am Anfang augenscheinlich verkörpert. Mit ihrer sehr großen Familie und mehreren Generationen lebt sie auf einem Anwesen, welches mehrere villenähnliche Häuser beherbergt, zusammen mit ihren Eltern, Schwestern, Cousinen und Cousins, Onkel, Tanten, Oma und sogar Uroma. Das sind am Anfang schon mal viele Personen, die auf einen einprasseln, zusammen mit vielen Namen. Aber nach und nach erhält man einen besseren Überblick darüber. Nun, man könnte nun denken, da lebt eben eine große reiche Familie auf dem Hügel ….. in diesem Fall haben Bernauers aber ein Geheimnis. Sie sind von altem Hexenblut, haben das Hexen - Gen, können Magie anwenden. In ihrem Fall weiße, also gute Magie. Was anfangs als Geschichte über die Eskapaden der beiden Cousinen und besten Freundinnen Fiona und Zoe beginnt, wird nach einiger Zeit immer mehr ein tiefer gehendes Gestrick aus Geheimnissen, Intrigen, Machtkämpfen, Mobbing, Unterdrückung, Gehorsam, Perfektionismus, Gefühlskälte, Lügen......bis hin zu einem Verbrechen. Und das alles nur, um die Macht in der Familie, und den guten Ton außerhalb der Familie zu erhalten. Beziehungsweise um Beziehungen zu erhalten, aus Angst verlassen zu werden. Und dann sind da ja auch noch die Schwarzmagier, die schwarze Magie anwenden, und ein verlorener Verwandter der Magierfamilie Bernauer. Dabei wird es wirklich nie langweilig, und man muss immer weiterlesen. Bis zum überraschenden Schluss, der Lust auf den zweiten Teil macht. Das Buch ist im Übrigen Teil 1, und soll eine Trilogie werden.



Gedanken zum Buch:

Das Buch zeigt einem auf, wie wichtig starker Rückhalt und Unterstützung in der Familie ist. Und wenn man diesen nicht hat, was alles passieren kann…

Es gibt Gegenüberstellungen: Gut /Böse, Schwarz/Weiß, sind die Guten überhaupt gut, oder böse, und andersrum….und hat nicht überhaupt Jeder irgendwas zu verbergen, und tut Dinge nur zum Eigennutz? Nichts in diesem Buch ist klar ersichtlich, und man kann sich nicht direkt auf eine Seite stellen. Alles ist undurchsichtig, und genau das macht den Reiz dieses Buches aus, dass man sich für fast alle Personen schämen möchte, erstarrt ist von deren Bosheit und Handeln, sich aber insgeheim fragt, wie man selbst in diversen Situationen reagiert hätte. Es gibt ein ständiges Hin und Her zwischen dem was Gut und Böse ist, und lässt dem Leser freien Raum zu entscheiden. Ebenfalls sind viele Zwischentöne zu registrieren. Es ist eben nicht alles immer schwarz und weiß. Denn Keiner ist ohne Schuld. Und Jeder ist sich selbst am nächsten. Zumindest in diesem Buch.

Wenn man das alles so liest, dann denkt man sich sicher „Warum liest sie das Buch denn dann überhaupt, wenn die Leute und Personen darin so schrecklich sind? Ich versuch es mal zu erklären.

Das Buch zeigt einem, wie eine Familie NICHT sein sollte. In reiche Verhältnisse geboren, sind Fiona und Zoe das Paradebeispiel, dass Geld und Reichtum einen anscheinend zum Biest werden lassen. Andere sind den beiden völlig egal. Nicht so coole Menschen wie sie, sind nicht gut genug, um überhaupt mit ihnen zu reden. Menschen, die nicht so schön wie die beiden sind, werden ebenfalls niedergemacht, oder es wird über sie gelästert. Jeder, der nicht gut genug ist für sie, wird abserviert. Sie sind die Königinnen auf Partys, und lassen es dort ordentlich krachen. Sie genießen es, die Blicke de Männer auf sich zu ziehen, nur um Selbstbestätigung zu bekommen. Ich weiß ja nicht, aber wenn Macht und Geld das aus uns macht, dann will ich nicht reich sein. Oder ich hoffe auf mein gutes Herz, und dass es mich nie so werden lässt. Trotz allem ist das Buch natürlich nicht schlecht. Weil es uns eben genau diesen Spiegel vorhält, den die meisten von uns nie haben werden ……….. nämlich den des Reichseins. Es scheint mir eher wie eine Warnung des Buchs: Leute seid bescheiden, nett zu anderen Menschen, seid ehrlich, demütig und nehmt Aussehen nicht so wichtig, seid hilfsbereit, tut Uneigennütziges, und nicht nur Dinge, die euch einen Vorteil bringen, und schaut auch mal auf die Probleme der anderen…………. Sonst werdet ihr wie dieses Familie im Buch.

Auf jeden Fall hat das Buch ein Gefühl in mir ausgelöst, auch wenn es erst nur Wut war, später Unglauben, dass Menschen so sein können, und eine gewisse Hilflosigkeit, dass es Menschen gibt wie die Familie Bernauer, die so reich sind, und vielleicht auch dieselbe Denkweise haben, dass man gegen sie gar nie ankommen würde. Wer solch eine Achterbahnfahrt ebenfalls durchmachen will, sollte das Buch lesen.

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Veröffentlicht am 29.05.2026

Unser heutiges Thema: Nachhilfe im Einführungskurs Dämonologie für Anfänger :)

Azure Black
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Azure Black von Sebastian Kielmann



Das Buchcover ….. ja ich fange diesmal wieder mit dem Cover an………… gefällt mir sehr gut. Atmosphärisch düster zeigt es doch sehr gut Azure, die Hauptperson des Buchs. ...

Azure Black von Sebastian Kielmann



Das Buchcover ….. ja ich fange diesmal wieder mit dem Cover an………… gefällt mir sehr gut. Atmosphärisch düster zeigt es doch sehr gut Azure, die Hauptperson des Buchs. Ich finde das Cover ist gerade für jede Altersgruppe sehr gut gelungen. So macht es keine riesige Angst, aber es passt trotzdem zum Thema des Buches.

Zwischendrin laden Zeichnungen dazu ein, die Szenen im Buch noch genauer zu erfassen, und regen die Fantasie an.

Was laut Autor mit einer Geschichte auf einem Flug angefangen hat, die für seine beiden Kinder bestimmt war, wurde das Buch schnell ausgebaut, und zu einer fantasievollen Geschichte über Dämonen, einen Jungen, der vom Außenseiter zum Dämonenbändiger wird, und die Frage ob das Böse wirklich böse ist, oder nicht viel mehr auch gut sein kann.

In der Geschichte geht es also um den 14jährigen Azure, der seine Eltern nie kennengelernt hat. Statt im Heim oder in einer Pflegefamilie aufzuwachsen, hat er von Klein an gelernt, sich selbst auf der Straße als Obdachloser zu versorgen. Mit 14 merkt er dann plötzlich, während er in einer alten verlassenen Villa übernachtet, dass er Dämonen sehen kann. In diesem Fall Botis…… der ihm als Ratgeber zur Seite steht. Doch er kann sie nicht nur sehen, ihm wird gesagt er sei ein Dämonenbändiger. Diese können Dämonen befehligen, und diese müssen den Befehl dann ausführen. Da Dämonenbändiger normalerweise erst im Alter von 16 anfangen zu „sehen“, muss Azure auf den Rat von Botis hin, nun alle anderen Dämonen ignorieren, um seine Gabe nicht zu verraten und zu zeigen. So hat Azure einen Vorteil gegenüber allen anderen Bändigern. Doch wie immer im Leben, läuft es nicht so, wie man will….

Azure, und die anderen Figuren, wachsen einem sofort ans Herz, und man fiebert mit ihnen und ihren Abenteuern mit. Einige Stellen sind richtig schön und laden zum Schmunzeln ein, durch ihre Situationskomik. Teilweise konnte man das Buch gar nicht weglegen, weil man unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht. Nur das „richtige Leben“, außerhalb meiner Bücher, hat mich aufgehalten, es in einem Rutsch zu lesen. Man fiebert mit.

Der Roman ist in der Leichtigkeit der Kindheit geschrieben, wo man noch auf Abenteuersuche war. Damit lenkt er perfekt von den Problemen des Erwachsenseins ab, und kann so gerne auch von Eltern und ihren Kindern zusammengelesen werden.

Die Schreibweise ist richtig unschuldig und lädt zum Träumen ein. In der heutigen Welt, wo alles sehr schwierig und kompliziert ausgedrückt wird, ist es eine Wohltat, eine Geschichte zu lesen, die sich aufs Wesentliche der Probleme beschränkt, und die Geschichte einfach mit ihren Worten erzählt, und nicht alles in Fakten unterteilt und seziert. Die Personen im Buch gehen herzlich miteinander um, und kümmern sich umeinander.

Die Geschichte ist eben nicht nur für Kinder geeignet, sondern viel mehr für jeden, der fantastische Geschichten liebt. So verbirgt sich hinter dem Buch, was eigentlich als Kinderbuch erscheint, doch eine Geschichte, die jede Altersgruppe ansprechen sollte. Immerhin geht es auch ein wenig darum, dass man bestimmte Leute ausgrenzt (Azure wird von seinen Schülern schon manchmal nicht gut behandelt, sie meiden ihn in fast schon einer leichten Art von Mobbing), und das, obwohl sich in diesem Jungen etwas ganz Besonderes verbirgt, das nur alle in ihm nicht sehen. Ebenso muss man sich die Frage stellen, ob Dämonen immer die Bösen sind, allein wegen ihrer Bezeichnung eines Dämons. Oder sind das auch nur Vorurteile, und die eigentlichen Bösen sind die Jäger der Dämonen? Sie unterscheiden nicht ob gut oder böse, und jagen einfach.

In der Geschichte schwingt sehr schön die Thematik des ausgegrenzt seins mit, und es wird darauf eingegangen. Sie zeigt uns wie ein Außenseiter, der von seinen Schulkameraden ausgegrenzt wird, auf einmal eine ganz besondere Aufgabe innehat, und wie unwichtig dazu die Schullästereien auf einmal werden.

In Azures Fall ist er nun der erste Dämonenbändiger seit Langem, und dann auch noch der erste seiner Art, der so früh berufen wurde.

Azure erscheint im Buch als Heranwachsender, der aber, vielleicht auch durch seinen Aufenthalt auf der Straße, schon sehr erwachsen wirkt im Umgang mit Problemen wirkt, auf der anderen Seite aber auch noch was sehr Kindliches an sich hat. Kurz gesagt, Azure ist sehr sympathisch.

Das Buch bekommt 5 Sterne, weil es alles hat, was ein Kinder-/Jugendbuch braucht, damit auch die Eltern Spaß am Lesen haben. Man wird von der Normalität des Alltags hin zu ganz anderen Problemen hineingezogen, und erlebt Freundschaft, Feindschaft, Ehrlichkeit, Familie, Vertrauen, Hinterhältigkeit und Verrat, und das alles in kindgerechter Form. Hier ist die Unschuld der Kindheit noch gegeben. Die Kinder im Buch spielen mit ihren 14 Jahren nicht ständig mit ihren Handys herum, sondern erleben Abenteuer, helfen Menschen, lernen.

Macht entwickelt in uns Menschen oft das „Böse“. Aber ab und an kann Macht auch für Gutes genutzt werden, wenn der Mensch, der die Macht besitzt, den Nutzen anerkennt, und ein gutes Herz hat. Azure hat so ein Herz. Ich rezensiere oft nach Gefühl und Spaß, und gehe darüber manchmal über den Schreibstil hinweg, aber dieses Buch hat mir unheimlich Spaß gemacht.

So kommt eine schöne Message rüber: Egal wie sehr andere einen nicht mögen, und Dinge über einen sagen, die vielleicht nicht mal stimmen ……. hinter unserer Fassade kann sich etwas völlig anderes, was Wichtiges und Besonderes verbergen. Und das sollten sich nicht nur Kinder und Jugendliche zu Herzen nehmen, sondern auch Erwachsene.

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Veröffentlicht am 29.05.2026

Eine Chronik über Schlachten, Krieg und Intrigen

Kriegshörner
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Die Klingensturm - Chroniken (Teil1) | Kriegshörner von Philipp Schmidt



Ach Leute. Ich fange ja FAST jede Rezension mit dem Cover des Buchs an. Also setz ich hier einfach mal mit dieser Tradition ...

Die Klingensturm - Chroniken (Teil1) | Kriegshörner von Philipp Schmidt



Ach Leute. Ich fange ja FAST jede Rezension mit dem Cover des Buchs an. Also setz ich hier einfach mal mit dieser Tradition fort J. Das Cover ist sehr schön gezeichnet. Mal was völlig anderes. Es hat nicht diesen epischen Touch, den es gerade bei Fantasybüchern immer gibt, wo sich Helden mitten in einer Schlacht befinden, und ihr Schwert in die Höhe reißen. Es ist schlichter, und lehnt trotzdem an die Geschichte des Buchs an, in dem auch Frauen Kriegerinnen sind. Der Vergleich mit dem Keltentum oder zu Wikingern ist nicht von der Hand zu weisen.

Zur Geschichte:

Hier schreibe ich nur eine kleine Zusammenfassung und keine Einzelheiten. Immerhin soll das hier keine Nacherzählung werden. Meines Wissens ist Kriegshörner der erste Teil einer mehrteiligen Buchreihe.

Der Kontinent Affalah ist bevölkert von vielen Menschen. Die Nordmänner im Norden, die als wild und barbarisch gelten (die im Übrigen für mich am ehesten den Menschen auf dem Cover gleichkommen), die vereinten Herzogtümer im Osten, die sich eher neutral geben, und der Süden und Westen der beiderseits von Königen regiert wird. Des Weiteren gibt es auch noch kleine Inseln, aber diese 4 Reiche in den verschiedenen Himmelsrichtungen, sind die wichtigsten. Der Süden will nun, zusammen mit dem Westen, sozusagen den Norden erobern, und es gibt viel Pläneschmieden, wie das Ganze passieren soll. Doch Pläne gehen ja bekanntlich meist schief. Und so geht das Intrigenspinnen los. Plötzlich werden Versprechungen nicht mehr eingehalten, und jeder denkt nur noch an das Wohl des eigenen Landes und sich selbst. Also quasi wie in der Realität :D. Das Buch beschreibt über lange Strecken genau diese Phasen der Schlachten und des Pläneschmiedens, und das immer von Neuem, weil sich die Situationen des Kriegs immer ändern, und man sich mit anderen Herzogtümern und Königen zusammentun muss. So ziemlich gegen Schluss, taucht dann eine neue unmenschliche Gefahr auf, die den ganzen Kontinent, und alle Menschen die dort leben, bedroht. Um gegen diese anzukämpfen müssen sich alle verbünden. Aber ist es nicht schon vielleicht zu spät, da der Kampf untereinander so viele Opfer gekostet hat, und die Reihen untereinander durch den Menschenkrieg geschwächt wurden? Die Antwort wird in diesem Buch nicht gegeben. Vielleicht, weil dem Handlungsstrang dann in einem zweiten Buch nachgegangen wird.

Um die positiven Dinge zu nennen: Die Schreibweise an sich gefällt mir gut. Sie ist nicht abgehackt und flüssig geschrieben. Es tauchen viele Städte und Orte auf, viele Personen, Magie wird gewirkt, und es gibt fremde Wesen und böse Mächte, die in einer Fantasywelt immer auftauchen sollten. Zum besseren Verstehen der ganzen Geschichte gibt es am Anfang des Buchs eine Übersichtskarte über das Gebiet der Handlung – Der Kontinent Affalah. Diese gibt eine gute Übersicht (auch wenn man mit den Augen etwas näher ran rücken muss, um sie lesen zu können ;)). Am Ende des Buchs gibt es dann noch ein Personenverzeichnis, mit dem man das Buch über gut arbeiten kann. Ich persönlich habe das sogar sehr oft benötigt. Genauso wie im Übrigen die Karte.

Zum nicht ganz so positiven:

Ich mag Bücher, wo ich mich einlese, und sofort in der Geschichte drin bin. Beschreibungen der Umgebung führen ein schönes Kopfkino herbei, das hätte hier noch ein wenig mehr beachtet werden können, um den Leser mehr mitzureißen. Die Charaktere waren zwar gut beschrieben, aber irgendwie hat man das Ganze eher als Zuschauer gesehen, und war nicht mittendrin. Es ist also der Hauch einer sehr guten Geschichte, rein von der Idee her. Allerdings hätte ich mir manchmal gewünscht, dass in einigen Kapiteln weniger Kriegshandlungen und Schlachtenszenen beschrieben werden, dass es mehr Geschichten übe die Menschen in den Kriegsgebieten gibt. Die Hauptfiguren erschienen manchmal sehr gefühlskalt, wobei das bei einigen Personen auch so sein muss, und in die Handlung des Buchs passt. Bei anderen fehlt es an Farbe und Seele.

Das Ganze wirkt durchwachsen, denn es gab Teilabschnitte, die ich richtig toll fand, und wo es beim Lesen nicht langweilig wurde, und das ganze wechselte sich dann ab mit wieder längeren Strecken der Kriegshandlungen. Schön wäre es hier gewesen, wenn man das Ganze mehr im Erzählfluss abwechselnd erzählt hätte. Gerade die Geschichte des jungen Magiers Isma hätte ich gerne mehr ausgebaut gesehen. Es gab also mal Spannung, und mal eher nicht.

Des Weiteren wäre es schön gewesen, wenn die Handlung etwas gestreckter gewesen wäre. Es ist immer sehr viel passiert, und das in annähernd sehr wenigen Seiten, dass man zum Teil kaum mitgekommen ist, und sich nach dem Kapitel nur gefragt hat, wer jetzt eigentlich gegen wen ist. Die vielen Namen der Leute waren sehr verwirrend, da sie in Hülle und Fülle verwendet worden sind, und man immer wieder ins Personenverzeichnis schauen musste, wer eigentlich wer ist, und wer mit wem intrigiert. Des Weiteren sind die Zeitspannen so in der Handlung, dass von einer auf die andere Seite schon mal ein Monat vergeht (zumindest am Anfang des Buchs), und was dann in dieser Zeit alles passiert ist, muss dann schnell beschrieben werden. Das sind aber meist zu viele Infos auf einmal.

Die Kapitel sind wie ein Auf und ab. Mal sind sie spannend beschrieben, und man kann sich auch ein kleines Bild über die Leute und Menschen und ihre Gedanken machen. Und mal werden nur Kriegshandlungen und Intrigen und Pläne gemacht. Das alles hat man gemerkt, da ich dafür, dass das Buch eigentlich recht wenige Seiten enthalten hat, doch recht lange zum Lesen gebraucht habe, und das ist bei mir nicht der Normalfall.

Von der Geschichte her hat es mich zeitweise an das Lied von Eis und Feuer erinnert, auch wenn es nur um die Kriegshandlungen Norden gegen Süden und jeder gegen Jeden und Intrigenspinnen geht. Das Buch hier fasst allerdings nur knapp 300 Seiten während andere Bücher dieser Art, wie zum Beispiel das oben benannte, mit Beschreibungen natürlich auf eine größere Seitenanzahl kommt. Aber ich will hier gar nicht vergleichen.

Ich würde für das Buch gerne 3 Sterne vergeben (mal gut, mal nicht so gut = neutral), aufgrund dessen, dass ich mit einigen Charakteren nicht so warm geworden bin, und alles mit den Namen zu verwirrend fand. Allerdings, und das möchte ich dazu sagen, fand ich den Ansatz der Geschichte nicht schlecht. Die Grundthematik hat auf jeden Fall Potenzial, wenn man sie etwas ausbauen würde, und auch die Idee gefällt mir gut. Die Geschichte bekommt mit den Sternen ein gutes Mittelmaß, weil die anfänglichen Kapitel etwas verwirrend und chaotisch waren. Zum späteren Zeitpunkt, haben sie mir dann aber auch mal wieder gefallen, weil sie menschlicher wurden, und auch mehr Landschaftsbeschreibungen des Kontinents da waren. Dieses Hin und Her ist der Grund für die Bewertung. Die Geschichte erscheint wie in einzelne Splitterstücke zerrissen, und an manchen Stellen nicht richtig zusammengesetzt. So kommt es einem vor, dass manche Kapitel wirklich gut geschrieben wurden, und man Spaß beim Lesen hat, und bei anderen muss man sich durcharbeiten, um es ans Ende zu schaffen.



Wer Kriegshandlungen und Intrigenspinnen mag, und darauf gerne auf eine erfundene Fantasiewelt zurückgreift, ohne großartig in die Gefühlswelt der Protagonisten einzutauchen, für den ist das Buch meiner Meinung nach richtig. Ich selbst brauch eben immer auch ein wenig mehr Emotionsmaterial J. Aber das ist nur meine persönliche Meinung. Die Ansätze der Geschichte sind gut.

Wer Rechtschreibfehler meinerseits findet, darf sie gerne behalten :P

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Veröffentlicht am 29.05.2026

Fame is a bee............... :D

Love Letters From New York
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Love Letters from New York von Anastasia Czepf



Zuerst mal zum Cover des Buches. Gezeichnet ist die Skyline von Leipzig, bzw. verschiedene bekannte Gebäude in Leipzig, was mir sehr gut gefällt. Ich ...

Love Letters from New York von Anastasia Czepf



Zuerst mal zum Cover des Buches. Gezeichnet ist die Skyline von Leipzig, bzw. verschiedene bekannte Gebäude in Leipzig, was mir sehr gut gefällt. Ich erkenne das Völkerschlachtsdenkmal, das Gewandhaus, den MDR Turm usw. Bezug nimmt das Cover damit auf den Handlungsort, der im Krankenhaus in Leipzig spielt bzw. auch an anderen Orten in de Stadt. Die kleine stilisierte gemalte Band auf der Rückseite ist lustig. Alles ist in Bleistift gehalten, was für die Leute, die selbst malen, sehr interessant ist. Das jetzt aber nur mal am Rande, weil mir das Aussehen des Buches positiv aufgefallen ist.

Grob gesagt geht es im Buch um die Geschichte eines australischen Rockstars namens Devin, der unter Drogen einen Autounfall baut, und ins Krankenhaus in Leipzig eingeliefert wird. Die weibliche Belegschaft des Krankenhauses ist hin und weg, und nun gibt es verschiedene Krankenschwestern dort, die in der Zeit seines Aufenthaltes eine größere Rolle spielen als die anderen. Diese beiden heißen Frida und Steffi. Was sie und Devin in der Zeit des Aufenthaltes im Krankenhaus erleben, das erzählt nun die Geschichte des Buches. Die Ausdrucksweise und Sprache im Buch ist frech und spritzig. Ganz wie man es sich bei Rockstars und Bands vorstellt.

Wie in so vielen Büchern, gibt es immer eine Person, die einem von Anfang an unsympathisch ist, bei der man sofort merkt, dass man mit ihr als Mensch nicht warm wird. Auch in diesem Buch wurde die Person schnell gefunden, in Form von Steffi. Ich kann nicht sagen, dass sie mich super gestört hat, immerhin erscheinen solche Figuren ja auch in anderen Büchern. Aber manchmal musste ich schon schlucken, wenn ich gelesen habe, was diese Frau für Gedankengänge hat. Der schönen Geschichte hat sie als Person für mich aber keinen Abbruch getan, weil sowas ja öfter in Büchern vorkommt, und wohl auch irgendwie dazu gehört.

Frida ist verantwortungsvoll in ihrem Beruf und lässt sich durch nichts ablenken. Steffi hingegen, würde sich jederzeit krankmelden, egal was im Krankenhaus gerade los wäre, nur um einen Abend mit einem Rockstar verbringen zu dürfen. Da fragt man sich schon was ihre Ambitionen waren, diesen Job als Krankenschwester anzufangen. Man könnte fast vermuten, sie war nur darauf aus, sich irgendwann einen reichen Arzt zu angeln. Steffi hingegen, die andere Schwester ist nur darauf aus, einen reichen und attraktiven Kerl abzubekommen, kann sich gar nicht zwischen den Bandmitgliedern entscheiden, im Grunde genommen ist es ihr auch egal. Hauptsache attraktiv und Star. Oder Arzt mit Chancen auf Oberarztjob.

Man merkt den Unterschied zwischen zwei Frauen, die ihren Arbeitsplatz beide im selben Krankenhaus haben, in dem Devin liegt. Die besten Freundinnen sind sie auch nicht gerade. Die Eine kennt ihn ausschließlich wegen seiner Musik und den Songtexten, hat die Band aber nie gesehen. Sie findet die Texte toll, und derjenige, der sowas schreibt muss doch auch besonders sein. So ist sie erstmal enttäuscht, als sie das erste Mal mit ihm redet, da er so ganz anders ist, als es die Texte vermuten lassen. Am Anfang wirklich nur darauf bedacht, seinen Spaß zu haben, und schon lange unter einer Schreibblockade leidend, wird er durch eine der beiden Krankenschwestern inspiriert, und kann auf einmal wieder Liedtexte schreiben, die von seiner Zeit in Leipzig handeln.

Und hier liegt auch das Highlight des Buches. Die Liedtexte. Die Idee mit den Liedtexten finde ich klasse, weil sie nochmal zusätzlich etwas über das Gefühlsleben des Musikers Devin aussagen, und einen Einblick in sein Inneres und seine Gefühlswelt geben. Liedtexte sind ja immer wie kleine Bücher, die Geschichten erzählen. Die Liedtexte im Buch spiegeln meiner Meinung nach ein wenig das Innenleben von Devin wider, da er sonst in der Geschichte ja nicht so emotional agiert.

Im Buch selbst werden einige Dinge und Informationen nicht direkt angesprochen, aber man erfährt sie in Nebensätzen, die mit einem einzigen Satz eine etwas ausdrücken, das einem die benötigte Info gibt. Das Ende ist auch mal wieder kein typisches Happy End a la „Sie lebten glücklich und zufrieden“, ich würde es eher als offenes Ende ansehen, das nach einer Fortsetzung lechzt. Aber auch hier ist es, dass ein Brief, mit nur wenigen Zeilen, und einer Songliste, mehr sagt, als nur die paar Zeilen, wenn man sich alle Lieder nochmal durchliest und ihre Bedeutung kennt. Denn dann macht das Ende sogar Hoffnung, dass das zwischen den beiden Hauptakteuren doch noch was werden könnte.

Das Buch bekommt nicht die volle Punktzahl an Sternen. Einen Stern Abzug gibt es allein aus dem Grund, dass ich gerne auch außerhalb der Liedtexte gerne etwas mehr über das Innenleben und die Gefühlswelt von Devin und Frida erfahren hätte. Gerade bei einigen Szenen hätte ich beiden gerne in den Kopf geschaut, um ihre Gedanken herauszufinden.

Ich will mich mit Kritik nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, weil es sich hier um ein Erstlingswerk handelt, in dem ich sehr wohl Potenzial sehe, und zweitens, weil ich ungemeinen Respekt vor allen Menschen habe, die sich als Autoren versuchen, weil sie es fertigbringen, ihre Gedanken und Texte mit anderen Menschen zu teilen.

Ich könnte mir gut vorstellen für dieses Buch einen zweiten Band zu schreiben, und dieses als kleine Vorgeschichte zu sehen. Denkbar wäre es zum Beispiel, dass dieses Buch die Akteure mit Anfang 20 darstellt, und da die Ansätze an ein „Erwachsenwerden“ ja schon da sind, könnte man genau das in einem weiteren Buch unterbringen, wo die Protagonisten dann ein klein wenig älter und gereifter sind. Bei der Hauptperson Devin würde ich mir dann wünschen, dass er endlich erkennt, was wichtig im Leben ist. Vielleicht liegt es auch nur an mir, aber ich habe immer zuerst in jedem Buch Probleme mit einem zu selbstbewussten männlichen Charakter, und freue mich insgeheim schon auf die Stelle, in der die Selbstsicherheit ein wenig schwankt, und derjenige mehr von sich preisgibt, und sich auch mal verletzlich zeigt.

Außerdem ist da ja noch Devins Bruder, Matt. Der kann einem richtig leidtun, war er doch im Buch der Eine, der einem richtig sympathisch mit seiner Denkweise war. Dass er am Ende nicht ganz so viel Glück hat, und kein Happy End bekommt, sollte unbedingt nachgeholt werden :D

Eine Besonderheit ist, dass das Buch im Jahr 2002 spielt, was im Nachhinein darüber nachgedacht, noch viel Raum gibt, dass es weitere Bände gibt, und in einem neuerlichen Buch sich dann die Charaktere auch weiterentwickeln.

Kurzweilig für zwischendurch ist das Buch also absolut okay und ein guter Zeitvertreib.Für alle, die in einem Buch nicht das Offensichtliche suchen, sondern auch mal zwischen den Zeilen lesen, würde ich das Buch einfach mal empfehlen.

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