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Veröffentlicht am 15.04.2023

Mein Kopfkino dankt

Fräulein Gold: Schatten und Licht
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Ich liebe historische Romane und habe schon mehrere gelesen, die in den 1920er Jahren spielen. Berlin ist dafür ja ein besonders geeigneter Ort.

Anne Stern schafft es, in diesem Roman die Zeit und die ...

Ich liebe historische Romane und habe schon mehrere gelesen, die in den 1920er Jahren spielen. Berlin ist dafür ja ein besonders geeigneter Ort.

Anne Stern schafft es, in diesem Roman die Zeit und die Atmosphäre wiederzuerwecken. Ich bin mitten hineingezogen.

Das liegt zum einen an der spannenden Handlung und dem Kriminalfall, aber zum anderen - und das ist die Hauptsache - an der Art und Weise, wie die Autorin Menschen schildert und sie miteinander interagieren lässt.

Figuren und Dialoge - das ist wohl die große Stärke von Anne Stern. Natürlich nicht zu vergessen die historischen Hintergründe.

Mein Kopfkino dankt.

Fazit: Das hier ist ein Buch für alle Fans historischer Krimis.

Ich werde diese Reihe weiterlesen.

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Veröffentlicht am 08.04.2023

Solider Krimi in ungewöhnlicher Umgebung

Der Mondmann - Blutiges Eis
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Ich freue mich immer, wenn ich etwas Außergewöhnliches zu lesen finde und von diesem Thriller hatte ich mir eine außergewöhnliche Lektüre versprochen.

Bisher hatte ich noch keinen Grönland-Krimi gelesen, ...

Ich freue mich immer, wenn ich etwas Außergewöhnliches zu lesen finde und von diesem Thriller hatte ich mir eine außergewöhnliche Lektüre versprochen.

Bisher hatte ich noch keinen Grönland-Krimi gelesen, also war es für mich etwas Neues abseits der sonstigen Lesegewohnheiten. Insofern: Erwartung erfüllt!

Die Handlung empfand ich als ziemlich spannend, allerdings hätte ich bei einem Thriller mehr signifikantere Wendungen erwartet. Von einem Thriller möchte ich beim Lesen möglichst in die Irre geführt werden.

Dennoch, dieses Buch ist für mich ein solider Krimi. Die Hauptfigur, Kommissar Jens Lerby ist irgendwie ein Ritter der traurigen Gestalt, der am Anfang bei mir ziemlich viel Sympathiepunkte eingebüßt hatte, weil er sich gegenüber den Kollegen in Grönland und auch der Bevölkerung und deren Kultur recht trampelhaft benommen hatte.

Schön finde ich es, dass er dazugelernt hat, zunächst mit dem Ziel, den Fall zu lösen, aber letzten Endes ist er auch menschlich gewachsen.

Die anderen Figuren, vor allem die Inuit finde ich sehr interessant, den Schamenen Magnus jedoch als leicht übertrieben dargestellt. Pally, die Lerby bei den Ermittlungen geholfen hat, ist mir sehr sympathisch. Vielleicht hätte der Autor etwas mehr aus der Figur herausholen können. Manchmal fand ich ihr Verhalten zu klischeehaft. Ich kann nicht detaillierter darauf eingehen, ohne zu viel zu verraten.

Der Fall wurde aufgeklärt, so bin ich zufrieden. Die brutalen Szenen sind nicht zu eklig dargestellt. Ich bin da etwas empfindlich.

Mein Fazit: Kein süchtig machender Pageturner, aber eine insgesamt unterhaltsame und spannende Lektüre.

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Veröffentlicht am 31.03.2023

Super ehrlich und berührend

Ich, ein Sachse
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Ich bin sonst kein Fan von Autobiografien, aber diese hat mich berührt. Äußerst spannend liest sie sich fast wie ein Thriller. Samuel Meffire blickt bereits auf ein sehr bewegtes Leben zurück.

Der Autor ...

Ich bin sonst kein Fan von Autobiografien, aber diese hat mich berührt. Äußerst spannend liest sie sich fast wie ein Thriller. Samuel Meffire blickt bereits auf ein sehr bewegtes Leben zurück.

Der Autor schreibt schonungslos sich selbst gegenüber. Zu solch einer Offenheit gehört eine Menge Mut. Auch wenn er fast nie auf der Sonnenseite des Lebens gestanden hat, hält er mit seinen eigenen Fehlern und seinen teilweise verantwortungslosen Handlungen nicht hinterm Berg.

Er ist Afrodeutscher, in Sachsen geboren. Seine Jugend erlebte er kurz nach dem Zusammenbruch der DDR in einer Gegend, für die andere Länder sogar Reisewarnungen für Menschen mit dunkler Hautfarbe ausgesprochen hatten.

Trotzdem lässt er sich davon nicht unterkriegen, ist zielstrebig und dadurch auch erfolgreich. Dummerweise biegt er irgendwann falsch ab und landet – zu Recht – im Gefängnis. Doch er schafft es wieder zurück in die Gesellschaft und ist heute Autor von Krimis und eben dieser Biografie.

Samuel Meffire erzählt äußerst fesselnd und trotz schlimmer Erlebnisse witzig und dabei wortgewaltig. Kein Wunder, denn das hatte er schon immer kultiviert, durch Kritzeleien auf irgendwelche Zettel.

Im Buch sind ein paar Beispiele seiner Gefühlswelt durch diese ganz eigene Lyrik ausgedrückt. Diese Miniwerke, ein paar persönliche Fotos und eine Rahmenhandlung in einer glücklichen Gegenwart runden die Geschichte ab.

Äußerst gelungen, kann ich empfehlen!

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Veröffentlicht am 26.03.2023

Gelungenes Cosycrime auf einem Hausboot in Amsterdam

Die Hausboot-Detektei - Tödlicher Genuss
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Dieses Buch ist der Auftakt einer neuen Krimireihe, die ziemlich anders ist als alle Krimis, die ich bisher gelesen habe. Zum einen spielt sie in Amsterdam und die agierenden Personen haben für mich niedlich ...

Dieses Buch ist der Auftakt einer neuen Krimireihe, die ziemlich anders ist als alle Krimis, die ich bisher gelesen habe. Zum einen spielt sie in Amsterdam und die agierenden Personen haben für mich niedlich klingende Namen. Aber das ist nicht die Hauptsache. Es ist das Gesamtkonstrukt und das ganze Flair darum herum.

Da sind fünf äußerst sympathische Hauptfiguren (die Detektive), die alle irgendwelche „Macken“ haben. (In einer der Figuren hat die Autorin wohl ein Abbild von sich selbst geschaffen.) Aber genau das macht die gelungene Mischung aus. Vervollständigt wird das „Team“ durch den Neufundländer „Hund“ und das Eichhörnchen „Fru Gunilla“. Schon im ersten Teil sieht man hier mehr fünf Freunde als fünf „Kollegen“.

Wenn ich das jetzt so überdenke, was ich bisher geschrieben habe, klingt es ziemlich kitschig, oder? Das mag jeder sehen, wie er will. Es ist einfach eine gemütliche Konstellation und der Kriminalfall, um den es hier geht, ist spannend und hält ein paar Überraschungen bereit. So soll es sein.

Ich sehe diese Lektüre einfach als sehr entspannende Mischung aus Spannung, Witz und Menschlichkeit an. Bestimmt werde ich mehr aus dieser Reihe lesen. Das nächste Buch ist für September 2023 angekündigt.

Ich wette, dass sich das Ganze sogar noch steigern lässt.

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Veröffentlicht am 22.03.2023

Weihnachtsgeschichte und Krimi zugleich

Die Wunderfrauen
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Ich war zunächst skeptisch, was diesen Zusatzband angeht. Aber er fing sehr spannend an. Sogar etwas anders als die anderen Bücher, und zwar aus der Sicht einer zunächst unbekannten Person.

Im Laufe ...

Ich war zunächst skeptisch, was diesen Zusatzband angeht. Aber er fing sehr spannend an. Sogar etwas anders als die anderen Bücher, und zwar aus der Sicht einer zunächst unbekannten Person.

Im Laufe des Buches stellte es sich erst heraus, um wen es sich handelte. Das war der Krimi-Teil, in dem Annabel als Ermittlerin fungierte.

Ansonsten waren natürlich die vier Freundinnen wieder am Start, es sind schließlich die Hauptfiguren, die Wunderfrauen.

Eine kleine Weihnachtsgeschichte, frei nach der ursprünglichen, gab es sogar auch.

Es hat wieder viel Spaß gemacht und war sehr spannend. Stephanie Schuster hat mich wieder regelrecht gefesselt.

Ein paar kleine Ungenauigkeiten gab es. Eine historische und eine technische. Aber trotzdem ein sehr gutes Buch!!!

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