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Veröffentlicht am 14.08.2025

Zeitgeschichte

Die Charité: Hoffnung und Schicksal
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1831, in Berlin wütet die Cholera und viele Betroffene kommen auch in das schon damals größte Krankenhaus, die Charité. Die meisten sterben trotz aller Anstrengungen. Neu angefangen hat die Wärterin Elisabeth, ...

1831, in Berlin wütet die Cholera und viele Betroffene kommen auch in das schon damals größte Krankenhaus, die Charité. Die meisten sterben trotz aller Anstrengungen. Neu angefangen hat die Wärterin Elisabeth, ihre einzige Möglichkeit zum Überleben. Schwere, schlecht bezahlte Arbeit, ein Zimmer mit 3 anderen zusammen, das sind ihre Aussichten im Leben. Und trotzdem ist sie froh und will alles über die Medizin lernen.

Das Buch lässt sich sehr gut lesen. Zeit- und Medizingeschichte vermischt sich hier mit persönlichen Schicksalen. So erfährt man viel über die Zustände der damaligen Zeit, die Lebensumstände der Angestellten, die Möglichkeiten der Ärzte, den Stand der Medizin. Auch den Kampf um Verbesserungen, Fortschritte und Rückschläge. Vieles davon fand ich sehr realistisch dargestellt. Nur die wohl unbedingt vorkommende Liebesgeschichte zwischen der Pflegerin aus einfachsten Verhältnissen und dem aufstrebenden Arzt mit Happy End hätte nicht sein müssen, sie war zu unrealistisch und minderte die ansonsten gute Geschichte.

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Veröffentlicht am 14.08.2025

Nettes Sommerbuch

Wir sehen uns im Sommer
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Susanne, Mangan und Rebecka machen erneut eine Reise auf den Spuren ihrer verstorbenen Freundin Sonja. Dieses Mal geht es anhand ihrer Briefe um die ganze Welt und sie erfahren Überraschendes...

Das Buch ...

Susanne, Mangan und Rebecka machen erneut eine Reise auf den Spuren ihrer verstorbenen Freundin Sonja. Dieses Mal geht es anhand ihrer Briefe um die ganze Welt und sie erfahren Überraschendes...

Das Buch ist die Fortsetzung von Sommerfreundinnen. Hier wie auch dort hat Sonja ihren drei Freundinnen Aufgaben aufgegeben und während der Reise finden sie wieder näher zueinander und entdecken einiges neues an sich selbst. Das Buch war für mich eine nette Sommerunterhaltung mit einer Mahnung an die Freundschaft. Gleichzeitig wirkte es auf mich aber auch wie der 2. Aufguss des Vorgängerbuches. Vor allem das Ende hin war ziemlich kitschig. Daher gut für den Urlaub oder zwischendurch, doch insgesamt ein schwächerer Eindruck.

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Veröffentlicht am 14.08.2025

Anders

Ins Dunkel
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Im australischen Busch findet eine Teambildungsmaßnahme einer Firma statt. 2 Teams – Männer und Frauen – machen sich getrennt auf den Weg. Während die Männer pünktlich am Ziel ankommen, fehlt von den Frauen ...

Im australischen Busch findet eine Teambildungsmaßnahme einer Firma statt. 2 Teams – Männer und Frauen – machen sich getrennt auf den Weg. Während die Männer pünktlich am Ziel ankommen, fehlt von den Frauen jede Spur. Als sie endlich eintreffen, sind sie stark mitgenommen und eine – Alice – fehlt völlig. Und ausgerechnet Alice ist diejenige, die mit der Polizei zusammenarbeitet, um die Machenschaften der Firma aufzudecken.

Das Buch ist überraschend anders. Trotz der Beschreibungen hatte ich irgendwie nie das Gefühl, dass die Frauen im australischen Busch unterwegs sind. Mir kam es eher wie ein Urwald am Amazonas vor. Die Spannung ist auf mehreren Ebenen da. Zum einen vertragen sich die Frauen untereinander nicht und die Firmenprobleme kommen hoch. Zum anderen ist das die Polizei involviert. Und dann gibt es noch frühere Todes- und Vermisstenfälle. Der Verbrecher ist zwar inzwischen im Gefängnis gestorben, doch sein Sohn wird noch vermisst. Das alles lässt mehrere Möglichkeiten zu und man weiß sehr lange nicht, ob Alice tot ist oder sich abgesetzt hat oder noch durch den Wald irrt. Das Ende ist in Teilen dann auch überraschend, vor allem was das Motiv angeht.

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Veröffentlicht am 14.08.2025

Unentschlossen

Kampfsterne
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Eine deutsche Siedlung in den 1980ern Jahren. Mehrere mehr oder weniger miteinander befreundete Familien mit Kindern und Jugendlichen leben zusammen. Vor allem die Kinder wechseln von Haus zu Haus. Die ...

Eine deutsche Siedlung in den 1980ern Jahren. Mehrere mehr oder weniger miteinander befreundete Familien mit Kindern und Jugendlichen leben zusammen. Vor allem die Kinder wechseln von Haus zu Haus. Die Frauen sind zu Hause und kümmern sich um Haushalt und die Kinder, die alle irgendwie zu Genies erzogen werden sollen. Nach außen hin die heile Welt der damaligen Zeit...

Erzählt wird das Buch in ganz kurzen Kapiteln aus Sicht der Kinder, Jugendliche und Erwachsenen. Und da merkt man schnell, dass die heile Welt so gar nicht heil ist und die Familien zum Teil stark untereinander konkurrieren und teilweise Neid und Hass herrschen. Die nach außen gezeigte Freundschaft ist nicht wirklich vorhanden. Stattdessen versuchen vor allem die Frauen, sich gegenseitig auszustechen, und so die wirklichen Probleme der Kinder und der Jugendliche gar nicht mitbekommen. Diese sollen funktionieren, möglichst Höchstleistungen bringen, die eigenen Befindlichkeiten sind wichtiger. So gesehen ist diese kleine Siedlung eine Milieustudie, die man für die damalige Zeit anwenden kann und die auch heute noch stimmen dürfte. Die kurzen Kapitel aus den verschiedenen Sichten sorgen für Abwechslung und man kann relativ schnell lesen. Leider hielt sich mein Mitgefühl in Grenzen und ich konnte zu den handelnden Personen keine Beziehung aufbauen. Das Ende fand ich teilweise verwirrend, teilweise unverständlich. So als wüsste die Autorin nicht, wie sie das Buch hätte beenden können.

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Veröffentlicht am 14.08.2025

Mörderisches Italien

In Schönheit sterben
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Giada und Robert ermitteln wieder. Mehr oder weniger miteinander und meist zum Ärger der Polizei. Dieses Mal geht es um den ermordeten Annibale Colasanti, dem Bruder von Giadas Chef. Mit der Ermordung ...

Giada und Robert ermitteln wieder. Mehr oder weniger miteinander und meist zum Ärger der Polizei. Dieses Mal geht es um den ermordeten Annibale Colasanti, dem Bruder von Giadas Chef. Mit der Ermordung verschwindet auch ein einzigartiges und zudem unbekanntes Kunstwerk....

Mir hat das Buch gut gefallen und ich würde es in die Rubrik Regionalkrimis einordnen. Habe es in einem Zug hintereinander gelesen. Gut beschrieben ist die Landschaft der Maremma und auch Rom. Die Eigenheiten der Menschen und das italienische Flair. Die Ermittlungen sind manchmal ein wenig sprunghaft und nicht immer ganz plausibel. Vor allem das Ende, wo Robert eine für mich unglaubwürdige Begleitung erhält. Amüsiert hat mich allerdings sein neues Haustier. Alles in allem ein gut lesbares Buch.

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