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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.06.2025

Gute Fortsetzung

Die gute Tat
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Franka und Alpay haben es wieder einmal mit einem sehr schwierigen Fall zu tun. Eine Frauenleiche wird aus der Elbe gezogen und es stellt sich heraus, dass die Frau als vermisst gemeldet wurde. Doch sie ...

Franka und Alpay haben es wieder einmal mit einem sehr schwierigen Fall zu tun. Eine Frauenleiche wird aus der Elbe gezogen und es stellt sich heraus, dass die Frau als vermisst gemeldet wurde. Doch sie ist nicht ertrunken, sondern wurde ermordet. Und sie bleibt nicht die einzige Vermisste, die tot aufgefunden wird und bei den Ermittlungen wird bald festgestellt, dass die Toten eine Gemeinsamkeit haben.

Der vierte Band der Reihe ist eine gute Fortsetzung. Die beiden Ermittler haben sich zusammengerauft und die Arbeit geht gut vorwärts. Im Hintergrund allerdings ist da eine offene Stelle zu besetzen und dies wirkt sich auch auf die Arbeit aus. Wie gewohnt ist der Stil gut lesbar und über weite Strecken ist auch Spannung vorhanden. Immer wieder wird man in die Irre geführt und die Auflösung reicht weit zurück und betrifft aktuelle Ermittlungen, die erst jetzt zum Teil veröffentlicht werden. Von mir gibt es eine Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 26.05.2025

Kein Thriller

Horror-Date
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Raphael liegt im Sterben und hat über ein Dating-Portal für schwer erkrankte Menschen Nala kennengelernt. Um das erste Date stattfinden zu lassen, schickt er seinen besten Freund Julius hin. Denn Raphael ...

Raphael liegt im Sterben und hat über ein Dating-Portal für schwer erkrankte Menschen Nala kennengelernt. Um das erste Date stattfinden zu lassen, schickt er seinen besten Freund Julius hin. Denn Raphael selbst fühlt sich zu krank und Julius soll ihn quasi vertreten. Er stolpert damit in ein sehr absurdes Abenteuer, was ihn für immer verändern wird

Ich mag die Bücher von Fitzek, sowohl seine Thriller wie auch die anderen. Wie immer ist die Geschichte gut lesbar, doch hier war es mir irgendwann mit diesen vielen Verwicklungen und Zwischenfällen, die zwar sehr fantasievoll zusammengestellt sind, irgendwann einfach zu albern. Ich hatte tatsächlich überlegt, mit dem Weiterlesen aufzuhören, weil es mir zu viel wurde. Doch ich hatte auch im Hinterkopf eine Idee, wie das Buch enden würde. Und ich wollte wissen, ob meine Idee richtig war. Sie war es dann übrigens nicht und genau das ist es wiederum, warum ich das Buch am Ende gar nicht so schlecht fand. Denn diese letzte Wendung hat mich wiederum überzeugt. Und so gibt es dann doch von mir eine Leseempfehlung, man muss allerdings einiges durchhalten.

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Veröffentlicht am 26.05.2025

Überraschend gut

Ein Mord im November - Ein Fall für DI Wilkins
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An der altehrwürdigen Oxford-Universität geschieht ein Mord, ausgerechnet im Arbeitszimmer des obersten Leiters. Die Polizei ermittelt in Form von DI Wilkins und DI Wilkins – die Männer Ray und Ryan sind ...

An der altehrwürdigen Oxford-Universität geschieht ein Mord, ausgerechnet im Arbeitszimmer des obersten Leiters. Die Polizei ermittelt in Form von DI Wilkins und DI Wilkins – die Männer Ray und Ryan sind nicht verwandt und auch sonst komplett gegensätzlich. Ryan stamm aus der Unterschicht und kann das nicht ablegen. Ray dagegen kommt aus gutem Haus und hat studiert. Doch trotz aller extremen Gegensätze ergänzen sie sich irgendwie und versuchen, den Fall zu lösen.

Ich fand das Buch tatsächlich überraschend gut. Nicht unbedingt superspannend, aber mit einem doch sehr überraschenden Ende und einer von mir so nicht erwarteten Auflösung. Dazwischen ist es sehr gut lesbar, was auch an den beiden so gegensätzlichen Hauptfiguren und der teilweise vorkommenden Situationskomik liegt. Allerdings fand ich Ryan ein wenig zu prollig beschrieben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er mit dieser Art (auch wenn sie manchmal sehr verständlich ist) die Ausbildung bei der Polizei überstanden hätte. Und auch, dass es so gar keinen Dresscode geben soll. Doch das sind eher Kleinigkeiten. Eine Fortsetzung würde mich freuen. Und der Autor kommt bei mir auf die Liste für Neuerscheinungen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 22.05.2025

Unbedingt lesen

Am Meer ist es schön
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Susi soll auf Kur. Ihr Arzt zu Hause ist der Meinung, dass sie viel zu dünn ist und unbedingt aufgepäppelt werden muss. Dafür darf sie sechs Wochen an die Nordsee. Die Eltern glauben, es wird eine schöne ...

Susi soll auf Kur. Ihr Arzt zu Hause ist der Meinung, dass sie viel zu dünn ist und unbedingt aufgepäppelt werden muss. Dafür darf sie sechs Wochen an die Nordsee. Die Eltern glauben, es wird eine schöne Zeit. Doch für Susi und die anderen Kinder wird es die schlimmste Zeit ihres Lebens, denn in dem Heim sind die Erzieherinnen grausam und sadistisch und bestrafen jede kleine Kleinigkeit ganz hart. Was sie dort erlebt, wird ihr ganzes Leben beeinflussen.

Das Buch sollte man unbedingt lesen und das aus mehreren Gründen. Zum einen ist es rein vom Stil her sehr gut geschrieben und damit auch sehr gut lesbar. Die Geschichte geht flüssig vorwärts und die Parallelen zwischen dem damaligen Heimaufenthalt und dem jetzigen Aufenthalt der Mutter in einem Pflegeheim sind tatsächlich manchmal erschreckend. Aber natürlich geht es in erster Linie um die damaligen Verhältnisse und auch die sind mehr als erschreckend. Vor allem, weil man auch im Nachwort erfährt, dass diese Vorfälle keine Einzelfälle sind, sondern mit System in scheinbar sehr vielen Heimen in der damaligen Zeit vorkamen.

Meine Freundin war zur gleichen Zeit in der DDR auf so einer Kur. Sie hat mir erzählt, dass zumindest die Probleme beim Essen auch dort vorkamen. Über andere grausame Sachen hat sie mir nichts erzählt. Ich weiß nicht, ob das dann hier eine Ausnahme war oder ob diese Kuraufenthalte in der DDR einfach schon etwas besser waren. Auf jeden Fall hat mich das neugierig gemacht, ich werde mit ihr noch einmal darüber reden.

Von mir gibt es für das Buch absolut eine Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 22.05.2025

Wichtige Einrichtung

Der Kindersuchdienst (Kindersuchdienst 1)
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1955 gibt es in Hamburg immer noch den Kindersuchdienst. Er wurde nach dem Krieg gegründet, um verschollene Kinder wieder zu ihren Eltern bringen zu können. Außer in Hamburg gibt es in München noch eine ...

1955 gibt es in Hamburg immer noch den Kindersuchdienst. Er wurde nach dem Krieg gegründet, um verschollene Kinder wieder zu ihren Eltern bringen zu können. Außer in Hamburg gibt es in München noch eine gleiche Einrichtung. Doch aufgrund von Sparmaßnahmen soll es dafür kein Geld mehr geben und zumindest die Filiale in Hamburg soll geschlossen werden. Das weiß allerdings Annegret nicht, als sie sich auf eine Stelle bewirkt. Dabei gibt sie nicht an, dass sie ein eigenes Kind hat. Außerdem hat sie als Legasthenikerin große Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben und ihr neuer direkter Chef will sie eigentlich sofort wieder loswerden. Dann gibt es noch Charlotte, die aus einem reichen Elternhaus stammt und gut verheiratet werden soll, wogegen sie sich sträubt und letztendlich auch beim Kindersuchdienst anfängt.

Das Buch zeigt sehr deutlich, dass der Kindersuchdienst zur damaligen Zeit wohl eine der wichtigsten Einrichtungen in diesem Land war. Gerade auf den Seiten, als es um die Arbeit des Suchdienstes geht merkt man, wie viel Herzblut darin steckt - sowohl inhaltlich wie auch vom Stil her finde ich diese Teile sehr berührend und absolut gelungen. Etwas weniger glücklich bin ich teilweise mit den Hauptfiguren. Spezial was Charlotte angeht, wandelt sie sich in allerkürzester Zeit von einem absoluten verwöhnten Mädchen zu einer scheinbar selbstbewussten jungen Frau, die plötzlich auch alles kann. Das ging mir in Teilen zu schnell. Mehr allerdings störte mich, dass genau an dieser einen Person so viel Dinge passieren, dass es leider etwas unglaubwürdig wurde (für mehr Erklärungen müsste ich zu viel spoilern). Zum Glück ist es bei den anderen Personen etwas besser und besonders die Beschreibungen der unterschiedlichen Kinder haben mich stark berührt. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

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